Wächter der Nacht - Kritik

Ночной Дозор / AT: Nochnoy dozor; Nochnoi Dozor; Notschnoi Dosor; Nochnoj Dozor; Night Watch

RU · 2004 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 16 · Fantasyfilm, Actionfilm, Thriller, Science Fiction-Film, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5
    Malik 30.07.2018, 14:59 Geändert 30.07.2018, 18:45

    "Es ist leichter das Licht in sich selbst zu löschen als die Finsternis in der Welt zu besiegen."

    - Geser -

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    Die Bücher von S. Lukjanenko gehören in der westlichen Hemisphäre eher zu den nicht mainstreamigen Geheimtipps der modernen Fantasy, in Russland übertrifft ihre Popularität sogar die vieler westlicher Genre - Autoren.

    Der "Wächter" - Zyklus erzählt die Geschichte der "Wächter der Nacht" und der "Wächter des Tages", zwei geheimen Parallelgesellschaften, den "Anderen", bestehend aus Vampiren, Hexen, Werwesen und Magiern, die sich unerkannt in unserer Mitte (bzw. Moskau) aufhalten, gebunden an einen uralten, äusserst brüchigen Waffenstillstand.

    Stilistisch ist das Ganze schwer einzuordnen, an populären Beispielen gemessen vielleicht noch am Ehesten eine Mischung aus "Shadowrun", "Highlander" und "Vampire - die Maskerade".

    Die beiden Verfilmungen gehen im Vergleich zu den Büchern eindeutig eigene Wege, was bis zur letztendlichen, völligen Verzerrung der Vorlage führt.

    Das liegt darin begründet, daß der Film einige Schlüsselelemente der Handlung komplett umdeutet (Beziehung zwischen Yegor und Anton) und das Ganze dann zwangsläufig immer weiter voneinander abweicht.

    Dennoch - "Wächter der Nacht" ist für mich ein einziges Faszinosum.

    Sprache, Habitus und Umgebung der Figuren....das ist alles so komplett anders als wir es aus dem amerikanischen Kino kennen - und in seiner kauzigen Natürlichkeit doch irgendwie sympathisch und vertraut.

    Die beachtliche Vorstellungskraft Lukjanenkos hat in Buchform noch ausreichend Platz sich für den Leser verständlich und übersichtlich zu entfalten.

    Im Film wird alles kryptisch, vage, für mit den Romanen nicht Vertraute oftmals unverständlich.

    Das "Zwielicht" etwa, eine geheimnisvolle, nur für magische Kreaturen einsehbare Zwischendimension (eine Art "magischer Cyberspace") dürfte in der Verfilmung für einige Verwirrung beim unvorbereiteten Zuschauer sorgen.

    Und daß Anton sich an einer bestimmten Stelle des Films scheinbar wie ein Irrer aufführt liegt daran, daß er sich selbst einem magischen Ritual unterzogen hat, welches ihm bei der Jagd auf abtrünnige Vampire dienlich sein soll.

    Leider verleiht es ihm, sozusagen als Nebenwirkung, auch einige der unschöneren, vampirischen Eigenschaften - wie den Blutdurst.

    Was wiederum zu einer sehr schrägen Szene mit Anton und Yegor in der Moskauer Metro führt. ^^

    Dennoch schafft Bekmambetov inmitten dieses Chaos das Beachtliche:

    Er entfaltet eine unbestimmbare Art gothischer Magie, die den Zuschauer in ihren Bann zieht, ihn tatsächlich in diese fremde, ungewohnte Welt eintauchen lässt.

    So kann "Wächter der Nacht" mit seiner ungeheuren Ausdruckskraft das schaffen, was ihm auf narrativer Ebene verwehrt bleibt.

    Er hinterlässt einen mit dem Gefühl gerade einen besonderen, ganz und gar nicht alltäglichen Film geschaut zu haben.

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    • 3 .5

      Ich fand das Buch schon eine Herausforderung, aber zumindest konnte es mich bis zum Schluss halten. Der Film jedoch quält alle meine Sinne. Dabei ist die handwerkliche Qualität hoch! Schauspieler, Requisite, Stimmung - alles wirklich gut. Aber hier wird eine ohnehin schon überdrehte Geschichte absolut verquer erzählt. Damit kann ich einfach nichts anfangen.

