Vaiana - Kritik

Moana / AT: Vaiana - Das Paradies hat einen Haken

US · 2016 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 0 · Musikfilm, Animationsfilm, Abenteuerfilm, Komödie, Fantasyfilm · Kinostart
Du
  • 5
    george.taylor 29.04.2018, 00:10 Geändert 29.04.2018, 00:10

    Wunderschöne Bilder, abgekupferte Ideen und eine Geschichte nach Schema F

    Ich glaube meine Erwartungen gingen, wohl aufgrund des Hawaii-Settings, in Richtung eines "Lelo and Stitch" in neuem 3D-Gewand. Frech und abgedreht in berauschendem Setting. Nach einer halben Stunde stellt sich aber schon Ernüchterung ein. Es war eine Coming of Age-Geschichte eines hawaiiarischen Mädchens. Der Aufbau des Films, wirkte als hätten sich die Macher zusammengesetzt und versucht, die Essenz aus „The Brave“, „Tangled“ und „Frozen“ mit ihrem female lead einzudampfen und in neuem Gewand auf die Fanscharen von pubertierenden Mädchen loszulassen. Denn so fühlte er sich an: ein Film für Kinder, im Speziellen für Mädchen. 
    Relativ plump wurden dann noch Sidekicks wie der trottelige Hahn und das putzige Schweinchen eingestreut, die sich aber auch zum Ende hin noch wie ein Fremdkörper anfühlten. 
    Garniert wurde dies fortwährend mit Gesangseinlagen, die sich komisch – mitunter störend – anfühlten und die Story eher ausbremsten als sie zu bereichern. Hier sollte wohl der Geist von Arielle, König der Löwen und Aladdin beschworen werden, nur hatten die Lieder zu keiner Zeit diese Qualität. Keine der Melodien ist bei mir hängen geblieben. Das war damals definitiv anders. 

    Abseits der Tatsache, dass mich der Film nicht so richtig mitreißen konnte, gab es aber Dinge, die ich von einem Disneyfilm und generell einem Film dieser Größenordnung eher nicht erwartet hatte: 
    Bei den Formwandlerfähigkeiten der von Dwayne Johnson synchronisierten Figur hatten sich Musker und Clements quasi bei sich selbst bedient; diese waren im Prinzip Aladdis Dschinni Reloaded. Weite Teile des Films beschworen den Geist von Waterworld, eine Passage im Film war deutlich von Mad Max Fury Road inspiriert (was die Macher im Anschluss auch einräumten, Stichwort: Hommage) und der Showdown (der wohl jedem unter 10-jährigen den Angstschweiss in den Nacken treiben wird) war einem der beiden "Kampf der Titanen"-Kinofilme mit Sam Worthington entnommen. 
    Aber eine zentrale Idee aus einem anderen Filmklassiker wiederzuverwenden, ihr eine tragende Rolle im eigenen Film zu geben und ihr nichts Neues hinzuzufügen, machte mich etwas sprachlos: 
    Gemeint ist der Pseudopod aus James Camerons 89er Unterwasser-Thriller "The Abyss“; die Wassersäule, die mit den Menschen eines Unterwasserhabitats kommuniziert. Design und Charakteristik wurden hier dermassen Eins-zu-Eins kopiert, dass ich mich fragte wie das in einer „Kreativschmiede“ mit Hunderten von Filmnerds durchgehen konnte. 
    Leider schaffte ich es nicht den Machern im Anschluss hierzu eine Frage zu stellen, wahrscheinlich war dies aber auch eine Hommage. 

    Schlussendlich war es ein schöner Abend mit den Filmemachern und einem Kinderfilm voller berauschender, größtenteils fotorealistischer Bilder, der inhaltlich nur altbewährte Erzählmuster aufwärmte und sich etwas zu sehr bei anderen Vorbildern bediente.

