Toni Erdmann - Kritik

Toni Erdmann

DE/AT · 2016 · Laufzeit 162 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 8
    Der Siegemund 09.01.2017, 14:42 Geändert 10.01.2017, 16:39

    Die Nachwirkungen des Filmes sind doch höher als ich gedacht habe, weshalb ich meine Wertung auf 8 erhöht habe. Ich finde es doch sehr berührend wie ein Vater um das Herz seiner Tochter kämpft, während seines schwächelt.

    Es war schon besonders zu sehen wie die das kalte Herz der Tochter langsam vom Vater aufgetaut wird, bis sie wenigstens für einen Moment bei einer Gesangseinlage emotional explodiert.

    Das eiskalte Miststück, welches sie durch den Monsterkapitalismus geworden ist, trifft auf ihren Vater, der sich extrem lächerlich machen könnte. Er besucht sie direkt in ihren Kreisen, dort wo sie sich als unbarmherzig verkauft. Zunächst hilft es ihr dabei, ihren Vater an sich abprallen zu lassen wie ein Regentropfen am Gore-Tex, weil sie absolut ignorant und kaltblütig ist. Aber irgendwann erkennt sie seine Verletzlichkeit und entdeckt damit auch ihre eigene.

    Meine Erwartungen wurden durch die Pressemeldungen und die Moviepiloten ins Unermessliche getrieben, doch irgendwie hatte mich das Ganze zunächst nicht so abgeholt, wie die anderen in meiner Freundesliste. Der Film ist anders. Er bricht Tabus, er ist kapitalismuskritisch und letztendlich überzeugt das Vater-Tochter-Gespann in einer skurrilen Geschichte mit offenem Ende. Die Verbindung zwischen Tochter und Vater ist jedenfalls sehr fühlbar gewesen, als seien sie altbekannt und nicht zwei fremde Schauspieler.

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    • 7

      Toni Erdmann ist eigentlich ein netter und symphatischer Vater/Tochter Beziehungsfilm, aber ich muß echt sagen nach den ganzen Vorschusslorbeeren und nachdem der Film jetzt auch ins Oscarrennen geht hätte ich schon einen Ticken mehr erwartet! Der Film hat doch seine Längen und ist teilweise schon irgendwie langweilig weil nichts so Recht passieren will. Da nützt ein toller Hauptdarsteller der in seiner Rolle absolut zu überzeugen weiß leider auch nicht so viel.

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      • 8
        Markbln 06.01.2017, 16:17 Geändert 07.01.2017, 22:32

        Doch. Toni Erdmann ist so gut wie sein Ruf.
        Allein wegen der extraordinären Schauspielkunst vom großen Peter Simonischek schon ein Must See. Auch Sandra Hüller ist als verbissene Karrierefrau fantastisch. Der komische Höhepunkt zwischen diesem Vater-Tochter-Gespann ist erreicht, wenn Papa plötzlich mit Kunstgebiss und Affenperücke ins englische Lästergespräch zwischen Tochter und ihren international Colleagues platzt. Die Blicke der "Damen" sind zum Niederknien. Sie erzählen alles. Da braucht es gar keine Dialoge mehr.
        Die tragischeren Seiten folgen sogleich. Der Gipfel ist die Teambildungsmaßnahme, die fast Loriot'sches Maß erreicht. Nur eben in einer 2016er Version.
        Maren Ade ist, wie in ihren beiden Filmen zuvor, eine begnadete Beobachterin. Die Szenen aus der Consultingwelt sind authentisch, genauso schmerzhaft sind sie deshalb für alle, die sie kennen.
        Ein bisschen lang ist der Film, aber nicht ohne Grund. Eine Kinowohltat.

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        • 10

          unfassbar witzig traurig überzogen skurril - ein Film der seinesgleichen sucht. Selten ist mir ein Film so lange im Gedächtnis geblieben.

