Vergiss mein nicht! - Kritik

Eternal Sunshine of the Spotless Mind

CA/US · 2004 · Laufzeit 112 Minuten · FSK 12 · Drama, Science Fiction-Film, Komödie · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Puhh... War mir leider etwas zu komplex und verwirrend. Ein sehr harter Schinken, welchen man wahrscheinlich richtig stark kauen muss, damit man die Romantik und Story dahinter versteht (Hört sich vielleicht ein bisschen hart an, ist aber nicht so gemeint)

    Aber man sieht definitiv die Richtung, in welcher der Film gehen will: Man kann zwar die Erinnerungen versuchen zu löschen, aber das hilft auch nicht weiter, denn man ist schlussendlich immer mit dem Ex-Partner irgendwie verbunden. Auch die schauspielerische Leistung fand ich recht gut (Vor allem von Carrey und Winslet, welche ihre Persönlichkeit im Film sehr gut rübergebracht hatten)

    Es ist sehr schade, dass ich diese Wertung geben muss, denn ich hatte den Film schon lange vorgemerkt und dachte mir: der muss fantastisch sein. Jetzt fand ich ihn nur "Ganz Gut"... Naja, was solls :/

    2
    • 0 .5

      Ich weiß nicht,was alle immer mit diesem Film haben.Für meinen Geschmack war der Film langweilig und total uninteressant.Die Idee mag ja ganz gut sein,die Umsetzung hat mir allerdings überhaupt nicht zugesagt.
      Ärgerlich

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      • 1

        hat noch jemand außer mir den film nicht verstanden? muss aber auch gestehen, dass ich ab minute 28 eingeschlafen bin...

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        • [...] Ich blicke zurück und sehe diese ersten Momentaufnahmen, das erste Glück, den ersten Kuss und verzeihe ihr alles, denn die wichtigste Zeit war ehrlich und aufrichtig. Und das ist im Grunde alles, was zählt. Das Schöne und die kleinen Dinge des Lebens. Ich wünsche sie mir nicht mehr weg und bin froh, dass ich daran zurückdenken und die Erinnerung in mir auffrischen kann. Denn sie fühlt sich immer noch schön an und wird mir im Leben bei neuer Liebe und neuen Erkenntnissen und Entscheidungen helfen.

          Ich habe mich also reif und ehrlich von den schlechten Erinnerungen dieser ersten Liebe verabschiedet und die wichtigen und ausschlaggebenden Momente überleben lassen.

          Wir sollten also heute auf das Leben trinken, die Fehler, die innere Zerrissenheit, Individualität und Momentaufnahmen, die wir durch kein Loch in unserer Hosentasche verlieren dürfen.

          • 8 .5
            Daggiolone 06.02.2018, 23:11 Geändert 06.02.2018, 23:11

            Wer SPOILER findet dem ist das egal oder hat diese Warnung nicht gelesen...

            Seit Jim Carrey in der Trumanshow eine der genialsten Filmideen mit seiner Gesichtsakrobatik ruiniert hat, habe ich alle weiteren Filme mit ihm gemieden. Ich bin zwar immer noch kein großer Fan, aber diese Rolle hier bringt er richtig gut. Und Kirsten Gunst ist in meiner Dunst auch gestiegen.
            So, genug der Albernheiten. "Vergiss mein nicht!" ist ein witziger, charmanter, ziemlich skurriler und richtig schöner Film. Zwar ist das Ende zu schnell vorhersehbar, und ein Ende bei dem sie nicht herausgefunden hätten, dass sie sich bereits kannten hätte den Kitschanteil etwas reduziert. Dafür befindet sich neben der Neuanfang-Botschaft zusätzlich noch die Wir-dürfen-die-schönen-Seiten-nicht-vergessen-Ebene in dem Finale. Schlicht einfache Unterhaltung, aber auf hohem Niveau.
            Michel Gondry war mir bisher kein Begriff, aber er hat mich Neugierig auf mehr gemacht.

