Tödliche Versprechen - Eastern Promises - Kritik

Eastern Promises

GB/CA/US · 2007 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 16 · Thriller, Kriminalfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Die Atmosphäre der Russenmafia wirkt authentisch auf mich. Nur haben die Russen keinen Charme. Das hat der Film auch schön vermittelt.
    „Eastern Promises“ ist sehr gut erzählt, spannend und düster. Die Schauspieler sind auch richtig gut. Besonders Vincent Cassel als neurotischer und verwöhnter Sohn fand ich super.
    Hellauf begeistert hat mich der Film aber nicht. Liegt eventuell auch daran, dass ich das Gefühl hatte, die Eckpunkte alle schon aus anderen Mafiafilmen zu kennen und wenig überrascht wurde.

    18
    • Guter Stoff.

      • 10

        Harter Brocken! Brutal, sehr brutal. Schon in der ersten Szene fällt es einem schwer nicht wegzuschauen. Anna, gespielt von Naomi Watts, macht erste Erfahrungen mit der russischen Mafia. Sie sucht den Vater eines Waisenkindes mithilfe eines Tagebuchs. Einer der bösen Jungs ist Nikolai (Viggo Mortensen), er versucht sie zu unterstützen und sie verstrickt sich immer tiefer in die gefährlichen Pranken der russischen Mafia. Ein dunkler und krasser Thriller. Die Kampfszene von Viggo Mortensen in der Sauna ist an schauspielerischer Qualität kaum zu überbieten. Diese Szene bleibt einem in Erinnerung. Wie gesagt brutal aber genial.

        1
        • 7

          [...] Nichtsdestotrotz weiß der Kriminalfilm zu befriedigen, weil die guten Schauspieler und Cronenbergs routinierte Regie das Geschehen stets im Griff haben. In den besten Momenten des Films kommt der kanadische Regisseur einmal mehr auf sein Faible für Körperlichkeit zurück: Die Verbrechen der Gangster an den Körpern ihrer Gegner, das Hadern mit den eigenen körperlichen Schwächen, das Schmücken mit tätowierten Rangabzeichen stehen im Mittelpunkt des Films. [...]

          3
          • 6 .5

            Der Film hat eine interessante Story, jedoch zieht er sich.

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            • 8 .5
              MrB 18.11.2017, 18:22 Geändert 18.11.2017, 18:30

              WoW! Viggo Mortensen hat mich hier gnadenlos an Herrn Thomas Eichhorst (Richard Sammel) erinnert ;-). Was für ein Film!? Schauspiel vom Feinsten! Die Szene in der Sauna... Sahne! Da schließe ich mich meinem Vorredner absolut an. Das ist Film, das ist Kunst, das ist soooo glaubwürdig. Armin Müller Stahl und seine überragene Gestik... da fällt einem nichts zu ein. Solche Filme - gerne mehr davon! Spannend, realistisch und böse. Top!

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              • 9

                David Cronenberg der Regisseur der so komplett anders ist. Dies zeigt er auch in diesem außergewöhnlichen, sehr speziellen und exzellenten Thriller.

                Was Amerika seine italienische Mafia ist, ist den Londonern seine Russen-Mafia, die Russen Mafia ist in ihren Strukturen und Digtat so komplett hässlich, das nur David Cronenberg es vermag dies in Bilder zu fassen.
                Seine Bildersprache ist hier absolut auf den Punkt, es schwebt ab und an eine fast schon perverse Melancholie über dem ganzen brutalen und kaltblütigen Sumpf.

                Seine Schauspiel Auswahl kann man nur als Genial bezeichnen... wir haben Vincent Cassel, Naomi Watts, einen total überzeugenden Armin Müller Stahl und Viggo Mortensen der hier einfach gesagt brillant ist.

                Was mich total umgehauen hat, ist die Kampfszenen in der Sauna, ich kann mich nur schwer erinnern je eine so perfekt choreografierte, intensive, blutige und brutale Schlacht auf so engem Raum gesehen zu haben.
                PERFEKT GEFILMT!

                Tödliche Versprechen - Eastern Promises das ist ein einzigartiges Filmerlebnis.

                Ein Cronenbergsches Meisterstück!

