Valerian - Die Stadt der tausend Planeten - Kritik

Valerian / AT: Valerian and the City of a Thousand Planets; Valérian and Laureline

FR · 2017 · Laufzeit 137 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Science Fiction-Film, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 6 .5
    Tytus 07.11.2018, 19:49 Geändert 07.11.2018, 19:49

    Bunter Trahs mit eher schlechter Besetzung, kann man sich ansehen, aber man sollte nicht zu große Erwartungen haben.

    Die Cara sollte mal das schauspielern lassen

    1
    • 10
      Martin Canine 05.11.2018, 12:34 Geändert 05.11.2018, 20:30

      “Der Filmemacher Georges Méliès war einer der ersten, der es verstand, dass Filme die Macht besitzen, Träume einzufangen.”
      -Zitat aus Martin Scorseses Film “Hugo Cabret”

      Es ist kein Geheimnis, dass ich mit der Entwicklung es Mainstreamblockbusterkinos der letzten Jahre alles Andere als zufrieden bin. Ich musste leider Gottes erleben, dass diejenigen Filme, die es schaffen, uns in ein Reich der Fantasie zu entführen, mit geringerer kritischer wie kommerzieller Anerkennung belohnt werden als persönlichkeitsarme, kriechend erzählte Superheldenfilme, welche es zumeist nicht mehr schaffen, den klassischen Heldenmythos und die Ekstase, die die fremden Universen, in denen sie spielen, in uns auslösen, welche uns einst mit den Charakteren mitfiebern ließen, zu übertragen (Ausnahme: “Guardians of the Galaxy” - außerdem können die “X-Men”-Filme als Filme über Diskriminierung absolut überzeugen). Noch heute wird mir bei Roger Eberts Kritik zu “Snow White and the Huntsman” warm ums Herz, da er dessen Kreation einer fantastischen Welt hoch schätzte. Mit ihm starb einer der letzten Leute, die verstanden, welcher Zauber im Kino liegen kann. Denn mir schaudert dabei, wie schlecht der Film im Vergleich zum langatmigen und zu wenig außergewöhnlichen “The Avengers” ankam. Es ist eine Fähigkeit, die dem modernen Blockbuster fehlt, Zauber zu kreieren und sich selbst in diesem zu verlieren. Offenbar will niemand mehr ein Abenteuer erleben. Selbst, wenn in diesen Filmen große Effekte zum Einsatz kommen… bekommt man jemals das Gefühl, dass sich die Filmemacher selbst an ihren Bildern berauschen? Nicht wirklich, und deshalb kann ich es auch nicht. Ich weiß noch, wie es sich anfühlt, sich Fantasiewelten auszudenken - nun hat man endlich die Möglichkeit, durch die immer besser werdenden Visual Effects diese auch tatsächlich bebildern, und keiner tut es.

      “Valerian - Die Stadt der tausend Planeten” ist nun kein Hollywoodfilm - genauer gesagt ist er der teuerste jemals gedrehte französische Film - und nichtsdestotrotz stellt er genau die Vision dar, wie man sich vor gut zwanzig Jahren wohl die Filme der Zukunft vorstellte. Das Kino kann uns in Welten führen, die wir in unserer Eigenen nie betreten können - und Luc Bessons Science Fiction-Werk tut es einfach. Ununterbrochen. Szene für Szene.

      Die Geschichte spielt in einer riesengroßen Weltraumstadt namens Alpha, in der die Vertreter diverser intelligenter Spezies aus allen Ecken der Galaxie miteinander friedlich im Einklang leben. Wie an jedem Ort gibt es auch dort Verbrechen, für dessen Bekämpfung die zwei AgentInnen Laurelie und Valerian (etwas unglücklich fiel der Filmtitel aus, der im Gegensatz zur Vorlage nur den männlichen Protagonisten im Namen enthält) zuständig sind. Sie führen einen Auftrag aus, Diebesgut zurückzuholen - ein kleines Tier, welches als letztes Exemplar seiner Art gilt. Nach der erfolgreichen Ausführung der Mission erfahren sie vom nächsten Problem: es hat sich im Inneren der Stadt eine radioaktiv verseuchte Masse gebildet, die bei weiterer Ausbreitung alles zu zerstören droht, weshalb sie vernichtet werden muss. Doch bevor noch etwas unternommen werden kann, stürmt eine Gruppe von unbekannter Spezies das Gebäude und stiehlt das zuvor zurückgeholte, seltene Wesen. Die unbekannten Wesen sind dabei allerdings sehr bemüht, niemand zu töten oder auch nur zu verletzen, was freilich Misstrauen in den Agenten weckt - sind vielleicht gar nicht sie die Bösen, und steckt etwas viel Größeres dahinter?