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            • 10
              DieBraut 30.01.2018, 11:09 Geändert 30.01.2018, 12:04

              Was wäre, wenn man die Erinnerung an beendete Beziehungen aus seinem Bewusstsein löschen könnte, auch die betreffende Person. Aus den Augen, und noch wichtiger, aus dem Sinn! Wie oft habe ich mir das schon bei einigen meiner Expartner gewünscht, aber leider blieb es nur beim Wishful Thinking. Bei 'Eternal Sunshine of the Spotless Mind' geschieht genau das bei Joel und Clementine nach einer ca. zweijährigen Beziehung. Bei diesem Film funktioniert alles, die verschiedenen Ebenen, die visionäre Optik, die Chemie zwischen Carrey und Winslet sowie die leise und ruhige Poesie, die stets und ständig durch die -fast schon philosophisch angehauchte- Handlung an die Oberfläche dringt. Vor allen Dingen schlugen meine Gefühlssynapsen bei Sichtung dieses Films Purzelbäume. Überhaupt wird das Gefühlszentrum bei diesem Streifen ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und darüber hinaus werden die grauen Zellen bemüht. Ein wunderschöner, intelligenter, vielschichtiger und hochemotionaler Film, dessen Botschaft eindeutig ist: auch wenn die Liebe zerbricht, sie im Kopf nicht mehr präsent ist, lebt sie dennoch im Herzen weiter.

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              • 9

                SPOILER.

                Joel weiß nicht, warum er den Zug nahm. Auf dem Bahnhof Montauks, Long Island, am Ende der Welt, beginnt der Film herzerwärmend: Clementine spricht Joel an. Girl meets boy. Sie blauhaarig, flippig; er schüchtern mit tief sitzender Mütze. Quasselstrippe und ihr anderes Ende. Dass er sich auf den ersten Blick in sie verliebt hat, zeigt Jim Carrey mit leisen Gesten. Kate Winslet spielt exaltiertere Noten: Sie lädt ihn zu sich ein, schmeißt sich an ihn heran und sagt geradeaus auf ihn zu, dass sie ihn heiraten werde. Am nächsten Abend liegen sie auf dem zugefrorenen Charles River, Boston, und schauen in den Nachthimmel, am Horizont leuchten Autoscheinwerfer wie Sternschnuppen. Liebe wünschen die beiden sich, und wenn die Kamera Clementine und Joel von oben zeigt und einen Knacks neben ihnen, der sich in Blitzen seinen Weg durch das schwere Eis gebahnt hat, dann ist das eines der schönsten Momentaufnahmen des Kinos. Hier möchte man anhalten, die beiden einfrieren und dass Bild für immer mitnehmen. Aber nach dem Abend, nach der Nacht, nimmt sie der Knacks zu sich. Oder besser: Er hat es schon längst getan.
                Michel Gondry verfilmt das Oscar prämierte Drehbuch Charlie Kaufmans zu „Vergiss mein nicht!“ (Eternal Sunshine of the Spotless Mind, 2004) in traumhaften Bildern, im wahrsten Sinne: Im folgenden spielt sich der Großteil des Filmes im Gehirn Joels ab. Joel und Clementine hatten sich verloren, lösten ihre Beziehung - und Clementine ließ sich ihre Erinnerungen an Joel nach neuartiger Methode der Firma Lacuna (lat.: Lücken, Hohlraum im Gewebe) aus ihrem Gedächtnis löschen. Als Clementine ihn während eines späteren Treffens wie eine Fremde begegnete und er von ihrer Behandlung erfuhr, beschloss er das gleiche zu tun. Den Löschvorgang, den Joel unter Drogen erwirkter Starre über sich ergehen lässt, zeigt uns Gondry mit berauschender Kreativität: Ohne Grenzen wechseln die Orte, wir schreiten mit Carrey von Gehirnraum zu Gehirnraum, Perspektiven verschwimmen, Sprünge hin und her auf der Zeitachse der Liebesbeziehung von Clementine und Joel. Schnitt um Schnitt. Die Kamera wackelt dazu, die Farben sind bunt, der Ton dumpf oder hell oder schrill oder ganz natürlich. Und einzig und allein die Haarfarbe Clementines hilft uns, eine Chronologie zu durchschauen. Mit roten Haaren liegt sie plötzlich neben ihm auf dem Eis des Charles River, eine Szene, die vor dem Anfang des Filmes geschehen sein muss. Sie halten sich an den Händen. „I´m just happy. I´m just exactly where I wanna be“, spricht Joel, selig vor Glück. Doch Clementine wird ihm entrissen und auch dieses Bild von ihr gelöscht. Aber nun weiß er endlich, dass er die Erinnerungen an sie nicht verlieren will, dass die Prozedur ein großer Fehler ist. Er schreit „Stop!“ in seinen Traum-Raum hinein, aber die Gedankenlöscher können ihn nicht hören. Fortan flüchtet er mit ihr, versteckt sie in den geheimsten Ecken seines Hirns, bringt sie zu Windungen, in denen sie nicht existieren dürfte. Aber der Boss der Lacuna-Firma leistet ungnädige Arbeit, jeder Flucht kommt er auf die Spur. In einer letzten Szene, die das Kennenlernen, das wirkliche erste Treffen der Liebenden schildert, heißt es Abschied nehmen: „Meet me in Montauk“, haucht Clementine, mit grünen Haaren, Joel noch ins Ohr, bevor sie für immer gelöscht ist. Treffen wir uns am Ende der Welt.
                Der Kreis schließt sich. In der Zwischenzeit aber begriff eine Mitarbeiterin von Lacuna, Mary (Kirsten Dunst), wie unmenschlich die Löschung von Erinnerungen ist, sie erfuhr es am eigenen Leibe; aufgrund unerfüllter Liebe zu ihrem Boss ließ sie sich selbst behandeln. Sie verschickt Tonkassetten an die Kunden der Firma, auf denen sie in Vorgesprächen zur Behandlung aufzeichnen mussten, was gelöscht werden soll - und aus welchen Gründen. Mary will den Kunden, sei es noch so schmerzhaft, ihre Erinnerung wiedergeben. Und auch der blauhaarigen Clementine und Joel fallen also die Tonbänder zu, und eben noch in glücklicher Nacht auf dem Charles River, müssen sie nun hören, wie sie enden: In Demütigungen und Beleidigungen dem anderen gegenüber. Was nun tun, wenn man weiß, was auf einen zukommt? „I´ll get bored with you and feel trapped, because that´s what happens with me...“, spricht Clementine und Joel zuckt nur mit den Schultern: „Ok.“ „Ok“, antwortet Clementine. Sie lachen, sie werden es wieder miteinander versuchen.
                Die Haarfarben Clementines führen uns durch die Beziehung: Grün für die Hoffnung beim Kennenlernen; Rot für die Liebe während des Miteinander; Blau für die Melancholie nach der Löschung, aber auch für das Vertrauen und für die Treue. Die letzten Bilder des Filmes zeigen Clementine und Joel im Schnee am Strand. Immer wieder möchte das Bild aus-faden, aber zweimal springt es zurück. Mit diesen zwei Schnitten entgegnet der Film der Liebe, was auch der Mensch ihr nur entgegnen kann: Und dennoch. Und dennoch. Wenn man liebt, komme, was wolle.

