Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - Kritik

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

US/GB · 2017 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 12 · Drama, Kriminalfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 8

    Ein kleiner guter Film, ich habe gesehen das der 160 Millionen eingespielt, der Film ist das beste Beispiel, das kleine Filme viel Geld einspielen können, Also nicht ein Reboot oder Franchise hat erfolg sondern wieviel Geld ein Konzern für Werbung ausgiebt, schön zu sehen das wir in einer ganz normalen Welt leben könnten :)

    • 3 .5

      Keine Ahnung, was an diesem Film gut sein soll. Er macht nämlich keinen Sinn. Klar, eine tragische Angelegenheit, die da Aufhänger für den Plot ist. Aber ansonsten völlig bescheuerte Figuren in einer Abfolge von bescheuerten Szenen mit einem bescheuerten Ende ohne Abschluss. Einfach nicht sehenswert, egal wie viele Oscars oder hohe Punktwertungen dem Ding grundlos hinterhergeworfen werden.

      • 7
        Movie4U 10.04.2018, 18:03 Geändert 10.04.2018, 18:10

        Der Film macht es mir nicht leicht eine angemessene Bewertung zu finden und ich kann alle Bewertungen zwischen 0-10 Punkten nachvollziehen.

        Die schauspielerische Leistung nahezu aller Darsteller ist ein Genuss, aber ich mag nicht was sie repräsentieren! Der Streifen nimmt einen außergewöhnlichen (überspitzten?) Weg, um ein ernstes Thema in einen beliebt populistischen Zusammenhang zu bringen. Die letztliche Aussage des Films gefällt mir überhaupt nicht, aber ich möchte auch nicht weniger als 7 Punkte geben, weil ich den Streifen bei der Erstsichtung genossen habe.

        Falls es zu einer unwahrscheinlichen Zweitsichtung kommt, dann würde ich THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI ganz bestimmt noch mehr Punkte abziehen.

        19
        • 8

          Gut geschrieben und toll gespielt! Three Billboards wird seinen Lorbeeren wirklich gerecht. Schade, dass es nicht zum Oscar für den Besten Film gereicht hat.

          5
          • 10
            mth166schonwieder 10.04.2018, 10:55 Geändert 10.04.2018, 11:05

            NACHTRAG:
            WENN man schon so 'verständnisvoll' und auch 'einfühlsam' sein will (auch einer Rolle gegenüber, auf die ja mit ziemlicher Abscheu reagiert wird): hat jemand von Euch KINDER?
            Und wie wäre das denn dann, wenn die eigene Tochter VERGEWALTIGT und danach ANGEZÜNDET worden sein sollte?
            Soll Mildred Hayes dann NETT sein?
            Und vor allem auf IHRE WORTWAHL achten???

            P.S.: Wer auch immer das hier gesagt hat: das mit dem FEHLENDEN HINTERAUSGANG stimmt!
            Und ansonsten ist für mich ein relevanter dramaturgischer Fehler, der mich genervt hat: Dixon wäre natürlich wegen des Angriffs und Fensterwurfs und folgender öffentlicher Brutalität zur Rechenschaft gezogen/eingebuchtet worden! GERADE weil der neue Revierleiter dem allem offenbar live zugesehen hat!

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            • 10
              mth166schonwieder 10.04.2018, 10:46 Geändert 10.04.2018, 11:07

              Ich muss dann doch mal 'ein Wort' verlieren:
              Einige Kommentare hier geben mir schwer zu denken. Vor allem 'Julio Sacchi' war im komplett falschen Film (für ihn).
              Du solltest vielleicht Filme, die von schwarzem Humor leben, generell meiden. Deine Vorwürfe sind geradezu hanebüchen FALSCH!
              Missverstehe mich bitte nicht - jedem seine eigene Meinung, ich respektiere Deine auch - aber was Du hier vom Stapel lässt, sogar bis zur 'Menschenverachtung' (was der Gipfel eines Missverständnisses zu sein scheint), ist schon echt zum Haareraufen!