    • 9

      Damals im Kino gesehen und fand den Film ok, doch irgendwie lies mich der Film nicht los. Damit noch einmal dem ganzen eine Chance gegeben und diesmal war ich auch emotional gleich drin. Die unglaublich guten Songs (allerdings nur auf englisch gut hörbar), der tolle Humor, die sehr emanziporischen Geschichte und die vielen tollen Figuren. Doch besonders loben will ich die Animationen selbst, die wohl auch heute noch zu den besten gehören und einfach beeindruckend sind. Seit Küss den Frosch haut Disney wirklich gute Produktionen wieder heraus und Vaiana erinnerte mich sehr stark an die guten Filme der 90er.

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      • 6
        Earu 22.04.2018, 19:34 Geändert 22.04.2018, 19:36

        Solide, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen - weder die Story, noch die Songs (die Singerei hat mich zuweilen sogar mächtig genervt) oder der späte Plot Twist. Ja, Variationen der Heldenreise gibt es wie Sand am Meer, aber gerade dann sollte man doch ein bisschen mehr Originalität zeigen.
        Und so passabel sich Andreas Bourani auch als deutsche Stimme von Maui schlagen mag und kein solcher Totalausfall wie Cassandra Steen in "Küss den Frosch" war - können wir bitte wieder dazu übergehen, dass richtige Synchronsprecher oder zumindest professionelle Schauspieler die Synchro-Jobs bei großen Animationsfilmen übernehmen? Ist nicht so, als müsste man sich zwingend den Sänger für die Songs sparen: Freund Google spuckte aus, dass die Sprecherin der Hauptrolle durch die Kika-Sendung "Dein Song" bekannt wurde - und trotzdem hat man wen Professionelles zusätzlich angeheuert.

        • 4
          BeyondCreation 21.04.2018, 04:00 Geändert 21.04.2018, 04:03

          Wie bei Videospielen ist nicht nur die Grafik und Animation bei Filmen wichtig.
          Der Content hier ist durchaus verbesserungswürdig. Als Metalfan ist der Soundtrack natürlich nur ein Burger von einem Fast Food Restaurant, wenn es um dessen Qualität geht.

          Zur Story. - Sie ist eine langweilige Adaption von vielen Filmen der bekannten Firma und sie ist austauschbar. Das Finale war lächerlich und unglaubwürdig. Die Figuren selbst waren nur Klischees. Es erinnert mich eher wie ein Spiel von Ea. - Es fehlt an Content. Vielleicht gibt es Dlc's oder wie in dieser Branche eher bekannt unter 'Kurzfilme' über diesen Film. Die Animation des Wassers war jedoch gut aber wenn ein Film mit den Machern eines bekannten Films beworben wird, dann darf man auch keine hohe Qualität erwarten in allen Bereichen.

          • 9

            Die Musik, die Story, die Charaktere, die Optik - alles einfach großartig.
            Ich liebe diesen Film.

            • 6
              Filmfan30 19.03.2018, 01:25 Geändert 19.03.2018, 01:26

              Gezeichnet ist er sehr hübsch. Auch die Geschichte vom Mädchen, das ihr Volk retten will, ist nett. Leider wurde zu viel in die Fantasy- und Kitschkiste gegriffen und das Hühnchen als Sidekick fand ich mehr nervig als lustig. Früher konnte Disney Nebencharaktere besser darstellen zB Sebastian die Krabbe von Arielle.

              Da dies die erste dunkelhäutige Prinzessin seit Pocahontas und Jasmin ist, wäre es toll gewesen mehr auf ihre Kultur einzugehen, anstelle des klischeehaften Hokus Pokus.

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              • 7

                Toller Film, der für mich leider einen etwas zu hohen Fantasy-Anteil hat. Die Geschichte hätte man sicher realistischer und "greifbarer" gestalten können. Dennoch sind die Bilder und der Soundtrack natürlich fantastisch. Ein paar Lacher gibt´s auch, Disney kann´s halt...

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                • 7 .5

                  Ein spitzenmäßiger Animationsfilm mit einem fabelhaften Soundtrack. Sehr sehenswerte Animationen, fantastische Figuren und eine sehr schöne Geschichte.
                  Ein Fest für Augen und Ohren und die ganze Familie.

