Verdammnis - Kritik

Flickan som lekte med elden / AT: Stieg Larsson: Verdammnis

DK/SE · 2009 · Laufzeit 129 Minuten · FSK 16 · Thriller · Kinostart
Du
  • 8
    Jomida 25.10.2018, 08:48 Geändert 25.10.2018, 09:16

    Die Verfilmung des zweiten Buches aus der "Millennium"-Trilogie. - Ein ebenso spannender wie gewaltvoller Krimi, der mit formalen Anleihen beim Gothic Horror sehr gekonnt unterhält. Braucht zwar etwas, um auf Touren zu kommen, reißt dann aber voll mit.

    • 8

      Schon der erste Teil „Verblendung“ war ne ziemliche Kopfnuß – und die Episode 2 der „Millenium“ Trilogie ist da noch heftiger. Ich hatte den ersten Teil wohl nicht mehr frisch genug im Kopf und hab hier im recht schnell unübersichtlichen Gewusel der Figuren und Charaktere sehr schnell den Faden verloren. Darum bewerte ich den Film an sich nicht weil ich die verschnörkelte Handlung kein Stück verinnerlicht habe. Trotzdem kann man den Film aus einem Grund auch so atemberaubend finden: die von Noomi Rapace zum zweiten Mal oscarreif gespielte lisbeth Salander ist sicherlich einer der interessantesten und mitreißendsten Filmcharaktere die ich jemals in einem Film gesehen habe (und das nicht nur weil sie sich gleich zu Beginn in einer recht heftigen lesbischen Sexszene austobt). Ihr Facettenreiches Spiel einer unglaublichen Frau die sich wie eine Löwin wehrt als es die ganze Welt auf sie abgesehen hat macht den Film zu einem mitreißenden Tripp in den Wahnsinn.

      Fazit: Überaus spannende Kopfnuß für Mitdenker – aber auch so mit einer der ausdruckstärksten Antiheldin überhaupt!

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      • 8

        +++++++++++PERVERS 2.0+++++++++

        Der zweite Teil der Millenium Reihe brilliert mit extra viel Spannung. Man erfährt in einzelnen Momenten mehr über Lisbeth und über ihre Vergangenheit. Action geladen und brutal mit wirklich ausgezeichneter Technik. Die musikalische Untermalung sorgt für den entsprechenden Puls und passt wirklich gut. Hat mir besser als Teil 1 gefallen, aber nicht ganz so gut wie der Dritte.

        • 8 .5
          Dopamingourmet 05.02.2017, 07:41 Geändert 05.02.2017, 07:44

          Die gesamte Millennium - Trilogie hat mich sehr beeindruckt und emotional bewegt- und schließlich selbst ein bisschen im Netz "recherchieren" lassen.
          Noomi Rapace spielt den Charakter Lisbeth Salander mit einer solchen emotionalen Wucht und Präsenz, daß es einen schon beim bloßen Zusehen mitnimmt- so man sich da einfühlen kann bzw. will.
          Auch die anderen Akteure machen ihre Sache sehr gut, was die Verfilmung (für mich persönlich) auf einen sehr hohen "Qualitäts- Standard" bringt-
          einfach exzellent dargestelltes und storytechnisch überlegt- und überzeugend inszeniertes Thriller- Kino vom feinsten.
          Noch dazu- in Bezug auf den Handlungs- Strang "Lisbeth Salander" mit viel mehr Realitäts- Bezug als manch einer bei der Erst- Sichtung annehmen wird ( ist halt kein einfach frei erfundenes - und auch längst kein Einzel - Schicksal.
          Die traurige Tatsache ist, dass gerade in Berufsgruppen, bei denen Worte wie "objektive Einschätzung", "soziale Fürsorge", und besonders "Vertrauens - Aufbau" und "Schutz" enorm viel Gewicht haben, auch die höchste Missbrauchs- Rate vorliegt , auch hier in Deutschland...allein schon nach der Menge offiziell protokollierten Straftaten.)

