To Rome with Love - Kritik

To Rome with Love

US/ES/IT · 2012 · Laufzeit 112 Minuten · FSK 0 · Komödie · Kinostart
Du
  • 7

    Einer der Allen-Filme, der wahrscheinlich für ein breiteres Publikum geeignet ist, da er weder besonders anspruchsvoll ist noch in der Hauptsache um den typischen hochneurotischen Allen-Charakter kreist, noch irgendwie nervenzermürbend ist. Stattdessen handelt es sich um eine nette Komödie bestehend aus mehreren unterhaltsamen und gut inszenierten Geschichten mit schönem Ambiente. Das könnte man ihm verüblen, ich tue es nicht. Wie die meisten der späteren Filme von Woody Allen spielt „to rome with love“ in Europa, wie der Titel schon sagt, in Rom. Allein schon wegen der wunderschön in Szene gesetzten Stadt lohnt sich der Film!!
    Die Geschichte beginnt mit einem Verkehrspolizisten, der in die Kamera erzählt, was er bei seiner Arbeit so alles sieht. Damit wird zur ersten von mehreren parallel erzählten Geschichten übergeleitet. Michelangelo trifft auf die amerikanische Touristin Hayley (Alison Pill, „Midnight in Paris“, „in treatment“, „the newsroom“), die ihn nach dem Weg fragt und dann den Rest des Tages mit ihm verbringt. Dann geht alles recht schnell und man muss aufpassen, dass man durchblickt.
    Alec Baldwin („Beetlejuice“, „30Rock“, „the cooler - alles auf liebe“, „blue jasmine“) alias John trifft in Rom sein um die 25 Jahre jüngeres Selbst und versucht sich zu beraten. Roberto Beningni („Down by law“, „night on earth“, „die Stimme des Mondes“, „das Leben ist schön“) als typischer Vertreter der italienischen Mittelschicht hat mir gefallen. Woody Allen hat eine Nebenrolle als Hayleys neurotischer Vater, der seine private Psychiaterin (Judy Davis) dabei hat, in Form der Ehefrau.
    Zwei der parallel erzählten Geschichten, sind auf Italienisch mit Untertitel, das verstärkt das Romfeeling. Einer der Protagonistinnen passiert etwas, was ich mir selbst schon öfter ausgemalt habe: sie verirrt sich in der fremden Stadt und weiß auch den Namen ihres Hotels nicht mehr.....
    Gefallen hat mir das episodenhafte und Woody Allens Blick auf eine weitere europäische Metropole nach mehreren in London spielenden Filmen, gefolgt von „Midnight in Paris“ und „Vicky, Christina, Barcelona“. Ich persönlich bevorzuge die älteren Woody Allen-Filme, aber für das, was er ist, finde ich „to rome with love“ gut.

    10
    • 4

      Wenn Roberto Benigni nicht aufgetaucht wäre, hätte ich noch weniger Punkte für diese in jeder Beziehung unsympathische mit katastrophalen pseudo-intellektuellen Dialogen gespickte Geschichte gegeben. Da rettet auch die wunderschöne Kulisse Roms nichts.

      3
      • 7

        Ich hab mich in diesem Punkt glaub ich schon öfters als der Banause geoutet der ich nun mal bin und halte fest: ich bin nicht wirklich ein Woody Allen Fan. Ich mag den Mann und gucke die meisten seiner Filme, sehe aber jetzt nicht zwingendermaßen jeden Film als Meilenstein für die Ewigkeit an – nein, der Mann hats definitiv drauf und liefert im Wechsel mal ziemliche Granaten wie auch relativ überschaubare Werke. Ebenso wenig finde ich seine „europäische Phase“ spannend. Letztlich sehe ich diesen Film für sich selbst an und halte fest: gelungen, nicht mehr oder weniger. Heißt im Klartext: Woody Allen benutzt Rom hierbei vorrangig als Kulisse für seine Geschichte, weniger aber als einen magischen Ort dem er eine Liebeserklärung zollt. In dieser recht schönen Kulisse spult er eine Handvoll Lovestories ab die von sanftem, sehr schönem Humor durchsetzt sind und nicht auf dem Level der typischen RomComs fungieren sondern schon sehr wohl als was spezielles. Die einzelnen Geschichten hätte man bestimmt zu vollen Spielfilmen aufblähen können, so bleiben sie aber nett komprimiert und erreichen zwar nicht immer epische Tiefe, wohl aber wohligen Unterhaltungswert. Eine Kritik nannte den Film einen Sampler von allem was Woody Allen immer besonders gut konnte – ich weiß nicht ob das stimmt, wohl aber dass ihm hier ein sehr angenehmer und vergnüglicher Film geglückt ist, mit einer großartigen Besetzung. Das alleine reicht doch schon … oder?