              1. Ich lebe im Ruhrgebiet und bin auch hier geboren (und will nirgendwo anders sein). Hier gibt es Persönlichkeiten (und den Begriff meine ich auch so!), die sind schonmal etwas 'grantliger'. Nichtsdestotrotz WEISS man, dass solche Leute garantiert das 'Herz auf dem rechten Fleck' haben, wenn's drauf ankommt (habe ich oft genug selbst erlebt). Ich war gerade noch an der 'Bude' (Trinkhalle/Kiosk), bedient von einer solchen Mitarbeiterin. Die PAMPT in ihren Antworten, dass kannst Du Dir vielleicht gar nicht vorstellen - trotzdem WEIß man hier, dass sie ein netter Mensch ist! Es gibt eine GRUNDEHRLICHE Herzlichkeit - die aber immer in Fairness und Gerechtigkeit verankert ist - und die sich nicht zwangsweise in Puschelgequatsche ausdrücken muss!
              Wenn sie könnte (Publikumsverkehr lässt das ja nicht zu), würde sie vielleicht auch massiv Schimpfworte benutzen (manchmal habe ich das Gefühl)...
              Sie wäre also ansatzweise mit der Rolle der (wieder einmal GENIAL agierenden) Frances McDermond vergleichbar.

              2. Ihr (da gibt's ja noch'n paar Bedenkenträger) seid der Meinung, alle Leute aus Missouri, dem mittleren Westen, würden als Volldeppen dargestellt, der Film würde sich über sie ERHEBEN, sie verachten und sich über sie lustig machen.
              Ich sag Dir mal was: wenn man einem ausgewachsenen Idioten begegnet, dann schätzt man den auch so ein - das wird bei Dir nicht anders sein! Und ich bin in meinem Leben VIELEN wirklichen KOMPLETTIDIOTEN begegnet (einer wohnt heutzutage sogar im Weissen Haus!) Allerdings kommt's drauf an, wie man sich einem solchen Menschen gegenüber VERHÄLT!
              Man kann ihn verarschen (ohne dass er's merkt) - das empfände ich als abstossend - und ÜBERHEBLICH! SO habe ich mich nie verhalten. Man kann auch solchen Menschen mit RESPEKT begegnen. In erster Linie, damit sie zu keiner Sekunde das Gefühl bekommen müssten, 'verarscht' worden zu sein, verachtet zu werden oder sie schlicht und einfach auf ihre Dummheit zu reduzieren!
              Trotzdem darf man als Filmemacher einen Vollidioten als Vollidioten darstellen und entlarven! Und Sam Rockwell macht diese Darstellung wirklich GROSSARTIG!
              Blödköpfe GIBT'S nunmal; und das kannst auch Du nicht einfach ausblenden!

              3. ist gerade die Rolle Woody Herrelsons KEIN Idiot (obwohl er ja auch da lebt - und vielleicht daherkommt): Im Gegenteil ist er eher sanft, ausgleichend, gerecht, deeskalierend und letztendlich sogar mit seiner Selbsttötung RÜCKSICHTSVOLL gegenüber seiner Ehefrau* - und mal unter uns Strickmädels: diese Rolle als 'sprachloses Model' (o.s.ä.) zu bezeichnen, kann ich nur mit unaufmerksamem Zuschauen bewerten - genauso wie die Rolle des (wie immer grossartigen) Peter Dinklages, der als Spasszwerg (o.ä.) bezeichnet wird - das ist eine KOMPLETTE FEHLEINSCHÄTZUNG! Man denke nur an den Abgang aus dem Restaurant beim schiefgelaufenen Date...
              Aber es gibt halt bei jedem Film immer die momentan eigene Gemütsverfassung, die bestimmt, ob der Film gut wegkommt oder eben nicht...
              *Fortsetzung: Zumal er Dixon gegenüber in seinem Brief sogar von LIEBE spricht, die man als guter Ermittler bräuchte!

              4. Letztendlich wird von 'Eurer' Seite den schenkelklopfend lachenden Zuschauern unterstellt, dass sie menschenverachtende Tendenzen hätten. Das ist natürlich BARER UNSINN! Vielleicht haben genau diese Zuschauer einen besseren Zugang zum besagten schwarzen Humor, als Andere.

              Resümee: DIESER FILM IST EIN MEISTERWERK!

              Jeder Charakter ist nicht nur schwarz oder weiss, und der Regisseur bekommt (nach "Brügge sehen...") ein weiteres Extra-Sternchen von mir.