      Die Geschichte stellt einen klassischen Plot dar, den man auch aus Politthrillern oder Kriminalwerken kennt, in denen sich ein scheinbar klares Verbrechen als Teil einer größeren Verschwörung erweist, in der das hinterfragt werden muss, das man bislang als Wahrheit akzeptierte. Aber wow, mit welcher Kreativität man dieses Konzept umsetzen kann! Bei der Adaption der Geschichte wird vom Grundkonzept nichts eins zu eins kopiert, es wird durch Ideen angereichert, die den Film von sämtlichen seiner Genrekumpanen unterscheiden. Das Diebesgut wird hier beispielsweise geholt, in dem man sich in eine andere Dimension begibt - wobei sich der Körper allerdings zeitgleich in der einen Welt bewegt, während die andere betrachtet wird, und durch eine Maschine ausschließlich der Arm durch eine Art Portal greifen und Gegenstände zwischen den Paralleluniversen hin und herschieben kann. Solche Szenerien, die eine vollkommen eigene Zukunftstechnologie, oder aber Verhaltensweisen und Fähigkeiten anderer Spezies zeigen, machen einen großen Teil von “Valerian” aus. Der archetypische, bestechliche Informant besteht hier aus drei schrulligen Außerirdischen, die jeweils nur einen Teil der Information wissen, um so einer möglichen Drohung zu entgehen. In diesem Werk überzeugt selbst eine erotische Tanzvorführung (dargebracht von Popstar Rihanna) mehr durch den ständigen Formwandel der Figur, der rhythmisch und ästhetisch eingesetzt wurde, um nahezu sämtliche Vorlieben zu bedienen, mehr durch Ideenreichtum als durch Sex. Selbst ein Schuss ist nicht gleich ein Schuss - hier fliegen die glänzend silbernen, runden Kugeln auf den Gegner, bleiben haften und ziehen andere Kugeln an, die den Widersacher dann durch ihr Gewicht zu Boden ziehen.

      Dabei sieht jedweder Moment des Filmes so aus, als wäre er direkt aus unseren schönsten Träumen entsprungen. Erfüllt von Details und mit Liebe in jedem Millimeter setzt Autorenfilmer Luc Besson alle Hebel in Bewegung, um ein so berauschendes Erlebnis zu garantieren wie nur irgend möglich. Er kann neben den Wachowskis zu den Science Fiction-Filmemachern ihrer Generation gezählt werden, die mit der größtmöglichen Leidenschaft an ihre Werke herangehen. Man merkt seine unheimliche Faszination und Ambition daran, das überwältigendste Spektakel jenseits unserer Vorstellungskraft zu erschaffen - und es auch selbst zu genießen. Alleine die zunächst paradiesische Eröffnungsszene, in welcher eine tropische Insellandschaft gezeigt wird, bestehend aus leuchtend türkisem Wasser, zartrosa Muschelhäuser, tiefblauem Himmel, und cremefarbenem Sand ist in seiner Farbkomposition derart schön gestaltet, wie man es seit “Avatar” nicht mehr gesehen hat (nur, dass “Valerian” der weit bessere Film ist). Der Untergang dieser Idylle, deren Ökosystem und dessen naturverbundener Lebensstil seitens der Bewohner mit wenigen Gesten deutlich vermittelt werden (etwa werden Perlen gefischt, wobei die gefangenen Perlen vervielfältigt und wieder zurückgelegt werden, um keine Ressourcen zu verschwenden), wird durch ebenso gekonnten Einsatz von Farben umso erschreckender, wenn plötzlich dunkelgraue Rauchschwaden und knallorangenes Feuer den Himmel durchbrechen und die geradezu gegenteilig aussehende Planetenoberfläche langsam verschlingen.