          Ein extrem spannend und atmosphärisch dicht umgesetztes Drehbuch , mit exzellenten Darstellern und einem hohem Authentizitäts- Faktor - was will man mehr?!

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          • 7 .5

            ...fand ich etwas schwächer den Teil als den ersten, blutiger ist nicht besser , der Handungsstrang das mit den Mädchenvergewaltigung wird nicht eindeutig geklärt, aber immerhin besser als manch anderer Thriller.

            • 7

              Sehr gute Filmreihe, meiner Meinung nach besser als die Neuauflage aus Amerika!

              • 9

                Wieder sehr guter Krimi/Thriller. Etwas action-lastiger und blutiger als "Verblendung".
                Guter zweiter Teil der Triologie.

                • 7
                  cycloo77 01.02.2016, 01:42 Geändert 01.02.2016, 02:25

                  Beginnt bedächtiger als Verblendung kommt aber dann ganz gut in Fahrt.
                  Ein sehr guter Thriller der nicht ganz so düster geraten ist, aber die Figurenzeichnung ist toll und die Bildersprache kann sich auch sehen lassen.
                  Es hätten ruhig ein paar verschiedene Handlungsstränge weniger gegeben, aber im großen und ganzen tolle Unterhaltung.

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                  • 5 .5

                    So richtig warm werde ich mit der Millenium-Trilogie nicht. 'Verdammnis' finde ich ungefähr so interessant wie den ersten Teil 'Verblendung', aber was mich in beiden Fällen von einer besseren Bewertung abhält, ist unter anderem der zähe Produktionsstil. Dazu werden Themen angerissen, die kaum weiterverfolgt werden, was es nicht einfacher macht, dem eher kompliziert aufgebauten Plot zu folgen. Anfangs macht es den Eindruck, dass es in diesem Zweistünder um Zwangsprostitution geht, aber das Thema wird nur oberflächlich behandelt und schnell fallengelassen. Es geht eher um das Aufdecken von Verflechtungen in den schwedischen Behörden, sowie eines Komplotts gegen Lisbet Salander und darum, den Kopf der Bande ausfindig zu machen. Ähnliches gilt für den angerissenen Amphetamin-Import aus Osteuropa und die Verteilung, von derselben Bande organisiert. Was die filmische Verarbeitung von Zwangsprostitution angeht, könnte man 'Taken' (2008) als das krasse Gegenteil von 'Verdammnis' ansehen, in allen Belangen - dort ist das Thema durchgehend eng im Plot eingeflochten, geradlinig, mitreissend und spannend inszeniert.
                    'Verdammnis' bietet interessante, akzeptable Unterhaltung, müsste sich für meinen Geschmack aber mehr auf nur ein Thema konzentrieren und dieses konsequenter, spannender verfolgen.

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                    • 7 .5
                      Der Staudenprinz 11.06.2015, 08:01 Geändert 11.06.2015, 08:04

                      Wir reden hier von dem schwächsten Teil der Reihe, was aber bei weitem nicht heißen soll, dass er schlecht wäre. Nein, es ist nur so, dass Verdammnis gezielt auf Vergebung hin arbeitet, was er sehr erfolgreich macht, und dadurch einen leichten Einbruch in Sachen Spannung erleidet. Außerdem sieht man in einigen Szenen das Mitwirken des ZDF, was sich durch in meinen Augen typischen deutschen Bildern äußert, wie man sie aus dem TV von Tatort und Co kennt. Trotzdem fiel es mir nicht schwer, mich auf den Film einzulassen und fühlte mich auch Dank der guten Leistung der Darsteller (wie in den anderen Teilen auch) gut unterhalten.
                      Fazit : Schwächster Teil der Serie und doch auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde des Genres Thriller.