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                • 9

                  8 > 9 Pkt.
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                  So many teardrops...
                  ~

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                  • 0 .5

                    In der Truman Show,gefällt mir Jim Carrey noch besser.Vergiss mein nicht,ist sein Zweitbester.Klasse Streifen,mit einem super Drehbuch.Verdienter Oscargewinn,für das beste Drehbuch.Wobei ich nicht so viel von Oscars halte.

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                    • 9

                      einfach nur tragisch schön.

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                      • 4 .5

                        Na ok, Jim Carrey hat das Kalauern ein wenig hinter sich gelassen und versucht sich hier einmal mehr als „richtiger“ Schauspieler – und macht das wieder einmal alles andere als schlecht. Neben ihm in der Rolle des verklemmten Joels gibt es noch eine ganze Handvoll Prominenter Gesichter: „Titanic“ Star Kate Winslet als impulsive Freundin, „Frodo“ Elijah Wood als zwiespältiger Techniker, „Hulk“ Darsteller Mark Ruffalo als liebenswürdiger Gehirnbastler, „Ganz oder gar nicht“ Stripper Tom Wilkinson und natürlich „Spiderman“ Star Kirsten Dunst als zwar total kaputte, aber durchweg erotische Sprechstundenhilfe. Keine Frage, das sind echt gute Leute und in Schauspielerischer Hinsicht ist der Film echt gigantisch – nur leider erschließt sich mir der Rest nicht wirklich. Die wirre Erzählweise die aus verrückten und vielen Zeitsprüngen besteht und erst am Ende Sinn ergibt strapaziert enorm und ab dort wo der „Löschprozess“ eingesetzt hat wird der Film zu einem verrückten, durchgedrehten Bildersturm in dem die Szenerien schneller wechseln als Carrey das früher mit seinen Grimassen tat. Ok, fairer weise muß man sagen daß in all diesem Chaos so einige emotionale Momente enthalten sind die durchaus berühren, trotzdem aber alles weitere wird zu einem übermäßig strapaziösen Wechselbad der Szenen und der Gefühle, zwar toll gemacht, aber völlig verrückt und durch die tieftraurige Stimmung zermürbend und deprimierend.Fazit: Anstrengendes und wirres Drama das eine wirkliche Körperliche Anstrengung darstellt und mehr verwirrt als alles andere – dafür an einigen Stellen bewegt und mit phantastischen Darstellern punktet!

