Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - Kritik

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

US/GB · 2017 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 12 · Drama, Kriminalfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 8

    Das Tempo im Film ist ziemlich gemächlich, aber seltsamerweise schafft er es doch mühelos, einen bei der Stange zu halten. Vor allem die bunten, außergewöhnlichen Charaktere sind der Wahnsinn und Sam Rockwell leistet eine wahnsinns Arbeit dabei, einen debilen Policeofficer darzustellen, in dem mehr steckt, als man denkt.

    • 10

      Ein wunderbarer Film.
      Ich finde, hier ist vieles stimmig. Die Charaktere machen jeweils eine deutliche, nachvollziehbare Entwicklung durch. Es gibt kein Richtig und kein Falsch bzw. gute/böse Charaktere. Jede agiert auf Grund ihrer Historie und das ist gut herausgearbeitet.
      Die Musik untermalt die Bilder und Handlungen gelungen, ohne penetrant oder aufdringlich zu wirken. Sie unterstützen die Stimmungen gelungen und verstärken sie gekonnt.
      Ein halber Kritikpunkt ist der häufigen drastischen Wechsel der Stimmungen von z.B. heiter/fröhlich direkt zu düster/depressiv. Diese häufigen Wechsel strengen schon etwas an und während der Stimmungswechsel ist es schwer die eigene Stimmung zu identifizieren. Doch die guten Übergänge zeigen, dass diese Wechsel zum Konzept gehören und in dem Sinne, sind sie gut umgesetzt.
      Für mich ist er bisher der beste Film des Jahres.

      • 6 .5
        oliver.roth.5059 09.07.2018, 17:47 Geändert 09.07.2018, 18:04

        Starker Cast - schwaches Drehbuch. McDormand, Harrelson & Rockwell retten das dünne Script und damit letztlich auch McDonaghs anfangs erfrischenden , später seltsam zerfasernden Crossover-Film.Zu hölzern für eine Milieustudie, zu albern-cool für ein ernsthaftes Drama, das können dann auch die unglaubwürdigen Twists nicht mehr beheben. Eigentlich hätten die knarzig-stoische Mildred Hayes, der Hintergrund von Gewalt und Gegengewalt ihrer Familie und direkten Umgebung, der seelischen wie der körperlichen, genug Stoff zum Erzählen geboten. Am Schluß rutscht das Movie dann noch fast in die Kitschkiste. Weniger wäre mehr gewesen, das gilt insbesondere für die etwas aufgedrückte Komik des Films. Schade, das wirkt, insbesondere gegen Ende, zu konstruiert.

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        • 7 .5

          Kein Film für eine Nacht !!!

          Ich hatte mich leider auf was ganz anderes eingestellt. So war die Entwicklung innerhalb des Films dann doch sehr strange. Deshalb eine vorläufige Bewertung. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Schon bei McDonaghs ersten beiden Filmen, hab ich mehrere Sichtungen gebraucht bis sie mir richtig gut gefallen haben. Die Charakterentwicklung innerhalb seiner Filme, die Gefühlswelten gegenüber derer und viele kleine, wichtige Sätze und Dialoge machen ein erneutes sehen seiner Filme zu einem MUSS.

          So ergeht es mir auch hier. Ein guter Film, schwarzer Humor, traurige Momente, schöne Momente. Am Anfang hasst man den ein oder anderen Charakter, am Ende mag man sie. So verlaufen seine Filme - eigen und anders. Um alle Details zu entdecken verlangt es Aufmerksamkeit. Man muss seinen Köpfchen mit anstrengen, seine Metaphern verstehen. Schauspielerisch bleiben zwei große aus 7 Psychos erhalten und machen ihre Sache wieder ausgezeichnet. Die Rollen sind durch die Bank wirklich ausgezeichnet besetzt und perfekt gewählt. Allein die Synchro wirkt etwas komisch, am Ende gewöhnt man sich aber daran.

          Ein Film der bei mir gefühlt auf 9 Punkte steigen könnte. Einer bei dem man jedes mal etwas neues entdecken wird!

