Valerian - Die Stadt der tausend Planeten - Kritik

Valerian / AT: Valerian and the City of a Thousand Planets; Valérian and Laureline

FR · 2017 · Laufzeit 137 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Science Fiction-Film, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Überbordender knaatschbunter No Brainer der genau dem Zweck nach solchen Filmen entspricht, und dessen Sinnhaftigkeit ebenso wie Hubba Bubba in allen möglichen chemischen Geschmackrichtungen unumstritten unnötig ist...

    Da hätte ich gern mal im Kostümfundus nach Drehschluss gewütet... Ich wär der Knaller auf jedem Maskenball...

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    • Die Idee, auch das etwas überzogene, fand ich gut. Was mich aber am meisten störte waren die für mich nicht passenden Hauptfiguren.
      Nicht weil deren Leistung schlecht wäre, aber sie waren für mich einfach nicht glaubwürdig, denen fehlten locker mindestens 10 Jahre Lebenserfahrung, zu jung.

      Aber klar, man will halt junge Zuschauen ansprechen, von daher ist die Besetzung nachvollziehbar.

      • 6 .5

        Eins muss man Valerian lassen: Bei der Reizüberflutung fürs Auge muss man den Film wohl 2x schauen, um alles entdecken zu können.. Was dem Betrachter hier vor die Pupille geworfen wird ist schon beeindruckend.. Doch das wars dann leider auch schon.. die Story ist nicht gerade innovativ und die Schauspieler wirken nicht gerade glaubhaft und bemüht.. Und bei den Göttern: was bitte ist mit Cara Delevingne passiert.. so derart monoton und runter geraspelt wie sie ihre Sätze abspult.. grauenhaft.. jemand hätte dem Mädchen mal ein Butterbrot geben sollen, um neue Energie zu tanken.. Und freut Euch, der Name Valerian wird Euch geschätzte 1 Millionen mal von ihr um die Ohren gehauen.. Trotzdem sehe ich das Mädel immer wieder gerne.. sie hat ja doch was.. Mein Fazit: für einen Abend zum abschalten und unterhalten lassen wirklich ok.. vor allem technisch klasse gemacht, es gibt immer was zu entdecken.. Wer es lieber anspruchsvoll mag sollte die Finger davon lassen.. Netter Film für zwischendurch, mehr aber auch nicht..

        • 7 .5
          Chionati 11.12.2017, 05:22 Geändert 11.12.2017, 05:44

          Valerian - Die Stadt der tausend Planeten ist ein im positiven Sinne abgedrehter, verrückter, bildgewaltiger Sci-Fi-Film.
          Alles spielt in ferner Zukunft.
          Er handelt von einer Spezies die weitaus intelligenter ist als der Mensch und irgendwo im Universum friedlich auf einem Planeten lebt. Doch auf einmal wird ihr Planet und ihr ganzes Volk zerstört und es gibt nur noch ein paar Überlebende. Eines Tages bekommen Valerian und Laureline den Auftrag zur gigantischen Raumstation Alpha zu fliegen denn dort herrscht eine große Bedrohung. Im Zentrum hat sich eine Art Virus entwickelt, eine tote Zone die sich immer mehr ausbreitet. Die gigantische Welt - Die Stadt der tausend Planeten wird von unzähligen verschiedenen Spezies bewohnt, die aber größtenteils friedlich miteinander auskommen.
          Alles ist hier möglich. Ob 19 Lichtjahre in (11) Minuten zu durchqueren, Riesendinosaurier in einer eigenen Unterwasserwelt, als Gehirndesert auf dem Speiseplan zu landen, gefährlich wirkende horusähnliche Roboter, sympathische sprechende Entenspezies oder Rihanna die Gestaltenwandlerin beim Tanzen, die Stadt der tausend Planeten hat so einige Sehenswürdigkeiten.
          Die Figurenzeichnung und die Schauspielleistung sind ok. Ein Film der vor allem durch seine phantastischen Bilder, Effekte und Ideenreichtum punktet und man gut in diese futuristische Welt eintauchen kann. Die Story ist ebenfalls gut aufgebaut und letztendlich gibt es noch eine schöne Botschaft obendrauf.