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                • 7

                  Nun, kommt leider immer wieder vor: ich schaffe es irgendwie nicht mich so richtig voll und ganz auf einen Film zu konzentrieren und verpasse wesentliche Details. Hierbei wars aber nicht ganz so schlimm: der actionarme, ruhige Film zeigt ein eigentlich recht einfaches Figurengeflecht und eine überschaubare Handlung, besticht dabei aber durch die unterkühlte Inszenierung und ganz besonders durch seine Darsteller. Über allem steht mal wieder „Aragon“ Darsteller Viggo Mortensen der den rationalen, traurigen Gangster mit Leib und Seele spielt und vollkommen in der Rolle versinkt. Über den Rest lohnt sich nicht viel zu sagen, mag aber daran liegen daß mir wieder mal wesentliche Teile entfallen sind. Allerdings: der Kampf in der Sauna gehört mit zum brutalsten was jemals auf eine Leinwand gelangt ist!

                  Fazit: Perfekt gespielter und stellenweise tragischer Ganoventhriller, absolut lebensnah eingefangen und frei von nutzloser Action!

                  • 7 .5

                    Vincent Cassel als Russe! Wem das nicht reicht, kann weiter Ted kucken.

                    1
                    • 4 .5

                      Fand den nicht allzu mitreißend. Prinzipiell zwar ganz interessantes Setting, ABER bedingt durch das ewige vor sich hin plätschern (obwohl der Film gar nicht so lang ist) konnte er mein Interesse nicht sehr lange halten und wurde dann relativ zügig zur Nebenher-Unterhaltung degradiert.

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                      • 5

                        David Cronenberg zeigt uns hier einen kleinen Mosaikstein aus dem Mafia-Gewerbe. Er legt bewusst keine große Geschichte an, auch wenn große Namen mitspielen (Naimo Watts, Viggo Mortensen, Armin Mueller-Stahl, Vincent Cassel).

                        Was dem Ganzen jedoch fehlt, ist Tempo und Dynamik. Allzu gemächlich plätschert die Jagd nach dem Tagebuch der verstorbenen Tatiana, das den alten Mafiaboss Semjon schwer belastet.

                        Der Score von Howard Shore ist Mafiatauglich, wenngleich große Themen fehlen. Er plätschert eher so vor sich hin, und wagt es nicht, ein echtes Thema in den Streichern durchzusetzen. Diese Mittelmässigkeit muss man leider auch dem Werk attestieren. Weder spürt man als Zuschauer die wirkliche Bedrohung, die von Semjon ausgeht, noch kann Vincent Cassel als durchgeknallter Sohn wirklich überzeugen. Das Ergebnis ist auf der Leinwand zu sehen. Cronenberg holt einfach nicht alles aus den Szenen und Schauspielern raus. Überrascht wird man dennoch, z.B. vom brutalen Kampf des nackten Mortensen in der Sauna ums „nackte“ Überleben.

                        Fazit: Leider verschenkt, um in der Liga der ganz großen Mafiafilme mitspielen zu können.

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                        • 5 .5
                          RoboMaus 18.09.2016, 10:13 Geändert 18.09.2016, 10:33

                          Die übelste Form der modernen Versklavung: Zwangsprostitution Minderjähriger. Bei diesem Thema bekomme ich Bauchschmerzen, allein schon von den Zitaten aus dem Tagebuch, um das es in 'Eastern Promises' geht. David Cronenberg packt hier ein heisses Eisen an, und hat mit Viggo Mortensen, Naomi Watts und Armin Müller-Stahl einen überzeugenden Cast am Start.

                          Der Anspruch ist gewiss vorhanden, aber Cronenbergs Umsetzung wird dem kaum gerecht. Der Plot ist dramaturgisch enttäuschend, baut überhaupt keine Spannung auf. Die Handlung kommt nur zäh voran und geht eher in Richtung Dialoglastigkeit, als dass sie dem Geschehen fühlbare Tiefe verliehe. Das führt trotz der interessanten Thematik dazu, dass man dem Film ab der Mitte nur noch mit Mühe folgt und versucht, sich anderweitig zu beschäftigen. Ehrlich gesagt gebe ich zu, dass ich den Kommi geschrieben habe, während der Film im letzten Drittel ins Aus plätscherte.....

                          Obwohl vom Grundthema her ähnlich angesiedelt wie 'Taken' (2008), ist 'Eastern Promises' in allen anderen Belangen ungefähr das Gegenteil.

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                          • 5

                            Gekauft weil er gute Bewertungen erhalten hat.
                            Leider fand ich die Story nicht mitreißend, nur das Finale ist mir im Kopf geblieben.
                            War einer der Filme von denen ich sehr enttäuscht war.