                      • 5
                        christoph.schuchardt.1 12.03.2015, 18:21 Geändert 12.03.2015, 18:21

                        Wer sich erhofft, dass er eine Film bekommt, der "wie der erste Teil" ist, der wird hier enttäuscht. Um so enttäuschender ist es, dass die eigentliche Idee, das Thema des Filmes wirklich nur Anlass ist um die eingeführten Charaktere miteinander eine Polka tanzen zu lassen. Neu eingeführte Charaktere kommen und gehen, aber das kennnt man auch schon aus dem ersten Teil. Die Geschichte plätschert so dahin. Aber auch das ist nicht anders. Schade. Sollte das Buch da mehr zu bieten haben (was aber ein ganz anderes Ende verlangen würde), dann wäre es sogar lesenswert. Viele Fäden werden nicht weiter verfolgt - vielleicht kommt das ja noch im dritten Teil. Zumindest kann man im Nachhinein verstehen, warum sich die Amerikaner bisher noch nicht entschließen konnten, nen zweiten Teil daraus zu machen. Die Verarbeitung des Stoffes, die Charakterzeichnung und -entwicklung - im Grunde alles - ist irgendwie ein wenig zu dünn. >>Spoiler<< Und man hat sich dazu hinreißen lassen, großes Hollywooddrama einzufangen, Luftanhalten mit einem offensichtlichen Tod zu suggerieren, dessen Lösung so unterirdisch ist, dass der Film gleich noch mal einen ganzen Punkt weniger bekommen müsste. Geschenkt...so wie man sich den ganzen Film eigentlich schenken kann.

                        • 8 .5

                          wieder mal einer der topthriller welche auch vom amerkikanischen remake 2011(sieht man von der besetzung ab) nicht getopt werden konnte!

                          • 5

                            Diese Prostitutionsgeschichte scheint so aufgesetzt und nur in den Film integriert, um Liesbeth auf ihre dunkle Vergangenheit stoßen zu lassen. Der Film hat mich überhaupt nicht in sich hinein gesogen....die Beziehungen werden so oberflächlich dargestellt....in dem Film herrscht im gegensatz zum ersten teil keinerlei Tiefgang. Schade...hoffe der dritte Teil wird wieder besser.

                            • 7

                              Gute Fortsetzung des hervorragenden ersten Teils der Millennium-Trilogie. Der Fokus der Handlung beruht jetzt komplett auf Lisbeth's Vergangenheit, was meiner Meinung nach einen Abbruch an Spannung und Mystik im Vergleich zum Vorgänger mit sich bringt. Allerdings ist es ja auch eine Umsetzung der Literaturvorlage, welche ich nicht gelesen habe... Bin zu meinem eigenen Bedauern leider etwas lesefaul :-P Dementsprechend bleibt wahrscheinlich auch nicht so viel Spielraum für die filmographische Umsetzung.

                              • 6

                                Aftonbladet Stockholm Eilmeldung - Gefahndet wird nach einer geistig zurückgebliebenen, ungebildeten, sozialisierungsresistenten, gefährlichen, lesbischen Satanisten-Putzfrauenprostituierten und einem nicht identifizierten, riesigen, blonden Kampfroboter vom Typ IvanDrago-IV - - - - - Das hört sich eigentlich ganz interessant an, aber leider verliert der zweite Teil stark an Spannung gegenüber seinem Vorgänger. Es reicht noch für einen durchaus sehenswerten Film, aber nicht mehr für einen wirklich rundum gelungenen. An den Schauspielern liegt das aber auf gar keinen Fall und gegen die deutsche Krimi/Thriller-Hausmannskost sieht dieser schwedische Film immer noch sehr gut aus.

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                                • 5

                                  Überzeugt "Verblendung" noch mit einer wirklich tollen und spannenden Kriminalgeschichte, mit guten Charakteren und einem erstklassigen Erzähltempo und Timing, so lässt Verdammnis genau das vermissen. Vielleicht hatte ich zu viel erwartet, aber bei "Verdammnis" wirken die ganzen Beziehungen/Verwicklungen der Personen doch arg konstruiert und viel zu sehr auf Krimiteufel komm raus zusammengeschustert. So dreht sich hier vieles um die Geschichte von Lisbeth Salander, deren Leid und Tragik sie comicbuchartig zu einer Art Auserwählten im Kampf gegen Ungerechtigkeit macht. So richtig reingefunden habe ich leider nie in den Film.