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          • 9

            Endlich mal wieder ein SF mit neuen Ideen und tollen Bildern. Avatar meets 5. Element, ein sehr unterhaltsamer toller Film - Luc Besson halt. Einzig schließe ich mich der Kritik an der Besetzung des Hauptcastes an, entweder werde ich immer älter, oder die Schauspieler werden inzwischen in der Vorschule angeworben. Wahrscheinlich ersteres, aber ich nehme diesen glatten Kids nicht ab, dass sie mit allen Wassern gewaschen sich durchkämpfen. Da lobe ich mir R.E.D.!

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            • Ein 5. Element Dupe. Optisch ein Genuss. Die Agenten „Schauspieler“ ein Griff ins Klo.

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                Optik TOP Story FLOP

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                  Beim Namen Luc Besson denke ich zuallererst an die Filmwelt der 90er. Denkwürdige Werke hat er hervorbringen können, die auch heute noch ihr Unterhaltungspotential ausspielen können. Danach wurde es in seiner Vita weniger schön - zumindest, was das Treffen meines Geschmacks anging. Die letzten Jahre wurde er zumindest wieder ambitionierter und mit "Valerian" hat er im Vorhinein zumindest meine genrebedingte Erwartungshaltung anstacheln können. Ein SciFi-Epos, das womöglich mit Star Wars & Co. mithalten kann? Wie gern würde ich dies nach der Sichtung bestätigen, aber leider ist der nicht unwichtige Nachhall, den ein Film auch haben sollte, zu schwach ausgeprägt. Natürlich ist "Valerian" bunt, einigermaßen kurzweilig, visuell bisweilen hübsch anzuschauen und manchmal gar überwältigend, da sehr viel in wilder Manier passiert. Doch ergeben die vielen Teile nicht ein großes Ganzes, das einen wirklich befriedigend zurücklässt. Das viel zu ambitionierte World-Building bleibt in seinen Ansätzen stecken und die Geschichte, nun ja, sie mag mit ihren vielen Locationwechsel ziemlich abwechslungsreich sein. Aber insgesamt wirkt der Plot gewissermaßen gehaltlos – zu sehr, als dass man es ruhigen Gewissens ignorieren könnte. Und dabei wollte ich das frech-mutige Protagonisten-Pärchen wirklich gern mögen. Bessons vergleichbarer "Das fünfte Element", dem ein ausgewachsener Kultfilmstatus nachgesagt wird, mag zwar altersbedingt die schlechteren Effekte aufweisen, doch selbst nach 20 Jahren konnte er mich mit seiner ebenso verrückten Handlung neulich mehr erreichen als "Valerian". Schöne Standbilder alleine reichen dann doch nicht.

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                  • 4

                    Letzte Woche geguckt. Ich weiß so gut wie gar nichts mehr von der Handlung.
                    Er war sehr lang(atmig), darüber halfen nicht mal die genialen Effekte hinweg und das will schon was heißen. Obwohl ich mich vorher sogar darauf eingestellt hatte dass ich diesen Film nur der Effekte wegen schauen möchte.

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                      JimiAntiloop 06.12.2017, 16:39 Geändert 10.12.2017, 15:41

                      'Valeriean - Die Stadt der tausend Planeten' hat mich sehr gut unterhalten und die vielen kleinen kreativen Szenarien und Figuren, welche die beiden Haupcharaktere auf ihrem Weg durchlaufen, haben mich überrascht. Die Story ist völlig in Ordnung und der Liebesplot gar nicht so flach wie es manch einer sieht, auch wenn das Finale sehr sehr sehr nach Kitsch schreit.
                      Jedenfalls hab ich mich mehr unterhalten, als beim stinkend langweiligen ersten StarWars, dem miesen 3. neuen StarTrek und einigen der Superheldenfilmen, die da in den letzten Jahren produziert worden.
                      Wirklich Schade, dass Velerian in den Kinos nicht durchgestartet ist. Hätte er mehr verdient als manch einer der Blockbuster der letzten Jahre. Vielleicht reißen die DVD, BR, VoD Verkäufe noch etwas. Von diesem Universen würde ich gern noch ein paar mehr Eindrücke bekommen.
                      Wenn man bedenkt, dass es die größte Independentproduktion aller Zeiten ist, welche doch sehr ordentlich daherkommt, wäre es zu Hoffen das die ganze Sache im Nachgang eine nicht so große Verlustgeschäft sein wird, wie es im Moment noch danach aussieht.

