Todeszug nach Yuma - Kritik

3:10 to Yuma

US · 2007 · Laufzeit 123 Minuten · FSK 16 · Western · Kinostart
Du
  • 8
    Adventpuss 17.08.2018, 09:34 Geändert 18.09.2018, 16:17

    In "Todeszug nach Yuma" habe ich Russell Crowe als Schauspieler, sehr zu schätzen gelernt. Ein wirklich großer Mime. Auch mit von der Partie sind Christian Bale und Logan Lerman, beide nicht zu missachten. "3:10 to Yuma" ist ein "moderner" Western, von dem ich allerdings nur noch im Kopf habe, wie cool ich da Russell Crowe fand.

    • 9

      Super Western und sogar besser als sein Orginal. Top Schauspieler, Top Action, Top Film.

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      • 7

        In seinem Remake »3:10 to Yuma«, das auch wieder eine Wiederbelebung des Westerns in Hollywood darstellte, weitet James Mangold das (konzentriert verdichtete) Original von 1957 aus, vergrößert das Szenario und passt es im Zuge dessen auch den heutigen Sehgewohnheiten an. Er richtet seinen Fokus gezielt mehr auf die Vater-Sohn-Beziehung seine Films, wo Delmer Daves dagegen diesen Aspekt eher allgemein unter dem Stichwort Familie fasste. Mangold erweitert also das Original (und damit wahrscheinlich seine Vorlage von Elmore Leonard) und sein Film ist damit auch in seiner Erzählung »epochaler« angelegt. Das lässt dieses Edelwestern durchaus protziger erscheinen als sein Vorgänger. Das Remake des immerhin im Jahre 2007 knapp 50 Jahre zurückliegenden Films ist demnach auch actionbetonter und sucht mehr das Spektakuläre. Mangold nimmt sich aber auch mehr Zeit, um die (stationäre) Reise seiner Figuren zu erzählen. Es ist ein geradliniger und effektvoller Genrefilm, den Mangold hier geschaffen hat, der in seinen Bildern durchaus illustrativ die öden Landschaften einfängt, welche die Protagonisten auf ihrer Reise passieren müssen.

        Es ist ein oft ruppiger, aber auch gewandter und mit Bedacht inszenierter Film. Dabei handelt sich bei Mangolds Werk eigentlich auch um einen ganz und gar klassischen erzählten Film über Helden und Bösewichte. Auf der einen Seite ist der arme und einfache Farmer Dan (Christian Bale), der im Bürgerkrieg gedient hat und dabei ein Bein verloren hat und der mit seiner Familie gerade noch so über die Runden kommt. Auf der anderen Seite steht Ben Wade (Russel Crowe), ein undurchsichtiger Outlaw, eine Gestalt mit vielen Gesichtern, von der man nicht weiß, was sich wirklich dahinter verbirgt. Er überfällt mit seinem Männern eine Postkutsche, wird später durch Zufall gefangen genommen und soll von einer Gruppe nach Contention überführt werden, wo ihn ein Zug ins Gefängnis nach Yuma bringen soll. Dan nimmt das Angebot an, Ben mit einer Truppe von Leuten (u.a. Peter Fonda und Alan Tudyk) für 200 Dollar dorthin zu überführen, um seine Familie weiterhin ernähren zu können. Verfolgt werden sie dabei von Wades Bande (angeführt von einem kaltblütigen Ben Foster).

        Die Geschichte von Dan Evans ist demnach auch wieder einmal eine Geschichte eines Verlierers, der beweisen muss, dass er ein Held ist und dem »Bösen« gewachsen ist, Er muss sich auf dieser Reise (wieder?) als Held etablieren. Andererseits ist es daneben auch die Geschichten eines aufmüpfigen Sohnes (Logan Lerman), der das Abenteuer sucht und sich nicht von seinem Vater zurückhalten lässt, der so gesagt in die Welt der Erwachsenen will. Er macht eine Art Initiationsreise durch. Er ist ein Junge, der am Anfang in der Mitte steht, vor der Entscheidung, welchen Weg er wählen soll. Er hegt Bewunderung für den Outlaw Wade und sagt von sich, dass er nie in die Fußstapfen seines Vaters treten werde. Diesen Aspekt denkt Mangold zum Großteil nicht weiter, ist nach der ersten Hälfte des Films sowieso entschieden und so belässt Mangold bei einem (theoretischen) Ansatz. Trotzdem handelt sein Film zum Großteil von der fiebrigen Konfrontation von Gut und Böse, Grenzen, die aber auch in seinem Film zunehmend zerfließen. Spätestens wenn sich der Film in seinem (damit deutlich anders gelagert als sein Original) bleihaltigen Showdown entlädt, dessen Ausgang durchaus zwiespältig stimmen kann. P.S.: Einen smarten Insider-Gag hält der Film dann übrigens bereit, wenn er die Deputys des Marshalls in Contention Sam Fuller (wie den Regisseur) und Harvey Pell (der von Lloyd Bridges verkörperte Deputy Marshall in »Zwölf Uhr mittags«) nennt.