                                  Dazu läuft hier alles eher zäh ab. Es fehlen Reizpunkte, die dafür sorgen, dass man an der Auflösung des Falles interessiert ist. Denn auf was die Geschichte letztendlich hier hinauswollte, wird erst in der zweiten Hälfte des Films so langsam klar.

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                                  • 6 .5

                                    Hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie der erste Teil.
                                    Zwar ist die Story und deren Hintergründe schon ziemlich spannend
                                    und interessant. Aber der ganz große Thrill bleibt einfach aus.
                                    Was auch an der fehlenden Atmosphäre liegt die den Vorgänger noch geprägt hat.
                                    Wer aber wieder einmal geglänzt hat ist Noomi Rapace. Sie ist das absolute Highlight des Films und zeigt warum sie den Sprung nach Hollywood geschafft hat.
                                    Jetzt bin ich noch gespannt auf den letzten Teil der Trilogie. Ich hoffe nur das er das Level des ersten Parts erreicht.

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                                    • 6

                                      »Verdammnis«, der zweite Teil der Verfilmung von Stieg Larssons »Millennium«-Trilogie, ist deutlich hektischer geraten und hat keine Zeit mehr, dem Zuschauer seine soziophobe, aber geniale Pippi-Langstrumpf-Figur der Lisbeth Salander näherzubringen. [Birgit Glombitza]

                                      • 6

                                        Kommt an den Vorgänger leider nicht ran.
                                        Der erste Teil war noch ein richtiger Krimi/Thriller, welcher bis zum Schluss wirklich spannend war. "Verdammnis" hingegen, fand ich ab dem Start nicht viel besser als jeder 0815 Krimi der im TV läuft.

                                        Als eigenständiger Film gerade noch akzeptabel. Die 3 Stunden Laufzeit sind aber definitiv zu lang für den eher dürftigen Spannungsgrad.

                                        Hat mit dem ersten Teil meiner Meinung nach mehr oder weniger nix mehr am Hut.

                                        • 8

                                          Es ist bei einer Buchreihe nichts ungewöhnliches, wenn Band 1 quasi als eigenständige Geschichte funktioniert und praktisch keine Fortsetzung nötig gewesen wäre. Bei dem zweiten Band gibts dann häufiger einen Cliffhanger am Ende und die Geschichte wird dann erst in Band 3 weiter erzählt. So ist es auch bei der Millennium Reihe. In Verblendung geht es hauptsächlich um einen Kriminalfall der gelöst werden muss, während der Fokus bei Verdammnis und Vergebung ganz klar auf Lisbeth Salander liegt und somit gehören Film 2 und 3 praktisch zusammen. Ob Verdammnis auch so ein Kracher ist wie Verblendung? Das erfahrt ihr gleich.

                                          Einige Zeit nach dem Kriminalfall um Hariett, hat sich Lisbeth komplett zurück gezogen. Zu Blomkvist hat sie keinen Kontakt mehr. Doch dann geschehen plötzlich 3 Morde und man will Lisbeth diese Tat anhängen. Einer der Opfer ist der sadistische Ex-Anwalt von Lisbeth, den wir schon aus dem ersten Teil kannten und sie auf brutalste weise vergewaltigt hat. Mikael Blomkvist glaubt von Beginn an, an die Unschuld von Lisbeth und so fängt er an in dem Fall zu ermitteln und muss so in Lisbeths Vergangenheit kramen. Und dann ist da noch ein muskelbepackter blonder Hüne, der wie eine Maschine wirkt und der ebenfalls ein großes Geheimnis in sich trägt und eine große Gefahr für alle darstellt.