          • 9
            Moviegod 01.07.2018, 14:51 Geändert 01.07.2018, 14:52

            Ich bin seit "Seven Psychos" ein großer Fan von Regisseur/Autor Martin McDonagh. Er schafft es immer, eine kleine Story mit glaubwürdigen, skurrilen Charakteren zu einem großen Film zu machen.
            Und so ist es auch mit "Three Billboards". Ein großartiger, kleiner Film.
            Natürlich ist die Story etwas dünn und kommt auch nicht wirklich von der Stelle. Aber dank des herausragenden Trios McDormand, Rockwell und Harrelson wird daraus ein emotionaler, oft saukomischer und am Ende auch spannender Film. Es braucht eben nicht immer CGI und Verfolgungsjagden.
            Ein großer Wurf!

            3
            • 8 .5

              Ohne das Powertrio McDormand/Rockwell/Harrelson wäre "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" vermutlich auch nur ein belangloser Film mit einer ziemlich dünnen Story und einer nicht ganz ausgegorenen Figurenzeichnung. Die Hauptakteure können hier aber so einiges rausreißen, allen voran Frances McDormand und Sam Rockwell die ihren Figuren erst so richtig Leben einhauchen.

              Der Score stimmt nachdenklich und lässt einen ein wenig in Melancholie verfallen. Auch war der Film "hübsch" anzuschauen und gut inszeniert, vor allem da er auch realistisch rüberkommt. Sogar meine Mundwinkel haben sich ab und an nach oben bewegt. Ja, das war schwarzer Humor den ich verstand.

              Das Ende gefiel mir recht gut. Endete zwar ziemlich abrupt aber da sehe ich "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" eher als Mittelteil eines großen Ganzen an und da passte dieses abrupte Ende einfach gut rein. Allerdings hoffe ich das man hier nicht auf die Idee kommt, noch ein Prequel und Sequel zu machen!!!

              Das einige "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" langweilig finden/fanden kann ich einerseits gut nachvollziehen, andererseits hätte der Film für mich auch noch ein paar Stunden so weiter gehen können. So schön fluffig und melancholisch. ヽ(´ー`)┌

              Vorhersage: 8,5
              Da ziehe ich doch mal mit.

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              • 8

                Ich bin relativ neutral an den Film herangegangen, vielleicht sogar mit etwas niedrigen Erwartungen und wurde positiv überrascht.

                Die Besetzung mit Frances McDormand in der Hauptrolle ist erstklassig ausgewählt, sie ist auf der einen Seite eine verbitterte Mutter die ihre Tochter verloren hat, und gleichzeitig unheimlich zynisch und schonungslos direkt in ihrer Umgangsform mit den Dorfbewohnern was schon wieder komisch wirkt. Der ein oder andere Spruch ist dabei in der schonungslos ernsten Situation ein echter Kracher, grundsätzlich transportiert der Film aber eine relativ dramatische Geschichte, die gut erzählt und mit netten Charakterwendungen versehen ist.

                So wenden sich die Bösen zu Guten und scheinbar Gute drehen ins Böse. Die dahinter stehende Message scheint klar: Gut oder Schlecht ist nicht die Person an sich, sondern die Handlungen die sie sich zuschreiben lassen muss. So überdenken die Personen für den Zuschauer sichtbar ihre Handlungen unter Berücksichtigung der Folgen, was auch zu einer Wandlung der Emotionen gegenüber den Filmrollen führt. Das ist mal etwas erfrischend anderes und durchaus gut gelungen.

                Schön zu sehen ist auch die Entwicklung des Zusammenhalts der Community im Dorf im Verlauf des Films, insbesondere nachdem sich die Billboards mehr und mehr zur Kontroverse entwickeln.