                            Dafür haben mit "A history of Violence" und "Die Fliege" aber sehr gut gefallen.

                            • 8

                              und man sah es, aragorn s schniedel flatterte

                              • 5 .5

                                Top Schauspieler in einem dann doch leider eher mittelmäßigen Streifen.
                                Sympathisch fand ich, daß hier nicht nur sinnlos rumgeballert wurde und auch sterbenslangweilige Autoverfolgungsfahrten sucht man hier zum Glück vergebens.
                                Die Story weist allerdings zu derbe Logiklöcher auf, als daß man sie übersehen könnte.
                                Zzgl gibt es Punktabzüge für das doch sehr schwache Ende, wo der Pfad der Realität dann doch endgültig verlassen wird.
                                Und so bleibt es am Ende leider dabei, daß es sich hierbei nur um eines handelt...
                                Fazit: Mittelmäßiger Film

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                                • 9 .5

                                  Am meisten schätze ich an Cronenberg, dass man immer sieht, wie viel Spass den Schauspielern die Arbeit macht.

                                  • 8

                                    Ein sehr guter Thriller den der Herr Cronenberg dort inszeniert hat.

                                    Der Film hat einen Cast aus exzellenten wenn auch selten zu sehenden Schauspielern (z.B. Viggo Mortensen).
                                    Die Story rund um das Thema Russische Mafia ist interessant und gut erzählt. Da gefällt die düstere und hin und wieder recht morbide Stimmung. An mancher Stelle gibt es sogar ein paar kleine gute Gags. Der Film beginnt recht gemächlich, so steigt aber die Spannungskurve nach der ersten Hälfte gut und schnell an.
                                    Von der Kamera und Inszenierung her ist er solide bis sehr gut in Szene gesetzt. Besonders eine (recht blutige) Kampfszene wäre da hervorzuheben (Mortensen ist dabei nackt, wer den Film gesehen hat weiß was ich meine). Auch das Licht ist an mancher Szene cool gesetzt.
                                    Zu bemängeln gibt es ein paar Logiklöcher und eine an mancher Stelle zu "normale" Inszenierung. Es fehlt etwas kameratechnisch wirklich Herausragendes oder wenigstens Bemerkenswertes.
                                    Ach ja, wie schon erwähnt, Viggo Mortensen ist echt cool........hab ich erwähnt das Viggo Mortensen cool ist? Mortensen ist jedenfalls ziemlich cool.

                                    Jedenfalls eine Schau-Empfehlung von mir, der Film hat mich positiv überrascht und mich sehr gut unterhalten.
                                    Also guckt ihn an.......allein wegen Viggo Mortensen. Der ist nämlich ziemlich cool.

                                    • 7

                                      Guter Thriller!

                                      • 5

                                        Ei Ei Ei....
                                        Vorneweg, ich hab den Film bis zum Ende geguckt, weil er einfach unaufdringlich und doch irgendwie auf eine seltsame Art sehenswert ist. Dennoch stößt einem diese absolute Unlogik (-omg, gibts das Wort überhaupt?-) auf.
                                        Diese Unlogik (-ich nutze diesen Begriff weiter, denn er gefällt mir...-) erstreckt sich über den kompletten Film. Immer wieder denkt man sich "das ist aber jetzt absolut unrealistisch..." oder "also diese Vorgehensweise ist jetzt aber total doof..."
                                        So etwas ruiniert meiner Meinung nach einen Film. Hätte wahrscheinlich recht gut werden können. So halt irgendwie nur Mittelmaß bzw. bedingt brauchbar.

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                                        • 8

                                          Ein international bunt besetzter und spannend erzählter Mafia-Thriller mit Armin Müller-Stahl, Naomi Watts, Viggo Mortensen und Vincent Cassel. Durchaus eine Darstellerriege, die sich sehen lassen kann.

                                          • 6

                                            Etwas langsames Gangsterfilmchen, allerdings top besetzt und gespielt (Mortensen, Müller-Stahl und Cassel in Top-Form).

                                            Leider scheitert die gesamte Handlung an einem grundsätzlichen Logikfehler: warum soll ausgerechnet eine Hebamme auf eigene Faust die Geschichte der verstorbenen Mutter auflösen, erst recht wenn frühzeitig klar wird, dass hier ein Verbrechen geschehen ist? Wie wäre es stattdessen, das Tagebuch mit den ganzen Informationen über das Treiben der russischen Mafia der Polizei in die Hand zu drücken und sich da raus zu halten? Auch dass sie einfach so das Kind adoptieren kann ist etwas unglaubwürdig.

