Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - Kritik

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

US/GB · 2017 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 12 · Drama, Kriminalfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Ruhig + sehenswert, wenn auch mit vorhersehbarer Handlung.

    1
    • 9

      Genre: Drama gespickt mit (schwarzem) Humor

      Bei diesem Film ist die Genre-Einordnung besonders wichtig, denn wer hier eine reine schwarze Komödie erwartet, wird Opfer seiner falschen Erwartungshaltung:
      Sowohl Mildred Hayes als auch Officer Dixon stellen verletzte Seelen dar, die ihrer Umwelt mit Wut, Zorn und Gewalt begegnen. Der Film zeigt dabei eindrucksvoll, dass in diesen Emotionen keine Kraft liegt, sondern dass sie den Menschen zerfressen können. Mehr Wut und Gewalt führen nur zu noch mehr Gewalt.

      Wir werden mit dieser Erkenntnis jedoch nicht allein gelassen, denn der Film präsentiert uns auch eine Lösung, ein Heilmittel für seine Protagonisten: Menschlichkeit, Vergebung und Liebe lösen Veränderungen in Mildred und Dixon aus. Wir sehen, dass dazu manchmal schon das Reichen eines Glases Orangensaft entscheidend beitragen kann. Trotz des scheinbar offenen Endes kann man sich sicher sein, dass wir hier zwei Menschen zusammen im Auto sehen, die sich verändert haben und mit Sicherheit von ihrem finsteren Vorhaben ablassen werden.

      Insgesamt ist Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ein zutiefst humanistischer Film, bei dem man lachen und weinen kann und man manchmal nicht genau weiß, welche der beiden Emotionen nun angebracht wäre.

      Martin McDonaghs Songauswahl (generell großartig in all' seinen Filmen) trägt entscheidend zur emotionalen Wucht einiger Szenen bei (Monsters of Folk - "His master's voice", Townes Van Zandt - "Buckskin Stallion Blues" und vor allem Renée Fleming - "Last Rose of Summer").

      Die Darsteller sind über jeden Zweifel erhaben, und die Oscars für Frances McDormand und Sam Rockwell sind absolut verdient.

      Ähnliche Filme sind leider fast nicht zu finden, am ehesten noch bei Martin McDonagh selbst mit seinem ersten Langfilm "Brügge sehen... und sterben?", bei dem jedoch eher die komödiantische Linie überwiegt.
      Ansonsten kann ich nur jedem, der nach einer Mischung aus einer Menge schwarzem, absurdem Humor und einem Hauch Drama, Melancholie und Thrillerelementen sucht, den dänischen Film "Flickering Lights" empfehlen .

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      • 6 .5
        robertlitz 08.09.2018, 16:53 Geändert 15.09.2018, 19:42

        toller Cast, unausgereifte Story ohne tieferen Sinn, nicht nachvollziehbare Handlungen am laufenden Band, überbewertet

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        • 6
          Adventpuss 03.09.2018, 14:30 Geändert 17.09.2018, 10:46

          Vielleicht habe ich keine Ahnung was ein guter Film ist, oder ich habe generell meine Probleme mit oscarprämierten Werken. Für mich war "Three Billboards outside Ebbing, Missouri" nicht viel mehr als Schall und Rauch. Weder besonders herzzereißend, vielleicht ein wenig gesellschaftskritisch aber er kommt nicht auf den Punkt. Was will mir der Film eigentlich sagen? Vieles was in dem Film passiert, ergibt für mich wenig Sinn. Gut dargestellt -oscarreif? Ist die Frage.
          Fazit: Hat mich nicht überzeugt und als Oscarfilm auch enttäuscht.