                Stellenweise muss ich trotzdem sagen, wünschte ich mir einen größeren Spannungsbogen, die Geschichte um den Mord der Tochter ist eher ein Hintergrundflimmern, das die Handlungsmotive der Protagonisten beseelt, aber erst gegen Ende des Films spitzt sich die Lage um einen konkreten Tatverdacht zu, der dann Spannung mit sich bringt. Man sollte also gedanklich mehr auf langwieriges Drama eingestellt sein. Schade eigentlich, denn dies ist fast der einzige Kritikpunkt, den ich hier einwerfen kann. So kam mir der Film etwa 30 Minuten zu lang vor.

                Insgesamt jedoch ein rundum gelungener Film, den man gesehen haben sollte, mich aber nicht in naher Zeit zur zweiten Sichtung bewegen kann.

                • 7 .5
                  Dolfan 25.06.2018, 11:11 Geändert 25.06.2018, 12:09

                  Skurriler, teils biiterböser Genremix aus Drama und Komödie mit exzellenten Schauspielerleistungen. Woody Harrelson steht dabei aber den beiden oscarprämierten Leistungen von Rockwell und McDormand in nichts nach und hätte die Auszeichnung auch verdient gehabt. Ich muß den Film demnächst nochmal im O-Ton sichten, da wirkt er vermutlich noch besser.

                  • 7
                    OatCake88 24.06.2018, 19:50 Geändert 24.06.2018, 20:06

                    Fand den Film echt gut und sehenswert, muss allerdings sagen dass ich es nicht so als DAS große Meisterwerk mit 9 oder 10Punkten sehe, wie viele andere hier.
                    Schön fand ich aber vor allem diese düstere etwas abgefuckt sandige Ami-Texas-Stimmung, wisst ihr was ich meine? Und ich fand das dennoch irgendwie nicht zu übertrieben, wo andere Regisseure oft Gefahr laufen, dass alles zuuuu düster und depressiv wird, hat der Film hier die Stimmung würde ich sagen perfekt ausbalanciert, hat nicht zu sehr runtergezogen, das wird ja auch ganz schön am Ende des Films klar (VORSICHT kleiner Spoiler!), wo gezeigt wird dass Hayes und der Typ zu dem Vergewaltiger hinfahren, dann aber wohl doch nicht den Vergewaltiger umbringen wollen, das zeigt quasi dass sie nicht nur Hass in ihren Herzen tragen und sich davon leiten lassen, sondern noch Hoffnung besteht sozusagen.
                    Ganz klar herausheben kann ich auch den Schauspieler Woody Harrelson, ich hab ihn aber auch noch nie eine Rolle schlecht spielen sehen ;) , er macht seine Sache echt immer fantastisch. Leider VORSICHT Spoiler
                    geht er ja viel zu früh von dannen, weswegen der Film ab dem Zeitpunkt für mich persönlich wohl etwas uninteressanter wurde.
                    Den Film ein mal zu sehen, war sehr unterhaltsam und spannend, nochmal würde ich ihn mir aber nicht anschauen . Also nicht falsch verstehen, ich sage der Film ist auf jeden Fall noch gut und ich empfehle ihn weiter, aber ein mal sehen reicht mir persönlich. Deswegen auch "nur" 7 Punkte - ist aber eben immer noch sehr sehenswert.

                    • 8

                      Wird dank der überragenden Schauspieler durch die etwas dünne Story perfekt getragen, selten wurde ich in letzter Zeit mehr mitgerissen.

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                      • 9 .5

                        Tja, ich bin echt noch uneins warum ich nicht 10 Punkte geben soll.
                        Irgendwie war mir der Mittelteil etwas unrund und einige Dinge noch unklar.
                        Und das war's auch schon an Kritik.
                        Super genialer Charater der Mildrerd Heyes...wirklich!
                        Mich hat maximal das Verhalten des Hilfssheriffs ein wenig verwirrt.
                        Ansonsten war das wohl der beste Film den ich in diesem Jahr gesehen habe.
                        Habe die Anspielung/Subtext auf den KuKluxKlan geliebt und dieses südstaatliche We-know-each-other.
                        Woody ist sowieso mein Lieblingsschauspieler. Maximal würde ich die deutsche Synchro bemängeln, aber sogar die ist eigentlich richtig genial, wenn man alle anderen dieser Welt vergleicht.
                        Also was soll ich sagen als dass dieser Film und seine Schauspieler wirklich herausragen aus dem, was es sonst so gibt?!