        Fazit: Herzerfrischender Episodenfilm, federleicht und starbesetzt!

        1
        • 7 .5

          Erst mein zweiter Woody-Allen-Film, der aber sehr typisch für ihn zu sein scheint. Man sieht schrullige Charaktere, die in skurrile Situationen stolpern und sich spritzige Wortgefechte liefern. "To Rome With Love" ist dabei, wie es der Titel schon sagt, eine Liebeserklärung an die genannte Stadt, von der es viele schöne Aufnahmen zu sehen gibt und die quasi als heimlicher Protagonist des Films fungiert. In dieser wird man dabei Zeuge von vier unzusammenhängenden Episoden mit verschiedenen Protagonisten, die alle vom mit titelgebenden Gefühl heimgesucht werden. Allgegenwärtig ist ein subtiler Humor, der oft zum Schmunzeln einlädt. Allerdings kann nicht jede Episode überzeugen.
          Beachtlich ist hier vor allem die Besetzung, welche sich aus nicht gerade wenigen bekannten Gesichtern zusammensetzt. Man sieht u.a. Roberto Benigni, Penélope Cruz (mit der allen schon zuvor zusammenarbeitete), Alec Baldwin, Greta Gerwig, Jesse Eisenberg, Ellen Page, Giuliano Gemma, Ornella Muti und natürlich ließ es sich der Altmeister auch nicht nehmen, selbst eine Nebenrolle zu übernehmen. Alle sind mit sichtlich viel Spielfreude dabei und scheinen beim Dreh eine gute Zeit gehabt zu haben.
          Die Geschichten für sich sind aber, wie gesagt, eher durchwachsen geraten. Am besten gefällt mir die mit Roberto Benigni als Durchschnittsmenschen, der von einem Tag auf den anderen berühmt ist, ohne eigentlich zu wissen, warum und dessen Popularität genauso plötzlich wieder verschwindet, wie sie gekommen ist. Darin kann man schon eine sarkastische Anspielung auf die modernen Reality- und Casting-Celebrities sehen, die ja auch quasi über Nacht bekannt werden, nach ein paar Monaten aber meist auch schon wieder weg vom Fenster sind.
          Ziemlich gelungen ist auch die mit Allen als gescheitertem Opernregisseur, der das Gesangstalent des Vaters seines Schwiegersohns erkennt und diesen bekannt machen möchte. Da ist das Ende wirklich zum Brüllen komisch!
          Ganz nett ist die Episode mit Penélope Cruz als Prostituierte, die sich als Ehefrau eines Flitterwöchners aus der Provinz ausgeben muss, während dessen eigentliche Frau in der Stadt herumirrt. Und die mit Baldwin, Gerwig, Eisenberg und Page ist leider ziemlich konfus geraten, da nicht klar wird, ob Eisenbergs Charakter nur ein Hirngespinst von Baldwins ist (vermutlich dessen jüngeres Ich, mit dem er in seiner Vorstellung in Kontakt tritt) oder umgekehrt. Auch fehlt bei dieser am Ende eine richtige Pointe.
          "To Rome With Love" mag somit zwar nicht der ganz große Wurf sein, ist aber unterm Schnitt eine unterhaltsame kleine Liebeskomödie, bei der sich die fast zwei Stunden Laufzeit tatsächlich ziemlich schnell wegschauen. Nicht schlecht.