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              • 9 .5

                Ein Meisterwerk!
                Das Publikum hat nach dem Film geklatscht!
                Das ist eigentlich nur bei der Berlinale üblich.
                Es geht um eine Mutter, deren Tochter vor 7 Monaten vergewaltigt und ermordet wurde. Weil der Täter immer noch nicht gefunden worden ist, mietet sie drei Plakatwände und beklagt sich über die Polizei öffentlich. Dadurch gerät die gesamte Kleinstadt und ihre Polizei in Aufruhr.
                Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten.
                Die Geschichte ist krass und intensiv, kein Feelgoodmovie, nichts für schwache Nerven.
                Sie steckt voller Überraschungen, es gibt immer neue Wendungen.
                Die Personen sind alle komplex, die Sympathien wechseln ständig, niemand ist nur gut oder nur böse. Ich liebe solche Filme!
                Die Schauspieler sind bis in die letzte Nebenrolle einfach großartig.
                Frances Dormand bekam den Oscar als beste Schauspielerin.
                Woody Harrelson wurde für den Oscar nominiert - hätte ihn schon längst verdient, er ist einer der Besten!
                Sam Rockwell bekam den Oscar als bester Nebendarsteller - habe ihn schon in "Lawn Dogs" geliebt.
                Für weitere Oscars war der Film nominiert - hätte den Oscar als bester Film auch bekommen sollen, finde ich.
                Auch der Soundtrack ist gelungen und hat Überraschungen zu bieten.
                Kuckt ihn Euch schnell an, bevor er aus den Kinos verschwindet!

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                • 8 .5

                  Der Spielfilm “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” (OT: “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”, UK/USA, 2017) war der große Gewinner auf der diesjährigen Verleihung der Golden Globes. Von sieben Nominierungen erhielt er vier Preise. Auch bei den 90. Oscars war er einer der heißen Kandidaten und konnte dann in zwei der sieben nominierten Kategorien die begehrten Preise gewinnen. Der Film besticht mit seiner spannenden und gelungenen Mischung aus Tragik und Komödie.

                  • Eliful 05.04.2018, 22:37 Geändert 05.04.2018, 22:46

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                  • 8 .5

                    Drama zieht Drama und noch mehr Drama nach sich in dem mit facettenreichen Charakteren bestückten, unkonventionell inszenierten Drama. Allen voran Sam Rockwell als etwas debiler "Officer Jason Dixon" und Frances McDormand als verbittert verzweifelte hinterbliebene Mutter "Mildred Hayes" rocken den Film. Der Film wartet mit so einigen unerwarteten Entwicklungen auf, Verlauf und Charaktere betreffend. Vermittelt oft ein ungutes Gefühl beim Zuschauen der tragischen - und manchmal unerwartet derben - Ereignisse.
                    Wer Frances McDormand schon immer mal zuschauen wollte, wie sie Teenies in die Genitalien tritt und es hier auch sonst nicht unbedingt zimperlich zugeht, sage ich : Anschauen lohnt!

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                    • 7
                      Der Siegemund 02.04.2018, 20:56 Geändert 02.04.2018, 21:31

                      Die tragische Geschichte des Sheriff Bill Willoughby geht mir sehr nahe, viel mehr noch als die der Mutter Mildred Hayes. Die Einzelschicksale werden ziemlich durcheinander geworfen, was dem Film eine unvorhergesehene Dynamik verleiht. Insgesamt vermittelt mir der Film, zwischen typischem Neo Heimatfilm und Rachethriller mit zwinkerndem Auge, nur die republikanische Hillbilly-Logik von Selbstjustiz und Hass gegen das liberale Amerika. Dass ich das nicht sehen möchte, dafür kann der "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" nichts. Es ist bloß der typische Mittlere Westen und ob der Riege an guten Schauspielern ist mir das wegen der Gewalt- und Waffenlogik zu fremd.

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                      • 5
                        LeBateauPolice 29.03.2018, 14:20 Geändert 29.03.2018, 14:26

                        Salopp formuliert, ist mir „Three Billboards“ wie auch seine beiden Vorgänger zu „try hard“ geraten. Nach wie vor scheint McDonagh Gefallen an karikaturartigen Figuren zu finden; klar, das eröffnet einiges an Spielraum für Klamauk, auf der Kehrseite kann man sich aber der Faulheit ergeben, wenn es um nachvollziehbare Handlungen der Figuren geht. Hier kann mich weder der dialogfixierte Humor noch das mitunter schlechte Storytelling abholen. Richtig gut hingegen finde ich das zentrale Motiv der drei Werbetafeln sowie die gesamte Schauspielerleistung.