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          • 8 .5

            Three Billboards Outside Ebbing, Missouri war letztes Jahr der ganz grosse Gewinner bei allen gängigen Preisverleihungen.
            Und das vollkommen zu Recht!
            Auf eine sehr merkwürdige Art unterhält dieser eigentümliche Mix aus Drama und Komödie verdammt gut, und funktioniert ebenfalls in beiden Bereichen,
            ohne dass es irgendwie unpassend wirkt.
            Angesichts der heiklen Themen die der Film bedient ist dieser Spagat wirklich eine Meisterleistung.
            Vielleicht liegt es daran dass Regisseur Martin McDonagh auch für das Drehbuch verantwotlich war, und er somit ganz genau wusste in welche Richtung der Film gehen soll.
            Aber natürlich trägt auch das super (mega) Gespann
            McDormand/Rockwell/Harrelson, die postwendend alle drei für den Oscar nominiert wurden, zur nötigen Grundstimmung des Films bei.
            Ohne diese tollen Schauspieler wäre der Film nicht das geworden was er jetzt ist,
            ein kleines Filmjuwel!
            Natürlich muss man ganz klar sagen dass hier McDormand die Buxe an hat,
            und alle männlichen Darsteller, sind sie noch so gut, mühelos an die Wand spielt.
            Sie ist es dann auch, die trotz (oder wegen) all ihrer Wut und Verbitterung
            die meisten "Lacher" auf ihrer Seite hat.
            Es ist teilweise wirklich herrlich wie sie ihre Widersacher mit ihrer Schnodderschnauze, und teilweise drastischeren Mitteln das fürchten lehrt.
            Aber auch Sam Rockwell, als etwas unterbelichtestes Muttersöhnchen mit Hang zur übertriebenen Gewalt ist eine wahre Wucht.
            Dagegen fällt der eigendlich immer grandiose Woody Harrelson als netter Dorfsheriff etwas handzahm aus.
            Das schöne (wenn man das wort hier benutzen darf) an "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ist, das es hier zwar erstmal sehr viel schwarz und weiss gibt,
            sich diese Farben im Laufe des Films, und mit tieferen Einblicken in alle Charaktere,
            mehr und mehr in unterschiedliche Grautöne verfärben.
            Mit Ausnahme des Täters gibt es keinen guten und keinen bösen.
            Ein wirklich toller Film!

            4
            • 10

              Oscar, Bafta, Golden Globe, SAG Award . . . Was haben sie gemeinsam? Wurden alle (zurecht) von Frances abgestaubt.

              Herrlich ehrliche Dialoge, eingepackt in verständlichen Gefühlen des Menschen, die nicht nur immer aus Sonnenschein bestehen.

              Unscheinbare Menschen, welche ihre Autorität in der Gewalt suchen und sich damit am meisten schaden.

              Ein Film, der nicht mit CGI beeindrucken möchte. Keine kostümierten Männer/Frauen, die die Augen des Publikums auf den Bildschirm halten sollen.

              Der Film spielt mit Ehrlichkeit, will auf wichtige Themen aufmerksam machen, die nach Jahren immer noch in der Gesellschaft herumschweifen (und vermutlich nie enden werden).

              Und das ist ihm, meiner Meinung nach, wirklich gut gelungen.

              4
              • 9

                Gottseidank habe ich entdeckt, dass der Film im kleinen Dorf-Kino um die Ecke läuft. Also kurzerhand die Freundin geschnappt und ab in die altmodischen aber tierisch gemütlichen Kino-Sessel. Bein-Freiheit, frisches Popcorn und Nostalgie, check.

                Was soll ich sagen… Toller Film. Ein Lehrstück über Empathie, Menschlichkeit und den Blick hinter die Fassade. Unaufgeregt inszeniert und einfach genial gespielt von allen Protagonisten. Die Dialoge sorgen für einige Lacher, allerdings bleiben die einem meist gleich wieder im Halse stecken, wenn man merkt welche Verzweifelung hinter vielen Aussagen und dem Verhalten der Menschen steckt. Gerade, wenn die Grenze zwischen Kaltschnäuzigkeit und Verletzlichkeit überschritten wird, hat der Film seine starken Momente.
                Meine Lieblingsszene ist allerdings die Unterhaltung mit dem Pfarrer. :) Auch die Briefe vom Sherriff haben jedesmal für ein Schmunzeln mit einer Träne im Auge gesorgt.

                Die Höchstnote möchte ich hier nicht vergeben, da ich Sam Rockwell als Dixon teilweise etwas drüber fand, und die Geschichte oft etwas auf der Stelle tritt. Trotzdem sollte man diesen Film unbedingt gesehen haben.

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                • 6 .5

                  Ein guter Film für zwischendurch. Er unterhaltet gut und wird nie langweilig.
                  Ansonsten eine sehr klischeehafte Story, wie zum Beispiel, das die Schwarzen von den Polizisten bedrückt werden.
                  Alle Schauspieler liefern eine perfekte Performance.
                  Der Film setzt die Prioritäten meiner Meinung nach zu viel auf Moral.

                  Ich kann mir an keiner Szene erinnern die mich wirklich gepackt hat, wie zum Beispiel bei der Pate die Eröffnungsszene.
                  Ich finde ein richtig guter Film sollte ein Paar sehr starke Szenen enthalten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und in diesem Film gab es nicht mal eine Szene, die im Kopf hängen bleibt.

                  Guter Film für zwischendurch, nichts besonderes.

                  • 8 .5

                    Geniale Dialoge, interessante Handlung, unglaublich gute Darsteller - insgesamt ein richtig starker Film!