      Bereits hier wird deutlich, dass Luc Besson es versteht, die heutigen Möglichkeiten des CGI sinnvoll zu nutzen, um künstlerisch und nicht nur inflationär visuell zu beeindrucken. Profan ist es, von Effekten zu sprechen. Das CGI ist Luc Bessons Farbe und Pinsel, in denen er Welten malt, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. In “Valerian” kommen wir aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Und der Film gönnt sich in seiner Gestaltung, die den Sinnen schmeichelt, keine Pause. Die Stadt Alpha ist geprägt von unzähligen Details, die man großteils mit bloßem Auge gar nicht erfassen kann, und bietet sogar eine gewisse Infrastruktur. Sie ist aufgeteilt in verschiedene Gebiete, die sich allesamt so unterscheiden, dass sie den Bedürfnissen der dort vorwiegend beheimateten Arten entsprechen. Vor Allem in einer Verfolgungsszene kommen diese Sektoren visuell beeindruckend zu Tragen. Wie in jedem halbwegs größeren Gebiet existiert auch hier ein kriminelles Pflaster, in welchem die ansonsten herrschende Utopie nicht zutrifft: ein luxuriös ausgestattetes Bordell mit Zwangsprostituierten spielt im Mittelteil eine gewisse Rolle, auch den Verzehr menschlichen Hirns will sich dort mancher in surrealem Prunk lebender Götze nicht abgewöhnen. Bis auf Einzelversagen herrscht auf Alpha allerdings exakt die absolut einheitliche Gleichberechtigung, die man sich wünschen würde. Science Fiction ist der oftmals düsterere, ältere Bruder von Fantasy, hier ist er genauso fantasievoll und oftmals aber hoffnungsvoller hinsichtlich Harmonie und Einklang der sozialen Gruppen. Hingegen fokussiert der Film jedoch individuelle Fehlentscheidungen. Die Frage nach Verantwortung und Schuld wird mit laufender Dauer des Werkes ein immer größeres Thema von “Valerian”, und es wird geschafft, sich zeitgleich für Moral bzw. gegen Kollateralschäden auszusprechen und dem Widersacher trotzdem nicht eindimensionale, sondern nachvollziehbare Beweggründe zu verleihen.

      Der Star und Aufhänger des Filmes, Cara Delevingne, ist vom ersten Moment an mehr als nur ein schauspielendes Model. Ihre Rolle der Laureline stellt wie zuvor Jennifer Lawrence’s Katniss Everdeen die wahre feministische Idealfigur ihrer Zeit sein: sie ist ganz selbstverständlich stark, gleichauf mit jedem Mann, ohne es erst erwähnen zu müssen. Wie es eigentlich sein sollte, muss dieser Umstand nicht erst vom Film hervorgehoben werden. Sie besitzt Witz, Charisma, Charakterstärke und ist auch in der Lage, sich physisch und mit Esprit zu wehren. Ihre Stärke ist auch Sensibilität, sodass sie immer die nötige Weichheit behält, um gefühlvoll zu bleiben und nicht zu einer stumpfen “Badass-Chick”-Karikatur zu verkommen. Auch Dane DeHaan als Titelheld Valerian meistert den Spagat zwischen einer mehr als willkommenen Rückkehr zu den jugendlichen, männlichen Heldenfiguren früherer Jahrzehnte - so erinnert er an Marty McFly oder auch den jungen James Bond von Sean Connery - und einer modernen Dekonstruktion desselben Typs, da er nun von einer klugen und mutigen Frau herausgefordert wird, die absolut imstande ist, ihm mindestens ebenbürtig gegenüberzustehen und durch Schlagfertigkeit gut kontert. Die Chemie zwischen den Figuren stimmt grandios. Jegliche Annäherung erscheint gänzlich natürlich und korrekt - von Anfang an wissen wir, dass da etwas zwischen den Charakteren funkt. Auch, wenn Valerian es sagt, wir wissen nur nicht, wie ernst er es meint, dass er mit Laurelie zusammen sein will. Ein Playboy war er früher, das wissen wir, trotzdem scheint er für seine Partnerin mehr zu empfinden - aber trotzdem funktionieren sie verschieden. Probleme und Unterschiede der Charaktereigenschaften der zwei blendet der Film nicht aus, sondern spricht sie konkret an. Dieses Team wird hineingeworfen in eine Mission, in der jeden Moment alles passieren kann. Wie bei einem Schweizer Armeemesser klappt immer ein neues Wunder aus jeder dunklen Ecke hervor und kann uns stets überraschen. Und wir wissen bereits seit “African Queen”, dass gerade Abenteuerfilme - und im Grunde ist “Valerian” nichts Anderes, da die Figuren auf einer Odyssee quer durchs Weltall hetzen - geeignet sind, Beziehungen aufzubauen. Denn desto mehr man gemeinsam durchgemacht hat, desto mehr schweißt es zusammen.