          14
          • To Rome With Love bietet keine Überraschungen oder grössere Aufregung, dafür aber typisches Allen Vergnügen, dass bei ihm fast als Abonement erhältlich ist. Der New Yorker, der angeblich Manhattan nicht verlassen kann, dreht das vierte Mal in Folge in einer europäischen Stadt und führt Rom so vor, als ob Allen es als beflissener Tourist besucht hätte. Die Episoden, die Allen hier erzählt, sind zwar zusammen geschnitten, aber nicht ineinander übergreifend. Drei von ihnen sind recht amüsant und charmant! Das Beste am Film sind die Stars, die mitspielen. Scheinbar will in und ausserhalb Hollywoods jeder mit ihm arbeiten, wenn auch nur für eine Woche! Allen benutzt ihre Images, führt sie vor, wie alte Bekannte und kann sich so eine Menge an Charakterisierungen in seinem Drehbuch sparen. Ein bisschen hilft das darüber hinweg zu kommen, dass Allens Filme langsam zu Sitcoms mutieren. Er selbst spielt Jerry, einen Regisseur der Oper, der an Selbstzweifeln leidet. Seine Frau (Judy Davis) und er reisen nach Rom, um den Verlobten ihrer Tochter kennenzulernen. Jerry ist wenig von Michelangelo (Flavio Parenti) überzeugt und zeigt das auch, indem er dessen Namen immer wieder falsch ausspricht. Das ändert sich schlagartig, als er Michelangelos Vater unter der Dusche singen hört. Jerry versucht, diese goldene Stimme aufzunehmen, aber der Mann kann ausschliesslich unter der Dusche singen, was zu Verwicklungen führt. Eine andere Geschichte zeigt Jesse Eisenberg als Jack, der mit seiner Freundin Sally (Greta Gerwig) in Rom Urlaub macht. Sally bittet ihre Freundin Monica (Ellen Page) einige Tage bei ihnen zu wohnen und um Jack ist es geschehen. Alec Baldwin wirkt in dieser Episode mit, der Jack versucht zu warnen. Eine typische Rolle, die normalerweise Allen selbst gespielt hätte. Eine weitere Episode zeigt Penelope Cruz als Hure und das ist sicherlich der Höhepunkt von To Rome With Love! Oder ist es Roberto Benigni, der über Nacht berühmt wird - mit allen Schattenseiten? To Rome With Love ist kein grosser Woody Allen Film, doch wer wollte das von einem Regisseur erwarten, der seit 1969 einen Film pro Jahr herstellt? Immerhin ists ein guter "Woody"! Man hörte auch einige böse Stimmen über sein Alter, was ich als gemein empfinde. Freuen wir uns nicht auf den jährlichen Film und hoffen auf einen weiteren?

            1
            • 4 .5

              Voller Durchhänger. Bis Barcelona sind es Lichtjahre.

              • 7

                Federleichter Episodenfilm, den ich schon zu den besseren von Woody Allen zählen würde. Die Geschichten sind grandios überzogen und allein der geniale Einfall mit dem duschenen Sänger hat sich einen Extrapunkt verdient. Die ewig ichbezogenen Allen-Figuren und platten Europa-Liebesbekundungen stören dann irgendwann auch nicht mehr.

                2
                • 7

                  Ein Woody Allen Film in der "light" Version,die Wendungen und Wirrungen sind zwar typisch Allen,aber irgendwie springt der Funke nicht zur Genze über.
                  Seichte und angenehme Filmunterhalten aber zu unausgegoren und phasenweise etwas lahmes gequasel ;-)

                  2
                  • 8

                    Vier Episoden rund ums Wünschen, Lieben, Hoffen: ein Film wie direkt aus Woody Allens Ideenschublade, in altersweiser Nonchalance umgesetzt und durch eine lange Reihe hervorragender Schauspieler zum reibungslosen Funktionieren gebracht. [Barbara Schweizerhof]

                    • 3

                      Sehr sehr enttäuscht von diesem Film. Es ist ähnlich wie der "Big Bang Theory Effekt": Halbintelligente Menschen meinen, etwas intelligentes zu sehen, wobei in Wahrheit seichter Inhalt angeberisch präsentiert wird.