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                      • 6 .5

                        Das war Ok.
                        Nach den schlechten Kritiken hatte ich es mir schlechter vorgestellt.
                        Der Film hatte gute Effekte, die Story ging auch Ok (Ok - die beiden Helden hätten gerne 4-5 Jahre älter sein können).
                        Aber immerhin Herbie Hancock spielte mit.
                        Außerdem war zu Beginn Space Oddity zu hören.
                        So schlecht konnte der Film danach nicht mehr werden....

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                        • 7 .5

                          [...] Lange Zeit habe ich mich auf "Valerian – Die Stadt der tausend Planeten" gefreut, es dann aber schlussendlich – wie beinahe immer – doch nicht ins Kino geschafft. In diesem Fall nicht weiter tragisch, denn keine viereinhalb Monate später feiert der Film nun im Heimkino Premiere und zumindest jetzt galt es, schnellstmöglich einen Blick zu riskieren, handelt es sich schließlich um ein Herzensprojekt von Luc Besson, dessen beste Filme zwar schon eine ganze Weile zurückliegen, der mich aber beispielsweise auch mit "Lucy" doch zumindest großartig zu unterhalten wusste. Ähnlich gelagert war nun auch meine Erwartungshaltung bei diesem opulenten Science-Fictioner, von dem ich mir nun nicht eben eine wahnsinnig tiefgründige Story, dafür aber gehörige Schauwerte erwartet habe und mit genau dieser Annahme liegt man in diesem Fall goldrichtig. So legt Besson eindeutig weniger Wert auf ausgefeilte Dialoge und selbst die meisten One-Liner hat man so oder ähnlich schon anderswo gehört (gleich zu Beginn zitiert Besson sich gar selbst indem er die wohl berühmteste Zeile aus "Taken" beinahe eins zu eins übernimmt), doch finden sich die Stärken dann wiederum auf optischer und inszenatorischer Seite, was ohne Frage die Fans der Comics vor den Kopf stoßen könnte, denn allein beim Titelhelden Valerian von Charakterisierung zu sprechen wäre beinahe etwas hochgegriffen. [...]

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                          • 4 .5

                            Optisch Meisterhaft.
                            Leider kann man das zur Story und den Schauspielern nicht sagen...

                            • 9

                              Für mich persönlich einer der top Filme der letzten Jahre.
                              Technisch sehr weit vorne. Die Schauspieler agieren auch sehr professionell. Das Cara Delevingne mal ein Victoria Secret Model war merkt man ihr jedenfalls nicht an. Sie spielt sehr souverän. Die Story ist auch sehr gut. Für mich passt einfach alles zusammen.

                              Ich persönlich habe mich gut unterhalten gefühlt. Bei so einem Film ist sogar mal ein 4K Fernseher bzw. ein bluray berechtigt.

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                              • 5

                                Visuell haut "Valerian" mal so richtig auf den Putz, das, was dem Sehnerv da serviert wird ist mehr als beeindruckend. Optisch erinnert mich das sehr an "Das 5. Element" oder "Guardians of the Galaxy", nur ist alles noch verspielter und detailverliebter. Leider bezieht sich das nur auf die Optik, denn storymäßig war mir alles zu blass. Außerdem konnte ich das Protagonistenpärchen einfach nicht ernst nehmen und von den Gags, die versucht wurden, konnte bei mir keiner zünden. Sorry Luc, da hast du in meinen Augen daneben gegriffen und eine astreine Mogelpackung abgeliefert.
                                Fazit: Typische Style over Substance-Produktion, schade, hatte mehr erwartet

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                                • 8 .5

                                  Geiler Scheiss =D
                                  Ich fand "Valeria" super, eigentlich genau wie ich es erwartet hab - knallbunt und voll
                                  mit Millionen Details, die du beim ersten schauen gar nicht alle erfassen kannst.
                                  Als ich dann noch gelesen hatte, daß "Star Wars" doch die ein oder andere Idee aus den Valerian-Comics übernommen hat, war ich noch mehr interessiert. Und ja, es stimmt. Kenner werden sofort auf eindeutige Parallelen stoßen.
                                  Was aber ncht heißt "Valerian" wären ein Abklatsch. Eine wilde Mischung aus "Avatar","Das fünfte Element", ein wenig "Guardians" und eben "Star Wars".
                                  Hat mich sehr begeistert, da der Film trotz einiger cooler Action-Szenen, sich nie wirklich ernst nimmt. Einfach cooler Film, der so schnell nicht langweilig wird.