      Wir können letzten Endes festhalten, dass “Valerian - Die Stadt der tausend Planeten” als Musterbeispiel dafür angesehen werden sollte, wie in den späten 2010er Jahren Filme mit hohem Budget - wenn man so will, “Mainstreamfilme” - auszusehen haben. Der Film bedient sich aller Stärken und Möglichkeiten der Moderne - nicht nur gelingt es ihm mit Bravour die neue Technik zu nutzen, er bedient sich auch der neu gewonnenen Option, Figuren und Handlungssträngen der Popkultur Symbolcharakter zu verleihen, während man früher hier klar die Trennlinie zwischen Arthouse und Blockbuster setzte - er badet aber auch überschäumend und mit kindlicher Euphorie und Liebe in dem ursprünglichen Gedanken der Kinowelt, Träume festzuhalten. Vielleicht ist er sogar einer der großartigsten Science Fiction-Filme aller Zeiten, auf jeden Fall aber in seiner Generation.

      Georges Méliès wäre verzaubert gewesen, hätte er “Valerian” sehen können.

      7
      • 2
        Tom_Magnum 02.10.2018, 18:16 Geändert 02.10.2018, 18:18

        Uhhh...was soll ich sagen. Ich würde ihn gerne mögen...leider funktioniert das nicht mit uns beiden. "Die Stadt der tausend Hirntode" möchte ich mal etwas augenzwinkernd frotzeln. Das CGI-Gewitter in diesem Film war ja einfach "augenbetäubend". Warum frage ich mich immer...das hat für mich nichts mit liebevoll, detailreich oder der Kunst des Filmemachens zu tun. Hier hechten die Protagonisten durch diese extrem künstliche Welt (der man natürlich ansieht, dass sie aus dem Rechner kommt, wie bei jedem Film, bei der nicht sparsam haushaltet mit CGI's), welche nur zum Selbstzweck (hübsch auszusehen) wegen erzeugt wurde. Dagegen ist nicht grundsätzlich etwas einzuwenden, allerdings die meiste Zeit habe ich einen wirklichen Verwendungszweck vermisst. Dann wird es für mich schnell wenig interessant.

        Ich liebe Sci-Fi- und Fantasy-Filme, Special Effects und CGI. CGI sind eine fantastische Sache, nur eine solche Überdosis wie bei Valerian lähmt einfach irgendwann meinen präfrontalen Cortex. Ich vermute, dass Menschen auf LSD einen ähnlichen Bilderreigen erleben?! Mir persönlich war das doch einfach alles viel zu viel "Blingeling" und zu wenig interessante Erzählung.

        Ich hatte mich wirklich auf diese Verfilmung gefreut. Ich hatte auch große Hoffnung in Luc Besson. Am Ende ist dieser Film in meinen Augen einfach nur eine überlange, hirnlähmende Tech-Demo mit Dialogen und Erzählfetzen die sich an pubertierende Teenager richten. Meine Meinung.

        2
        • 6 .5

          Knall bunt- bombastisches Science- Fiction Abenteuer, mit superben visuellen Effekten, welches wie eine Mischung aus "Avatar" und "Das fünfte Element" daherkommt. Zeitweise jongliert das Ganze allerdings knapp an der Grenze zur Überladenheit.

          Die Geschichte ist zwar spannend und einigermaßen mitreißend inszeniert, allerdings wird sie auch von einer gewissen Vorhersehbarkeit begleitet.

          Die Charaktere von Valerian und Laureline waren zwar ganz in Ordnung, aber ihre Positionen als „Spezialagenten“ doch etwas weit hergeholt, unglaubwürdig und in ihrem ganzen Verhalten noch etwas pubertär.

          Nettes Sc-Fi Filmchen, mit großartigen Effekten, spannender, wenn auch etwas vorhersehbarer Geschichte, dass doch nicht ganz so schlimm ist wie manch andere Kritiken es beschreiben. Mich hat es für einen gammeligen Sonntag- Nachmittag gut unterhalten.

          25
          • 7

            Visuell definitiv eine Bombe...sonst nicht so der Knaller

            1
            • 8 .5

              wer mehr erwartet als einen bunten abenteuerfilm wird zutiefst enttäuscht sein, bedenke man folgendes, dass die vorlage eine französische grafic novel aus den 60ern/70ern ist und dessen atitübe beinhaltet.

              • 5 .5

                Quietschbunte CGI Science Fiction Reizüberflutung a la Luc Besson.
                Effektgewitter das mit schierer CGI Gewalt für eine optisch gelungene Unterhaltung sorgt.
                Was aber bei der Bilderdominanz nicht schritt halten kann ist die Story. Sie wird zum Nebenprodukt des ganzen.
                VALERIAN ist Neuzeitkino ohne die Klasse zum Klassiker.