                        • 10

                          Fantastischer Film, der einen von Anfang an mitnimmt. Woody Harrelson ist als pragmatisch und praktisch verlorener Sheriff eine Wucht, die mit Oscars für Rollen ausgezeichneten Frances McDormand und Sam Rockwell ergänzen als schuldbeladene und zornige Mutter und als einfältig treuer Deputy-Lakai diese Studie des ländlich irrwitzigen und derangierten Amerika wie die Faust aufs Auge. Dramatisch, zuweilen lustig, aber nie über das Ziel hinausschießend erlebt der Zuschauer "Schuld und Sühne" auf knapp zwei Stunden komprimiert.

                          • 10
                            apocryphax 12.06.2018, 22:58 Geändert 12.06.2018, 22:59

                            Heute die Blu-ray gekauft und vorhin zum dritten Mal angesehen, ich war bereits zwei Mal im Kino gewesen. Als großer Quentin Tarantino Fan war mir natürlich klar, das ich mir den dritten Martin McDonagh-Film ansehen werde, da McDonaghs Stil dem von Tarantino ähnelt.

                            Zum Film kann ich sagen, das er eines der besten und unvorhersehbarsten Drehbüchern aufweist, die ich je gesehen habe. Figuren wenden sich, von denen man es nicht erwartet, die Handlung wendet sich ebenfalls auf diese Art und Weise. McDonagh hat hier einen zeitlosen Film mit einer Thematik erschaffen, die man durchaus ernst nehmen kann. An manchen Stellen kann man aber auch herzlich über diesen lachen. Der Mix aus Drama und Komödie ist so gut pointiert das er auf seine Weise wunderbar funktioniert.

                            Allen voran machen Frances McDormand und Sam Rockwell hier einen großartigen Job und wurden zurecht mit dem Oscar für ihre schauspielerische Leistung geehrt. Woody Harrelson hat sich mit seiner Rolle sofort in mein Herz gespielt. Es stimmt gefühlt einfach alles.

                            Großartiger Film.

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                            • 0 .5
                              Holmes14 11.06.2018, 23:20 Geändert 24.06.2018, 17:13

                              Ich kann all diese guten Bewertungen wirklich nicht nachvollziehen! Ich fand den Film weder witzig noch in irgendeiner Weise spannend. Im großen und ganzen war es nur ein langatmiger Film mit schlechten Witzen und einem furchtbaren Ende! Das einzige gute an diesem Film waren die Schauspieler sonst kann ich diesen Film wirklich nicht weiter empfehlen!

                              • 9

                                Lange nicht mehr so einen geilen Film gesehen. Die 2 Stunden Laufzeit vergingen unfassbar schnell. Hätten auch gerne noch weitere 2 Stunden sein können. Es passiert mir auch nicht oft, dass ich zu jedem Charakter eine Symphatie aufbauen kann....Three Billboards Outside Ebbing, Missouri hat das geschafft. Mildred allerdings, hat mich total in ihren Bann gezogen. Einfach nur großartig.

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                                • 9

                                  Schön unvorhersehbare Handlung. Tolles Drehbuch.

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                                  • 8

                                    Selten war ein Film mit so wenig Handlung, so spannend! Erstklassige Dialoge und überzeugende Schauspieler verleihen dem Film eine Authentizität, welche ihres gleichen sucht.