                      Selbstverständlich ist dieser Film nicht mit "The Big Bang Theory" zu vergleichen. Dennoch scheinen viele Leute heutzutage diese im Film präsentierte Art mit Intellektualität zu verwechseln. Erfolg in einem Beruf, die ganze Zeit am Wein trinken, ständig über Liebe am Reden und grosse Namen verwenden, um zu zeigen, dass man sie kennt. Sieht man am ganzen Essen, Trinken und dem ganzen Rest vorbei, haben wir nur ahnungslose, geradezu ekelhafte Menschen, die mir keine Freude bereiten, wenn ich sie in einem Film sehen muss. Ich gebe zu, ich weiss, dass Woody Allen diese Art mit viel Ironie und übertreibend präsentiert ; dennoch habe ich oft beobachtet wie Leute diese pseudointellektuelle Haltung im eigenen Leben annehmen. Ich persönlich kann nichts damit anfangen.

                      Was mir am Film persönlich am besten gefiel war Roberto Benigni. Er überzeugt mich mit seinem ganz eigenen Stil: clownesk, überdreht und übertrieben. Ist sein Stil so gar nicht hochtrabend oder attraktiv für viele der oben erwähnten modernen Halbintellektuellen, so ist Roberto Benigni doch in Wahrheit ein grosses Genie. Diese so gar nicht selbstverliebte, authentische Liebe zur eigenen Exzentrik macht ihn sehr sympathisch für mich. Ehrlich gesagt war er auch meine persönliche Motivation, den Film anzusehen.

                      Um diesen Kommentar abzuschliessen: Der Film hat für mich keine gute Ausstrahlung, die Absurditäten der Liebesbeziehungen sind für mich nicht interessant, kein Element des Films hat mich begeistert... Ich will nicht sagen, dass der Film schlechte Arbeit ist; er ist einfach wirklich nicht meins.

                      1
                      • 5 .5

                        Gute Ansätze, einige gelungene Gags, eine wie immer umwerfende Pe, und schöne Bilder von Rom - aber leider auch sehr viel konstruierter pseudolustiger Mist und W. Allen viel zu lange vor der Kamera. Ich kann den Typen echt nicht sehen. In Summe also immernoch leicht im positiven Bereich.

                        • 3

                          Die Allen-Filme von heute sind einfach zu oft banal und dieser hier besonders. Dauernd muss man faden reichen schnatternden Spießern bei ihren Nettigkeiten zugucken. Die Dialoge sind oft hölzern und unglaubwürdig. Die Musik nervt manchmal und Rom ist ein Disneyland, na gut, von mir aus. Berühmte Schauspieler helfen auch nicht weiter, sie haben wenig zu tun. Passieren tut anfangs fast nichts, gegen Ende gibts dann doch noch etwas Handlung und ein gelegentliches Witzchen. Läppisch!

                          2
                          • 8

                            Woody Allens TO ROME WITH LOVE ist stellenweise einfach absurd unsinnig.
                            Jedoch formvollendeter Unsinn.
                            Der Zuschauer begleitet ein spielfreudiges Ensemble (Alec Baldwin, Jesse Eisenberg, Roberto Benigni, Ellen Page...) auf seinem Weg durch das vom Regisseur wunderschön in Szene gesetzte Rom (natürlich mit den Allen-typischen Beziehungsverwirrungen inklusive).
                            Der Film ist dabei keineswegs auf billige Lacher aus und versucht zu keinem Zeitpunkt auch nur einen der vielen Charaktere bloßzustellen.
                            Er zeigt vielmehr wie das Leben in die eigenen, persönlichen Planungen dazwischenfunken kann und sich etwas anders entwickelt als man denkt.
                            Oder auch nicht.
                            Das alles wird mit einer spielerischen Leichtigkeit erzählt über die wohl nur wenig andere Filmemacher verfügen.
                            Besonders gut gefallen hat mir die Episode mit Benigni, ein absoluter Klasseschauspieler, der hier ein (absichtliches) Overacting vom Allerfeinsten abliefert.
                            Nach CASSANDRAS DREAM mein zweitliebster Woody-Allen-Film bisher und somit ein echter Scoop.