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        • 6

          War leider nicht so mein Genre, daher halte ich mich kurz:
          Recht dünne Story, dafür aber hochwertiges Schauspiel und eine super Optik. Liebhaber von Western und Action und harten Kerlen sei der Film wärmstens empfohlen.

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            necrotorian 19.02.2018, 03:01 Geändert 10.03.2018, 19:03

            In "Todeszug Nach Yuma" spielt Russell Crowe einen Outlaw (Ben Wade) der nach zahlreichen Verbrechen endlich festgenommen wird. Der ansässige Sheriff will, dass er vor vor Gericht seine gerechte Strafe bekommt, doch dazu muss man ihn erstmal zum nächstgelegen Gericht bringen. Der Weg führt über einen Zug nach Yuma, doch auch der Weg zu einem Bahnhof birgt so seine Gefahren, denn Wades Bande ist schon unterwegs um ihrem Boss zu helfen.

            James Mangold hatte schon vor "Todeszug Nach Yuma" in mehreren Filmen bewiesen, dass er es mit Leichtigkeit schafft mit sehr wenigen Mitteln eine enorme Spannung zu erzeugen (U.a. in "Walk the Line", "Identität", "Cop Land" und "Durchgeknallt"). Und auch hier hat er wieder einen Film inszeniert mit einer unglaublich dichten Atmosphäre.
            Man darf sich hier auf eine ganze Reihe an hervorragenden Schauspielleistungen freuen. Vor allem Russell Crowe und Christian Bale liefern hier eine großartige Performace ab und Fans der alten Western werden sich über Peter Fonda in einer Nebenrolle freuen. Zudem bietet der Film einen ein stark kompinierten und stimmungsvollen Soundtrack und eine eindrucksvolle Kameraführung. Besonders zu erwähnen ist auch der Sound, hier bekommen sogar die Rear Lautsprecher ordentlich was zu tun. In manchen Szenen fliegen einem förmlich aus jedem Lautsprecher die Kugeln um die Ohren.

            Die Story ist ähnlich wie in den klassischen Italo Western, zwar relativ simpel gehalten, aber mit guten Dialogen und mit der Zeit wird daraus schon ein regelrechtes Psychospiel. Zum krönenden Abschluss kommt es zu einem fulminanten Finale das sich echt gewaschen hat.

            Nachdem es um die Jahrtausendwende relativ ruhig im Western Genre wurde, setzte James Mangoold ein Zeichen und inszenierte mit "Todeszug Nach Yuma" ein großartiges Western Spektatkel das den großen Klassikern in nichts nachsteht.

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              Gi4nn1 12.02.2018, 09:57 Geändert 12.02.2018, 10:14

              Rundum gelungener moderner Western mit top Schauspielern und reichlich Spannung. Da gibt's nicht viel zu mekern.
              Hervorragender Genrevertreter!

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              • 7

                Nicht ganz, aber fast so viel Style wie ein Italowestern. Spezialwaffen inklusive.

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                • 4

                  Dieser Film ist insgesamt gesehen genauso langweilig wie die Verfilmung mit Glenn Ford (zu dem die Rolle eh nicht paßte!)
                  Hier wird ein bißchen mehr geballert und die Handlung spielt sich auch nicht ewig und nervtötend in einem Hotelzimmer ab sondern wurde mehr nach außen verlagert. Die Schlußszene dieses Films unterscheidet sich doch völlig vom dem Ende der Erstverfilmung und ist sehenswert.
                  Schade das dies nicht das Ende eines anderen Westerns war...