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                                  • 5

                                    Spätestens seit "Das fünfte Element" wissen wir, wie es Luc Besson mag, nämlich vor allem schrill: Schrille Charaktere, schrille Outfits, schrille Kulissen... und er mag es skurril, laut und hektisch. Die Optik platzt aus allen Nähten und ist total überfrachtet. Dazu kommen noch eine Brise Erotik durch die attraktive Cara Delevingne, die natürlich ihre optischen Reize gut einzusetzen weiß, schräger Humor und eine ganze Reihe bekannter Stars in Nebenrollen. Am Ende fühlt man sich dann wie ein ADHS-Patient auf Speed...

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                                      prodrollerygiggleyes 30.11.2017, 06:14 Geändert 30.11.2017, 06:16

                                      Meloiney, Piloten! ([Improvisiert] Entschuldigt - ich spreche nicht fließend Pearl.)

                                      Wieder mal ein Beweis dafür, dass ich mich auf meine Intuition bei Filmen meistens ohne größere Probleme verlassen kann. *erleichtertausatmet* :) Nach dem ersten, längeren Trailer war ich vom Bilderrausch Valerians schon beachtlich in den Bann gezogen. Ich habe mit einem visuell beeindruckenden Film gerechnet, jedoch hat die heutige Sichtung über Videoload meine kühnsten Vorstellungen noch weit übertroffen. Was Luc Besson und sein Team auf die Leinwand gezaubert haben, ist in puncto Fantasie und faszinierender Formensprache schwer zu überbieten. Kann sich mit besonders geschätzten Genreperlen absolut messen. In mancherlei Hinsicht übertrifft der Film die Genrekonkurrenz sogar um Längen. Ich kann mich nicht erinnern, in der letzten Zeit einen Film gesehen zu haben, der ein deratig geniales Worldbuilding und vergleichbar herausragendes Charakterdesign anbieten konnte. Die Pearl erinnern zwar ein wenig an Camerons Na’vis, aber das ist die einzige Parallele, die ich im ohnehin etwas unnötigen Vergleichsmodus bemühen möchte. Nicht nur Alpha ist eine verrückte Augenweide. Auch die Heimat der Pearls mit dieser gemütlichen Strandatmosphäre versetzt mich in einen superangenehmen Wohlfühlmodus.

                                      Ich bin absolut begeistert. Die Bilder vibrieren, pulsieren und überwältigen. *-*

                                      Sehe auch überhaupt keinen Grund, warum ich hier an der CGI rumnörgeln sollte. Erstens ist sie perfekt mit den realen Szenenbildern verwoben und zweites muss man sich mal ausmalen, was sich tatsächlich für ein künstlerisches Talent hinter diesen wuchtigen, schillernden Bildern verbirgt. Da sitzen Zauberer hinterm Rechner. ;) Ich sehe den enormen Aufwand und ich weiß ihn sehr zu schätzen. Es gab nicht eine einzige Szene, die nicht in irgendeiner Form mit flamboyanten Details bestochen hätte und zwar nicht nur im Sinne von grell/bunt sondern auch in Form von irrsinnig extravagant. Coole Farbkombinationen und einen Sinn für Mode konnte man ja schon dem fünften Element attestieren. Hier eine cremige Pastellfarbe, dort ein wenig grober Mesh - achja, ein Hauch von nichts darf auch nicht fehlen. Macht sich alles mehr als lecker in outer space. Casualklamotte, Uniform und Kampfmontur - alles sieht schön verspielt und wohldurchdacht aus. Dieser Hang zur genussvollen Extravaganz wird mit schaurigschönen, clever ausgeleuchteten Scifi-Szenenbildern in pulsierenden Kontrast gestellt. Das rauscht ordentlich in die Birne. Es prickelt und zischt. Der freche Cocktail mundet und beduselt. *hicks*

                                      Das fünfte Element hat mich damals erst beim zweiten Anlauf so richtig geflasht. Bei Valerian hat es hingegen sofort gefunkt. Bei der Genreklassifizierung fehlt eindeutig die Kategorie Fantasy. Der Film bietet neben dem Scifisetting nämlich unzählige Fantasyelemente, die zusätzlich zu einem abwechslungsreichen Gesamtergebnis beitragen. Wer hier klassische Scifiunterhaltung erwartet, ist auf dem falschen Dampfer.