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          • 5 .5

            Normalerweise laufen solche Filme an mir vorbei, aber da er die Auszeichnungen sackweise hinterhergeworfen bekommt und von allen Seiten Lob einheimst, musste ich doch mal reinschauen. So ganz erschließt sich mir die "Magie" von "Toni Erdmann" allerdings nicht. Es ist eine schöne und herzliche Geschichte um einen einsamen kauzigen Mann, der seiner entfremdeten Tochter wieder näher kommen will. Mehr nicht. Ich halte weder die enorme Laufzeit von zweieinhalb Stunden für gerechtfertigt, noch konnte ich mich mit dem Humor des Films wirklich anfreunden. Sich selbst und Andere durch skurile Aktionen in Verlegenheit zu bringen, fand ich noch nie lustig. Und genau das macht Winfried praktisch die ganze Zeit. Es gibt einige Highlights, z.B. sein erster Auftritt als Toni Erdmann, doch warm wurde ich mit seinem Sinn für Humor nie. Dieser ist aber ein ganz zentraler Punkt des Streifens, was mich mehrmals genervt auf die Uhr hat schauen lassen. Die Dynamik zwischen Vater und Tochter ist eigentlich ganz interessant. Auf der einen Seite der gutherzige Idealist, der einen Draht zu Menschen hat, auf der anderen Seite die unterkühlte Geschäftsfrau, für die Menschen nur Zahlen in einer Statistik sind. Gegensatz pur, und doch funktioniert es irgendwie, gegen Ende sogar besser denn je. Zur Charakterstudie taugt das freilich nicht, war wohl auch nie beabsichtigt.
            Alles steht und fällt damit, ob einem der beizeiten bizarre und ungelenke Humor gefällt. Ich hatte daran wenig Freude, weshalb ich ich mich phasenweise eher gequält als amüsiert habe. Ich gestehe dem Film eine schöne Story und auch eine gute Atmosphäre zu, ein Meisterwerk ist es für mich aber nicht. Dazu sind die Abzüge in der B-Note einfach zu zahlreich.

            8
            • 5 .5

              Tja, der große deutsch-österreichische Kandidat! Fast drei Stunden Film aus einer Planetenecke, die mich doch seit längerer Zeit durchgehend zum Weglaufen drängt. Aaaber - er soll ja toll sein! 8 Punkte Vorhersage! Und die Thematik: könnte bei mir greifen.

              Die Punktevergabe deutet es an: Nein, "Toni Erdmann" ist nicht die Ausnahme von der Regel. Gegriffen hat bei mir wenig, und am meisten mochte ich den Film noch, weil meine Frau ihn noch viel schlimmer fand und ich mich mich darüber eher etwas amüsieren konnte. Ab der Hälfte musste ich dann alleine weiterschauen.

              Meist ist es ja die Schauspielausbildung in Deutschland, die mich laut schreien lässt. Sandra Hüller ist diesbezüglich zumindest zuverlässig: Ausgebildet an der Ernst Busch Schauspielschule, die ich schon lange für einen Garanten dafür halte, dass nach dem Abschluss die Psyche im Arsch und das Filmkönnen nirgendwo anders ist. Das passt auf ganzer Linie.

              Simonischek ist da ein bisschen Gegenpol, spielt mit sehr lauem österreichischem Charme, aber macht immerhin eine Figur. Die meisten Probleme hat er da, wo die Dialogskripte und die nicht-korrigierende Umsetzung durch Maren Ade einfach grenzwertig bzw. weit unter der Grenze des Akzeptablen sind.

              Auch die Vorstellung, die Maren Ade von der Welt der Unternehmensberatungen hat oder vermitteln will, sind so dermaßen klischeebeladen (und leer dabei!), dass selbst beim Versuch, dass als Ironie zu begreifen (soll es das sein?), nichts besser wird.

              Grundidee ganz hübsch, Umsetzung eher gruselig. Da ich sowohl bei den Darstellungen als auch nicht weniger beim Darstellen immer wieder krasse Anfälle von Fremdschämen hatte, konnte ich mich dem Werk nicht recht entziehen. Aber toll fand ich das nicht. Wenn das mal wieder die Spitze des deutschsprachigen Films markieren soll, dann sind da so schnell keine fundamentalen Änderungen zu erwarten. Ach 70erJahre, wehr sehr ick Dir vermisse...

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              • 8
                lieber_tee 04.01.2017, 12:58 Geändert 04.01.2017, 15:45