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                    • 9

                      Muss mich den Lobeshymnen anschließen........Ganz starker Streifen !!!!!!

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                      • Story: 2
                        Charaktere: 2
                        Technik: 1,5
                        Musik: 1,5
                        Gesamtkomposition: 2
                        _________________________________________________________________________________
                        Fazit: Ein Film der sich durch speziellen Humor abhebt und durch vulgäre und gewalttätige Akteure die etwas andere Seite des Menschseins beleuchtet.
                        9/10

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                        • 8 .5

                          Man war der Gut! Der beste Film den ich in den letzten Monaten gesehen habe. Tolle Dialoge und starke Wendungen. Für die Rolle der Mildred Hayes hat Frances McDormand zurecht den Oscar gewonnen, wie auch Sam Rockwell als bester Nebendarsteller. Von der Arte Filmen hätte ich bitte...mehr mehr mehr!

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                          • 10
                            Boeseloreley 31.07.2018, 18:32 Geändert 31.07.2018, 18:39

                            Ich habe das jetzt mal umgedreht und mir (statt Three Billboards zu kommentieren), erst einmal "7 Psychos" angesehen, nachdem dieser Film hier so hervorgehoben wurde. ;-)

                            Zugegeben ... ebenfalls eine Perle, der Maddin hats drauf.

                            Aber so viel Spaß mir der Film auch gebracht hat ... "Three Billboards" toppt er (für mich) nicht.

                            Ich liebe Filme, die mich zwischen durchgeknallt, schwarzhumorig und auch bitterböse hin und her wedeln und wenn dann hin und wieder noch ein tieferer Sinn hervor blitzt und mich emotional erreicht ... tja, dann ... ich habe nichts zu beanstanden.

                            Nicht einmal das Ende ... im Gegenteil, ich fand es rund.

                            Kleiner Nachtrag:

                            Sam Rockwell ... nicht das er mir bisher absolut "fremd" war, aber mit diesen beiden Filmen hat er sich ganz nach oben auf die Liste "Bemerkenswerte Darsteller" geschossen.

                            • 8 .5

                              Frances McDormand in einer Paraderolle - was sie tut und sagt haut einem den Nukki raus :D
                              Starke Dialoge und tolles Zusammenspiel der Charaktere, die Ereignisse und Wendungen sind verblüffend. Alle drei - McDormand, Harrelson und besonders Rockwell spielen intensiv und authentisch.
                              Die Entwicklung von Dixon (Rockwell) ist wohl eines der besten Beispiele für Charakterentwicklung in der Kürze eines Films. Anfangs habe ich ihn gehasst - besonders als er den armen Werbejungen aus dem Fenster geworfen hat. Aber wie er sich bis zum Ende hin wandelt - Klasse Darstellung.

                              • 9 .5

                                Der beste Film den ich seit langem gesehen habe. Gute untriviale Geschichte mit genialer Schauspielkunst. Hat völlig zu Recht Oscar s gewonnen. Alle Filme des Regisseur s zahlen zu meinen Lieblingsfilmen. Schade dass solche Filme die kein uninteressant er einheitsbrei sind so selten geworden sind

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                                • 7 .5

                                  Ein richtig guter Film, schöner Soundtrack, interessante Szenen. Der Film wechselt die Charaktereigenschaften der Schauspieler und man hasst und liebt sie innerhalb von Minuten. Auch das überraschende Ende hat mir gut gefallen.

                                  • 8 .5

                                    Toller Film. Die Größe des Films kommt definitiv von der Schauspielerei und der Regie, da ich Probleme mit dem Drehbuch und den Charaktermotiven habe. Ich fühlte McDormands Charakter moralisch falsch und einige ihrer Handlungen nicht zu rechtfertigen. Normalerweise wäre das okay, aber der Film schien das überhaupt nicht angesprochen zu haben. Ihr Fall hatte keine Spuren, es gab nichts, was jemand tun konnte; Warum sollte sie die Polizeistation niederbrennen? Stechen den Zahnarzt? Verschwenden Sie ihr Geld auf diesen Plakaten? Wie Woodys Charakter sagte, wäre die einzige Möglichkeit, den Fall zu lösen, reines Glück und "Dummheit". Und genau das ist fast passiert. Der Fall war ein Blindgänger. Ich dachte, der Film hätte McDormands Charakter ein wenig mehr ansprechen sollen.

                                    In meinen Gedanken war sie im Unrecht und sie brachte alle um sie herum zusammen mit ihr herunter. Und der Film hat nichts unternommen, nicht irgendwie. Aber gottverdammt einige der Szenen in diesem Film waren perfekt.