                  • 8 .5

                    Ein Film der eine Frage aufwirft: warum gibt es eigentlich kaum noch Western im Kino? Dieser Streifen bringt jedenfalls alle Vorzüge des Genres auf die Leinwand: epische Landschaftsbilder in Leinwandformat, aufrechte Helden, finstere Schurken, rasante Action und Schießereien, Hochspannung die nicht mehr zu steigern ist und ein krasses Finale bei dem einem der Atem stockt. Vor allen anderen Dingen ist dies aber ein Schauspielerfilm in dessen Kern ein hochbrisantes Psychoduell steht zwischen dem grundbösen Gangster Wade, perfekt verkörpert von Russel Crowe, und dem ausgebrannten, verzweifelten Christian Bale als moralisch aufrechter Held. Und dann geht’s los, da wird geritten, geschossen, gestorben – und als Zuschauer fiebert man ganz schön mit. Echt ehrlich, in ganz wenigen Worten: eines der totalen Filmhighlights des Jahres!

                    Fazit: Schauspiel und Umsetzung in absoluter Vollendung – der Western lebt!

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                    • 7

                      Der Showdown ist mir ein wenig zu naiv geraten.

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                      • 8 .5

                        Einfach ein sehr guter Film!

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                        • 6

                          Gut inszenierte Neuverfilmung eines alten Klassikers. Christian Bale spielt seine Figur brillant, wohingegen Crowe zwar als Schauspieler keinesfalls abfällt, aber in der Motivation der Figur des Ben Wade nicht mehr rausholen kann, als drinsteckt. Der "Switch" hin zum Kitsch am Ende ist zu starker Tobak. Der Film hakt also weniger in der Inszenierung als er an der halbgaren Story leidet, was schade ist, weil er doch gut unterhält.

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                          • 7 .5

                            Christian Bale und Russel Crowe in einem Cowboy Streifen? Das kann doch nur gut werden, oder?

                            Die Einführung der beiden Hauptprotagonisten war jedenfalls sehr unterhaltsam. Auf der einen Seite der rechtschaffende Farmer Dan (Bale) welcher um Hof und Familie "kämpft" und dazu ein kleines Handicap hat. Und auf der anderen Seite der charismatische Gangster Ben (Crowe), welcher nicht nur Charme sondern auch einen sehr schnellen Abzugsfinger besitzt. In seiner Gang ist dann noch der Revolverheld Prince (Genial besetzt von Ben Foster), welcher wohl einer der schönsten Bösewichte mimt die ich je im Western Genre gesehen habe, leider aber nur als Bully herhalten muss.

                            Gespannt wartet man darauf wie diese zwei Figuren (Dan und Ben) aufeinander treffen und wie sich ihre Beziehung entwickelt. Das schöne dabei ist dass es für mich nicht sehr vorausschaubar war ob Sie Freund oder Feind werden, und dies bis zum Finale nicht wirklich geklärt wird. Jedenfalls begeben sich beide mehr oder weniger unfreiwillig auf einen Road Trip, bei dem die Gruppe um die beiden immer mehr dezimiert wird. Leider wird die anfängliche Coolness des Revolverhelden im weitern Verlauf des Films nicht mehr ausgebaut, und vergeblich wartet man auf eine "High Noon" Szene, wo auch Christian Bale mal zeigen kann was seine Figur für bleihaltige Argumete hat. Als Alternative gib es wilde Schiesserein, welche immerhin gut inszeniert sind.

                            Dass Bens Sohn William (Logan Lerman) eine fast stärkere Rolle als sein Vater erhält, war mir nicht ganz schlüssig. Auch hätte man das Spiel mit der Bewunderung für Ben Wade etwas mehr ausreizen können. So bleibt diese Beziehung so wie die zu seinem Vater, mehrheitlich oberflächlich. Das wirkt sich auch etwas auf das "grosse" Finale aus, wo ich mir etwas weniger Pathos gewünscht hätte....dennoch war es emotional berührend gemacht.

                            3:10 to Yuma ist daher kein klassicher Western wo harte Männer sich Schwanzvergleiche liefern wer nun der bessere Schütze ist, sondern es geht am Ende nur darum ob die Gruppe mit Ben Wade das Ziel erreicht und damit indirekt auch die Probleme von Farmer Dan Evans erledigt sind. Die 120min sind relativ schnell rum sind, was wohl auch am Unterhaltungswert liegt. Zu keiner Sekunde kommt Langeweile auf, und doch hätte man sich das ganze etwas ausgeschmückter, grösser und eindrücklicher gewünscht.