                "Was meinst ‘n mit Glück? Auch mal ins Kino gehen, oder was?"
                Die Vater-Tochter-Beziehung ist nicht mehr intakt. Winfried ist der Meinung, dass Ines "ein bisschen glücklich" sein soll, mehr lachen soll. Denn wer lacht, der lebt! Ines ist Unternehmensberaterin, ein Kariere-Raub-Tier, hat für Humor keine Zeit, nur für das Klingeln ihres Smartphones. Und so führt, zum Erschrecken seiner Tochter, der Papa am bulgarischen Arbeitsplatz der Consulting-Firma die Helge-Schneider-Bürgerschreck-Therapie mit Zottelperücke und schiefer Zahnprothese durch. Mit dem Humor-Furzkissen aus Irritationen bewaffnet setz er sich in alle Nesseln, taucht an falschen Orten zur falschen Zeit auf und coacht Ines in Sachen Humor. Irgendwie findet sie das scheiße, irgendwie auch nicht, irgendwann macht sie das Spiel mit, am Ende muss sie dann doch lachen.
                Winfrieds Witz ist dabei auf den ersten Blick infantil, platt und grenzüberschreitend. Er nervt. Sowohl Ines als auch den Zuschauer. Aber sein Ansatz mit kindischen Quatsch Abstand in den beruflichen Alltag seiner Tochter zu bringen, mit subversiven Witz eine andere Perspektive aufzuzeichnen, ist ebenso kalkuliert wie eine väterliche Hilfsaktion aus Verzweiflung um seine Tochter ihm näher zu bringen und sie aus dem entmenschlichten Hamsterrad der entmenschlichten Arbeit zu stoßen. Fast drei Stunden folgt der Zuschauer öden und heuchlerischen Partys, Außenterminen und Sektempfängen, die Papa-Winfried als Toni Erdmann nach und nach sabotiert. Ihnen mit loriothafter Beobachtungsgabe einen Zerrspiegel vorhält, ohne dabei die Personen vorzuführen oder auszulachen. Die Regeln zum Überleben in einer Business-Welt voller Machtspiele und Sexismus sind ebenso entkörpert wie Ines selbst wirkt. Sie sind grausam, dämlich, autoritär und unmenschlich. Ebenso wie sie die familiäre Beziehung zwischen Vater und Tochter zerstören, zerstören sie das Leben anderer. Ines ist in dieser Welt der Abhängigkeiten auf der Suche nach Selbstverwirklichung, ohne dass sie sich dort selbst verwirklichen kann, weil sie von allem abhängig ist.
                Das klingt spröde, ist es auf einer gewissen Art und Weise auch. Die Kamera beobachtet spröde, die Tochter ist spröde, die Gesprächsthemen bei den Empfängen sind falsch und spröde. Der Zuschauer gewinnt aber durch Toni auf die Geschehnisse Distanz und schnell einen freundlichen, charmanten Blick auf seine Figuren. Denn der Kalauer ist hier unterschwellig, ein Schritt zur Veränderung. Ein Anstupser zum Nachdenken und ein Spiegel für die Absurdität der perfiden Wirtschaft- und Politik-Spielchen.
                Maren Ades große Drehbuch- und Regie-Leistung ist, das sie den Zuschauer und den beiden famosen Darstellern Raum zum Nachdenken, zum Atmen gibt. Es findet eine Annäherung, eine Sympathie statt, die (zumindest bei mir) einen Sog erzeugt hat. Ausdrucksstarke Szenen, intensive Momente, skurrile Geschehnisse treiben den Betrachter in eine entfremdete Welt, die im Verlauf aber nicht mehr so fremd erscheint und durch rebellischen Humor nach einen Neubeginn greift.
                8 richtig gute Käsereiben.

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                • 8

                  if you really ? willing ! are you willing ? dazu peters gesicht. hab mich 2016 noch nie so heftig todgelacht .D

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                    mariega 02.01.2017, 14:48 Geändert 02.01.2017, 17:42

                    Da ich das neue Jahr mit einem bösen Kommentar nicht anfangen möchte, werde ich über den Film Toni Erdmann kein Wort verlieren. Es würde sonst den Eindruck erwecken, dass ich eine arrogante chauvinistische Französin bin, die die deutsch-österreichische Kunst nicht versteht. Und das würde wirklich nicht der Wahrheit entsprechen, denn ich liebe den deutschen Humor, wenn er wie bei Ernst Lubitsch mit Charme und Feingefühl auftritt, ich liebe die philosophische, gesellschaftskritische und psychoanalytische Filmkunst, wenn sie wie bei Fassbinder nicht vulgär wird, also ich mag diesen Film nicht, weil er deutsch ist, sondern weil er nichts besitzt, was ich an deutschen oder überhaupt an Filmen mag.
                    Alles war mir zu viel oder zu wenig!

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                    • Analyse