                                    • 8

                                      Das Tempo im Film ist ziemlich gemächlich, aber seltsamerweise schafft er es doch mühelos, einen bei der Stange zu halten. Vor allem die bunten, außergewöhnlichen Charaktere sind der Wahnsinn und Sam Rockwell leistet eine wahnsinns Arbeit dabei, einen debilen Policeofficer darzustellen, in dem mehr steckt, als man denkt.

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                                      • 10

                                        Ein wunderbarer Film.
                                        Ich finde, hier ist vieles stimmig. Die Charaktere machen jeweils eine deutliche, nachvollziehbare Entwicklung durch. Es gibt kein Richtig und kein Falsch bzw. gute/böse Charaktere. Jede agiert auf Grund ihrer Historie und das ist gut herausgearbeitet.
                                        Die Musik untermalt die Bilder und Handlungen gelungen, ohne penetrant oder aufdringlich zu wirken. Sie unterstützen die Stimmungen gelungen und verstärken sie gekonnt.
                                        Ein halber Kritikpunkt ist der häufigen drastischen Wechsel der Stimmungen von z.B. heiter/fröhlich direkt zu düster/depressiv. Diese häufigen Wechsel strengen schon etwas an und während der Stimmungswechsel ist es schwer die eigene Stimmung zu identifizieren. Doch die guten Übergänge zeigen, dass diese Wechsel zum Konzept gehören und in dem Sinne, sind sie gut umgesetzt.
                                        Für mich ist er bisher der beste Film des Jahres.

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                                        • 6 .5
                                          oliver.roth.5059 09.07.2018, 17:47 Geändert 09.07.2018, 18:04

                                          Starker Cast - schwaches Drehbuch. McDormand, Harrelson & Rockwell retten das dünne Script und damit letztlich auch McDonaghs anfangs erfrischenden , später seltsam zerfasernden Crossover-Film.Zu hölzern für eine Milieustudie, zu albern-cool für ein ernsthaftes Drama, das können dann auch die unglaubwürdigen Twists nicht mehr beheben. Eigentlich hätten die knarzig-stoische Mildred Hayes, der Hintergrund von Gewalt und Gegengewalt ihrer Familie und direkten Umgebung, der seelischen wie der körperlichen, genug Stoff zum Erzählen geboten. Am Schluß rutscht das Movie dann noch fast in die Kitschkiste. Weniger wäre mehr gewesen, das gilt insbesondere für die etwas aufgedrückte Komik des Films. Schade, das wirkt, insbesondere gegen Ende, zu konstruiert.

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                                          • 7 .5

                                            Kein Film für eine Nacht !!!

                                            Ich hatte mich leider auf was ganz anderes eingestellt. So war die Entwicklung innerhalb des Films dann doch sehr strange. Deshalb eine vorläufige Bewertung. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Schon bei McDonaghs ersten beiden Filmen, hab ich mehrere Sichtungen gebraucht bis sie mir richtig gut gefallen haben. Die Charakterentwicklung innerhalb seiner Filme, die Gefühlswelten gegenüber derer und viele kleine, wichtige Sätze und Dialoge machen ein erneutes sehen seiner Filme zu einem MUSS.

                                            So ergeht es mir auch hier. Ein guter Film, schwarzer Humor, traurige Momente, schöne Momente. Am Anfang hasst man den ein oder anderen Charakter, am Ende mag man sie. So verlaufen seine Filme - eigen und anders. Um alle Details zu entdecken verlangt es Aufmerksamkeit. Man muss seinen Köpfchen mit anstrengen, seine Metaphern verstehen. Schauspielerisch bleiben zwei große aus 7 Psychos erhalten und machen ihre Sache wieder ausgezeichnet. Die Rollen sind durch die Bank wirklich ausgezeichnet besetzt und perfekt gewählt. Allein die Synchro wirkt etwas komisch, am Ende gewöhnt man sich aber daran.

                                            Ein Film der bei mir gefühlt auf 9 Punkte steigen könnte. Einer bei dem man jedes mal etwas neues entdecken wird!

                                            • 9
                                              Moviegod 01.07.2018, 14:51 Geändert 01.07.2018, 14:52

                                              Ich bin seit "Seven Psychos" ein großer Fan von Regisseur/Autor Martin McDonagh. Er schafft es immer, eine kleine Story mit glaubwürdigen, skurrilen Charakteren zu einem großen Film zu machen.
                                              Und so ist es auch mit "Three Billboards". Ein großartiger, kleiner Film.
                                              Natürlich ist die Story etwas dünn und kommt auch nicht wirklich von der Stelle. Aber dank des herausragenden Trios McDormand, Rockwell und Harrelson wird daraus ein emotionaler, oft saukomischer und am Ende auch spannender Film. Es braucht eben nicht immer CGI und Verfolgungsjagden.
                                              Ein großer Wurf!