      • 5 .5

        Nicht verzweifeln, dranbleiben und dann direkt im Anschluss Wächter des Tages schauen ... dann passt das Ganze.

        • 6 .5

          Alle Achtung: das hat die russische Filmindustrie mal das gemacht was die deutsche auch tun sollte: alles verfügbare auftreiben und damit einen großen Film hinzukriegen (anstelle von 20 kleinen TV Filmen die keine Sau schaut!). Ok, ich bin ehrlich: völlig gerafft hab ich die Nummer eigentlich nicht, aber da es alsr Auftakt zu einer Trilogie geplant war gehe ich mal davon aus dass man erst das Gesamtwerk komplett verstehen kann. Dieser Erstling braucht sich aber nicht zu verstecken, mit dem sympathischen Helden Anton, Unmengen phantasiereichen Ideen und Details sowie krachender Action mit Spezialeffekten die sich auch vor Hollywood nicht vrstecken müssen ist hier ein gewaltiges Stück Fantasykino entstanden das zwar den "Herrn der Ringe" sicher nicht verdrängen wird, aber Liebhaber solcher Filme problemlos in seinen Bann zieht. Man darf auf das was kommt gespannt sein.

          Fazit: Düsteres Fantasy Spektakel mit Witz, tollen Effekten und ungemein vielen Ideen - leider aber auch etwas verwirrend und schwer zu kapieren!

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          • 3

            Da will man um halb zwei Nachts nur mal eben noch fix nen Film schaun und dann merkt man, dass er knapp 2 Stunden läuft.
            "Die Wächter der Nacht" wurde damals im TV groß angepriesen, die Szenen für den Trailer entsprechend schick aufbereitet. Ich erinnere mich, dass ich es bis ca. zur Hälfte geschafft hatte. Langeweile trotz der aufgepumpten Story (oder gerade deswegen) hatte mir jegliche Motivation geraubt, den Film bis zum Ende schaun zu wollen.
            Und was soll ich sagen: So war es auch dieses Mal. Ab der Hälfte musste ich vorspulen bzw. springen, um nicht noch hier am Schreibtisch einzuschlafen. Effekte? Ja...jede Menge! Aber schauspielerisch sowie von der Story her eher mau. Ab zu den Akten damit.

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            • 0

              konnte noch nie was mit den beiden teilen anfangen...aber auch nichts

              • 8

                Der Film war einfach genial, die Handlung etwas wirr und auch das gesamte Grundprinzip mutet so grotesk an. Doch gerade die Grundstimmung des Films hat es geschafft mich zu überzeugen: etwas düster grotesk hatte es für mich fast etwas expressionistisches. Sowas habe ich bis jetzt selten gesehen.
                Der Film ist nicht für jeden etwas doch er ist einzigartig und sowas findet man nur sehr schwer

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                • 5
                  cycloo77 12.01.2017, 02:49 Geändert 12.01.2017, 03:40

                  Der Überraschungskracher hat mir damals schon nicht gefallen und schafft dies auch heute nicht.
                  Trotz atemberaubender Kamera, Pompöser Austattung und guten Darstellern, bekomme ich zu keiner Phase des Film einen Bezug zu dem verworrenen total überzogenen Plot.
                  Es macht einfach keinen Spaß, im Gegenteil es ist anstrengend.
                  Gute Nacht!

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                  • 5
                    RoboMaus 28.05.2016, 16:05 Geändert 28.05.2016, 16:23

                    Fantasy auf Russisch. Der Film wirkt vor allem über die düster-dreckige Atmo und Optik interessant. Der Plot transportiert dagegen nur eine verworrene Story über die Anderen, scheinbar menschliche Wesen, die entweder den Wächtern des Lichts oder der Dunkelheit angehören. Letztere sind potentielle Vampire, die ihren Durst nach Blut nur mit einer Lizenz der Wächter des Lichts stillen dürfen, aber dafür gejagt werden........ Die beiden Parteien waren über tausend Jahre im Gleichgewicht, aber nun droht die Übermacht der Wächter der Dunkelheit.

                    Die konfuse Handlung streut immer wieder Anschlussfetzen zu vorangegangenen Phasen des Plots ein, die manches erklären, aber das Ganze auch nicht wesentlich verständlicher oder interessanter machen.