                14
                • 7 .5
                  Manuel Peters 02.06.2018, 21:44 Geändert 02.06.2018, 21:47

                  Hab jetzt mal "Valerian - Stadt der tausend Planeten" geschaut... Hab noch nie in einem einzigen Film so viele tausend Alien-Rassen gesehen. Rein grafisch ein Meisterwerk. Wenn man auf knallbuntes CGI steht. Aber in dieser Hinsicht bekommt man das Beste vom Besten... Rein filmisch bleibt die Kost eher Geschmacksache. Für Fans von das "Fünfte Element" genial... Mir hat er suuuuper gefallen. Da ich den Stil liebe. Kann aber auch die negativen Kritiken aus dem Netz verstehen. Dieser Film ist halt anders, sehr bunt und außergweöhnlich. Hat meiner Meinung nach sehr interessante Ideen. Aber zu leicht vorausschaubar... Trotz allem im Gesamteindruck sehr zu empfehlen... Er hat was.

                  1
                  • 5
                    admiralthrawn 02.06.2018, 11:28 Geändert 02.06.2018, 11:28

                    Gute Story - Fehlanzeige
                    Gute Charaktere - Fehlanzeige
                    Gute Schauspieler - Fehlanzeige
                    Guter Soundtrack - Fehlanzeige
                    Gutes CGI - abgesehen vom Planeten Pearl, Fehlanzeige

                    Frage mich manchmal, wofür die hohen Summen bei solchen Filmen ausgegeben werden? 180 Mio? Ansehen tut man es dem Film nämlich nicht...

                    Insgesamt ein mittelmäßiger Sci Fi Movie, in welchem man die besten Szenen schon im Trailer sehen konnte.

                    Achja, die zwei Kinder, eh ich meine natürlich Hauptdarsteller, nerven!

                    1
                    • 7 .5

                      Ein Hoch auf Luc Besson - ich hatte NULL Ahnung was auf mich zu kommt, da ich den Film im Kino verpasst hatte.

                      Abgesehen davon daß ich einen Andrew Garfield als "geeigneter" für die Hauptrolle empfunden hätte, brennt man hier ein Effekte Feuerwerk ab, wie ich es seit Matrix/Avatar selten gesehen/empfunden habe.

                      Die Story ist, so la,la - das Rezept: Viel Kitsch und eine Portion Romantik an gedünstetem Humor mit viel CGI Soße.

                      Netter Film aber auch nichts was ich jetzt zwingend noch 5 mal sehen müsste - dennoch - Sehenswert!

                      2
                      • 9

                        Beim 2. Mal noch besser!
                        The Message is Love - Love is the Message.

                        • 4
                          vladvanhelsing 06.05.2018, 10:38 Geändert 06.05.2018, 10:55

                          Der Film hat eine total merkwürdige Ästhetik, die mich einfach nicht anspricht.
                          Alles ist quietschbunt und sieht seltsam künstlich und nach Plastik aus. Obendrein agieren fast alle Darsteller hölzern und mit Dialogen aus der Mottenkiste ("Möchtest du meine Frau werden?" "Ich möchte nur noch deinen Namen auf meiner Playlist"). DeHaan scheitert nach "A Cure for Wellness" aufs Neue krachend. Eine Frage quält mich: Was sollen die abgespacten Wehrmachtsuniformen? Die Nazikeule wurde in Star Wars weitaus effektiver geschwungen und läuft sich tot. Pluspunkt: Der Song im Abspann hat was.

                          • 7 .5
                            robertlitz 05.05.2018, 23:45 Geändert 05.05.2018, 23:47

                            Viele großartige Ideen, umgesetzt mit tollem CGI. Auch die Story ist interessant. Völlig unpassend ist allerdings der Cast der Hauptfigur Valerian. DeHaan ist in seiner Rolle völlig unglaubwürdig und kann diesen Film nicht im geringsten tragen. Er wirkt wie ein kleines, unbeholfenes Kind und spielt einen James Bond im Weltall?! Auch seine Partnerin ist noch "sehr jugendlich" für ihre Rolle; jedoch schauspielerisch mehr begabt und insgesamt gut zu ertragen. Noch nie habe ich einen Film gesehen, der durch einen Fehlcast dermaßen abgewertet wurde.

                            2
                            • 8

                              An Giggle

                              Für „Valerian“ hast Du großzügig eine 9 gezückt. Auch ich habe mich von Luc Bessons Bilderrausch beeindrucken lassen, doch Deine überbordende Freude über solch eine Pearl ist schwer zu toppen. Deine Kommentare sind kleine fantasievoll dekorierte Inseln, die dem Leser einen Kurztrip raus aus dem Alltag schenken – und mag er auch nur ein paar Minuten Lesezeit überdauern.