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                                              • 8 .5

                                                Ohne das Powertrio McDormand/Rockwell/Harrelson wäre "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" vermutlich auch nur ein belangloser Film mit einer ziemlich dünnen Story und einer nicht ganz ausgegorenen Figurenzeichnung. Die Hauptakteure können hier aber so einiges rausreißen, allen voran Frances McDormand und Sam Rockwell die ihren Figuren erst so richtig Leben einhauchen.

                                                Der Score stimmt nachdenklich und lässt einen ein wenig in Melancholie verfallen. Auch war der Film "hübsch" anzuschauen und gut inszeniert, vor allem da er auch realistisch rüberkommt. Sogar meine Mundwinkel haben sich ab und an nach oben bewegt. Ja, das war schwarzer Humor den ich verstand.

                                                Das Ende gefiel mir recht gut. Endete zwar ziemlich abrupt aber da sehe ich "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" eher als Mittelteil eines großen Ganzen an und da passte dieses abrupte Ende einfach gut rein. Allerdings hoffe ich das man hier nicht auf die Idee kommt, noch ein Prequel und Sequel zu machen!!!

                                                Das einige "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" langweilig finden/fanden kann ich einerseits gut nachvollziehen, andererseits hätte der Film für mich auch noch ein paar Stunden so weiter gehen können. So schön fluffig und melancholisch. ヽ(´ー`)┌

                                                Vorhersage: 8,5
                                                Da ziehe ich doch mal mit.

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                                                • 8

                                                  Ich bin relativ neutral an den Film herangegangen, vielleicht sogar mit etwas niedrigen Erwartungen und wurde positiv überrascht.

                                                  Die Besetzung mit Frances McDormand in der Hauptrolle ist erstklassig ausgewählt, sie ist auf der einen Seite eine verbitterte Mutter die ihre Tochter verloren hat, und gleichzeitig unheimlich zynisch und schonungslos direkt in ihrer Umgangsform mit den Dorfbewohnern was schon wieder komisch wirkt. Der ein oder andere Spruch ist dabei in der schonungslos ernsten Situation ein echter Kracher, grundsätzlich transportiert der Film aber eine relativ dramatische Geschichte, die gut erzählt und mit netten Charakterwendungen versehen ist.

                                                  So wenden sich die Bösen zu Guten und scheinbar Gute drehen ins Böse. Die dahinter stehende Message scheint klar: Gut oder Schlecht ist nicht die Person an sich, sondern die Handlungen die sie sich zuschreiben lassen muss. So überdenken die Personen für den Zuschauer sichtbar ihre Handlungen unter Berücksichtigung der Folgen, was auch zu einer Wandlung der Emotionen gegenüber den Filmrollen führt. Das ist mal etwas erfrischend anderes und durchaus gut gelungen.

                                                  Schön zu sehen ist auch die Entwicklung des Zusammenhalts der Community im Dorf im Verlauf des Films, insbesondere nachdem sich die Billboards mehr und mehr zur Kontroverse entwickeln.

                                                  Stellenweise muss ich trotzdem sagen, wünschte ich mir einen größeren Spannungsbogen, die Geschichte um den Mord der Tochter ist eher ein Hintergrundflimmern, das die Handlungsmotive der Protagonisten beseelt, aber erst gegen Ende des Films spitzt sich die Lage um einen konkreten Tatverdacht zu, der dann Spannung mit sich bringt. Man sollte also gedanklich mehr auf langwieriges Drama eingestellt sein. Schade eigentlich, denn dies ist fast der einzige Kritikpunkt, den ich hier einwerfen kann. So kam mir der Film etwa 30 Minuten zu lang vor.

                                                  Insgesamt jedoch ein rundum gelungener Film, den man gesehen haben sollte, mich aber nicht in naher Zeit zur zweiten Sichtung bewegen kann.

                                                  • 7 .5
                                                    Dolfan 25.06.2018, 11:11 Geändert 25.06.2018, 12:09

                                                    Skurriler, teils biiterböser Genremix aus Drama und Komödie mit exzellenten Schauspielerleistungen. Woody Harrelson steht dabei aber den beiden oscarprämierten Leistungen von Rockwell und McDormand in nichts nach und hätte die Auszeichnung auch verdient gehabt. Ich muß den Film demnächst nochmal im O-Ton sichten, da wirkt er vermutlich noch besser.