                    Schade, hätten sich die Macher auf eine klarere Story besonnen und die Dramatik stellenweise nicht so gekünstelt übertrieben angelegt, hätte das mit der guten Atmo & Optik ein interessanter Fantasy-Film werden können. So ist es leider nur ein kaum spannender Genrebeitrag, dessen Ausgang einem irgendwann gleichgültig wird.

                    Allerdings muss ich zugeben, dass ich Fantasy-Filmen nicht zugeneigt bin. Genrefans könnten 'Wächter der Nacht' wesentlich interessanter finden.

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                    • 8
                      Nospheratu99 14.04.2016, 09:02 Geändert 15.04.2016, 12:54

                      >>>> Achtung! Enthält Spoiler!! <<<<
                      Die Ansage auf der DVD („Die russische Antwort auf Herr der Ringe“) finde ich zwar stark übertrieben, trotzdem hat mich dieses bildgewaltige Fantasy-Epos durchaus überzeugt. Vor allem die interessanten und überraschenden Einfälle, diese kleinen, das Gesamtbild abrundenden Nebensächlichkeiten (etwa zu Anfang die Matryoshka, aus der plötzlich Spinnenbeine wachsen und die dann die beiden Wächter attackiert) fand ich wirklich gelungen. Die düstere Atmosphäre und die ansprechende Optik halten mich auch nach der x-ten Sichtung immer noch die vollen 114 Minuten absolut bei Laune. Auch die Tatsache, dass die Handlung in der Jetzt-Zeit spielt, damit eine quasi direkt vor unseren Augen und doch unbemerkte Handlungsebene schafft, finde ich faszinierend. Eine aufgeklärte Welt, in der – unsichtbar für die Augen der Öffentlichkeit, der TV-Kameras und Talkshows – Wesen leben, die eigentlich nicht in diese passen und die sich deshalb im Verborgenen bekriegen. Dazu die Kulisse Moskau mit seinem Mix aus Ostblock-Exotik und westlicher Prägung.
                      Die Inszenierung ist durchaus stimmig, wenn auch mitunter etwas klischeebesetzt. Die Guten werden als Idealisten dargestellt, die in wirtschaftlich einfachen Verhältnissen leben und für die gute Sache kämpfen, während die Bösen in Luxus schwelgen – wohl eine Metapher auf die Russenmafia und die Polizei. Die unschuldigen Opfer sind durch die Bank Frauen und das Kind, das alles entscheiden kann und wohl auch wird. Der „große Andere“ ebenfalls wohl eine Metapher auf den technischen Fortschritt, der ein Segen oder eine Büchse der Pandora sein kann. Auch die Verbindung von moderner Technik und übernatürlichen Komponenten ist interessant und in seiner Mischung ungewöhnlich. Etwa das Aufspüren der durch den Fluch erzeugten „Wirbel“ mittels einer geheimen Internet-Suchmaschine hat schon etwas. Ein Fingerzeig, dass trotz aller fortschrittlichen Techniken nicht auf die althergebrachten Komponenten vergessen werden sollte.
                      Das Spiel der Darsteller fand ich auch recht gut, die Charaktere waren richtig besetzt und wurden von den Schauspielern im Allgemeinen auch glaubhaft gebracht. Vladimir Menshov für meine Begriffe manchmal etwas zu väterlich, doch seine Rolle verlangte wohl weniger Autorität und mehr Menschlichkeit. Viktor Verzhbitskiy sehr gut, strahlte eine unterschwellige Aggression und latente Bedrohung aus. Licht und Schatten bei Konstantin Khabenskiy, der wirkte nicht immer sattelfest, hatte aber auch einen schwierigen Part. Mariya Poroshina soweit in Ordnung, hatte weder Höhe- noch Tiefpunkte.
                      Fazit: Für mich zumindest für Genre-Mix-Liebhaber absolut empfehlenswert. Eingefleischte Fantasy-Fans werden wohl ihre liebe Not mit diesem Streifen haben, die werden wohl die Handlung in der Jetzt-Zeit nicht mögen. Weiters hatte ich auch den Vorteil, das Buch nicht zu kennen und völlig unvereingenommen an den Film herangehen zu können - die mitunter recht enttäuschten Kommentare der anderen User legen einen solchen Schluss zu.