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                                    • 2 .5
                                      gordocooper 04.06.2018, 23:34 Geändert 07.06.2018, 19:18

                                      immer diese emotionalen White-Trash Filme. Der Grossteil der US Bevölkerung lebt halt von der Hand im Mund. das ist wirklich traurig.
                                      Traurig ist auch dieser überbewertete konstruierte Streifen. McDormand ist ja seit Fargo Kult, aber wie sie schon selbst befürchtete, zu alt für diese Rolle.
                                      Und der optische Gegensatz zur neuen Lebensgefährtin ihres Ex dadurch einfach nur skurril.
                                      Sheriff Bill Willoughby ist nicht dumm, aber wie in Herrgottsnamen kann er sich allen Ernstes vorstellen, dass sein Deputy, der tumbe, rassistische, prügelnde Alkoholiker Dixon das Zeug zum Detective hätte?? DAS IST ABSURD!
                                      Mildred begeht ein schweres Verbrechen, was für sie keinerlei Konsequenzen hat. Es dürfte ein leichtes sein, ihren Beitrag zu ermitteln.
                                      Ein Mann bedroht Mildred in ihrem Laden, der gar nicht aus der Gegend stammt, daher sie und den Sherrif nicht kennt UND mit dem Mord an ihrer Tochter auch nichts zu tun hat. EIN RED HERRING UND KOMPLETTER UNSINN !
                                      Und Dixon wird durch einen sülzigen Brief vom Redneck zum Menschenfreund. Was soll man dazu noch sagen? Das sah auf dem Papier bestimmt besser aus..

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                                        Ein grandioser Film kommt nun endlich auf Blu-ray raus. Wirklich sehenswert mit tollen Darstellern.

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                                          Warum ich diesen Film so toll finde?
                                          Ein tragisches Thema filmisch darzustellen und auch skurrile und komische Momente einzuflechten, das schaffen nur die wenigsten Filme! Die Figuren sind alle fantastisch geschrieben und schauspielerisch sehr gut umgesetzt.
                                          Ich würde mir den Film noch weitere Male anschauen, und das bedeutet, dass er mir wirklich sehr gefallen hat :)

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                                            Ich meinte die ganze Zeit das ich ein Coen Filmchen schaute musste sogar zweimal aufs Blu-Ray Cover schauen ob die Namen der Gebrüder nicht darauf stehen. Da ich die Filme der Coen-Brüder nicht mag und ich ihr ganzen Style nicht gut finde und dieser Film mich eigentlich die ganze Zeit an diese zwei erinnerte,tat ich mich sehr schwer mit diesem Film.
                                            Gut Frances McDormand finde ich eine sehr gute Schauspielerin aber sie hätte auch in einen anderen Film gut gespielt und das gleiche könnte man von Woody Harrelson und Sam Rockwell auch behaupten. Die Handlung des Films war interessant aber die Umsetzung war mir zu langweilig. Nach einer Stunde hatte ich eigentlich schon genug von den Film und hoffte das er bald fertig war. Die schlussphase des Films war für mich nur noch eine Qual und ich langweilte mich nur noch. Die Schauspieler spielen zwar gut aber ihre Charakteren hatten leider nicht den nötigen Tiefgang die sie unbedingt gebraucht hätten. Dieser Film leidet insgesamt an Oberflächlichkeiten und unnötige Charakteren.
                                            Die Atmosphäre des Films gefiel mir auch nicht zu Coen mässig. Dieser Film verzichtet aber auf unnötigen Humor das kommt und bleibt ernst, dass kommt diesem Film zugute.
                                            Ich persönlich hätte von diesem Film einfach mehr erwartet, eigentlich in jedem Bereich. Schlussendlich war ich enttäuscht weil ich dachte der Film würde wenigstens ein guter Durchschnittlicher Film werden aber nein ich habe mich getäuscht. Trotzdem würde ich diesem Film weiter empfehlen weil ich weiß das viele diese Art von Filmen mögen und diejenigen werden ihren Spaß an diesem Film haben.