                              Ich bin jedenfalls froh, dass Du Deine Gedanken zu unser aller Lieblingsthema mit uns geteilt hast.

                              An dieser Stelle möchte ich noch meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, Dir hier irgendwann mal wieder über den virtuellen Weg zu laufen. Es würde mich sehr freuen, und ich weiß, dass es anderen ebenso ginge.

                              19
                              • 7
                                Veldrin 30.03.2018, 09:14 Geändert 30.03.2018, 09:55

                                Ich kannte Cara Delevingne und Dane DeHaan vor Valerian nicht. Also ganz unvoreingenommen muss ich also sagen, dass ich sie definitiv nicht für einen Fehlcast halte. Gerade Cara, da mir ihr Charakterskript besser gefallen hat, fand ich wirklich gut. Der Film ist natürlich von der Botschaft her und Art und Weise wie er sie vorträgt recht kitschig. Aber sowas habe ich ganz gerne. Die Action war klasse und erst recht das CGI. Schon lange nicht mehr so ein liebevoll gestaltetes Farbenmeer gesehen.

                                Einer meiner Kritikpunkte ist, dass der Film viel zu kurz ist für die ganze Lore die da drin steckt. Da hätte man noch mehr erzählen können und vielleicht müssen. Der Film fühlte sich so ein bisschen wie der zweite Teil einer Trilogie an.
                                Der zweite Kritikpunkt wäre die Abspannmusikauswahl. Die fand ich unpassend. Da hätte es doch auch was subtileres sein können und nicht irgendwelche 0815-Musik aus den Popcharts.
                                Ansonsten macht der Film nicht viel falsch. Es ist eben Scififantasy, da muss nicht alles hochlogisch sein. Nur eben, wie bereits erwähnt, zu kurz geraten.

                                Wie dem auch sei. Insgesamt toller Film, aber wirklich ein Jammer, dass dieser solch ein Misserfolg war und wir somit wohl nie ein Pre- oder Sequel zu Gesicht bekommen werden.
                                Aber, wie es scheint, ist ein Guardians of the Galaxy 7 oder Starwars 22 wohl einfach angesagter…

                                Achja und der eigentliche Held in dem Film war für mich Laureline und nicht Valerian. Valerian hat mit seinem Getue seine Partnerin ständig beschützen zu wollen – die ein ebenso gut ausgebildeter Agent ist wie er wohlgemerkt – und seinem antiquiertem Rollenbildverständnis, irgendwann doch genervt. Auch seine Liebe muss er ihr nicht hunderttausendmal während ihrer gemeinsamen Auftragsmission gestehen. Ich hätte es ja super gefunden, wenn Laureline an ihm einfach gar kein Interesse gehabt hätte und irgendeine andere Option (was auch einfach nichts sein könnte) gewählt hätte.

                                1
                                • 2

                                  Der Film startet interessant und kann durchaus durch seine Effekte und den vielen Wesen toppen. Jedoch erfahren wir hier zu wenig von der Außenwelt. Die Handlung ist von Anfang an abzusehen, gefühlt unendlich langgezogen und es tritt absolut keine Spannung auf. Die Charaktere sind langweilig und uninteressant. Nahezu jeder Gesichtsausdruck ist gleich. Das war absolut nichts. Schade.

                                  3
                                  • 7 .5

                                    Finde den ganz, ganz toll. Hat all das, was Marvel und die neuen Star-Wars-Filme nicht mehr auf die Leinwand bringen: Fantasie und den "sense of wonder". Ständig schaut eine andere Lebensform um die Ecke und ein neues Abenteuer beginnt, die Bilderwelten sind detailverliebt und endlos. Dabei verwurstet Besson gewitzt auch noch das komplette Europa-Universum, wenn er seine Regie-Handlanger wie Letterier und Megaton auftreten lässt oder das Telefonat aus TAKEN zitiert. Großartig auch das Duo De Haan/Delevigne, die einen total begeistern und mitreißen - hier ist die starke Frau, die man der doofen WONDER WOMAN nur nachsagt. Ein rundum erfüllendes Kinoerlebnis, bei dem sich zur Abwechslung mal wieder ein Künstler und nicht nur ein Auftragsrealisator auf dem Regiestuhl eingefunden hat. Und bitte, wer castet Herbie Hancock so genial?