                                      Vorneweg gleich meine einzigen Kritikpunkte, die in Kombination zu einem Punkt Abzug führen. Gegen Ende ist Valerians Verhalten für einen kurzen, aber entscheidenden Moment etwas unglaubwürdig und enervierend. Ich verrate nicht, worum es im Genaueren geht. Das wäre ein Spoiler. Da ich in diesem Moment für kurze Zeit aus der magnetischen Anziehungskraft dieser herrlich eigenwilligen Spaceopera brutal herauskatapultiert wurde, muss ich den Abzug leider vornehmen. Hätte ansonsten echt Lieblingsfilmpotential gehabt.

                                      Endlich mal wieder etwas ungeniert Buntes ohne vorgegaukelten Anspruch. Absolut ehrliches, unverkrampftes Blockbusterkino, das sich für nichts und bei niemandem entschuldigt.

                                      Die zweite Kleinigkeit, die mich gestört hat, wären die Songs beim Abspann. Meine Güte - das hat ja muskalisch und vor allem atmosphärisch so überhaupt nicht gepasst. Die knuddelige Message erhält zum Schluss nämlich durchaus eine gewisse, epische Durchschlagskraft. Wie kann man bei den Credits dann so ein belangloses Gedudel laufen lassen, das weder den Scifispirit noch die narrative Ebene sensibel abrundet. Ein ehrlich gesagt etwas blöder Wermutstropfen, der mir krass stinkt. Schalte ich halt das nächste Mal einfach ab, wenn die Credits laufen. Musik kann ja übel abturnen, wenn man sie als unpassend empfindet. *schauder* Ich genieße das nämlich in der Regel sehr, wenn bei einem Film zum Schluss ein oder mehrere richtig gute Songs gespielt werden. Apropos Musik(er): Rihanna fand ich als formwandelnde Künstlerin Bubble erstaunlich gut. Sie durfte zwar eine popmusiktypische Performance hinlegen, aber ihr Auftritt als solcher wirkte dennoch nicht unangenehm selbstreferentiell. Das hatte ich befürchtet und das hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. Super.

                                      Nachdem ich mich eine gewisse Zeit irrsinnig auf den Film gefreut hatte, stieg in mir der Gedanke auf, wie schade es wäre, wenn ich eventuell keinen Zugang zu den zwei Hauptprotagonisten erhalten könnte. Uff, ist mir da ein Stein vom Herzen gefallen. Ich find die zwei durchaus sympathisch und ihre mild-biestigen Kabbeleien wirken auf mich zum Glück charmant und witzig. Sie haben beide ihre Ecken und Kanten und sind gewiss nicht Everybodys Darling. Valerian kann ab und zu ein kleines, selbstverliebtes Arschloch sein, was ich ihm merkwürdigerweise nicht mal so arg übel nehme. Wie vorhin schon gesagt - nur einmal geht er mir kurz auf die Nerven. Auf Dane hatte ich mich gefreut und ich wurde von seinem coolen Auftritt nicht enttäuscht. Über Cara wusste ich vorab rein garnichts. Insofern war ihr motzig-lässiges Spiel eine interessante, neue Erfahrung. Mir gefällt, dass die beiden hochinteressant anzusehende Charakterköpfe sind. Empfinde ich beide nicht als perfekte Hollywoodschnuten. Mal salopp gesagt, hat Dane ein wenig Froschäuglein und Cara wirkt minimal herb. Das mag ich total. Nicht so geleckt und scheußlich perfekt. Jopp, ich mag die beiden gern.

                                      Unter all den schrulligen Ideenreichtum und das schillernden Farbenspiel mischen sich auch manchmal recht harsche und unbarmherzige Töne. Die Szene mit dem "Hut" ist ziemlich verstörend. Die künstlerischen Aussparungen sind sowieso sehr begrüßenswert umgesetzt. Sie aktivieren das Kopfkino, lassen gewisse Szenen im Kopf weiterlaufen und selbst nach dem Film darf fleißig weitergeträumt werden. Ich wette, dass mich dieser Film in meinen Träumen verfolgen wird. Das ist so ein typischer Kandidat, der sich leidenschaftlich festknabbern kann und dessen außergewöhnliche Bilder langfristig abgespeichert bleiben werden. Das schafft nicht jeder Film.

