Whatever Happens - Kritik

Whatever Happens

DE · 2017 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 6 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5
    Framolf 04.12.2017, 02:44 Geändert 04.12.2017, 02:45

    Im deutschen Beziehungsdrama 'Whatever Happens' wird im Rückblick das Scheitern einer Beziehung skizziert. Die Handlung setzt bei der Auflösung der gemeinsamen Wohnung ein und beleuchtet schrittweise diverse meilensteinartige Etappen in der gemeinsamen Vergangenheit der beiden Protagonisten. Zwar gelingt Regisseur Niels Laupert keine vollumfängliche Inventur der betrachteten Beziehung und der maßgeblichen Probleme, aber dennoch wird schnell klar, worauf die Geschichte hinaus will. Der Gorilla, der als Bedrohung schon von Anfang an über der besagten Beziehung schwebt, gewinnt mehr und mehr an Macht und bricht sich schließlich Bahn. Dabei reichert die Inszenierung die Geschichte mit zahlreichen Details an (wie zum Beispiel die fast schon leitmotivisch in Szene gesetzte Blumenvase) und arbeitet das Hauptproblem klar heraus. In zunehmendem Maße macht sich dabei ein gewisse depressive Stimmung breit, die man auch als Zuschauer deutlich zu spüren bekommt.

    Wenn hier noch ein wenig mehr mit Abstraktionen zwischen den Zeilen gearbeitet worden wäre, hätte 'Whatever Happens' ein (in dramaturgischer Hinsicht) richtig großer Wurf werden können. So steht am Ende aber zumindest immerhin noch ein relativ ambitioniertes deutsches Drama mit ordentlichen Darstellern und einem Regisseur, der den Mut zu einer Geschichte besitzt, die von vornherein schon so mache Zuschauer abschrecken wird. Schade, dass der kommerzielle Erfolg solcher Filme oftmals eher überschaubar bleibt. Gerne mehr davon!

    12
    • 6

      Nils Laupert rollt eine siebenjährige Beziehung von ihrem Ende beim Auflösen der gemeinsamen Wohnung auf. Dabei hilft der natürliche Charme von Sylvia Hoeks und Fahri Yardim über so manche Klippe der schwerfälligen Konstruktion hinweg.
      [Anke Sterneborg]

      • 5 .5

        „Life is what happens while you are busy making other plans.“ So das Zitat eines nicht ganz unbekannten Musikers, das als Texttafel zu Beginn von Whatever Happens erscheint. Der kurz darauf eingeblendete Titel unterstreicht die Einstellung des Films, der eine Geschichte des Lebens erzählen will und sich dafür exemplarisch eine junge Familie herausgesucht hat, die gleichermaßen in einem Zustand des Entstehens wie des Zerbrechens befindet. Als Hannah (Sylvia Hoeks) bei einer Wohnungsbesichtigung zum ersten Mal auf Julian (Fahri Yardım) trifft, ahnt keiner der beiden, dass sie sieben Jahre später diese am Silvesterabend neu streichen müssen, während gleichzeitig der Vermieter Druck macht und der Polterabend der besten Freunde stattfindet. Fast wie in einem Theaterstück baut sich Whatever Happens in räumlicher Knappheit auf und entwirft ein Problem nach dem anderen, was anfangs ein befremdendes Gefühl von Konstruktion hervorruft. Erst im Lauf der Zeit, wenn sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen, verdient sich der von Niels Lauert geschriebene und inszenierte Film seine Wendungen. [...]

        1
        • 5 .5

          Inszenatorisch und dramaturgisch kann der Anfang, bis die beiden ein Paar werden, wenig überzeugen. [...] Sind die beiden aber erst einmal ein Paar, nimmt der Film Fahrt auf, was sich mit der Schwangerschaft nochmals steigert. [Thomas Klein]

          • 5 .5

            Die Inszenierung und das Drehbuch mag einige Schwächen aufweisen, doch die beiden Protagonisten entschädigen für die etwas schleppende Erzählweise. [Timea Sternkopf]

            • 6

              Dass aber ausgerechnet der Karrieredrang der jungen Frau die Abseitsfalle für die beiden sein soll, ist schon ziemlich retro. Weibliche Zuschauer stimmt er damit nicht besonders optimistisch [...]. Trotzdem punktet die romantische Komödie mit überraschenden Wendungen, stimmigen Soundtrack und überzeugender Kameraführung. [Luitgard Koch]