                        Wichtig ist aber auch, und hier nehme ich auf die weiter unten geführte Auseinandersetzung zwischen @Julio Sacchi und @Resolutist Bezug, ob und inwieweit der Film gewaltverherrlichend ist. Ehrlich gesagt hat mich der Film diesbezüglich etwas ratlos zurückgelassen. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass er je nach Sichtweise mitunter beides sein kann, in seiner Essenz aber schlichtweg unausgegoren ist.

                        Alle Ausübenden von Gewalt werden letztlich auch als Opfer ihrer Sozialisation und Erfahrungen porträtiert. Damit ist klar, „Three Billboards“ gibt zumindest vor, sich für solche Zusammenhänge zu interessieren, das macht ihn gewissermaßen gesellschaftsrelevant. Nun ist es aber so, dass alle Opfer von Gewalt durch die Bank (und nicht selten auf Kosten eines Gags) als clowneske Dümmlinge instrumentalisiert werden. Stellvertretend dafür die Szene, in der sich der Polizist Dixon auf eine Rampage begibt, die mit dem Faustschlag in das Gesicht einer unbeteiligten Sekretärin endet. Ebenjene wurde in wenigen Szenen zuvor noch als besonders dumm und naiv dargestellt, sodass ich mich nicht wundere, wenn in dieser selbstverliebten One-Take-Sequenz im Kino herzlich gelacht wird.

                        Was also unterscheidet „Three Billboards“ diesbezüglich von, sagen wir mal, „Stirb Langsam“? Eigentlich nur, dass ersterer den Anspruch hat, gesellschaftskritisch zu sein, indem er die Ursachen von Gewalt auslotet. Gleichzeitig vernachlässigt er aber sträflich die angemessene Darstellung von Opfern dieser Gewalt (von den Nicht-Weißen mal abgesehen, wo aber andersrum wieder ein Schuh draus wird, da jegliche nicht weiße Figur moralisch einwandfrei handelt). Insofern muss man sich leider eingestehen, dass der Film die richtige Balance aus „Komödie“ und „Drama“, aus Unterhaltung und Gesellschaftskritik nicht zu finden vermag.

                        • 9 .5

                          Ein Film, wie ihn nur Martin McDonagh schreiben kann. Heiter bis unglaublich dramatisch, während er uns Dialoge zum Niederknien präsentiert. Inszenatorisch und Schauspielerisch unbegreiflich gut. Ein Meisterwerk.

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                          • 7 .5

                            Alle Achtung, Frances McDormand besitzt das Talent, längrr als andere vom Radar ausgeschlossen zu werden, bis sie sich derart kraftvoll in die Wahrnehmung zurückbombt. Nicht als mitleiderregendes Großmütterchen, nicht als Working-Class-Divorcee am unteren Rand der sozialen Hackordnung. Sondern als Verkörperung der sprichwörtlichen Scheiße, die einem am Hacken klebt und dich so ablenkt, dass du bei jedem Schritt zu Stürzen drohst.

                            Allerdings: Frances McDormand erinnerungswürdige Darstellung ist denn auch wirklich die treibende Kraft hinter meiner Bewertung. Denn objektiv wie subjektiv betrachtet, erweist sich "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" als weniger kraft- und bedeutungsvoll, wie derzeit von nicht wenigen beschrieben.

                            Was auch keinem Rundumschlag gleichkommen soll. Auch mir gefällt die Bissigkeit dieses Films. Martin McDonagh liefert einige so treffsichere Dialoge, die abseits eines Tarantino-&-Co.-Fetchismus belegen, dass sich auch aus einem versauten Grund-Vokabular echte Kunst formen lässt. Dabei ist es auch markant, dass "Three Billboards ..." einer Reise ins Herz der Finsternis von Amerika gleicht. Wunderschön anzusehen, doch die Leute machen einen längeren Aufenthalt unerträglich.

                            Umso verwunderlicher, dass dieser Film auch eine Polarisierung der Zuschauerschaft zu provozieren scheint. Weil die Darstellung seiner Figuren, als tendenziell homophobe, rassistische und überhaupt kranke Individuen, entweder zu realistisch oder zu oberflächlich und karikiert erscheint. Aber wir müssen diese Charaktere nun einmal auch nehmen wie sie sind.