                                    9
                                    • 6

                                      Von der Stammhandlung durchaus okay , schweift Valerian zu oft ab , bekommt aber mit dem Ende so grad noch für mich die Kurve . Die Hauptfiguren bleiben ein bisschen nervig in Erinnerung , mit ihrem immerwährenden "Ehestreit" , obwohl auch die manchmal durchaus belustigend wirken . Rüsselaliens die antworten als wären sie Tick, Trick und Track oder Riesendoozer ( Fraggles)die Maaamaaa schreien ,brauche ich nicht wirklich . Das ist mir öfters alles zu schrill , zu wild , zu bunt . Und trotzdem gibt es auch gute Passagen ! Boaahh war ich froh als sich die talentarme Rihanna endlich in den blauen CGI-Alien verwandelt hatte !

                                      7
                                      • 1
                                        Mr. Samson 27.02.2018, 20:03 Geändert 27.02.2018, 20:07

                                        Sci-Fi trash der schlimmsten Sorte.
                                        Belanglos, cheezy und völlig überladen. Weiß selber nicht was es will und foltert damit den Zuschauer.

                                        Absolute Katastrophe.

                                        Luc Besson macht wirklich nur Dreck. Als hätte Lucy damals nicht schon gereicht.

                                        2
                                        • 6

                                          Nie langweilig, nie richtig schlecht.

                                          Optisch so, wie über 2 Stunden lang das Musikvideo zu "Upside Down" von Ok Go auf doppelter Geschwindigkeit anzusehen. Mir waren die allermeisten großartig bunten Bilder zu schnell bzw. hektisch.

                                          Die beiden Kinderhauptdarsteller funktionieren für mich - wie auch der Humor - nicht. Biedert man sich nur mal wieder den geistloseren unter den Teenies an, oder entspricht das der Vorlage?

                                          An alten Glanz kommt der Regisseur nicht im Entferntesten heran. Wie ich zu sagen pflege - Luc Besson oder Ridley Scott haben ihr kreatives Pulver verschossen. Vielleicht ist Besson langsam mal damit fertig, "5th Element" zu sezieren und immer wieder nachzuerzählen. Wie Opa, wenn er vom Krieg erzählt. Lucy und Valerian hätte die Welt nicht gebraucht.

                                          3
                                          • 8

                                            Ob Luc Besson jemals an den visuell überbordernden Genius von FIFTH ELEMENT anknüpfen kann? Oops, he did it again:

                                            137 Minuten psychedelischer Bilderreigen ohne erklärende Fußnote, 137 Minuten lang zerbreche ich mir den Kopf, warum das funktioniert. Vielleicht, weil mich der Film nicht für dumm verkauft, mir vertraut, daß ich die Gesetze seiner Welt auch ohne Off-Erklärbären zu erkennen vermag.

                                            Da wären die leichtfüßigen Dialoge; der nicht enden wollende Schwall an kreativen visuellen Einfällen, die mich wieder und wieder in Erstaunen versetzten; der unverbrauchte Offbeat-Humor; die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern (auch wenn ihr Name im Titel nicht auftaucht, ist der Film mindestens ebensoviel Laurelines Geschichte); eine Botschaft, die anders als bei ungleich militaristisch angelegteren amerikanischen Genre-Vertretern von überraschend humanitärer Denke zeugt und Werte wie Eintracht und Vergebung in den Fokus rückt.
                                            VALERIAN ist Kino-Eskapismus in Reinkultur, der inhärente Beweis, das Sommer-Blockbuster nicht laut und doof sein müssen (laut und bunt tut's auch, hihi).

                                            Und falls das alles nicht reicht, um euch zu überzeugen, wäre da noch Rihannas hinreißender Auftritt als Shape-Shifter-Alien, der für sich betrachtet das Eintrittsgeld wert ist - so oder so, VALERIAN ist ganz, ganz große Kinoliebe, und ich kanns kaum erwarten, den Film ein zweites Mal zu erleben!

                                            5
                                            • 5 .5
                                              RolfMuller 20.02.2018, 15:09 Geändert 20.02.2018, 16:01

                                              Luc Bessons neuer Wimmelbildfilm erschlägt einen optisch geradezu. Unfassbar detailliert, mit einer Liebe und Hingabe, farbenfroh und fantasievoll erschafft er mit Hilfe von Schubkarren von Geld (soviele wie noch nie bei einer europäischen Produktion) einen lebendigen Kosmos, welcher in den französischen Comics „Valerian und Laureline“ 1967 seinen Ursprung findet.