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                        • 7 .5

                          Lieber Jim,

                          nachdem wir wieder beschlossen hatten Donnerbuddies zu sein, fange ich auch damit an mein Versprechen einzulösen, einige deiner Filme nachzuholen.

                          Angefangen habe ich jetzt mit "Vergiss mein nicht".
                          Ein sehr süßer Film, der von der recht ungewöhnlichen Story und seinen klasse Schauspielern getragen wird. Die werte Frau Winslet und du, ihr spielt eure Rollen einfach sehr gut. Auch die Nebenrollen von Kirsten, Elijah und Mark tragen sehr gut zum Film bei und wirken nicht wie loses Schmückwerk.

                          Es ist definitiv keine klassische Romantik-Komödie, da die Story doch sehr sci-fi lastig ist. Leider verliert er sich dahingehend aber teilweise, weil auf der einen Seite bewegt er sich wie die typische "Liebesschnulze" um dann auf einmal wie ein Art House Film daherzukommen. Das hat leider nicht immer ganz gepasst, besonders im Mittelteil. Der Anfang und das Ende und der kleine Twist sind aber herzergreiffend!
                          Mehr will ich aber auch nicht verrraten. Wenn ihr mal auf einen etwas anderen Film Lust habt, schaut ihn euch bei Prime an :)

                          7,5 gelöschte Erinnerungen für eine sehr gutes Sci-Fi-Romantik-Komödiendrama! :)

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                          • 6 .5

                            Hatte mir mehr erhofft. Definitiv zu wenig Drama und zu wenig Substanz. Schade eigentlich, Potential war da...

                            • 9 .5

                              In Memory of a life section – Oder von Löchern in der Hosentasche

                              Ob man nun oft bereut, was man getan oder sich gewünscht hat, spielt in „Vergiss mein nicht“, mit Jim Carrey und Kate Winslet, keine große Rolle. Sie machen es uns einfach vor und spielen dabei mit unseren Sehgewohnheiten, unseren eigenen Erinnerungen, unserem Innenleben und unserer Vorstellungskraft, die oft dazu neigt, sich Dinge vorzunehmen, zu wünschen oder einfach zu machen, die man später auf’s bitterste bereuen wird.

                              In Vergiss mein nicht verliebt sich Joel Barrish in die bunte und zuweilen frische- und durchgeknallte Clementine Kruczynski. Zusammen verbringen sie die schönsten Zeiten und auch die tragischsten. Vom verliebt sein, bis zum Zusammenleben, bis zu Gewohnheit und Abscheu. Der Weg vieler Liebschaften. Joel und Clementine geben sich aber dennoch gegenseitig so viel, ergänzen sich prächtig, da sie beide unterschiedlicher nicht sein könnten. Joel ist der schüchterne, nachdenkliche und zerrissene Typ, Clementine die zugegebenermaßen auch zerrissene, aber verrückte und lebensbejahende Seite der Geschichte. Michel Gondry bedient sich in Vergiss mein nicht keiner übernatürlichen Mittel, sondern ermöglicht den Figuren das Löschen einer Erinnerung bzw. die Erinnerungen an einen Menschen, durch vermeintliche Ärzte und Praktiken. Natürlich ist dies fiktiv, wirkt aber in der heutigen Welt des Fortschritts für mich nicht allzu fern. Zuerst Clementine, dann Joel, entscheiden sich für diesen einfachen Weg. Joel, als er mitansehen musste, wie ihn seine große Liebe nicht mehr erkennt und Clementine, als sie mit sich selbst nicht mehr im Reinen ist, zerrissen ist, sich für die Löschung entscheidet und unüberlegt eine tragische Kettenreaktion über den Zaun bricht…. Wir dürfen bei der Löschung Joel‘s Live mit dabei sein und sehen das Leben im wahrsten Sinne an uns vorbei ziehen. Die schönen Momente, die poetischen Momentaufnahmen aus Joels Leben, seine Zerrissenheit, Clementine’s intuitive Art, ihre Spontanität und ihre Macken und Zerrissenheit.