                            Wichtiger als diese, von rückwärtigem Gedankentum gefärbte, Ausdrucksweise, ist denn auch eher die Frage, worin jede(r) hier den eigentlichen Sinn von "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ausmacht. Ist es das Drama um die weitreichenden Konsequenzen einer ungesühnten Gewalttat? Oder geht es mehr umd die Anklage eines offenkundig unzurechnungsfähigen Justiz-Apparats? Definitv ein Ressentiment schwingt bei diesem Film mit, dass direkt aus dem wahren Leben übersetzt werden durfte. Die Ohnmacht von Betroffenen, die sich keine Gerechtigung erhoffen können und diese nur noch durch das krawall-lastigen Pochens aufs Gehörtwerden einfordern können.

                            Schon vor dem streitbaren US-Präsidenten und dem Auftauchen anderer Wirrköpfe war die Gesellschaft schon an diesem Punkt angelangt. Insofern wäre der gewaltigste, annehmbare Kritikpunkt, dass McDonagh seine schwarze Kleinstadt-Posse auf dem Rücken realer Missstände und eines überschäumenden White-Trash-Faktors austrägt, ohne einen echten Beitrag zur Überwindung besagter Klüfte zu leisten. Aber so ist es nun mal mit der Kunst: die einen monieren, dass es zu viel Schund zu sehen gibt, die anderen halten dagegen, dass sie sich genau in diesem wiedererkennen.

                            Interessanterweise dürfte dies einer dieser zeitgenössischen Filme werden, der manchen einen faszinieren und gefühlsechten Blick auf den mülligen Hinterhof von Trumps Wählerschaft bietet. Während wohl nicht wenige, die aus genau dieser "Müllhalde" kommen, ihre Hilflosigkeit artikuliert finden. Aber bitte nicht denken, ich hätte gemeint, dies sei genau der Film für Hardliner und Trailer-Park-Bewohner.

                            Viel eher erweist sich "Three Billboards ..." als Komplementär-Stück zu McDonaghs "7 Psychos": inhaltlich total zerschossen, mit Ausläufern ins echte Charakter- und Drama-Fach. Aber auch halt eine Ansammlung widersprüchlich gestrickter Figuren, die es teilweise darauf anlegen, ihre Sympathie-Bonus-Punkte selbst einzuäschern.

                            Was im Gegenzug aber auch nicht bedeutet, dass dieser Film nicht doch einige wichtige Motive zumindest abklopft. Effekthascherisch, als denn unbequem gedacht und aufklärerisch gewollt. Dennoch verwurstet "Three Billboards ..." auch irgendwo richtig starke Performances seiner Darsteller, und Storylines, die seperat erzählt eigene Filme verdient hätten.

                            Und so vermeintlich bemüht und verblendet das Werk auch manchen erscheinen mag, am Ende zeigt sich hier eine sehr traurige Tatsache: echte Gerechtigkeit bleibt viel zu oft aus. Egal, wie heldenhaft du auch über dich hinauswächst.

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                            • 9

                              Ein toller Film, keine Sekunde langweilig!

                              Er zeigt wie weit eine Mutter/Vater gehen würde, wenn ihm das liebste auf der Welt genommen wurde und keiner hilft.

                              Die Sprüche von Frances McDormand sind geil und primitiv, aber cool :)

                              Insgesamt leisten die Darsteller hier eine Höchstleistung, also völlig verdient der Oscar für diesen Film.

                              Das Ende hat mich dann doch enttäuscht, hätte erwartet dass es anders ausgeht.

                              Für das Ende gibt es Punkteabzug, also leider nur eine 9.

                              • 9

                                Wunderbarer Film. Sehr tiefgründig und doch humorvoll. Man kann sich unmöglich für eine Seite entscheiden und sich mit "gut" oder "böse"identifizieren.Jeder tut das was er kann so gut wie möglich. Besonders gelungen die Szene mit dem Priester welcher nach Aussage der Protagonistin ja nun einem ganz "speziellem" Club bzw. einer Gang zugehört. Hier sehe ich auch den Plot am Ende des Films, denn es bleibt offen ob ein Vergewaltiger oder zumindest einer der euphorisch mit einer solchen herumprahlt letztendlich gelyncht wird....und wer ist dann hier böse????

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                                • 8

                                  Leider kein zweiter Brügge, aber trotzdem toller Film mit vielen berührenden Szenen. Hoffe das sein nächstes Werk, aber wieder etwas skurillkomischer wird!