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                  • 8 .5

                    Einfach geiler Soundtrack.

                    • 4 .5

                      Sehr schöner Soundtrack, das muss an dieser Stelle nochmals hervor gehoben werden, aber ansonsten ziemlich belanglose und austauschbare Geschichte, die man auch schnell wieder vergisst. Ich fand besonders die Figuren Moana und Maui ziemlich enttäuschend, wenn nicht sogar mies.
                      Moana als emanzipiertes Mädchen-Vorbild mag nett gemeint sein, dennoch geht dieser Plan für mich immer nach hinten los, wenn der Charakter vor positiver Energie und Motivation nur so strotzt und eigentlich ansonsten keinerlei Ecken oder Kanten aufweist. Klar ist sie keine Wonder Woman, doch hätte sie ähnliche Kräfte, wäre sie das, denn charakterliche Schwächen gibt es praktisch keine.
                      Maui unterstützt die Ironie, da er als männlicher Protagonist gemein und unmotiviert sein darf und im Endeffekt nur durch das unerbittliche Bemühen unserer fehlerfreien Heldin zum besseren Menschen wird.
                      Das gesamte Beziehungs-Konstrukt konnte schon in anderen Disney-Filmen bewundert werden (Häsin und Fuchs aus Zoomania, Küss den Frosch), woraus sich meiner Meinung nach eine gewisse Fragwürdigkeit heraus kristallisiert, denn mir fällt kein Disney-Film ein, in der dieses Beziehungs-Konstrukt mal mit umgekehrten Geschlechtern vorkommt.

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                      • 9

                        Extrem toller Disney Film. Die Songs sind zwar nicht so einprägsam aber optisch ist der Film über alle Zweifel erhaben und die Story ist angenehem mystisch gehalten.

                        • 5
                          RoosterCogburn 28.01.2018, 21:18 Geändert 28.01.2018, 21:33

                          "Moana" haut in dieselbe Kerbe wie Disneys "Mulan" und Pixars "Brave" und erinnert oftmals an diese Filme. Wieder mal wird eine Prinzessin auf eine Reise zur Rettung ihrer Heimat und Familie gesandt. Die Figur der emanzipatorischen Rebellin hat sich nicht nur etabliert. Bei Disney greift man seit "Pocahontas" regelmäßig innerhalb der letzten zwanzig Jahre auf dieses Frauenbild zurück. Diesmal vor dem Hintergrund der polynesischen Kultur. In Begleitung von Halbgott Māui (Dwayne Johnson) muss die 16 jährige Moana wie einst Herakles Heldentaten bestehen.

                          Das Duo Clements/Musker konnte mich einst mit "Arielle" und "Aladdin" begeistern. Deshalb hatte ich mich auch auf diesen Film gefreut. Doch mit originellen Charakteren oder einer einfallsreichen Handlung kann "Moana" nicht aufwarten. Die vielen Nominierungen (BAFTA, Golden Globe, Oscar) kann ich nur der formalen Verpackung und der technischen Umsetzung zuschreiben. Der Plot ist mir etwas zu sehr nach Schema F geraten und erinnerte versatzstückweise an vergangene Hits der Disney Animation Studios. Die Post-Credit Scene gibt noch eine amüsante Referenz an "Arielle". Und der oscar-nominierte Filmsong hat mir auch gefallen.
                          Ansonsten habe ich einfach mehr erwartet. Für mich nur ein netter Fantasy Spaß ohne auffälligen Mehrwert.

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                          • 6

                            Gelungener Humor

                            • 8

                              Tricktechnisch überragend erzählt der Film eine sehr emotionale, mit viel Witz ausgestattet, Story , die die Kleinen wie die Grossen perfekt unterhält.
                              Es ist eine Freude dieses technische Meisterwerk zu entdecken.