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                                            • 9 .5

                                              Knaller Film. Muss man nicht im Kino sehen. Aber sehen sollte man ihn definitiv

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                                              • 7 .5
                                                YupYum 31.05.2018, 00:45 Geändert 31.05.2018, 02:34

                                                Wer bei "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ein weiteres leicht sarkastisch angehauchtes und erst noch charmantes U.S.-Provinz-Stück für zwischendurch erwartet, wird hier sehr schnell eines Besseren belehrt, denn schon nach den ersten Szenen wird klar, dass einem hier ist ein hochdramatisches, bitterböses, desillusionierendes und knallhartes Loser-Drama serviert wird, das seine Erkenntnisse weder im erzählerischen Ganzen noch in üblicher Schwarz/Weiss-Malerei von Gut und Böse bekundet: Keine(r) kommt hier wirklich charakterlich unbescholten weg, alle haben sie ihre Defizite, die den Zuschauer immer wieder von Neuem schmerzen. Diese sehen wir also dann in den toll editierten Kleinst-Szenen, die dramaturgisch so geschickt erzählt sind, dass man kaum den nächsten Eclat erwarten kann - das ist mal Spannung der ganz anderen Art. Der eingewobene Humor ist teilweise so schwarz und entlarvend, dass er einem im Hals stecken bleibt. Dass die schwebende Krimi-Meta-Ebene keine Auflösung findet, passt natürlich auch zum Stil der sich leerlaufenden, immer repetiven Lebens-Zyklen dieser Protagonisten. Der Film ist eine grossartige soziologische Abhandlung von Leuten, die Gefangene ihres eigenen Mikrokosmos sind, in dem Kaff in dem sie leben und als Fazit eine Faust in die unbescholtene Fresse. Top authentisch gespielt und durchtränkt mit genial minimalistischen Dialogen, die mehr sagen, wenn man sie gar nicht erst hört. Bestimmt zu brutal alles und sicher zu anspruchsvoll für FSK 12.

                                                Dass Frances McDormand hier ihren Oscar genau so unglamourös entgegen nahm (so wie sie selbst im Film ist), macht nach Sichtung des Films irgendwie grad nochmals Sinn.

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                                                • 8

                                                  !!!KOMMENTAR ENTHÄLT SPOILER!!!

                                                  Aufmerksam geworden war ich auf den Film wegen der Oscar-Nominierungen, geschafft ihn damals zu gucken hatte ich jedoch nicht, obwohl er ja lange genug in den Kinos lief. Ist aber auch kein Film, den man wegen seines Bombasts auf der großen Leinwand gucken muss. Die Geschichte steht hier klar im Vordergrund und die erzählt er überragend. Bringt eine sehr beklemmende Atmosphäre rüber und schafft es vor allem bei den Charakteren darauf zu verzichten, wer hier nun Gut und Böse ist, sondern stellt die Leute eben dar wie sie sind. Das ist zweifelsohne die größte Stärke.

                                                  Ganz Hollywood-unlike bringt er auch ein sehr unklares Ende, das heißt am Ende hat niemand wirklich "gewonnen" und die Geschichte bleibt einfach offen. Finde ich in dem Fall sehr passend gelöst, irgendein Happy oder Unhappy End hätte dem Film nicht gut getan. So bleibt man eben realistisch bis zum Schluss.

                                                  Kritisieren möchte ich dennoch, dass man im Laufe der Story der Dramatik wegen eben auch mal die Logik hat links liegen lassen und Geschehnisse weniger ausgeführt als man es hätte tun sollen. Die ganze Geschichte rund um die brennende Polizeiwache zum Beispiel wurde mir viel zu lapidar und schnell abgehandelt. Generell kam Frau Hayes mit ihren Taten etwas zu sehr davon ohne Konsequenzen zu spüren.

                                                  Die Kritik im Spoiler hält mich auch ab, dem Film eine Wertung oberhalb der 8 zu geben, obwohl er an sich wirklich sehr stimmig war und vor allem durch ganz starke Schauspielleistungen zu überzeugen wusste. Aber so schlecht ist die 8 als Wertung ja nun auch nicht.

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                                                    Mit seinem neuesten Werk "Three Billboards outside Ebbing, Missouri" hat Regisseur Martin McDonagh den Finger ganz dicht am Puls der Zeit. Die Figuren der Kleinstadt Ebbing repräsentieren jene Gruppe Amerikas, die sich abgehängt fühlt in einer Welt der stetigen Veränderungen und die sich sehnsüchtig an alte Werte klammert. Vor der Einreise in das konservative Missouri wird ausdrücklich gewarnt, da dort rassistische Diskriminierung weit verbreitet ist. Der Bundesstaat, der als einer der letzten die Sklaverei abschaffte und bis heute an der Todesstrafe festhält, gilt als Hochburg der Republikaner. Mit 36% Vorsprung vor Hillary Clinton gewann Donald Trump hier die Präsidentschaftswahlen.