                              Da muss ich mich unweigerlich auch an meine erste Romanze erinnern. Da muss ich gar nicht tief gehen, denn jeder wird die ersten Momente Glück, das erste Gefühl verstanden worden zu sein, wohl gut kennen. Ich hoffe es! Es fühlte sich warm an, wie eine Decke, die sich über alles hinweg setzte, was unter ihr geschah. Was über ihr geschah war wahrhaftig und brachte das Blut zum Kochen. Die ersten Momente Glück waren schön, wunderschön, aber der Glanz versiegt oft sehr schnell und es wird zur Gewohnheit, man rückt sich auf die Pelle, verliert die Momente in dem Loch seiner Hosentasche und weiß die Seelenverwandtschaft nicht mehr genug zu schätzen. So, wie am Anfang. Die erste Erfahrung ist immer die stärkste und in ganz seltenen Fällen hält und endet sie, wie „Und sie lebten glücklich und zufrieden, bis ans Ende ihrer Tage“. Aber nicht immer. In meinem Fall nahm es einfach eine tragische Wendung und um frühzeitig auf den Punkt zu kommen, wünschte ich mir die Person, mit der ich die ersten Momentaufnahmen in mein gedankliches Portfolio des Glücks klebte, rachsüchtig weg. Aus meiner Erinnerung oder von der Erde. Einfach weg.

                              In Vergiss mein nicht beleuchtet Michel Gondry aber nicht nur die impulsive Seite, sondern auch die Schattenseite einer solchen Entscheidung. Denn, was in dem einen Moment richtig erscheint, aber nicht mehr als Rache bedeutet, würde uns im anderen Moment gedanklich fehlen. Denn ohne Fehler, unsere ganz eigene Art, unser eigenes Denken und die Fehler, die wir begehen, könnten wir künftige Entscheidungen nicht mehr abwägen. Deshalb hält Joel die Löschung in seinem Inneren auf, um seine Liebe nicht zu verlieren. Es ist ein tragisches und bittertrauriges Märchen, dass von der Dunkelheit des Lebens berichtet. Finsternis und Zerrissenheit wurden dem Film eingebrannt. Der Drang zur Wendung und hin zu Liebe und Leben, machen daraus ein lange nachwirkendes Werk.. Es steckt alles drin, was es über das Leben und die Liebe zu berichten gibt. Ebenso schockierend und finster werden die Szenen mit Bilderfluten und Gedanken überschwemmt. Eine aufrüttelnde Darstellung und ein Jim Carrey in der vielleicht besten Rolle seines Lebens.

                              Manchmal möchte man sich die Menschen weg wünschen, manchmal wünscht man sich auch alle weg, aber wenn sie es erstmal sind, dann fehlen sie. Wenn wir uns einen Menschen weg wünschen, dann fehlen uns die Entscheidungen und Fehler die wir begangen haben und die wir für unser Leben und zukünftige Entscheidungen dringend benötigen.

                              Ich blicke zurück und sehe diese ersten Momentaufnahmen, das erste Glück, den ersten Kuss und verzeihe ihr alles, denn die wichtigste Zeit war ehrlich und aufrichtig. Und das ist im Grunde alles, was zählt. Das Schöne. Ich wünsche sie mir nicht mehr weg und bin froh, dass ich daran zurückdenken und die Erinnerung in mir auffrischen kann. Denn sie fühlt sich immer noch schön an und wird mir im Leben bei neuer Liebe und neuen Erkenntnissen und Entscheidungen helfen.