                                              Wunderschön, welch Bilderwelten da am Rechner generiert wurden und vorallem der Einstieg auf dem angekitschten, farbenfrohen Planeten Mül, mit dem friedliebenden African Future Volk, welche auch sehr an die langgestreckten und feingliedrigen Schlümpfe aus James Camerons „Avatar“ erinnerten, ist stimmig und verheißungsvoll. Die von mir geschätzten Dane deHaan („The Cure for Wellness“) und Cara Delevingne („Margos Spuren“) bilden ein Agentenduo, welches für Recht und Ordnung im bunten und chaotischen Kosmos sorgen sollen. Vorallem mit Dane deHaan als Weiberheld völligst fehlbesetzt kaspern sich die beiden auf eine impertinente und infantile Art und Weise durch das lau geschriebene Abenteuer!

                                              Überhaupt wirkt alles ein wenig wie „Das fünfte Element“ 2.0. Ein Update was allerdings nix toppen kann. Ja vergleichen macht unglücklich. Stimmt, ich machs trotzdem. Keine der Hauptfiguren kann so einen bleibenden Eindruck hinterlassen wie in der trashigen Space-Oper aus den Neunzigern. Selbst Rihanna, die hier einen wundervollen Auftritt hinlegt kann es nicht mit der Diva aus dem Fünften Element aufnehmen. Die Liebesgeschichte zwischen Leeloo und Taxifahrer Korben, die sich auch damals wunderbar in die Story einbettete, war immerzu charmant und eben nicht so aufdringlich gestelzt und nervtötend wie hier.

                                              Das „Fünfte Element“ trage ich in meinem Herzen. Das hatte ich mir von „Valerian“ auch erhofft und bin deshalb doch arg enttäuscht. Die Welt aus „Valerian“ hat mich mit seinem Detailreichtum und mit seiner Vielzahl an tollen Ideen phasenweise regelrecht umgehauen, doch was mir fehlte waren Figuren an denen ich mich in diesem so heillosen sowie faszinierendem Durcheinander festhalten kann.

                                              27
                                              • 5

                                                Mein Fazit, großer Schwachsinn in schönen Bildern! Ein Volk wird gerettet durch ein Tierchen welches Perlen scheißt...selten so gelacht :)))
                                                2 Punkte gibt es allein für den Auftritt von Rihanna!

                                                • 5 .5

                                                  Das ist nach "Malavita" und "Lucy" der mittlerweile 3. Versuch mich mit den neueren Werken von Luc Besson anzufreunden. Durch einmalige Filme wie "Im Rausch der Tiefe", "Leon" und natürlich "Das fünfte Element" hat der Mann seit Jahren einen Stein bei mir im Brett. Doch auch dieses Mal wahr ich eher enttäuscht.
                                                  Dieses Sci-Fi Spektakel hat ohne Frage eine Menge zu bieten. Tolle Effekte, große Bilder und eine Besetzung die sich zumindest Mühe gibt. Dazu war Rihanna's Auftritt kurz gesagt.....Heiß. Der Rest wirkt leider wie ein wirres Durcheinander das einen kaum Zeit zum Atmen lässt. Alles ist viel zu hektisch und bis man versteht worum es hier eigentlich geht ist der halbe Film auch schon vorbei. Einige Szenen retten das Ganze vielleicht noch vor dem totalen Flop. Doch das wirkt dann eher wie Schadenbegrenzung.
                                                  Zum Glück war dann "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" im Kino doch nicht so erfolgreich. Ein 2. Teil ist hier nicht zu befürchten.

                                                  9
                                                  • 7

                                                    Ein sehr opulenter Sci-Fi-Film, der mit seiner bunten, abgedrehten, detailreichen Welt auch schon seine größte Stärke hat. Der Film sieht fantastisch aus und man kommt gar nicht hinterher, alles zu bestaunen. Leider sind die Charaktere eher blass, auch wenn Dane DeHaan und Cara Delevigne, die ja nach ihrem unsäglichen Auftritt in Suicide Squad einiges gutzumachen hatte, gar nicht so verkehrt spielen. Ihre Beziehung zueinander hab ich ihnen aber nicht so wirklich abgekauft. Auch die Handlung ist eher uninteressant und fühlt sich irgendwie belanglos an. Ein paar prominentere Kurzauftritte wirken auch eher merkwürdig als als wirkliche Bereicherung. Der Film ist nie langweilig, aber besonders fesselnd oder spannend ist er auch nicht. Das Universum ist ganz interessant und könnte an sich Potential für weitere Geschichten haben, aber nicht mit diesen Charakteren. Style over Substance, aber kann man sich ob der audiovisuellen Opulenz schon mal geben.

                                                    1