                      Geht man davon aus, dass die Postmoderne in ihren letzten Atemzügen liegt und mit ihr auch das bröckelnde Selbstbild einer westlichen Gesellschaft, nämlich der Vorstellung davon, dass alle utopischen Bestrebungen einer optimierten Welt letztendlich zu einer Verbesserung führen, aber schließlich nur eine Auflösung der Identität hervorbrachten, so zeichnet Toni Erdmann mit einer fast schon beängstigend realistischen Darstellung das permanente Gefühl, welches sich wohl am besten mit dem englischen "awkward" umschreiben lässt. Es ist unangenehm die Wahrheit zu ertragen, die sich unter der modrigen Maske der Täuschung befindet. Wir wurden von einer Idee getäuscht, dass wir irgendwo ankommen würden, doch sind letztendlich nur auf der Durchreise. Die zweite Industrielle Revolution bzw. die Technische Revolution verbunden mit einem Powerkapitalismus, der sich nur noch unter Präsentationen einer Idee, nämlich davon angeblich "gerecht" zu sein, versteckt und alles zerstört, was wir noch glaubten, dass es der Triumph der Menschheit sei sich in der artifiziellen Übermoderne durch entortete Gebäudekomplexe zu bewegen und in einer Scheinwelt zu leben sind nur noch Schall und Rauch. Der künstlich generierte Schönheitswahn einer perfekten Welt hinterher zu rennen, so wie es das TV und Internet mit ihren It-Menschen und Bloggern und erfolgreichen Metahumans vormachen, sind nur das Finale einer Welt, die irgendwann implodieren wird und nur noch verkrüppelte Hülsen ohne jegliche Identität und damit ohne jegliche Orientierung in der Welt zurück lassen wird. Aus den wunderbaren Schneeflocken wurde eine uniforme Matschmasse, die eher an eine biologische Ursuppe anstatt einer Utopie erinnert. Selbstredend darf der gesunde Optimismus hierbei wieder aufkeimen, dass wir uns doch so oft aus einer Misere befreien konnten und strahlender als je zuvor, wie der Phönix aus der Asche, aufsteigen. Sei es das Mittelalter oder Weltkriege. Aus dem Dunkel entstand die Aufklärung und aus dem Grauen entstand die Vielfalt. Leider lernen Menschen nicht aus der Geschichte und die Idiocracy ist näher als je zuvor. Als Gegenargument wird dann gerne Sokrates zitiert, der sich vor über 2000 Jahren schon über die Jugend aufregte. Heutzutage regt sich jeder über alles auf. Wir sind dem Nullpunkt nahe und das wissen wir auch. Gehen wir davon aus, dass unsere Identität ein Schiff ist, was sich zwischen verschiedenen Inseln bewegt und je mehr Inseln wir besuchen, desto manigfaltiger wird der Austausch unserer einzelnen Merkmale. Der Kapitalismus, die Globalisierung und letztendlich das Internet haben die Anzahl der Inseln ins unendliche wachsen lassen. Nicht nur, dass jeder Mensch zu jeder Zeit an jedem Ort der Welt sein kann, er kann auch alles sein was er will. Das ist die Vielfalt des Postmodernismus und gleichzeitig die Falle der Übermoderne. Dadurch, dass wir uns permanent fortbewegen, haben wir die Welt in eine Welt des Wiederkennens verwandelt. Nichts ist mehr real, sondern alles ist nur noch symbolisch. So sind wir. Dieses Schiff auf dem wir uns bewegen ist dabei zu zerbrechen und wir ertrinken in einer Identitätskrise. Wo vorher noch die Vielfalt und Grenzenlosigkeit herrschte ist nun die Entscheidung zu fällen, was und wer man sein möchte. Entweder wir scheitern, oder wir retten uns an Land. Das führt dazu, dass es nur noch Seiten gibt. Aus der Grenzenlosigkeit wurden Mauern. Entweder ist man Links, oder Rechts, Feminist oder Frauenfeind. Aus Bunt wurde Schwarz oder Weiß.
                      Es reicht nicht mehr auf dieses Dilemma nur mit Ironie und Sarkasmus zu reagieren. Damit werden wir dem Ausmaß des Problems nicht mehr gerecht und die letzten 20 Jahre einer zynischen Postmoderne haben bewiesen, dass es nicht funktional ist, nur auf das Problem hinzuweisen, ohne eine Lösung anzubieten. Wir müssen uns aufmachen zu lernen, dass es immer nur eine Momentaufnahme geben kann, die nach einer Vollständigkeit strebt. Sieht man sich das expended Marvel Universe an, so wird deutlich worin das Problem der Postmoderne liegt. Alle wollen mehr von gar nichts.
                      Toni Erdmann weist auf dieses Problem hin und bringt eine Komponente der Menschlichkeit und Werte in eine völlig absurde Nicht-Welt. Zwischen romantisierender Nostalgie und futuristischem Sklavereikapitalismus bewegt sich diese Kunstfigur, die Kunst ist um Figur zu sein.
                      Toni Erdmann ist ein Film, den viele nicht richtig einordnen können. Er ist ein metamodernistischer Film! Er bewegt sich fließend zwischen Ernsthaftigkeit und Sarkasmus. Die Kunstfigur Toni Erdmann, die der Vater erschafft ist unangenehm zu ertragen und verkörpert Werte, die sich kaum in Worte fassen lassen. Seine Aufopferung hin zur Menschlichkeit ist Beispiellos ohne jemals plakativ zu sein. Niemals zwingt oder fordert er. Er ist einfach nur da. Toni Erdmann ist etwas was wir nicht mehr kennen. Er ist eine Verschwendung. Eine Verschwendung von Zeit. Er ist weder symbolisch noch an etwas gebunden. Er ist frei. Und so schafft er es nur durch seine Anwesenheit und seiner Verschwendung von Aufmerksamkeit. Mit einer Prise Humor und Zynismus schafft er es, dass seine Tochter sich gänzlich öffnet und alle Hüllen fallen lässt.