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                              • 8 .5

                                Ich muss zugeben, seit Toy Story sauge ich fast alles animierte auf und bin auch mit den meisten Produktionen glücklich geworden. Optisch hat sich ja die letzten Jahre viel getan und Vaiana ist hier allein was die Kulisse angeht ein absolutes Highlight. Die Inselwelt ist so unfassbar bunt und schön, dass man am liebsten direkt eine Hütte bauen und dort wohnen will und jeden Tag in diesem perfekt animierten Wasser schwimmen möchte. Allein für die Animation gäbe es also 10...achwas 12 Punkte! Allerdings gibt die Story selber nicht sooo viel neues her und so richtig emotionale Spannung kommt auch nicht auf. Im Grunde hat man mal wieder die alte Formel "Mädchen auf Identitätssuche + tragisches Ereignis + Happy End" hergenommen, ein bisschen Südseeflair dazugegeben und kurz durchgemixt. Dabei kam dann eben diese schöne, aber auch austauschbare Geschichte raus. Die Dynamik zwischen Maui und Vaiana fand ich ganz gelungen, nur mit Andreas Bourani als Maui's Stimme kam ich nicht ganz klar. Insgesamt auf jeden Fall sehenswert.

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                                • 6 .5

                                  Kunterbuntes, technisch beeindruckendes Abenteuer in einem schönen Setting. Leider schleichen sich im letzten Drittel leichte Längen ein, da Halbgott Maui eher nervt, als unterhält, die Story selbst für so einen Film sehr schlicht ist und es über weite Strecken keinen wirklichen Antagonisten gibt. Sogar das Meer, bei so einem Abenteuer vermutlich der größte Feind des Menschen, ist hier ja von Anfang an ein Verbündeter der kleinen Heldin. Nett, aber nicht überragend, auch emotional haben andere Disney-Werke mich deutlich mehr gerührt. Aus Kindersicht kann man aber sicher nochmal einen Punkt drauflegen.

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                                  • 8

                                    Wieso eigentlich wieder so eine eigenartige Umbenennung in der deutschen Fassung? Was ist denn an "Moana" so schlecht, dass man Hauptfigur und Film in "Vaiana" umbenennen muss? Zu dem dusseligen Zusatztitel äußere ich mich gar nicht erst. Immerhin ist der nicht ganz so schlimm wie "Neu verföhnt" oder "Völlig unverfroren". Abgesehen von der Titelfrage bekommt man hier aber einen absolut tollen Animationsfilm aufs Auge. Dass man es hier mit einem reinen Disney-Film zu tun hat und nicht um einen von Pixar, merkt man hauptsächlich an der Disney-Formel ("Prinzessin", Musical-Einlagen), nicht aber an der Technik oder der inhaltlichen Qualität. Denn beides ist über jeden Zweifel erhaben. Inhaltlich hat mir der Film sogar außerordentlich gut gefallen. Zum einen ist die Hauptfigur tatsächlich mal ein Mädchen, welches nicht erst durch einen tollen "Prinzen" ihre Motivation erhält, sondern durch eigenen Antrieb und dadurch eine der stärksten Identifikationsfiguren unter den Disney-Prinzessinnen abgibt. Trotzig, ohne zu nerven und verletzlich, ohne schwach zu sein. Zusammen mit der zweiten Hauptfigur, dem rundlichen Halbgott Maui, bildet sie ein wirklich gutes Gespann. Richtig gut gefallen haben mir auch das Südsee-Setting sowie die polynesische Mythologie, welche die Handlung bestimmt. Und auch die Musik (bei Disney-Filmen zwar meistens gut aber ich muss das auch nicht immer haben) hat absolute Ohrwurmqualitäten. Alles in allem eine rundum gelungener neuer Beitrag aus dem Hause Disney, dem eigentlich nur das letzte Quäntchen Genialität fehlt, um an Großtaten wie Wall-E oder Inside Out heranzukommen.