                            Vor allem Russel Crowe passt perfekt in die Rolle des smarten Gentleman Gangster mit schnellem Abzug. Und auch Ben Foster fand ich als skrupellosen Revolverhelden ideal besetzt, nur leider verkommt seine Figur im Verlauf der Geschichte ein wenig zum austauschbaren Rowdy. Christian Bale bleibt leider etwas blass, was aber auch an seiner Rolle und der Backstory zugrunde liegt.

                            Starker Anfang und schönes Ende, dazwischen fand ich den Streifen jetzt nicht herausragend, aber unterhaltsam und temporeich. Für Fans von Cowboys oder der beiden Hauptdarsteller sicher sehenswert!

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                            • 8

                              Stark bebilderter Western mit Riesengroßer namhafter Besetzung. Bild, Sound und Story sind ausgezeichnet, dazu ein Psychoduell zwischen Crowe und Bale das fesselnder nicht sein kann.
                              ABER:
                              Was mir völlig gegen den Strich ging, ist der Part von Logan Lerman. Da haben wir einen Jungen, der grad aus seiner Mutter geschlüpft ist, nur um seinen Vater ohne jeden Respekt zuzukleistern, mit dümmlichen ahnungslosen Sätzen das es kaum auszuhalten ist. Der kleine hat bis auf Ein & Ausatmen noch nicht wirklich was geleistet, geht aber seinen Vater tierisch an. Zum K...!
                              Der Typ trübt das Gesamtpaket schon etwas.
                              Das Finale des Films ist großes Western Kino!

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                              • 5

                                Konnte sich auch bei der Zweitsichtung nicht wirklich bei mir durchsetzen. Einzig Russell Crowes Performance fand ich wirklich großartig, ansonsten ziemlicher Genreeinheitsbrei der im Finale dann jegliche Logik außer acht lässt und mit einem unbefriedigendem Ende zurücklässt.

                                • 7 .5

                                  Western sind nicht so mein Ding. Was aber diesen Film betrifft, so ist es ein toller Film und ein toller Western!! Die Beziehung zwischen Crowe und Bale ist spannend und zieht sich durch den ganzen Film! Top Besetzung, ein MUSS für jeden Westernfan und die die es werden wollen^^

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                                  • 5 .5
                                    Der Staudenprinz 02.08.2016, 11:25 Geändert 02.08.2016, 15:30

                                    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich den Titel "Todeszug nach Yuma" sehr irreführend finde. Und dann kommen wir zum Film an sich: Über mangelnde Starpower braucht man sich hier nicht beschweren und alle machen wirklich einen guten Job. Dazu gefielen mir die Settings sehr gut und zum Glück fanden die meisten Shootouts bei strahlendem Sonnenschein statt und nur wenig Szenen spielten bei Dunkelheit die dem Bild nicht gut tat. So, und jetzt zu dem, was mich wirklich störte: Fast zwei Stunden (was auch schon ein bisschen zu lange war) gibt man sich wahnsinnig viel Mühe, die Charaktere zu etablieren, was zum Teil auch echt gut gelang, um dann in den letzten Minuten alles komplett über den Haufen zu werfen. Das war kein Twist, das war das ad absurdum führen des kompletten Films und reißt einen total raus. Auch wenn die Story nicht so prall war, fand ich das doch sehr schade.
                                    Fazit: Viele große Namen, denen man gerne zu sieht, wie sie durch tolle Bilder reiten, leider aber auch ein wenig zu lang und ein sehr enttäuschendes Ende.

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                                    • 7

                                      Erfrischend "andere" Story mit Ben Foster als überragender Nebendarsteller, Bale hingegen ist mir etwas zu mau, auch wenn er natürlich so sein sollte und seine Rolle gut spielt. Das Ende hat mir nicht gefallen, leider zu übertrieben Hollywood.....

                                      Fazit : Auf jeden Fall sehenswert, aufgrund des Finals nicht überragend!

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                                      • 8 .5

                                        Endlich mal wieder eine geiler Western! Packend und spannend! Die Leistung der Schauspieler ist einfach spitze..vor allem Ben Foster. Unbedingt ansehen!!!