                      Wenn Metamodernismus die Übertragung von Werten in einer entwerteten Welt, durch die Kunstform des Humors ist, dann könnte man Trump wohl als seine unbewusste Gegenbewegung bezeichnen. Das Universum scheint sich in einer zerstörerischen Balance zu befinden. Begeben wir uns auf die Suche nach der Fähigkeit dies mit Humor zu nehmen. So wie Toni Erdmann. Zumindest für diesen kurzen Moment.

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                      • 9 .5
                        AlbertHugendubel 01.01.2017, 16:34 Geändert 01.01.2017, 16:35

                        Manchmal frage ich mich was schöner ist: Der Umstand das es diesen Film gibt, oder der Umstand das ein solcher Film einen solchen Erfolg haben konnte?
                        Der erste Umstand macht glücklich, der zweite: Hoffnung. Von beidem gab's 2016 nicht soooo viel. Daher: Danke!

                        • 4

                          Also die Deutschen müssten langsam mal aus dem "so trocken und steif wie möglich = lustig" Trip rausgewachsen sein. Einer Lidl Kassiererin einen Tag lang bei der Arbeit zuzuschauen wäre wahrscheinlich witziger und interessanter gewesen. Außerdem kaufe ich es den Charakteren nicht ab, dass sie wirklich zueinander gehören. Man müsste schon ein Abkömmling von einem SS-Offizier sein, um einen dermaßen hölzernen und humorlosen Charakter zu entwickeln, wie die Protagonistin es mit ihrem linksgrünen Loriot-Vater haben möchte. Da frag ich mich echt, was mit solchen Leuten schiefgelaufen ist. Aber auch die psychologische Perspektive wurde nicht durchleuchtet. Wie steif, konservativ, spießig und langweilig muss man sein, um DAS als bahnbrechendes deutsches Kino zu betrachten?

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                          • 7 .5

                            Glänzend gespielte Tragikkomödie mit teilweise grandiosen Einfällen. Aber etwas zu lang, auch wenn man sich nicht langweilt.

                            Der beste Spruch von Toni bzw. Winfried kommt direkt am Anfang, wenn der Bote sein Paket abliefert.

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                            • 7 .5

                              Hmm, nach Schauen des Films und all der Vorschusslorbeeren bin ich nun hin- und hergerissen.
                              Fange ich mal mit den positiven Aspekten an:
                              - tolle Charakterzeichnungen
                              - herrlich unangenehme Situationen mit Hang zum Skurillen
                              - hervorragendes Schauspiel
                              - zur Abwechslung mal authentische Dialoge und realistisches Acting in einem deutschen Film
                              - gutes Casting
                              - weitgehend kommt der Film ohne Klischees aus, selbst die stereotyp dargestellten Business-Menschen besitzen in TE auch noch andere Charakterzüge abseits dieser Position

                              Allgemein hat mich TE schon emotional auf seine Reise mitgenommen, auch wenn diese am Ende klar zu lang ausfällt. Die enorme Laufzeit sorgt zwar für viel Tiefe, aber auch für so viel Längen, dass sich viele Zuschauer gelangweilt abwenden könnten. Wenn schon nicht viel passiert und viel aus Dialogen und bizarren Situationen gewonnen wird, sollte man beim Schnitt genau aufpassen, was für die Handlung wirklich noch vonnöten ist. Vieles hat man am Ende des Films vielleicht schon vergessen, weil der Film halt auf vielen Kleinigkeiten herum tritt. Dadurch profitieren am Ende die Kritiken und der Tiefgang der Charaktere, doch der geneigte Zuschauer wird vielleicht doch das ein oder andere mal ungeduldig.
                              Also ist TE möglicherweise gar nicht so viel anders als andere Familien-Dramödien, dafür aber gründlich. Die Vater-Tochter-Beziehung ist interessant zu beobachten, die Nebenfiguren passen ins Gesamtbild (erschreckend auch die devote, süße Assistentin von Ines, die sich einfach für gar nichts zu schade ist, um in der Leistungsgesellschaft höhere Anerkennung zu finden) und werden allesamt so dargestellt vom Ensemble, dass man Spaß am Schauspiel hat.
                              Toni Erdmann wird wohl nicht zu den Filmen gehören, die ich mir noch oft in meinem Leben anschauen muss, dennoch stellt er eine sehenswerte deutsche Produktion dar, die sich thematisch und schauspielerisch vom deutschen Kino abhebt und zeigt, wie von vielen erwähnt, dass deutsches Kino mehr kann, als History- und RomCom-Gedöns. Wo ich dazu auch sagen muss, dass TE das ja nicht erfunden hat. Es gab in der Vergangenheit genug andere Filme, die sich thematisch vom deutschen Mainstream abheben. Geht man allein Moritz Bleibtreus Filmographie durch, stößt man auf einige Perlen deutschen Genre-Kinos.