                              Ich habe mich also reif und ehrlich von den schlechten Erinnerungen dieser ersten Liebe verabschiedet und die wichtigen und ausschlaggebenden Momente überleben lassen. In Memory of a life section.

                              Wir trinken also heute auf das Leben, die Fehler, die innere Zerrissenheit, Individualität und Momentaufnahmen, die wir durch kein Loch in unserer Hosentasche verlieren dürfen.

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                              • 9

                                Fazit: "Vergiss mein nicht!" stellt ein kleines Meisterwerk dar und ist einfach toll gemacht. Die Handlung ist sehr interessant und die Darsteller spielen hervorragend. Dazu gibt es eine gute Figurenzeichnung und eine sehr verspielte, kreative Inszenierung, die sich echt sehen lassen kann. Die Atmosphäre ist vielseitig, aber vor allen Dingen schön und der Unterhaltungswert ist einfach sehr hoch. Ein trauriger, warmherziger und äußerst schöner Film, der eine gewisse Melancholie versprüht und den Zuschauer mit einem guten Gefühl hinterlässt. Sollte man als Freund solcher Filme durchaus gesehen haben!

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                                • 6 .5

                                  Der Film behandelt eine interessante Idee, schöpft sein Potenzial jedoch nicht voll aus. Trotz der guten Leistung von Carrey, Winslet, Dunst & Co. schafft der Film es nicht, mich berühren, driftet irgendwann zu sehr ins Kunstfilmartige, Abstrakte ab. Dennoch ein sympathischer Film.

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                                    WithOpenEyez 26.07.2017, 18:11 Geändert 09.12.2017, 18:57

                                    "I don't know if I like this." Doch, nach Durchlauf No. Zwo weiß ich es: Ich mag's nicht. Prinzipiell kann ich die titelgebende Bitte nicht erfüllen und werde dieses merkwürdige Werk vergessen. Auch wenn ich Charlie gerade mit Andy Kaufman verwechselt habe, kommt das für mich irgendwie aufs Gleiche raus. Anfänglich war's noch relativ normal, bis der Plottwist einsetze. Beim ersten Durchlauf hatte ich nicht wirklich verstanden worum es ging, diesmal denke ich, habe ich die Haupthandlung verstanden (auch weil diese im Film klar erklärt wurde), alles andere ist halt dann abstrakt gehalten, aber durchaus weitgehend verständlich warum. Nach anfänglichem Interesse verlor sich mein dieses mit Verlauf des Films immer mehr.

                                    Wenn ein Film mit dem Cast Carrey, Winslet, Ruffalo, Wood, Dunst als auch Wilkinson wirbt, ist das schon heftig. Wenig wurde draus gemacht. So sympathisch Carrey's Joel war, so überzeugend seine dramatische Darstellung, so stimmig der Score, so teilweise ansprechend die Story - irgendwann kam der Punkt, wo mich das ganze abstrakte Gespiel nicht mehr wirklich tangierte. Führte auch letztendlich ins Nirgendwo. Nett und mehr auch nicht. Mag als Kunst durchgehen, kann aber ruhig weg. Trotzdem bewundere und befürworte ich kreative Köpfe, die einfach ihr Ding machen und sich nicht um Normen und Storybausteine scheren. "I need your loving, like the spotless mind of the eternal sunshine."

                                    Was mich jetzt aber völlig aus den Socken haut sind die MP und IMDb Werte: 7,6 bzw. 8,3. Ich kann das gerade bei diesem sperrigen Werk absolut überhaupt nicht verstehen.

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                                    • 8

                                      Interessanter und bewegender Film, der von seinen beiden Hauptdarstellern getragen wird. Ich mochte die natürliche Art von Carrey und Winslet hier, aber auch Dunst und Wilkinson sind nicht zu verachten.

                                      • 3

                                        Nee hat mir gar nicht gefallen, das Psychomärchen mit dem löschen von Erinnerungen, da ändert auch nicht die bezaubernde Kate Winslet etwas.