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                      • 5 .5

                        Etwas wirrer Film. Die Stimmung wirkt trotz allem sehr düster und ein paar geile Szenen gibts auch. Matrix Fans dürfen hier aber gerne mal ein Blick reinwerfen!

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                        • 7 .5

                          Also ich kenn leider die Bücher nicht (was ich aber bald nachholen werde - versprochen), aber als Film betrachtet fand ich mich dennoch sehr gut unterhalten. Story doch ne Ecke dichter und besser als in so manchem Hollywood-Pendant.
                          Aber was ich am beeidruckensten finde, ist die Tatsache, dass dieser Film mit einem Budget von lediglich 4-5 Millionen Dollar ausgekommen ist. Dafür haben die Russen meiner Meinung nach ein Spitzenprodukt abgeliefert !

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                          • 4

                            komplett wirr...

                            • 4 .5

                              Der Stoff wird mir zu schnell und wirr erzählt. Man steigt teilweise gar nicht richtig durch. Dass man bei einem zwei Stunden Film alles so runter rattert, erschließt sich mir nicht wirklich. Optisch ist der Film eine Augenweide, bietet auch glorreiche Actionszenen und coole Effekte. Aber das hilft bei dem kuriosen ErzählStil auch nicht weiter. Hatte mir mehr erhofft.

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                              • 4

                                Einige gute Szenen, ansonsten sehr merkwürdig und verwirrend...

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                                • ?

                                  Gefiel mir beim ersten mal nicht wirklich, is aber auch schon lange her und aufgrund der überdurchschnittlichen Bewertungen hier bekommt er nun seine zweite Chance ;)

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                                  • 8 .5

                                    Ich finde Wächter der Nacht recht unterhaltsam. Wächter des Tages ist aber weitaus besser.

                                    • 6 .5

                                      2005 lief “Wächter der Nacht” in den deutschen Kinos an und das 12-jährige Franzi ging mit ihrer Mama und ihrem großen Bruder in diesen Film und kam kreidebleich nach über 1 1/2 Stunden wieder heraus. Traumatisierter als nach “Krieg der Welten” einige Monate zuvor, wo einem mit dem banalem guten Ende, die Angst zum Schluss komplett genommen wird. Doch dies war das erste Kinoerlebnis für mich bei dem ich zugleich in die Geschichte, den Protagonisten und die Atmosphäre verliebt war, aber beim Schauen unglaublich verängstigt war, was als nächstes passieren könnte, wohin die Reise gehen wird. Außerdem habe ich seitdem einen gewissen Respekt vor Scheren und möchte diese bitte niemals in die Handfläche gerammt bekommen. Danke im Voraus.

                                      So wollte ich nach Jahren es doch nochmal wissen und schob die DVD in das dazugehörige Abspielgerät um herauszufinden, wie es dem Anton in der Zwischenzeit ergangen ist.

                                      Von der Handlung her hatte sich nichts verändert. Es gibt die “Anderen” unter den Menschen. Sie sind entweder Vampire, Formwandler oder in anderem Maße übernatürlich begabt und müssen sich für die Seite des Lichts oder des Dunkels entscheiden. Anton Gorodezki entschied sich für das Licht und wir begleiten ihn den Film über bei seinen Tätigkeiten als Wächter der Nacht, der dafür verantwortlich ist das Gleichgewicht zwischen dem Guten und dem Bösen zu wahren.

                                      Leider ist der Film nicht besonders gut gealtert. Oder ich bin mit zunehmendem Alter auch noch weise und anspruchsvoll geworden. Die Spezialeffekte sehen schlecht aus, die Anfangssequenz war deutlich von “Der Herr der Ringe” abgekupfert, genauso wie andere Szenen von der Ästhetik stark an “Fight Club” erinnerten. Mir war auch nicht bewusst, wie visuell überbordend und hektisch geschnitten “Wächter der Nacht” ist und wie anstrengend das sein kann. Vorallem in Kombination mit der Musik, die vollkommen überzeichnend und äußerst penetrant eingesetzt wird. Desweiteren kann ich jetzt meinen Bruder nachvollziehen, der im Kino bei für mich vollkommen unverständlichen Stellen lachen musste. Es ist wirklich so, die Werbung für Nokia, Adidas und Nescafé ist alles andere als subtil, so dass selbst ich hartgesottenes Wesen aus meiner Filmwelt zurück in die Realität gezerrt werde. Und das passiert durch Produktplatzierungen nicht häufig bei mir.