                            4
                            • 8

                              Ein wirklich herrlicher Humor, der hier von Woody Allen inszeniert wird. Dies ist keine Holzhammer-Komödie mit markigen Sprüchen und harten Gags, sondern hier läuft das ganze etwas sanfter ab. Die verqueren Charaktere und wilden Situationen birgen hier das humoristische Potenzial. Mit einem Staraufgebot, welches wirklich großartig spielt, brilliert Woody Allen hier mit vielen kleinen Geschichten in Rom, die erzählt werden. Auch wenn ich die Story von Leopoldo etwas platt finde, so war ich doch fasziniert von der unglaublich guten Kombi von Alec Baldwin und seiner mentor-haften Figur, die dem jungen Studenten Jack stets im Ohr liegt. Klasse!
                              Eine wirklich tolle Komödie, in der die Biographien der Charaktere für kurze Zeit komplett aus den Fugen geraten und ad absurdum führen, bis am Ende doch wieder der Ausgangszustand hergestellt ist. Amüsantes Kino!

                              1
                              • 6

                                Bekanntlich führen ja alle Wege nach Rom. Woody Allen versammelt in TO ROME WITH LOVE ein Ensemble, die auf mehr oder weniger kuriosen Wegen in der Hauptstadt Italiens landeten.

                                Da wäre zum Beispiel die Touristin Hayley, die sich in den Einheimischen Michelangelo verliebt und nun die Familien vereinen zu versucht. Da wären Antonio und Milly, die ihre Flitterwochen in Rom verbringen um zum einen ihre Hochzeit zu feiern, zum anderen aber auch Chancen für die Zukunft wittern. Da sind Jack und Sally, deren Beziehung durch die Ankunft von Sally´s bester Freundin Monica auf eine harte Probe gestellt wird. Da ist auch noch John Foy, der als junger Mann an diesem Ort eine wunderschöne Zeit erlebt hat und nun zurückkehrt um vergangenes Revue passieren zu lassen. Und da wäre auch noch Leopoldo Pisanello, der unerhofft zu einer Berühmtheit wird und sich mit Sonnen- und Schattenseiten des Glanz und Glamour auseinandersetzen muss.
                                All diese Personen haben eins gemeinsam – Rom.

                                Es ist schon erstaunlich wie unkonventionell die Projekte Woody Allens auf den Zuschauer wirken. Wie er es schafft solch simple Geschichten, solch simple Dinge immer wieder so sehenswert daherkommen zu lassen. Getreu dem Motto dass das interessanteste immer noch das Leben selbst ist, fuchtelt er gekonnt an seinem zu Hause, der Kamera, herum.

                                Was am Ende dabei herumkommt ist ein Film, der dem Beobachter ein sonniges Gefühl beschert. Ein Schmunzeln, ein Freuen, ein Lachen. Allen konzentriert sich hier auf eine sorgsam aufgebaute Feel Good – Atmosphäre, statt mit dem dunklen Zauberstab der Dramaturgie umher zu wedeln. Kein Tiefpunkt, keine Depression, einfach nur Leben. Er zeigt dass das schönste auf dieser Welt noch das Leben selbst ist und dieses Aufzeigen ist eine Gabe, die Woody Allen zu etwas ganz Besonderen macht. Hinter jeder Ecke, in jedem Winkel können Überraschungen auf den Menschen warten. Unverhofft kommt oft. Ob das nun der Besuch einer bezaubernden Prostituierten, das Erlangen plötzlicher Berühmtheit oder das Kennenlernen eines Filmstars ist. Das Leben steckt volle r Überraschungen.