                              • 5

                                Kann beim besten Willen die guten Kritiken nicht nachvollziehen ... Der Film ist vielleicht nicht auf die Deutsche Komödien Art unlustig, aber er ist auf die Toni Erdmann Art unlustig und zwar wie! Fühlt sich eher wie eine Dokumentation an über den langweiligen Alltag von Menschen, die ja ach so verrückt sind

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                                  WortPirat 29.12.2016, 23:27 Geändert 29.12.2016, 23:34

                                  Langatmig und zum tragikkomischen fehlt schlicht die Komik.
                                  Was es gelegentlich gibt ist realistisches Fremdschämen. Den Hauptdarstellerm darf man hier aber eine vernüftige Leistung bescheinigen.

                                  Ich konnte hier weder eine lehrreiche noch eine unterhaltsame Parabel auf Entfremdung noch auf Leistungsgesellschaft finden. Für mich fehlt hier einfach die erzählenswert Geschichte. Durch die Überlänge kann sich der Film sehr viel Zeit für Länge nehmen. Tut er leider auch.

                                  Die Filmbeschreibung tut so als wäre ihr Vater eine schillernde Humorfigur. Ist er leider nicht. Komödisches Talent geht dem Mann völlig ab. Allenfalls ein bemühter Amateur. Klarer Fall einer PR die den Film schönzeichnet.

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                                    daniel-schauerte 29.12.2016, 14:34 Geändert 29.12.2016, 14:36

                                    Sehenswert? Auf jeden Fall! Aber ich glaube schon, dass dieser Film etwas zu viel gehyped wird. Die Geschichte, in der Toni Erdmann versucht, seiner Tochter etwas Glück ins Leben zu bringen ist wunderschön und witzig zu gleich. Aber reichen eine verwirrte Nacktszene und ein skurriles Chewy Kostüm aus, um ihn so hoch zu bewerten?

                                    Vielleicht ist es einer der besseren deutschen Filme, dann aber leider durch den Mangel an Konkurrenz.

                                    Dennoch war es eine schöne Abwechselung von den immer gleichen Romantik Komödien mit Schweiger, Schweighöfer und co. und den Filmen, die sich auf die deutsche Geschichte beziehen. Was anderes kriegt der deutsche Film nur selten hin, von daher verstehe ich, warum der Film so gut ankommt.

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                                      sachsenkrieger 27.12.2016, 22:25 Geändert 28.12.2016, 06:14


                                      Wasisses ´n? Is´n Arschloch!

                                      Nee, isses natürlich nicht. Keiner wird als Arschloch geboren. Manche werden dazu erzogen, manche erlernen diese in unserer Gesellschaft gar nicht mal so unnütz erscheinende Eigenschaft, auch erst später. Manchen erscheint es vielleicht bis zu ihrem Lebensende, ob nun nach einem glücklichen Leben, oder halt auch nicht, irgendwie absurd, eine derart schöne Welt, zeitweise oder nahezu vollständig als Arschloch zu bereisen. So zum Beispiel Winfried, wenn er versucht, sich seiner ihm entfremdeten Tochter, als Toni wieder zu nähern. An einer Stelle im Film sagt er: "Aber das merkt man immer erst später". Vieles merkt man erst später, manchmal erscheint es zu spät, aber darüber kann man diskutieren ... oder halt auch nicht. An welcher Stelle meines Lebens sagte ich etwas (nicht), tat etwas (nicht), dachte etwas (nicht), das ich besser nicht gesagt, nicht getan, nicht gedacht hätte ... oder eben doch.

                                      Das Leben ist definitiv komplex und einige Facetten desselbigen, hat Maren Ade auf so wunderbare Art und Weise eingefangen, das man mehrfach nicht darum herumkommt, sich Tränen des Leids und Tränen des Glücks, aus dem Gesicht zu wischen. Sandra Hüller und Peter Simonischek spielen das herzzerreißend gut, und die Fremdschämröte, treibt einem je nach eigener Weltanschauung, vielleicht der eine, vielleicht die andere ins Gesicht. Am Ende fragt man sich, warum man sich eigentlich dafür schämen sollte, ein Mensch zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen, statt den ausgetretenen, den vorgegebenen, den stumpfsinnigen, den geradlinigen, den anscheinend immer mehr von uns zu gehen scheinen. Langer Rede kurzer Sinn: Was man auch aus diesem Film für sich selbst mitnehmen kann oder will, dem für mich stärksten, deutsch(-österreichisch)en Film seit VICTORIA, inwieweit man vielleicht sich selbst sieht, wiedererkennt, einen Teil seiner eigenen Geschichte erkennt ... TONI ERDMANN ist ein sehr tiefsinniger, feinfühliger und anrührender Film, der etwas vermittelt, das wir, zumindest solange wir noch keinen genaueren Lebensanweisungen von bisher unbekannten, höheren Instanzen erhalten haben, niemals vergessen sollten: Nimm dich, das was du tust, was du glaubst, was du zu wissen glaubst, alle anderen und das Leben, niemals wirklich allzu ernst...