                                      “Wächter der Nacht” ist nun einer dieser Filme bei dem die Stimmung, die durch Erinnerungen erzeugt wird, schöner ist als das tatsächliche Gucken. Alles wirkt irgendwie verblasst und unglaublich trashig, was mir als Kind nie aufgefallen ist. Doch beim Abspannsong von Feeder sitze ich noch genauso eingenommen da und überlege, ob ich nun Wächter der Nacht oder Wächter des Tages werde. Meine Liebe zu Anton wird mich wahrscheinlich aber auf die gute Seite treiben und ich muss wohl oder übel zur Buchvorlage greifen, wenn ich in mein Lieblingsmoskau zurück möchte.

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                                      • 7 .5

                                        Es ist schwieriger, komplizierter Stoff, ohne Frage. Dafür wurde es ganz gut verfilmt, kommt aber leider nicht mal ansatzweise an die sehr empfehlenswerten Bücher heran

                                        • 7

                                          Ich bin damals aufgrund einer Rezi auf Dooyoo.de drauf gekommen, habe weder Buchvorlage noch was anderes dazu gekannt, weshalb ich recht vorurteilslos ran ging. Ich fand den Film nicht übel, schräge Charakter, gruselige Szenen die nur aufgrund dessen was man erwartet spannend wurden, dunkle Szenerie, teilweise kaputte Protagonisten, ein düsterer Film aus dem übersinnlichen Genre, ich fand ihn gut

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                                          • 4 .5

                                            Wenn das die russische Antwort auf Herr der Ringe sein soll, haben die Russen eine Orthanc-hohe Niederlage eingefahren. Wer die Bücher nicht kennt kann dem Film vielleicht noch etwas mehr abgewinnen als die Leser. Den zweiten Teil brauch ich aber nicht mehr gucken.

                                            • 6 .5

                                              Kennt man das Buch nicht, dann ist der Film vielleicht gar nicht so schlecht (deswegen auch die 6.5 Punkte). Der Hauptdarsteller kommt meiner Meinung nach auch genauso rüber wie er es im Buch tut, doch wer das Buch kennt, weiß dass dieser Film eine Beleidigung ist. Nicht von der Handlung her, die extrem abweicht, eigentlich sogar eine ganz andere Story ist, sondern von der Qualität her. An dieser Stelle würde ich jetzt lieber ein Buchkommentar schreiben über das wunderbare Werk der Wächter-Reihe von Lukianenko. Kennt vielleicht irgendwer das Bücher Äquivalent zu moviepilot?

                                              • 7 .5
                                                Andy Dufresne 23.07.2013, 00:11 Geändert 30.07.2015, 22:42

                                                "Ihr tut nur so als ob alles gut ist! Ihr lügt !!!"

                                                Es gibt kein gut oder böse.
                                                Es gibt kein richtig oder falsch.
                                                ALLES ist ambivalent, alles ist zweischneidig, alles ist Dualität.

                                                In der Brückenszene kulminiert es:
                                                Es gibt nur den Ausgleich, die Macht ist größer als wir, alles ist alles und es ist nicht kontrollierbar.

                                                Ausgleich bedeutet nicht Böse und/oder Gut.
                                                Ausgleich bedeutet das man die Wahl hat.
                                                Und die Wahl bedeutet Freiheit.
                                                Und Freiheit bedeutet Fehlbarkeit und die Möglichkeit zu scheitern...

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                                                • 6

                                                  Wie so oft heißt es auch hier: Roman > Film! Und dennoch dürften auch Kenner der Vorlage an dem dunklen Flair und der dreckigen Atmosphäre ihre Freude haben!

                                                  • 7

                                                    Der Anfang ist zwar etwas schwach, jedoch entwickelt sich der Film stark weiter.
                                                    Mal ein wenig Abwechslung im sonst so gleichen Filmablauf.