                                        • 7 .5

                                          Der Film ist ganz gut. Jim Carrey und Kate Winslet spielen ihre Rollen sehr gut. Winslet wurde sogar Oscarnominiert für die beste Hauptdarstellerin, zurecht meiner Meinung nach. Aber auch Jim Carrey zeigt seiner besten Leistungen in seiner Karriere. Der Film ist mir aber teilweise zu wirr. Eine Liebesgeschichte die Parallelen zum Actionfilm "Total Recall" hat.
                                          Immer in sorgt der Film für Abwechslung in Carreys Filmographie. Für Liebhaber des romantischen Kino ist der Film vielleicht zu Science -Fiction lastig. Aber mich störte die die Kombination weniger. Ich wurde gut unterhalten.
                                          Neben Winslet und Carrey spielen auch noch Elijah Wood, Mark Ruffalo, Kirsten Dunst und Tom Wilkinson mit.

                                          Einer der besten Liebensromanze des neuen Kino

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                                          • 9

                                            Eine philosophische Reise in die Welt der (Wunsch-)Träume und Erinnerungen

                                            ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND hat alles, was ein Liebesfilm braucht: eine herzerwärmende Story und zwei besonders besondere Hauptdarsteller (Jim Carrey & Kate Winslet). Michel Gondrys Film ist aber weit mehr als das; seine Geschichte könnte unkonventioneller und fantasievoller nicht sein. Die Bilder sind so bunt wie Clementines Haar und so melancholisch wie Joels Gesichtsausdruck. Liebe, Drama, Groteske - hier findet man alles. Ein Filmjuwel.

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                                            • 5 .5

                                              hatte den besser in erinnerung...

                                              • 5

                                                Zunächst einmal finde ich, dass der Film künstlerisch stimmt. Jim Carrey & Winselkate spielen hier super ihre Figuren. Auch die anderen - nicht weniger bekannten - Schauspieler (unfassbar wieviele Hochkaräter da mitspielen) sind in ihren Nebenrollen sehr überzeugend.
                                                Die Erzählstruktur erschlägt zunächst den Zuschauer, bleibt aber sehr interessant.

                                                Was mir aber überhaupt nicht gefiel, sind diese absoluten logischen Ungereimtheiten. Wie schafft es Clementine, als Produkt von Joels Erinnerungen so eigenständig zu sein und den eigenen Willen zu haben, sich zu verstecken?
                                                Wie funktioniert mit den paar Tastendrucks und Kabel ein&ausstecken, diese Gehirnanalyse und Mini-Lobotomie ? ;) Das war mir drei Ecken zu unlogisch ("Oh, ich habe ihn verloren. Er ist in einen anderen bereich gegangen") und viel zu pseudomäßig.

                                                Die Intention, dass sich das liebende Paar trotzdem immer wieder findet, war zwar schön gedacht. Aber mMn halt total schlecht gemacht.
                                                Schade!

                                                • 8 .5
                                                  ezemeze 05.04.2017, 10:07 Geändert 05.04.2017, 10:12

                                                  Auch wieder so ein Film den ich Ewigkeiten vor mir hergeschoben habe. Zum einen weil ich nicht so wirklich auf die Filme von Michel Gondry klarkomme, weil die Protagonisten so nerdig-spackig sind, dass ich es nicht schaffe mich mit ihnen zu identifizieren und weil mir oft die Stories nicht gefallen haben.

                                                  Hier weiß ich Gondrys Arbeit aber wirklich zu schätzen: es ist ein intelligent gemachter guter interessanter Film und die auch die Protagonisten haben Empathiewürdigkeit. Der Film ist zwar vom Schnitt und der Kamera her ein einziges langes Musikvideo mit manchmal mehr oder weniger krassen praktischen Effekten und Tricks das harmoniert aber gut mit der Grundidee von Gedanken und Gedankenfetzen und Erinnerungen, die dynamisch sind und auch fortlaufend gelöscht werden. Zumal wird auch diese tolle These aufgestellt, nach der sein soll, was sein soll und dass Personen zusammengehören, egal wie oft man auf den Resetknopf drücken möchte. Der beste Gondry, den ich gesehen habe.

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                                                  • Im Podcast besprochen:

                                                    "Unzählige Male sind wir als Filmfans bereits in die absurdesten Geschichten von Charlie Kaufman sowie in die träumerischen Landschaften von Michel Gondry eingetaucht. Wenn diese beiden Persönlichkeiten aufeinander treffen, entsteht, wie im Beispiel von ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND, die einzigartige Symbiose zweier Visionäre, deren Talent sich nicht darin erschöpft, eine reine Geschichte auf die Leinwand zu zimmern."

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