                                      Meine Lieblingsszene: Laureline wird von einem Bagoulin in die Reihe gemacht, um vor den König zu treten. Diese Geräusche und Gesichter vom Alien haben mich richtig laut lachen lassen. ;D Ist das geil. Saukomisch.

                                      Abrundent möchte ich einräumen, dass die Geschichte an sich nicht wirklich kompliziert gestrickt ist, aber ich finde überhaupt nicht, dass sie inkonsistent oder langweilig ist. Den Bösewicht kann man schön hassen. Den Transmutator möchte man sofort adoptieren und den ganzen Tag knuddeln. Die dynamische Action kracht satt rein und ist superkurzweilig. Der visuelle Bombast föhnt ungebremst ins Gesicht. Pffft - was bitte will ich mehr. Wandert postwendend in meine Sammlung.

                                      Fazit: Hammergeile Blockbusterunterhaltung. Chapeau, Luc. Merci beaucoup.

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                                        Die Mischung aus gelungenen CGI und handgemachten Practical Effects sorgt für eine zum größten Teil opulente, spektakuläre Optik, die jedoch gleichzeitig oftmals völlig überfrachtet daher kommt und hin und wieder leider doch sehr künstlich wirkt. Bereits in der Eingangsseuenz kriegt man jede Menge kreativer Alien Designs zu sehen, die sich nach dem 10 abstrusen Geschöpf allerdings abnutzen und zu purem Selbstzweck verkommen. Dennoch wird deutlich, was für eine gewaltige visuelle Kreativität dieser Film hat. Umso bedauerlicher ist es, dass Skript und Schauspieler dieser keinen sinnvollen Raum zur Entfaltung geben.
                                        Die Hauptstory an sich ist gar nicht mal so übel und hat durchaus Potenzial, nimmt insgesamt im Film allerdings nur sehr wenig Patz ein, da sich die beiden nervigen Hauptcharaktere durch einen redundanten Subplot nach dem nächsten känpfen. Das nimmt jeden narrativen Fluß und lässt schmerzlich einen roten Faden vermissen.
                                        Hinzu kommt, dass die albernen Dialoge kindisch, dämlich und nervig sind und sowohl Dane de Haan als auch Cara Delevigne komplett fehlbesetzt sind, was für einen charaktergetriebe Erzählung quasi ein Todesurteil darstellt. De Haan, der mir bislang einzig in Chronicle gefallen hat, kauft man den supercoolen Geheimagenten und Womanizer zu keiner Sekunde ab. Delevigne ist sehr schön anzusehen, aber kann null schauspielern. Die Chemie zwischen den beiden passt nicht, alles wirkt verkrampft, uncool und versprüht wenig Charme. Dazu kommt ein lachhafter Bösewicht, den der Durchschnittszuschauer wohl schon beim Gucken des Trailers enttarnt, sowie eine viel zu lange Laufzeit.
                                        Unterm Strich macht das ein ziemlich unerträgliches, keinesfalls weiter zu empfehlendes Machwerk und verdeutlicht, dass sich der einst so geniale Luc Besson in einer ernsthaften Schaffenskrise zu befinden scheint.

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                                          Total flach aber schick anzusehen.

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                                            tekyoenbear 27.11.2017, 12:35 Geändert 27.11.2017, 12:37

                                            Schöne Effekte. Punkt. Die Bilder haben mich tatsächlich lange unterhalten. Was für eine dünne, an den Haaren herbeigezogene Handlung. Okay es ist, wie ich verstanden habe, nach einer Comic Reihe verfilmt, was die Handlung erklärt und nicht viel Raum für eine eigene Geschichte zulässt.
                                            Was echt gar nicht ging, waren die Schauspieler aber von A-Z.
                                            Wo zum Kuckuck ham se die denn raus gekramt? Cara kann nur einen Gesichtsausdruck und hat nen Gesicht zum Eier abschrecken. Dane dieses milchgesichtige Frettchen soll gut aussehen? Puhhh. Also mein Ästhetik Empfinden ist da anders.
                                            Es wirkte einfach nichts wirklich stimmig, oder glaubwürdig und vor allem an vielen Stellen so von anderen Filmen abgekupftert (Stichwort: Avatar oder Das fünfte Element). Man hangelt sich den ganzen Film durch echt gute Effekte durch. Das hat mich an der Stange gehalten. Sonst hätte ich ausgemacht nach 30 Minuten. Gut das ich den nicht im Kino gesehen habe sondern umsonst bei Freunden.