                                Das kleine große Manko an TO ROME WITH LOVE ist, das Allen es nicht schafft den gesamten Flair Roms so unverwechselbar einzufangen, wie er es beispielsweise in MIDNIGHT IN PARIS tat. Klar, den Duft des Kaffees kann man förmlich durch den Bildschirm riechen, dennoch hat das gewisse Etwas gefehlt, das diesen Streifen zu einer herausragenden Reise durch eine sehenswerte Stadt macht. Zu wenig Kulissen, die man mit Rom in Verbindung bringt. Der Film spielt häufig an Orten, die nicht von Interesse sind. Neben all den sympathischen Figuren und Schauspielern, all den netten Geschichten und Erlebnissen fehlt TO ROME WITH LOVE der gewisse Grad an Kultur und Romantik um ihn zu einem Ausnahmefilm emporsteigen zu lassen.

                                Neben seiner Regiearbeit leistet Woody Allen in seinem Werk rund um die ewige Stadt auch eine ordentliche Schauspielarbeit. Mit seiner drolligen Figur des Opernregisseurs Jerry liefert er ein weiteres Highlight ab. Neben ihm können vor allem Roberto Benigni als Leopoldo Pisanello, Alec Baldwin und Ellen Page überzeugen. Eine verhältnismäßig durchschnittliche Leistung zeigt hier Jesse Eissenberg, der in der wenigen Screentime nicht über einen zurückhaltenden Eindruck hinauskommt.
                                Wenig verwunderlich ist es, dass Charakterzeichnung und Charaktertiefe sehr spärlich ausfallen. Allen konzentriert sich hier auf wirkungsvolle Kurzgeschichten und die Stadt Rom und macht aus dieser Tatsache auch keinen Hehl.

                                Unterm Strich entsteht eine Vielzahl an Storys denen der Zuschauer angenehm leicht folgen kann, denen zu keinem Zeitpunkt die Puste ausgeht und denen man stets mit einem lachenden Herzen zusehen kann. Kleine und große Missgeschicke die passieren. Harmlose und bedeutende Entscheidungen die getroffen werden. Zu jederzeit ist TO ROME WITH LOVE sehenswert aber nicht annähernd perfekt. Während die verschiedenen Erzählungen zum Highlight des Filmes avancieren, bleibt Rom an sich erstaunlich blass, Atmosphäre fehlt hier an entscheidenden Stellen. Letztlich überzeugen dennoch die ausgeglichene und positive Aura, sowie ein fröhlich aufgelegtes Schauspielerensemble, sympathische Figuren und Geschichten, die nur das Leben schreiben kann.

                                (Auch nachzulesen hier : www.cityofcinema.blogspot.de)

                                1
                                • 7

                                  Wer hat sich nicht schon mal gewünscht berühmt zu sein, sein Idol zu treffen und auch bei ihm/ihr Eindruck zu schinden, seinem jüngeren Ich Ratschläge zu geben oder einfach, dass man der großte Sänger der Welt ist, weil es sich in der Dusche doch einfach so fabehalft anhört :) Sehr toller Film!

                                  3
                                  • 7

                                    Kommt nicht an das Meisterwerk "Midnight in Paris" heran, ist aber immer noch besser als viele von Allens letztjährigen Werken. Die Story und Figuren sind typisch für Allen und werden von dem hochkarätigen Cast sehr gut zum Leben erweckt. Ein großer Kritikpunkt für mich ist wie immer Jesse Eisenberg. Ich mag ihn einfach nicht und kaufe ihm auch keine Rolle ab. Aber dafür kann ja Woody nichts. Gut geschrieben ist der Film auf jeden Fall.

                                    • 6

                                      Die recht großen Erwartungen wurden nur bedingt erfüllt.
                                      Die einzelnen Handlungsstränge, geprägt durch Woody Allens feinsinnigen Humor und die bissige Gesellschaftskritik, sorgen immer wieder für Lacher. Allerdings sind sie miteinander nicht in Zusammenhang gebracht, was an sich nicht schlimm ist, aber dazu führt, dass die einzelnen Geschichten immer wieder in Vergessenheit geraten, sodass To Rome With Love ein netter, unterhaltender Streifen ist, der Tags darauf jedoch schon wieder in Vergessenheit gerät.

