Under the Silver Lake - Kritik

Under the Silver Lake

US · 2018 · Laufzeit 139 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 4

    Permanent wird der Wasserstand der popkulturellen Anspielungen höhergestellt, bis man darin allmählich ertrinkt.

    • 4

      Ein Zeichen verweist auf andere Zeichen, die auf andere Zeichen verweisen: David Robert Mitchells Kinothriller Under the Silver Lake ist fader Postmodernismus-Kitsch.

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      • 6 .5

        Andrew Garfield hat sichtlich Spaß am absurden Spiel und driftet chandlerhaft und stets im selben T-Shirt durch die künstliche Szenerie Hollywoods.

        • 8

          Dank einem wunderbar versifften Andrew Garfield, einem Soundtrack, der auch die Längen souverän übertönt und einer stimmigen Inszenierung ist dieser bekiffte Film noir im Inherent Vice-Stil auf jeden Fall sehenswert. Am besten mehrmals.

          • 7 .5

            Macht nicht viel Sinn, ist aber ungemein unterhaltsam: die hypnotische Neo-Noir-Kuriosität Under The Silver Lake.

            • 6 .5

              Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob sich David Robert Mitchell an der Last der vielen Absichten und Anspielungen übernimmt oder in all seinem Wildwuchs und Synkretismus dennoch überzeugt.

              • 7

                David Robert Mitchell beweist [...] erneut, dass er einer der interessantesten und kreativsten Nachwuchs-Regisseure Hollywoods ist.

                • 8

                  Ein bekiffter Slacker aus L.A. wird zum Hobbydetektiv und gerät in einen Strudel aus Paranoia und Verschwörungstheorien. ­David Robert Mitchells zitatreicher Neo-Noir ergibt wenig Sinn – soll er auch nicht, denn er ist eine clevere Mischung aus Genrereflexion, surrealem Paranoia-Thriller und augenzwinkernder Parodie. [Kai Mihm]

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                  • 9

                    "(...) Mitchell inszeniert seinen dritten Spielfilm als eine Art wildes cineastisches Potpourri (...) ohnehin spielen wiederkehrende Elemente und Personen in Under the Silver Lake eine große Rolle (...) Die Geschichte gibt sich dabei bewusst schrullig, wirft viele Fragen auf, ohne sich unbedingt um Antworten darauf zu scheren (...) Auch wenn David Cameron Mitchell sich zum Schluss immerhin nicht die Mühe macht, auf alles zuvor Gezeigte einen Reim machen zu wollen. Schließlich war es insbesondere auch seine Uneindeutigkeit, die ihm zwei Stunden lang zuvor seine sympathische Sogwirkung verliehen hat, indem sich Andrew Garfield stets nur an der Peripherie der scheinbaren Verschwörung bewegt."

                    1
                    • 7

                      Antworten gibt der Film nicht unbedingt. Doch wer bereit ist, sich zusammen mit Sam durch dieses elegant ebenso wie wild verschlungene Werk treiben zu lassen, wird garantiert belohnt.

                      • 8
                        Flux_Chris: Fluxkompensator 30.10.2018, 11:36 Geändert 30.10.2018, 12:27

                        [...] Diese Führung durch einen der berühmtesten Stadteile L. A.‘s sollte man im Kino auf keinen Fall verpassen. Auch ohne 50er Jahre-Filmbildung hat man mit dieser surrealen Welt der Stars, Schauspieler und Künstler seinen Spaß und die Erkenntnis, was die Musik der eigenen rebellischen Jugend wirklich ist, gibt es noch oben drauf. Nicht verpassen! [...]

                        • 7

                          Oh, das muss ein neuer Hinweis sein! Wenn in „Under the Silver Lake“ ein unterbeschäftigter Nichtstuer seiner verschwundenen Nachbarin nachspürt, dann wird das zu einer abstrusen Schnitzeljagd quer durch Los Angeles und die Geschichte der Unterhaltungsindustrie. Am meisten Spaß macht die Sinnsuche, wenn man die vielen Wegweiser unterwegs zuweisen kann, nostalgisch veranlagt ist und diese Reise nicht des Zieles wegen antritt. Denn das spielt wie so vieles hier keine echte Rolle.

                          • 8 .5

                            Irgendwo tief unter dem Silver Lake liegt etwas verborgen, ein düsteres Geheimnis, eine verbotene Wahrheit. David Robert Mitchell lässt daran in seinem dritten Kinofilm keine Zweifel aufkommen. Under the Silver Lake entführt in ein sonniges Los Angeles, in dem die Schatten größer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Schwerelos geleitet die Kamera mit dem von Andrew Garfield verkörperten Slacker Sam durch die Straßen, als würde er sich im Labyrinth einer warmen Sommernacht verlieren. Seit Toni Servillo in La Grande Bellezza ist niemand mehr dermaßen lässig durch eine Stadt voller verborgener Winkel geschlendert und hat sich von den endlosen Möglichkeiten verführen lassen. So hingebungsvoll der Film seinen Schauplatz umarmt, kann er nicht ignorieren, dass unter der Oberfläche etwas Bedrohliches brodelt, das nur darauf wartet, auszubrechen und das melancholische Idyll zu vernichten. Immer wieder schwillt die Musik an, kündet von unendlicher Sehnsucht und geleitet Sam um die nächste Kreuzung. Dort trifft er auf Sarah (Riley Keough), eine zufällige Begenung, auf die er sein gesamtes Leben lang gewartet hat. Ehe sich Sam jedoch versieht, ist sie verschwunden. [...]

                            8
                            • 7

                              "David Robert Mitchell gräbt sich durch die Kulturgeschichtsschichten über L.A. und dreht den Film, der nach La La Land quasi notwendig wurde." [Lukas Stern]

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                              • 5

                                Trotz des tollen Hauptdarstellers Andrew Garfield löst sich die Spannung von Under the Silver Lake eher auf, als dass sie steigt. Dieser knorrige Neo-Noir steckt in einem Lynch-Sumpf geleitet von äußerster Seltsamkeit. [David Rooney]

                                • 5 .5

                                  [...] ein paar originelle Ideen finden sich Under the Silver Lake durchaus. Leider schafft es der Film ob seiner Konzeptseligkeit nur selten, wirklich mitzureißen, plätschert über weite Strecken eher apathisch dahin. [Andrey Arnold]