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                                                RedMoon-1973 26.11.2017, 18:14 Geändert 26.11.2017, 18:15

                                                Also ich muss schon sagen, Cara Delevingne ist echt heiß. Da geht einem das "Herz in der Hose" auf....ok, jetzt zum Film.

                                                Erster Kritikpunkt:
                                                Die Hauptbesetzung ist definitiv ein Griff ins Klo. Dane DeHaan wirkt jederzeit bemüht, aber viel mehr als "Heimscheißer a la American Pie" bringt er nicht rüber. Ich kaufe ihm seinen Space-Agenten nicht ab. Er kann den Film absolut nicht tragen, so wie ich ihn nicht ertragen kann in diesem Film. Großer Fehler ihn hier zu besetzen. Obwohl Cara Delevingne eine Augenweide ist (hatte ich bereits erwähnt dass sie heisssss ist?), passt auch sie nicht ganz in diese Space-Opera. Sie ist einfach nicht abgebrüht genug für so eine Rolle.

                                                Zweiter Kritikpunkt:
                                                Die Story hat gute Ansätze und einen ernsten Hintergrund. Leider dümpelt diese so irgendwie vor sich hin ohne irgendwelche Wendungen oder einen Spannungsbogen. Die vielen Logiklöcher lasse ich mal außen vor. Halt nein, ein Schwarzes-Logikloch möchte ich doch ansprechen:
                                                Da entkommen die letzten Bewohner von Mül in einem Wrack vom explodierenden Planeten. Soll man sich das so vorstellen, dass dabei einfach der Planet verdampft und sie irgendwie im Raum stehen, ohne dass denen etwas passiert? Mumpitz!

                                                Dann entwickeln sich diese letzten Überlebenden von einer "Bikini-Bottom-Kultur" in eine High-Tech-Raumfahrer-Kultur. In einem Raumschiffwrack. In nur 30 Jahren. Klar!

                                                Ansonsten habe ich hier als Sci-Fi Fan alle Elemente der letzten 40 Jahre in einem Film präsentiert bekommen. Und es hat mir gefallen. Die Optik ist erste Sahne. Die Außerirdischen sind gut durchdacht und ziehen einen immer wieder in den Bann. Ich hätte gerne eine Pause Taste im Kino gehabt um Details anzusehen.
                                                Dann der virtuelle Markt am Anfang. Eine tolle Idee. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass wir in 50 Jahren nach "Amazon World" zum virtuellen shoppen reisen werden.

                                                Der Film ist einfach Unterhaltung pur, ohne viel Tiefgang zu erreichen. Aber die Optik, die Ausstattung, die viele Action, lassen einen über die vielen Schwächen hinwegsehen. Auch Rihanna konnte mich mit ihrem Auftritt überzeugen.

                                                Und Cara Delevingne finde ich zum Anbeißen.

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                                                  Valerian, die Stadt der tausend Planeten ist visuell wahrscheinlich einer der schönsten Filme des Jahres. Während die Geschichte in ihrem Kern nichts neues und auch keine Überraschungen bereit hält, wirkt er doch vor allem über die mit sehr viel Liebe zum Detail gestalteten Welten und Wesen, hier wird deutlich, dass Luc Besson ein Herzensprojekt auf die Beine gestellt hat. Zweifel kamen mir nur in Hinsicht auf die Besetzung von Dane DeHaan als Hauptrolle, der es nicht schafft, der Figur auch nur den geringsten Tiefgang zu verleihen und den gesamten Film vor sich hin nuschelt. Die sonstigen Schauspielleistungen sind mittelprächtig bis gut. Insgesamt ist Valerian ein sehr kurzweiliges SciFi-Abenteuer mit schönem Score und tollen Bildern

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