                                      • 5 .5

                                        Meinen Humor trifft Herr Allen zwar nicht so sehr, sein gute Laune Film ist aber dennoch o.k. und überzeugt insbesondere durch die darstellerischen Leistungen, seine eigene Rolle eingeschlossen.

                                        1
                                        • 5

                                          Am besten fand ich ja noch Penelope Cruz. Jesse Eisenberg und Ellen Page waren auch ganz okay in ihren Rollen.
                                          Doch der Film hatte, meiner Meinung nach schon ein paar Längen. So war ich dann froh, als der Film endlich vorbei war.

                                          • 6 .5

                                            Nach London, Barcelona und Paris, schenkt Regisseur und Schauspieler Woody Allen nun Rom seine Aufmerksamkeit und liefert mit „To Rome with Love“ einen sympathisch kleinen Liebes-Episodenfilm, der leider nicht ganz an die Schönheit von „Midnight in Paris“ heran kommt.

                                            Wie in jedem Woody Allen Film stehen auch hier wieder die erfrischenden Dialoge im Vordergrund, die aber nur selten an das hohe Niveau vergangener Allen –Filme heranreichen. Schön anzuschauen ist das aber alles trotzdem alles, was auch der tollen Besetzung zu verdanken ist. Alec Baldwin, Ellen Page, Robert Benigin, Penelope Cruz, Jesse Eisenberg und Woody Allen selber unterhalten mit ihren lockeren Darbietungen. Das Flair von der Stadt Rom wird von Allen dabei auch gut eingefangen, wenn auch nicht ganz so herzlich.

                                            „To Rome with Love“ ist eigentlich wenig romantisch, dafür stellenweise aber lustig und kurzweilig erzählt. Woody Allen hat in der Vergangenheit solche Liebeserklärungen an Städte schon besser hinbekommen. Bei „To Rome with Love“ hat mir irgendwie der klassische Allen-Faktor gefehlt.

                                            6
                                            • 3

                                              “To Rome with Love” fängt schon schrecklich an. Der Zuschauer sieht einen dicklichen, italienischen Verkehrspolizisten auf einem Podest, der mit Akzent (der eigentlich sympatisch sein könnte, hier aber nur nervt) verkündet, dass er alles sehen könne, was in Rom vor sich geht. Deshalb führt er das Publikum mehr oder minder behutsam in die Geschichte und ihre jeweiligen Figurenkonstellationen ein – wie ungemein praktisch, denn mit so einem Voice-Over lassen sich viele erklärende Filmminuten oder gar eine behutsame Einführung ohne Worte sparen.

                                              Wir lernen sogleich den leicht aufgedunsenen Alec Baldwin kennen, der sich im Verlauf des Films wie ein unsichtbarer und immer irgendwie fehl am Platz wirkender Geist in Jesse Eisenbergs Geschichte einschleicht, um hier und da einige wohlgemeinte, großväterliche Ratschläge in Sachen Liebe zu erteilen. Frei nach dem Motto: “Ich habs dir doch gesagt!” ist er mal für die Charaktere des Films sicht- und hörbar und mal nicht – ein toller Kniff vom späten Europa-Liebhaber Woody Allen. Die Geschichten reichen von unendlich langweilig bis zu schrullig-eigensinnig und entlocken dem Zuschauer leider mehr Gähnen als Gelächter.

                                              Die schöne Stimmung und die unterschwellige Liebeserklärung an die Stadt, die man bei “Midnight in Paris” noch spüren konnte, sucht man hier leider vergeblich. Hier und da gibt es ein schönes Bild von Rom, die Musikpalette kehrt jedoch grauenvollerweise immer wieder zur äußerst nervigen und bald ärgerlichen Version von Amada mia, Amore mio di El Pasador zurück, um den Zuschauer möglichst oft zu foltern und die gezwungen komische Anmutung des Films zu unterstreichen. Nicht gut.