                                          Verdammnis ist in meinen Augen etwas schwächer als sein starker Vorgänger. Auch wenn der Fall rund um Lisbeth höchst interessant ist, so fehlt dem Film ein wenig der düstere Touch aus dem Vorgänger und hat hier und da seine Längen. Trotzdem bleibt auch Verdammnis ein starker Genre-Vertreter, der viele spannende Momente hat und schauspielerisch wieder auf hohem Niveau ist. Die Geschichte um Lisbeth wird konsequent und ziemlich clever weiter erzählt, denn vieles rund um diese fantastische Hackerin wurde ja schon in Verblendung angekratzt. Am Ende wird es dann ein wenig unglaubwürdig, was dem Film jetzt nicht zu sehr schadet, aber diesen übertriebenen Schritt hätte der Film gar nicht nötig gehabt. In Grunde hat der Film gar kein Ende, denn man wird mittendrin entlassen und die Geschichte wird erst in Vergebung weiter erzählt.

                                          Noomi Rapace liefert erneut eine beachtliche Leistung als Lisbeth ab und muss auch hier wieder komplett die Hüllen fallen lassen. Aber selbst nackt wirkt Lisbeth unglaublich ästhetisch, besonders ihr unfassbar schönes Drachen Tattoo auf dem Rücken ist jedes mal eine Augenweide. Der ganze Film beschäftigt sich intensiv mit Lisbeth, ihrer Vergangenheit und ihrem Kampf für die Unschuld. Dabei erfahren wir wirklich grauenhafte Sachen die sie durchmachen musste, da ist es kaum verwunderlich dass sie so eine Persönlichkeit wurde. Michael Nyqvist bleibt als Blomkvist hier erstaunlich blass und hat hier nicht die ganz großen Auftritte, da er gegen Lisbeths Präsenz komplett unter geht. Dann haben wir noch den Hünen Anton, der eigentlich nur eine Ausstrahlung wie ein "blonder Terminator" hat.

                                          Fazit : Verdammnis ist ein starker Thriller, der immer noch unfassbar spannend ist. Ihm fehlt nur so ein bisschen die kühle und graue Aura aus dem Vorgänger. Schauspielerisch ist das ganze wieder top und lässt keine Wünsche übrig, nur von der Inszenierung her waren 2 bis 3 Szenen etwas unglaubwürdig. Doch der dritte Teil machte dann wieder einiges besser. Fortsetzung folgt.

                                          8/10

                                          • 8

                                            damals auf zdf zeigten sie die drei teile mit woche abstand im montagskino um 22.15...
                                            ich als ungeduldige nudel fand es zum kotzen immer 7 tage warten und dewegen ist es jetzt richtig geil alle teile am stück zu sichten.

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                                            • 10

                                              Nach dem spektakulären Meisterwerk "Verblendung" sind die Erwartungen an die beiden Fortsetzungen natürlich sehr hoch.
                                              Doch die Schweden haben es bekanntlich einfach drauf - das Niveau des perfekten ersten Teils hält sich fast komplett auch in "Verdammnis".
                                              Einziger Unterschied - und deshalb gibt es hier wohl leider nicht das Herz wie beim Vorgänger - die Handlung ist insgesamt nicht so extrem spannend wie in Teil eins. Aber Achtung, das ist Meckern auf dem Höchsten aller Niveaus!
                                              "Verdammnis" ist (mit Sicherheit, oder gerade, als Teil der Trilogie) ein erstklassiger Thriller, der wieder in allen Punkten überzeugt. Von Twists über Musik und Bilder bis hin zu den immer noch glänzenden Darbietungen der Schauspieler - allererste Sahne!
                                              Nach der "Mini-Kritik" zu Beginn dieses Kommentars gibt's aber jetzt noch ein dickes Lob für die letzte halbe Stunde - was hier dramaturgisch geschieht, ist einfach meisterhafte Kunst.
                                              Okay, die Schweden haben das Herz verdient - einfach weil man zum Schluss denkt:
                                              Alter Schwede!
                                              Und passender geht's dann ja eh nicht. Wieder weltklasse!