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                                      • 6 .5

                                        Eine überzeugender Versuch einer Annäherung von Vater und Tochter, die in miteinander inkompatiblen Welten leben. Von der Machart sehr ähnlich wie "Hanami - Kirchblüten" bzw. generell Doris-Dörrie-Werke. Getragen wird der Film hauptsächlich von einem greifbar-markanten Peter Simonischek - solche Performances wünscht man sich öfters. Hat allerdings an der ein- oder anderen Stelle dann doch mit Längen zu kämpfen.
                                        Für Freunde von Charakterentwicklungen, die sich etwas Zeit nehmen.

                                        • 7

                                          Ich hatte ja überhaupt keine Lust auf den Film - war ein Fehler.
                                          Geht unter die Haut. Was zum Großteil an einem genialen Hauptdarsteller liegt.
                                          Wirklich sehenswert!

                                          • 8

                                            Wunderbar skurril. Welch ein ungewöhnlicher Kampf eines Vaters um seine Tochter, ja auch um das Glück seiner Tochter.

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                                            • 8

                                              Was tun, wenn das Herz langsam den Geist aufgibt und die Tochter am Powerkapitalismus zu zerbrechen droht? Eine von vielen Fragen, die Maren Ade („Alle Anderen“) sich im Festival-Liebling „Toni Erdmann“ stellt.

                                              Winfried Conradi (Peter Simonischeck) ist Musiklehrer und 65 Jahre alt. Als sein Hund nach vielen Jahren das Zeitliche segnet und er auch dem Familienleben zu entgleiten droht, entscheidet er sich zu einer spontanen Reise nach Bukarest, um seine Tochter zu besuchen. Die aufstrebende Unternehmensberaterin hat aber gerade eindeutig Besseres zu tun.
                                              Es ist schwer in Worte zu fassen, worum es in „Toni Erdmann“ eigentlich geht. Es geht um Humor, um das Alter um den letzten Rest Wärme in einer kalten Welt. Alles große Themen, die Maren Ade mit Leichtigkeit auf Situationen überträgt, die mal skurril und mal unfassbar traurig sein können. Ja, irgendwo ist „Toni Erdmann“ eine Tragikkomödie aber selten konnte ich einen Film so schwer einem Genre zuordnen.
                                              Allen voran sollte man das Protagonisten-Duo Peter Simonischeck und Sandra Hüller loben, die hier wirklich alles geben. Mit ihren Ecken und Kanten fühlen die Beiden sich einfach echt an und machen den Konflikt, innerlich wie auch äußerlich, spürbar.

                                              Humor ist ein schmaler Grat. Mit falschem Gebiss im Gepäck kreiert Winfried sehr bald die Persona des Toni Erdmann, der ein Talent darin zu haben scheint, die beruflich Kredibilität seiner Tochter zu torpedieren. Winfrieds tollpatschige Art, sein schweres Atmen und seine schlecht sitzenden Kleider machen ihn ursympathisch aber situationsbedingt lässt Maren Ade ihn dennoch ambivalent erscheinen. Winfried ist das Chaos in der Ordnung und der Gegenpol zur kalten, mutmaßlich perfekten Welt seiner Tochter Ines und am Ende doch nur ein alter Vater, der einfach etwas Nähe gebrauchen könnte.

                                              „Toni Erdmann“ schafft es die Absurdität der Business-Welt infrage zu stellen, ohne jemals verurteilend zu werden, er nimmt Manierismen des deutschen Films auf und wendet sie ins Positive. Mit seiner enormen Laufzeit macht er Ines Leere spürbar und wird zu einer anstrengenden aber ungemein lohnenden Erfahrung.
                                              Formal ist „Toni Erdmann“ perfekt. Ade erreicht alles, was sie augenscheinlich erreichen möchte. „Toni Erdmann“ ist eine herzzerreißend sanftmütige Kapitalismus-Kritik, die leichtfüßig jeden Zeigefinger umschifft und in seinen besten Momenten direkt ins Herz trifft. Hüller und Simonischeck sind eine echte Offenbarung und verleihen dem Film Charakter und Seele. Selten gab es einen Film, der der deutschen Natur so sehr auf den Zahn gefühlt hat, ohne tendenziös zu werden. Man kann unglaublich viel aus „Toni Erdmann“ herausholen, wenn man ihm eine Chance gibt. Ein Film, der im Kopf immer weiter wächst und das zu Recht.