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                                    • 7

                                      Sehr klassischer Disney-Film mit entsprechend vielen Gesangseinlagen, die aber überwiegend positiv zu werten sind. Vor allem im Original überzeugt Dwayne Johnson in der Synchronisation. Aber auch die hawaiische Sängerin Auli'i Cravalho bietet eine zuckersüße Performance. Die Geschichte bietet hingegen kaum Überraschendes, überzeugt hingegen durch ihr hohes Tempo und die schier atemberaubende Optik.

                                      • 5
                                        MovieToGo 28.10.2017, 15:18 Geändert 28.10.2017, 15:26

                                        Es ist das übliche Disney 1x1.
                                        Die Auserwählt,ihre Sidekicks,eine Bestimmung,das verlassen der gewohnten Gefilde,die Eltern die dagegen sind,ein Schicksalsschlag der die Mission erst möglich macht.
                                        Blah Blah..vielleicht ist mein Herz aus Stein.

                                        Mich nervte der Film mit Minute zu Minute mehr.

                                        PS ich hoffte die Zeiten,das mit kitschigen Musikal Einlagen irgendwelche Emotionen ausgedrückt werden sollen,sind vorbei.
                                        Dem ist leider nicht so.
                                        Wobei der Soundtrack auch nicht die Welle ist.
                                        Nun ja,reine Geschmacksache.

                                        PSS.Andreas Bourani als synchron Sprecher für den Charakter der Dwayne Johnson darstellt.
                                        Was stimmt den mit euch nicht?
                                        Diese One Hit Wonder Pfeife,geht's noch?!

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                                        • 9

                                          Vaiana kommt nicht ganz an Rapunzel oder Frozen heran, ist aber dennoch etwas einzigartig und besonders in der Filmografie von Disney. Eine tolle und teils lustige Geschichte, mit einem tollen Soundtrack, wo allerdings nicht jeder gesungene Song sitzt, und selbstverständlich eine tolle Präsentation. Etwas weniger Leerlauf und schon hätten wir das nächste Meisterwerk aus dem Hause Disney.

                                          • 7
                                            TrunxX 25.10.2017, 05:38 Geändert 25.10.2017, 05:40

                                            wegen der Story kann man dem Film wahrlich keine Höchstwertungen geben, alles mehr als vorhersehbar die typische Heldenreise eben.
                                            Technisch aber sowas von beeindruckend umgesetzt das man fast sagen kann Disney hat sich hier selbst übertroffen.

                                            Die deutsche Synchro mit Andreas Bourani als Maui hab ich allerdings gar nicht ertragen können, wer singen kann ist noch lange kein guter Synchronsprecher daher musste ich auf Originalton umschalten und das passiert bei mir nur äusserst selten, dort beglückt einen aber ein gut aufgelegter Dwayne Johnson mit seiner Stimme :)

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                                            • 4 .5

                                              Der x-te Aufguss der immer gleichen "Disney-Prinzessin wird erwachsen, muss sich der Welt stellen und beweist allen wie stark Mädchen sein können"-Story, dieses Mal in der Südsee. Inzwischen gibt man sich praktisch auch garkeine Mühe mehr den immer gleich dünnen Plot noch großartig zu kaschieren und füllt die fehlenden Minuten einfach ungeniert mit Gesangseinlagen auf, was in diesem Ausmaß eigentlich nur von den Direct-to-DVD-Fortsetzungen bekannt war.

                                              Maui als Sidekick ist ganz ok, die Gags mit den Tattoos und dem Ozean sind auch nett, aber sonst steuert die Story ohne große Wendungen auf das erwartbare Ende hin.

                                              Technisch natürlich wie gewohnt absolutes Top-Niveau und für kleine Mädchen bestimmt ein guter Film, für Erwachsene aber sicher kein Must-See.