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                                            • 7

                                              bin auf diesen film hier durch die durchweg guten kritiken aufmerksam geworden.
                                              der streifen hat sich gelohnt. bis auf 2-3 blutige szenen ein eher ruhiger thriller über die russische mafia. der film ist durchweg spannend und bietet gute unterhaltung, lediglich die deutsche syncro fand ich schlecht.

                                              • 8 .5

                                                Ich dachte schon, es gäbe keine guten Thriller mehr. David Cronenberg entwirft hier in mächtigen Bildern (allein das Restaurant, in dem viele Szenen spielen und die skurrilen Nebendarsteller sind schon den Film wert) eine Crime-Scene mit osteuropäischem Hintergrund. Die vier Hauptdarsteller beeindrucken in jeder Szene. Der Kampf in der Sauna hat in der Tat Referenzcharakter in seiner rohen Gewalttätigkeit und wenn Mortensen da nackt mit zitternden Arschbacken um sein Leben kämpft, dann drückte es uns ins Sofa. Armin Müller-Stahl reicht eine Augenbraue, um aus dem freundlichen Patriarchen den fiesen Gangsterboss und Vergewaltiger zu machen. Besser können Regie und Schauspieler eigentlich kaum noch werden - ein gigantisch guter Film, bei dem sich Dominik Graf mit seiner ebenfalls beeindruckenden Kurzserie Im Angesichts des Verbrechens sich sicherlich Einiges abgeschaut hat.

                                                Einzige Panne: Das Drehbuch (anders als bei Graf) hat üble Glaubwürdigkeitslücken, das geht so einfach nicht: Eine schwangere Jungprosituierte wird nicht über 9 Monate Schwangerschaft eingesperrt und mit Drogen gefüttert - warum denn bitte? Der Onkel kann einfach nicht am Leben bleiben und viele Details der Handlung passen einfach nicht.

                                                Und die Puffszene erscheint mir von der Inszenierung her aus dem Ruder zu laufen (alle saufen gleichzeitig und torkeln unglaubwürdig in der Gegend rum) bevor Cronenberg seine Darsteller dann mit dem überwachten Geschlechtsverkehr wieder präzise in den Griff bekommt. Ich war bleibend beeindruckt und muss jetzt ganz schnell mehr von Cronenberg sehen.

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                                                • 5 .5

                                                  Mortensen spielt großartig, was nicht anders zu erwarten war.
                                                  Leider dümpelt der Film einfach so vor sich hin, wirkliche Spannung kommt nicht auf.
                                                  Das liegt vor allem daran, dass die Geschichte ohne viel Tiefgang und relativ emotionslos erzählt wird.
                                                  Außer Nikolai, der einen Balanceakt stemmen muss und dadurch innerlich zerissen wirkt, werden die Protagonisten sehr einfach (öde) dargestellt, entweder sie sind gut oder sie sind böse.
                                                  Die dritte Kategorie wäre dann noch: Sie sind völlig unwichtig, genauso wie manche Erzählstränge. Da wäre eine Konzentration auf die wichtigen Elemente der Story sinnvoller gewesen, das hätte dem Ganzen mehr Tiefe gegeben.
                                                  Dazu kommt, dass viele Begebenheiten offensichtlich konstruiert wirken und dadurch einfach nicht real wirken.

                                                  Sehr schade, denn Potential hatte der Film, aber mich hat er ziemlich unberührt zurückgelassen.........

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                                                  • 7

                                                    [...] Der Film spielt ausgerechnet zu Weihnachten. Derartige Emotionalisierungen sind zwar effektiv, aber eher das Werk des Drehbuchautors Steven Knight, dessen Handschrift in vielerlei Hinsicht überschwappt. [...] Solche Ideale von Gerechtigkeit und Ehre beißen sich normalerweise mit dem blanken Schrecken Cronenbergs, wenn man nicht auf „Die Brut“ zurückblickt und erkennt, wie sehr ihm dort die Sorge ums Streitobjekt Kind ans Herz ging. [...] Es geschieht eine Übersetzung, die auch hinsichtlich des Tagebuchs im Film vollzogen wird – ganz zu schweigen von der Verständigung im multikulturellen Ensemble der Unterwelt, in der es viele Stichwörter fürs Lebensende, doch auch für Vergebung gibt. [...]

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