                                              „Wer lacht, der lebt noch.“

                                              8
                                              • 7 .5
                                                Adrian.Cinemacritics 24.12.2016, 11:57 Geändert 24.12.2016, 12:04

                                                Es schien eine Zeit lang so als würde das deutsche Kino in den Händen von schnarchigen, schleppenden Schweigerkomödien und den ach so coolen "Alter, assi sein ist voll geil"-Teeniefilmen (Hihi, "Fack Ju Göthe", versteht ihr? Weil der Titel falsch geschrieben ist, hihi!") liegen.
                                                Doch hin und wieder schafft man es doch noch Gold in der öden, weiten deutschen Filmwüste zu finden.
                                                TONI ERDMANN mag vielleicht von einer altbekannten Geschichte handeln, nämlich der Zusammenführung von zwei Gegensätzen.
                                                Der Wiederaufbau einer ehemaligen glücklichen Beziehung.
                                                Doch die Art, wie TONI ERDMANN diesen Familienkonflikt löst ist nicht nur ungewöhnlich, es ist auch innovativ.
                                                Auch wenn der Film durchaus lustig ist, ist er überhaupt nicht das, was man sich unter einer gewöhnlichen Komödie vorstellt.
                                                Wenn Winfried Conradi sich mithilfe einer Perücke und falschem Gebiss in den deutschen Botschafter Toni Erdmann verwandelt, mag es zwar zu einigen peinlichen und komischen Szenen kommen, doch wird er als der peinliche Papa nicht abwertend dargestellt.
                                                Seine Handlungen, wie absurd sie auch sein mögen, dienen nur dem Zweck, seine Tochter zurückzugewinnen, eine Frau, die ihr Leben nur noch nach ihrer Arbeit richtet und so wenig Freude in ihr Leben einlässt, dass die Frage ihres Vaters, ob sie noch ein Mensch sei, durchaus berechtigt ist.
                                                Was dient das Leben, wenn man seine Freude am Leben so einschränkt?
                                                Auch diese Frage wurde schon in vielen Filmen beantwortet, doch wurde mit viel Tragik erzählt.
                                                TONI ERDMANN löst dieses Problem mit Humor, ohne die versteckte Tragik aus den Augen zu verlieren oder den Film ins Lächerliche zu ziehen, auch wenn das auf dem ersten Blick so sein mag.
                                                Die Geschichte fokussiert aber nicht nur auf den im Titel erwähnten Charakter, die Person, die sich im Film am interessantesten entwickelt, ist seine Tochter Ines.
                                                An ihr haftet der Kapitalismus wie eine Zwangsjacke aus der ihr Vater sie befreien will, indem er an ihr Herz auf ungewöhnliche aber effektive Art und Weise appelliert, ohne dass der Film ins Kitschige abdriftet.
                                                Im letzten Akt, der (besonders für einen FSK12 Film) jede Grenze zu überschreiten droht, bekommt man die Wiedergeburt eines Menschen zu sehen, wie man sie nur selten auf der großen Leinwand gesehen hat.
                                                Es scheint so, als hätte man gesehen, wie ein programmierter Roboter Gefühle entwickelt und den Wert des Lebens kennen lernt.
                                                TONI ERDMANN vermittelt seine Botschaften mit klever eingesetztem Humor.
                                                Viele mögen glauben, dass Humor die seriösen Botschaften ruinieren würde, aber das ist zu keiner Sekunde der Fall.
                                                Maren Ade beweist in ihrem 162 Minuten langem Drama, dass Humor einem Film nicht nur zu lustigen Szenen verhelfen kann, sondern man mithilfe der Witze den Charakteren eine emotionale Tiefe geben kann.
                                                Mithilfe der albernen und urkomischen Momente kann man in sie hinein blicken und erkennen, was für Menschen sie sind.
                                                Toni Erdmann ist im Film keine Witzfigur, er ist der kleine Stein, der einen Berg runterrollt und einen Steinschlag auslöst, wie eine Welle der Ereignisse, die mit etwas Kleinem ausgelöst wird.
                                                Maren Ade schenkt dem deutschen Kino die Komödie, wie sie so viele vor dem Film sein sollten:
                                                Eine Komödie, die uns nicht mehr loslässt.
                                                Uns glücklich und traurig zugleich macht.
                                                Ein modernes Meisterwerk!

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                                                • 9
                                                  FrankSlade 22.12.2016, 14:54 Geändert 22.12.2016, 17:29

                                                  Hatte aufgrund des echt miesen Trailers große Vorbehalte und die Befürchtung,dass es sich bei diesem Film mal wieder lediglich um einen Kritikerliebling handelt,nach dessen Sichtung man eher enttäuscht ist (wie damals etwa bei "Oh Boy"). Habe mich aber aufgrund der vielen guten Kritiken dennoch auf den Film eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Ein wunderbarer Film!

                                                  • 3 .5

                                                    Einzigartig....langweilig!
                                                    genialer Simonischek, der Film allerdings ist teilweise sehr langatmig aufbereitet aber eine Sicht auf schwierige Vater-Tochter Beziehungen mit sehr eigenartiger Komik

                                                    6