Tschick - Kritik

Tschick

DE · 2016 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • [...] Alles in allem ist Tschick daher nur ein oberflächliches Vergnügen, ein kurzer Rausch im Moment des Abenteuers, der am Ende beim Zuschauer wie bei den Figuren wieder etwas der Ernüchterung weicht. Eine längere Spielzeit statt der knappen anderthalb Stunden hätte sicherlich auch dazu beigetragen, ein wenig mehr Charaktertiefe zu erzeugen.

    • 8

      So sympathischer wie kurzweiliger Jugendfilm mit tollen Darstellern, der genau das bietet, was man sich von einem gelungenen Coming-of-Age-Feel-Good-Roadmovie (jetzt gehen mir die Bindestriche aus) erhofft.

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      • 7 .5
        Programmkino.de 22.09.2016, 12:10 Geändert 22.09.2016, 12:10

        [...] gerade durch den Verzicht auf allzu bedeutungsschwere Dialoge und betonte Momente der Selbsterkenntnis wirkt Fatih Akins Film so lebendig und mitreißend. [Michael Meyns]

        • 8

          [...] Als wir den Trailer gesehen haben, hielten wir zuerst nicht viel von „Tschick“. Das mag daran liegen, dass der Trailer wesentlich cooler und aufgesetzter tut, als der Film letztendlich ist. „Tschick“ greift die Probleme der Pubertät nachvollziehbar auf und sorgt so dafür, dass sich der Zuschauer größtenteils mit den Gefühlslagen der Hauptfiguren identifizieren kann. Dazu trägt auch bei, dass auf die Hauptcharaktere Maik und Tschick ausreichend eingegangen wird und man sie so „verstehen“ kann.

          Der Film hat viele draufgängerische Elemente und fokussiert sich sehr auf die Feel-Good-Momente des Roadtrips. Das ist zwar in einer Hinsicht etwas oberflächlich, allerdings wird das Abenteuer nicht langweilig oder künstlich spannend gemacht (diese Problem hatten wir ja gerade erst bei Nerve) und ist zudem angereichert mit Parallelen zu einschlägiger Literatur und kulturellen Elementen. Man muss „Tschick“ außerdem zu gute halten, dass man ihm in seiner Machart nur selten anmerkt, dass es ein deutscher Film ist (man hat sogar nur einmal Erbrochenes gesehen). Wir haben viel gelacht und uns gut unterhalten – lediglich das Ende war uns etwas zu schnell und zu offen. [...]

          Das Fazit, die ganze Kritik und die Parallelen, die wir zu "Fack ju Göhte" gesehen haben, lest ihr im Original.

          • 6 .5

            [...] die Frage ist letztendlich doch, ob diese Verfilmung den Roman Tschick nicht allzu eindeutig auf seine Feel-good-Momente hin gelesen hat. [Dirk Knipphals]

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            • 7 .5

              Der deutschtürkische Regisseur Fatih Akin hat Wolfgang Herrndorfs Kultroman um zwei jugendliche Ausreisser verfilmt – derb, cool, laut und musikalisch und an der entscheidenden Stelle still und zart. [Christina Tilmann]

              • 7 .5

                Fatih Akin hat den grandiosen Bildungsroman Tschick von Wolfgang Herrndorf verfilmt – und knüpft dabei an seinen Erfolg Gegen die Wand an. [Bettina Steiner]

                • 6 .5
                  DieZEIT 16.09.2016, 10:46 Geändert 16.09.2016, 17:05

                  Fatih Akin hat das gut gemacht und das ist vermutlich das Beste, was man über die Verfilmung eines Lieblingsbuches sagen kann. [Wenke Husmann]

                  • 6 .5

                    Zwar hätte man sich zuweilen etwas mehr Tiefgang gewünscht, die beiden äusserst sympathischen Jungdarsteller sind es jedoch auf jeden Fall wert, mit ihnen auf filmische Strolchenfahrt zu gehen. [Petra Schrackmann]

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                    • 7 .5

                      Von kitschigem Coming-of-Age samt politischen Korrektheiten und verklärender Reise-Romantik zeigt sich Akins Werk meilenweit entfernt. [Maximilian Haase]

                      • 7 .5

                        Tschick punktet mit einem hervorragenden Darsteller-Ensemble und ist einer der besten Jugendfilme seit Langem. [Dirk Henninger]

                        • 7 .5

                          Tschick [ist ein] Film für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen, aber so leicht und unterhaltsam das Ganze auch daherkommen mag - zu leicht nehmen sollte man es auf keinen Fall. [Oliver Kaever]

                          • 6

                            "Der besonders blöde Vorwurf der fehlenden Werktreue lässt sich schnell einkassieren. Wer am Roman vor allem das episodische Ausufern mochte, und wie das Brandenburger Hinterland mit seinen seltsamen Eingeborenen in ein mild surreales Licht getaucht wird, ist vielleicht enttäuscht darüber, wie frühzeitig der Film diesen Trip abbricht, müsste jedoch zugeben, dass die Auslassungen dramaturgisch sinnvoll sind." [Maurice Lahde]

                            • 9

                              Mit seiner Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Romanbestseller »Tschick« zapft Fatih Akin den inneren Jugendlichen an und erzählt auf wunderbar altmodische und wahrhaftige Weise von der großen Freiheit eines Abenteuersommers im geklauten Lada durch ostdeutsche Szenerien. [Anke Sterneborg]

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