                                              2
                                              • 5

                                                Ganz nett - das einzig wirkliche Highlight in diesem Woody Allen Film ist für mich Woody Allen selbst mit seiner Darstellung des Jerry

                                                • 5

                                                  Persönliches Resumee der Woody-Allen-Europa-Tournee: Barcelona und London hat mir gut gefallen, Paris und Rom fand ich (sehr) mäßig. Wären die letzten beiden nicht Allen-Filme, wäre ich vermutlich ungnädiger.

                                                  "To Rome with Love" hat bei mir überhaupt nicht funktioniert. Die 5 Punkte sind ein Resultat innerer Verbundenheit, nicht objektiver Urteilskraft. Einzig die Geschichte mit Penelope Cruz setzt mal die Mundwinkel in Bewegung. Ja, ausgerechnet die klassischste (= Screwball--) Geschichte amüsiert! Ja, die hätte ich gern als Film - und nicht als eine von vier Episoden gesehen. Der goldgelbe Farbfilter regt mich auf. Ebenso wie der Soundtrack: Der ist bei den New-York-Filmen stets so liebevoll und sorgfältig ausgewählt: Hier, in Rom, gibt es wirklch nur die ausgelutschtesten aller ausgelutschten Italo-Songs. Bajazzo - Volare und ein paar Italo-Disco-Stampfer. Na, wer hätte das gedacht.... ich vermisse allerdings Albano und Romina Power sowie Pia Zadora...wie konnte das bei der Soundtrack-Auswahl passieren?

                                                  Sehr krass spingt hier ins Gesicht, was - geschickter verschleiert - auch schon bei fast allen früheren Filmen der Fall - und ein echtes Manko war: Egal, wie hochkarätig die Darsteller : Wer in Allen-Filmen glänzen will, muss spielen wie Allen. Manche - darunter auch Hochkaräter, die sich unter Wert schlagen - können das gut (Benigni - die Story zündet nur leider nicht, Baldwin - da gilt das gleiche). Andere können das gar nicht (Eisenberg, Pill, Gerwig). Ich will das den Schauspielern nicht vorwerfen. Eher ist es ein Appell an den - auch von mir verehrten Woody Allen - seinen Schauspielern endlich einmal den Raum zu geben, den sie verdienen.

                                                  1
                                                  • 7

                                                    Welch ein ausgesprochen schöner Film.
                                                    Natürlich, wie immer bei Allen, sehr unbeschwert und vielleicht auch ein bisschen belanglos. Aber wen kümmert's?
                                                    Manchmal hab' ich keine Lust auf den besten Film meines Lebens, nach dem ich den Rest des Tages damit beschäftigt bin mir den Kopf zu zerbrechen, an schönen Sommerabenden gibt es echt bessere, weil leichtere Dinge zu tun. Woody Allen schauen zum Beispiel, denn für all diese Gelegenheiten sind seine Filme, mit ihren bezaubernden Bildern und ihrer leichtfüßigen Ironie einfach Perfekt.
                                                    Wunderschön, angefangen beim Setting über die Musik bis hin zu den Darstellern, alles mit der Perfektion inszeniert und geschrieben, die man, wenn man mal ehrlich ist, von jemandem der seit nun bald 50 Jahren Filme macht auch Erwartet.
                                                    Klar kann man "To Rome With Love" als kitschiges Fließbandprodukt abtun, aus seinen allseits bekannten Formeln bricht Woody Allen auch hier nicht aus. Aber wieso sollte er auch, wenn er den Zuschauer auch einfach für 2 Stunden mit der Schönheit erfreuen kann, die nur der verklärte Blick eines (amerikanischen) Touristen auf die Hauptstädte Europas erlaubt?
                                                    Von mir an dieser Stelle ein Hoch auch Woody Allen, mögen er und sein jährlicher Film-Rhythmus uns noch lange lange erhalten bleiben.

                                                    2