                                              • 8 .5

                                                Ein fantastischer Südseetraum, eine wunderschöne Geschichte und ein weiterer Geniestreich seitens Disney. Das alles und noch mehr ist Vaiana. Erneut erzählt Disney uns eine emotionale und herzerwärmende Geschichte, die optisch einfach nur brilliant aussieht. Aber nicht nur die Optik stimmt in diesem Streifen sondern auch die liebevoll gestalteten und emotional geschichteten Charaktere können von vorne bis hinten durchweg überzeugen. Und was wäre ein guter Disneyfilm ohne den einen oder anderen Ohrwurm? Richtig. Er wäre nur halb so gut. Aber auch hier kann Vaiana schon ziemlich schnell ordentlich punkten. Es wird auch hier wieder viel mit Symbolen gearbeitet, aber trotzdem bleibt die Grundstory kindgerecht und wirkt stellenweise auch etwas vorhersehbar. Dennoch überzeugt alles andere durch den ganzen Film hindurch, von den Animationen mal ganz zu schweigen komplett.
                                                Was schlussendlich aber nochmal ein riesen Pluspunkt des Films darstellt ist das fantastische ozeanisch-hawaiianische Feeling sowohl im Gesang als auch in der Optik, was bei mir persönlich mitten ins Herz getroffen hat. Bitte weiter solch qualitativ hochwertiges Material, liebe Disney Studios.

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                                                • 7

                                                  Selbstverständlich im O-Ton geschaut, um die Sprech- und Sangeskünste von Dwayne "The Rock" Johnson in vollen Zügen genießen zu können... ;)

                                                  Der Anteil an Musik-Passagen ist in dem Film recht hoch und damit erinnert er an Disney-Klassiker, wo Songs ja oft den halben Film ausmachten. Passte hier aber gut.

                                                  Die Geschichte ist halt kindgerecht und vorhersehbar, aber was anderes erwarte ich bei einem Animationsfilm auch nicht.

                                                  Dafür konnte er mit Witz und guten Charakteren punkten.

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                                                    Mal den Beamer angeworfen und ein wirklich schönes Filmerlebnis gehabt. Wie so oft aus dem Hause Disney.

                                                    "Vaiana" ist ein märchenhafter Film in wärmendem Südsee-Setting und niedlich-kindlicher Animationsoptik, der von einer jungen Frau erzählt, die auszog, sich selbst zu finden und dabei Grenzen auszuloten, Verantwortung zu übernehmen und schlussendlich ihr Inselvolk zu retten.
                                                    Dramaturgisch ganz klassisch aufgebaut läd der Film den Zuschauer ein auf eine Reise quer durchs Wasser, in der die Protagonistin nicht nur Schritt für Schritt ihrem eigentlichen Ziel näher kommt, sondern auch peu à peu ihren eigenen Charakter kennen und viel über das Leben lernt. Dabei trifft man auf den ein oder anderen Gegner (die aber keine schwerwiegende Rolle spielen) und (zugegebenermaßen seltsam designten) Gesellen und trällert zwischendurch das ein oder andere Lied.
                                                    Der Soundtrack ist auf jeden Fall gelungen; die von Vaiana selbst gesungenen Stücke machen Gänsehaut, die restlichen können einen immerhin kurzzeitig belustigen. Zwei Dinge sind mir noch eine Erwähnung wert: Zum einen ist mir etwas negativ aufgefallen, dass so einige Episoden des Films einfach eingeschoben wirken und nicht wirklich nachhaltig die Handlung beeinflussen. Beispiele hierfür wären der Auftritt der Kokosnusspiraten und der hakenstehlenden Riesenkrabbe mit Minderwertigskeitskomplexen.
                                                    Daneben ist mir positiv der Umgang mit den Sidekicks Huhn und Schwein aufgefallen - auf diese wird wirklich wenig Aufmerksamkeit verwendet, sie sind ein bis zwei mal für einen kurzen Schnaufer gut und halten sich sonst im Hintergrund, das finde ich gut. Aber trügt mich meine Erinnerung oder gab es nicht schon einmal einen Film mit einem debilen Huhn als Sidekick?

                                                    Auf jeden Fall ist "Vaiana" ein gelungener Streifen mit fantastischem Score, sympathischen Figuren und einer interessanten, aber nicht anspruchsvollen Story. Ein Blick lohnt sich zweifelsfrei.

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