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                                              • 7 .5

                                                Eigentlich eine 7,8/10, aber was soll's.
                                                Lisbeth ist pressanter und schultert den Film großteilig allein, was mich sehr freute. Das Finale ist recht fulminant und wenn es darum geht, bevorzuge ich immer Axt-Action.
                                                Der Titel Verdammnis ist genauso losgelöst wie der vom ersten Teil. Eigentlich hieß er ja treffender: Flickan som lekte med elden "Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte" trift den Kern des Geschehens. Lisbeth wird wirklich großartig vertieft und einiges wird klarer. Wehrend sie im ersten Teil scheu wie eine Katze war, verstehen wir nach diesem, wieso. Ach Larssons Welt die er uns Zeigt ist schon herzzerreißend unfair. Ich gebe zu das Buch gelesen zu haben und fand es abgesehen davon, dass es einfach zu lang war und zuviel Leerlauf hatte durchaus gelungen, einiges was im Film verschwiegen wird, wird im Buch erörtert.
                                                Und dennoch bleibt das Ende offen für das filmische Finale welche...

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                                                • 7

                                                  „Verdammnis“ ist nun Teil 2 der Milleniumtrilogie rund um Everybody’s Darling Lisbeth Salander und dem Journalisten Kalle „Fucking“ Blomkvist.
                                                  Leider aber ist er nicht mehr so stark wie sein Vorgänger.
                                                  Dies ist einzig und allein der Buchvorlage geschuldet. Was sich auf Papier noch einigermaßen spannend liest, immerhin gibt es doch mehr Platz um Hintergründe zu beleuchten und Figuren zu vertiefen, ist auf Zelluloid teilweise nur Gerede ohne Unterhaltung.
                                                  Generierte sich die Spannung im Buch aus den diversen Unterhaltungen der vielen Charaktere, so muss der Zuschauer in „Verdammnis“ schon einiges an gutem Willen aufbringen. Dem Geschehen zu folgen ist auch im DC nicht leicht, sind es denn immer noch viele neue Figuren, die auch alle passabel eingeführt werden und mit einer akzeptablen Hintergrundgeschichte bedacht müssen.
                                                  Mit Vorkenntnissen ist das alles auch kein Problem, einem Unwissenden, sprich ohne derlei Wissen aus der Buchreihe, dürfte die Orientierung allerdings schwer fallen.
                                                  Trotzdem hat auch „Verdammnis“ seine spannenden Momente, auch wenn diese zumeist nur Noomi Rapace bzw. Salander geschuldet sind. Ohne sie würde der Film in der Versenkung verschwinden.
                                                  Auch mit Schwächen erstaunt die verdammt weitläufige Geschichte rund um Salanders Vergangenheit. Es ist schon erstaunlich wie umfangreich Stieg Larsson seine Geschichte gestaltet hat und wie plausibel alles wirkt.
                                                  Nach dem grandiosen „Verblendung“, der als eigenständiger Thriller hervorragend funktionierte, kommt mit „Verdammnis“ also eine schwächere Fortsetzung, die dank der umfassenden Buchvorlage Schwierigkeiten hat wirklich zu fesseln.
                                                  Für Fans der Bücher sicherlich lohnenswert, alle anderen werden wohl hin und wieder hilflos dreinschauen.

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                                                  • 6 .5

                                                    2 Jahre Moviepilot - Jubiläumskritik Nr. 1: Verdammnis ist ein recht gut gemachter und spannend inszenierter Thriller mit einer wieder mal sehr gut aufgelegten Noomi Rapace. An Teil Eins kommt er nicht ganz ran aber um den Abschluss der "Millinium Trilogie" richtig zu verfolgen kommt man ohnehin nicht drumherum. Bin auf Teil Drei gespannt.

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