Wackersdorf - Kritik

Wackersdorf / AT: Sturschädel - Der Wackersdorf Film

DE · 2018 · Laufzeit 123 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 3 .5

    Die politischen Haltungsnoten dieses Films sind denn auch untadelig, aber das ist auch schon das Beste, was sich über Wackersdorf sagen lässt.

    • 7

      Regisseur Oliver Haffner konzentriert sich auf die Gewissensfrage: „Was hast du denn von 3.000 Arbeitsplätzen, wenn es auf Kosten deiner Gesundheit geht?“

      • 7 .5

        Was Haffner in Wackersdorf so hervorragend gelingt, ist die bedrückende, ja lähmende Atmosphäre fühlbar zu machen, die zu jener Zeit in Bayern herrschte.

        1
        • 7

          Haffner kostet Stimmungsbilder wie jene Weißwurstjause aus und setzt die 1980er-Welt sinnlich ins Bild.

          • 7 .5

            Auch wenn der Film vielleicht nicht die ganze Wahrheit zeigt, verdreht er nie die Tatsachen und erzählt seine aufgeladene Geschichte mit bewundernswerter Zurückhaltung.

            • 8

              [Wackersdorf] kommt langsam, aber dann gewaltig, und vor allem mit stiller, ernster Kraft.

              • 6

                Die Inszenierung besticht durch eine vielschichtige Figurenzeichnung und Landschaftsaufnahmen von fast künstlicher Schönheit in entsättigten Farben.

                • 8 .5

                  Spannend und sehenswert weit über den Weißwurst-Äquator hinaus!

                  • 8

                    Differenziert und facettenreich erzählt Oliver Haffner in seinem klugen Film von Willkür und Widerstand, von Gehorsam und Zivilcourage.

                    • 9

                      Die Geschichte der Anfänge des Widerstandes gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage im oberpfälzischen Wackersdorf. Souverän in Szene gesetzt als fesselndes, beunruhigend brandaktuelles Politdrama, das vom Wachsen und Gedeihen fundamentaler bürgerlicher Tugenden unter erschwerten bayerischen Bedingungen handelt. [Alexandra Seitz]

                      • 7

                        „Wackersdorf“ nimmt uns mit zurück in die 1980er, als die bayerische Landesregierung erst mit Versprechen, später mit jeder Menge Druck und Rechtsbrüchen eine atomare Aufbereitungsanlage errichten wollte – selbst gegen den Willen der Bevölkerung. Trotz des historischen Themas ist das Drama dadurch sehr aktuell, fordert zur aktiven Auseinandersetzung auf und notfalls zum Widerstand gegen Bevormundung. Das ist spannend und aufwühlend, auch wenn viele Figuren schematisch bleiben und die Laufzeit hätte kürzer sein dürfen.

                        • 6 .5

                          Haffner inszeniert die Geschichte derart realistisch und bodenständig, dass man am Ende genau zu wissen glaubt, wie all das damals genau abgelaufen ist.