                                                    Die Protagonistin Mildred Hayes verkörpert in gewisser Weise ein altes Amerika, wie es etwa in den Westernklassikern anzutreffen ist. Als eine weibliche Variante John Waynes nimmt sie das Gesetz selbst in die Hand, nachdem die örtliche Polizei bei der Aufklärung des Mordes an ihrer Tochter versagt hat. Ihr Vorgehen erscheint dabei zunächst wie ein plumper Rachefeldzug, doch mehr und mehr wird deutlich, dass sie Polizeichef Willoughby und seinen Kollegen nicht persönlich ans Leder will. Vielmehr zielt Mildred auf etwas Übergeordnetes ab. Sie will einerseits Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter und gleichzeitig Buße tun, da sie mit dieser im Streit auseinander gegangen ist und sich seither eine Mitschuld an ihrem Tod gibt. Die Gewalt gegenüber ihren Mitmenschen funktioniert dabei wie ein Ventil, durch welches sie den erlittenen Schmerz und die Selbstvorwürfe in die Welt hinauslassen kann. Dementsprechend ist "Three Billboards" auch kein konventioneller Rachethriller, sondern eher ein berührendes Drama, welches von seinen vielschichtigen wie skurrilen Figuren lebt. Denn ebenso präzise wie Mildred sind auch die anderen Charaktere des Films ausgearbeitet. Der tumbe Polizeichef offenbart nach und nach den ausgeprägten Wunsch um eine diplomatische Lösung und selbst der rassistische Officer Dixon zeigt sich zunehmend als ungeahnt facettenreich.

                                                    Es sind besonders die feinen Nuancen, die "Three Billboards" so sehenswert machen. Der tiefschwarze Humor existiert hier nicht um der bloßen Belustigung willen, sondern fügt sich stets organisch in die Handlung ein. Jeder Witz sagt hier etwas über Denjenigen aus, der ihn erzählt. Das Wechselspiel zwischen humorvollen und melancholischen Momenten gelingt hier auf absolut herausragende Weise. Mit dem Feingefühl eines Artisten, der über ein Seil balanciert, bewegt sich der Film über diese beiden Ebenen zwischen Freude und Schmerz. Möglich wird dies auch durch den ausgezeichneten Cast. Frances McDormand gibt Mildred als die nach außen hin schroffe Powerfrau mit einer inneren Verletzlichkeit, die die Identifikation nie schwer fallen lässt. Neben ihr darf Sam Rockwell als von Hass gegenüber allem Andersartigen zerfressener Officer, der von seiner Mutter zu immer neuen Schandtaten getrieben wird, so richtig aufdrehen. Und auch Woody Harrelson, Caleb L. Jones, Peter Dinklage u.v.m. bringen hier jede Menge Schauspieltalent mit ein.

                                                    Doch nicht nur die ungemein lebendigen Figuren und ihre starken Darsteller machen "Three Billboards" zu einem Erlebnis. Auch die Handlung ist unverbrauchter und wendungsreicher, als es vielleicht nach Trailern den Eindruck macht. Das liegt auch daran, dass sich der Film durchgängig ein gewisses Krimielement beibehält und immer auch ein bisschen die klassische "Whodunit" Frage über allem schwebt. Ganz nebenbei wartet der Film auch mit einigen wirklich starken Bildern auf und hat ausschließlich realistisch wirkende Effekte zu bieten.

                                                    McDonagh ist somit insgesamt ein Film gelungen, der geschickt Komisches mit Tragischem verbindet. "Three Billboards" stimmt nachdenklich, lässt bisweilen das Lachen im Halse stecken und hat ganz viel über unsere heutige Gesellschaft zu erzählen.

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