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                                  • 9
                                    dreamtraveller 19.03.2018, 14:16 Geändert 20.03.2018, 12:14

                                    Jede Szene ein Highlight! Während ich in einer Szene vor Betroffenheit mit den Tränen kämpfe, haut es mich in der nächsten um vor Lachen, nur um kurz darauf vor Spannung meine Fingernägel ins Polster des Kinosessels zu krallen und im gleichen Atemzug vor Freude zu stahlen. McDormand, Rockwell und Harrelson steigen mit diesem Film nun definitiv in meinen persönlichen Hollywood-Olymp auf, grosse Klasse! Nur das Ende ist gewöhnungsbedürftig aber originell, was dann auch wieder irgendwie zum Film passt. Hach, das nenn ich Kino, Dankeschön! ♥

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                                    • 5

                                      Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist ein Film über einen Haufen skurriler Personen die in Belanglosen Szenen aufeinandertreffen um sich in bester Manier von Ihrer unsympathisch Seite zu zeigen.
                                      Grundsätzlich hab ich nichts gegen diese Art von Filmen konnte mich aber nicht mit nehmen und das der Film dermaßen hochgelobt wurde zeigt wohl wie sehr die Filmfans, Kino abseits von CGI und Superhelden wünschen

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                                      • 7 .5

                                        Gut aber nicht überragend.

                                        • 8

                                          Martin McDonagh ist uns wegen “7 Psychos” und vor allem “In Bruges” bestens bekannt. So überraschte es kaum, dass der Trailer zu seinem aktuellen Schmankerl “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” “more-of-the-same” suggerierte. Doch der Film überrascht mit unerwartet feinfühligen Noten und ist weit mehr Drama als Komödie. Klar sorgt auch der neue Streifen des Briten immer wieder für breites Grinsen auf den Gesichtern der Zuschauer, doch sind es Themen wie Leid, Mitgefühl und Busse, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Die feinfühlige Geschichte glänzt durch ein Schauspieler-Ensemble, dass zusammen zur Bestform aufspielt. Frances McDormand, Sam Rockwell und Woody Harrelson gehören alle mit Lob überschüttet, denn sie heben mit ihren drei erstaunlich rohen Darbietungen den Film aus der Masse der aktuellen Kinostarts. Natürlich hauptsächlich der Verdienst McDonaghs, welcher mit seinem mutigen Drehbuch alle Charaktere von Schwarz-Weiss-Einteilung befreit und so die Grenzen zwischen Gut und Böse perfid auflöst. Darf ein Unsympath sympathisch sein? Handeln die Guten wirklich im Recht? Dank dem sonst im Marvel-Kosmos situierten Cinematographer Ben Davis brennen sich on top auch noch brutal wuchtige Bilder ins Gedächtnis der Zuschauer. Zurecht war “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” der große Gewinner der Golden Globes. Und das trotz der wohl zornigsten Hauptfigur der Filmgeschichte.

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                                          • 8

                                            Habe mich gut unterhalten gefühlt. Was aber einige Schwächen überdeckt.

                                            • 3

                                              Leider überhaupt nicht mein Fall, ich beende wirklich höchst selten Filme, aber nach etwa der Hälfte konnte ich nicht mehr, ganz schlimm.
                                              Allein die in vielen Situationen erzwungenen Schimpfworte, es passt einfach nicht, als würde man mit aller Kraft versuchen hierüber die Aufmerksamkeit zu erhaschen.
                                              Das schlimmste ist jedoch die Hauptdarstellerin, sowas unfassbar abschreckendes habe ich schon lange nicht mehr erlebt, da kommt bei mir kein Interesse auf, nur eine schreckliche Abneigung gegen den Charakter und im gesamten auf den Film.
                                              Da der Film auch optisch und akustisch nichts besonderes zu bieten hat bleibt am Ende ein schaler Hauch von nichts.

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                                              • 8

                                                Toller Film, aber wieso muss man so ein Ende einbauen...
                                                Bei diesen Filmen frage ich mich jedes mal aufs Neue was das soll.

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                                                • 9

                                                  Klasse Film, super gespielt. Ein guter Mix aus Drama und leichte Komödie mit trockenen Humor, hat mich vom Anfang bis Ende gut unterhalten. Das Ende fand ich auch gelungen, es kommt anders als man es erwartet, das gefällt mir.

                                                  Für mich der Beste Film 2017.

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