                                        • 8

                                          Schließe mich den meisten bisherigen Kommentaren an - ein toller, spannender Western, auch für Leute, die das Genre an sich vernachlässigen. Hätte auch gern 1-1,5 Punkte mehr vergeben.

                                          Spoiler:
                                          Wäre nicht dieses kitschig-unsägliche Ende. Dass Wade sich Evans aufgrund ihrer Geschichten nahe fühlt ist okay. Dass er sich in den Zug setzen lässt, damit Evans seine Aufgabe erfüllt und das Geld erhält auch noch, da ihm sicher die Flucht gelingen wird. Aber dass er alle seine Leute abknallt, die ihm massiv die Treue gehalten und quasi befreit haben/hätten, ist dann doch sentimentales Rührstück.

                                          Trotzdem: absolut empfehlenswert.

                                          • 9

                                            Mein absoluter Lieblingswestern! Ben Foster ist ein grandioser Schauspieler!

                                            • 7

                                              Gut gemachter moderner Western der vor allem durch Christian Bale und Russell Crowe glänzt.
                                              Nicht langatmig und durchaus unterhaltsam. Der große Funke wollte für mich am Ende jedoch nicht überspringen.

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                                              • 9

                                                James Mangold hat hier einen sehr spannenden, und klassischen Western geschaffen. Russell Crowe als Revolverheld und Christian Bale als in erfolgloser Farmer spielen ihre Rollen grandios, wenn auch Bale etwas mehr glänzt. Crowe als Ben Wade schafft es trotzdem seinen Charakter charmant zu spielen, um dann im richtigen Moment seine Skrupellosigkeit zu zeigen. Wade und Evans sind die perfekten Gegenstücke. Auch die Nebenrollen sind klasse besetzt, aber vor allem herausragend ist Ben Foster als Charlie Prince.
                                                Mangold schafft es interessante Charaktere zu haben und trotzdem eine spannende Geschichte zu erzählen.
                                                Komplexer als viele andere Western, für Westernfans ein Muss.

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                                                  An sich ein interessanter, handwerklich nicht zu bemängelnder Western, der mit eindrucksvollen Charakteren punkten kann, was vor allem auf die schauspielerischen Leistungen von Bale und Crowe zurückzuführen ist, aber besonders am Ende an seiner Langatmigkeit und dem Kitsch leidet.

                                                  • 8 .5

                                                    Ein packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei Charakteren, die dank hervorragender Schauspielleistung von Russell Crowe und Christian Bale viel Spannung versprechen! Ein Western, der weniger auf Action aus ist, als eher eine beinahe Kammerspiel-artige Atmosphäre kreiert.
                                                    ACHTUNG SPOILER. Dabei sind sowohl Evans als auch Wade zwei Figuren, die sich in ihrer Rolle nicht wohlfühlen. Während Evans eigentlich ein ruhiges Farmer-Leben führen möchte und durch die wachsende Bedrohung seiner Geldgeber in das Cowboy-Leben gepresst wird, ist Wade ein Mann, der die Freiheit liebt und sich in der Situation eines Gefangenen logischerweise nicht zufrieden fühlt.
                                                    James Mangold lässt uns nun also die Truppe auf dem Weg nach Contention begleiten. Und ja wir sind oft wie hingerissen, gönnen Ben Wade teilweise die Freiheit, wenn wir sehen, dass die anderen Gruppenmitglieder ebenso viel auf dem Kerbholz haben wie der Gangsterboss. Doch just in diesem Moment, wenn selbst wir als Zuschauer ihn unterschätzen, sowie der Rest der Truppe, ersticht er einen Gefährten mit einer Gabel im Schlaf. Dies wird noch öfter vorkommen. Letztendlich erleben wir, wie sich sämtliches Gut-Böse-Denken von Schwarz-Weiß in einen milchigen Grauschleier hüllt, denn wer ist hier böse und wer ist gut? Der Sheriff Butterfield, der schließlich doch desertiert? - Evans, der seine Familie jahrelang belügt wegen der erdrückenden Schulden und seiner angeblichen Kriegsverletzung? - Wir sehen nur in den Figuren des Charlie Prince und der Bande eindimensionale "böse" Charaktere, die nur aus Gier und Mordlust handeln. Im Vergleich zu den vielschichtigen Charakteren der Reisegruppe nach Contention erscheint das etwas schade, aber lässt die Spannung nicht wirklich abflauen.