Zuhause ist es am schönsten - Kritik

A casa tutti bene / AT: There Is No Place Like Home; Zu Hause ist es am schönsten

IT · 2018 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 6 · Komödie · Kinostart
Du
  • 2

    Bei einem großen Familienfest auf einer italienischen Insel brechen alte und neue Konflikte auf – klingt abgedroschen? Ist es auch. Banale Konflikte und eine unentschiedene Dramaturgie sorgen nicht für große Gefühle, sondern vor allem für gähnende Langeweile. [Kai Mihm]

    • 5

      Das bleibt jedoch Kunsthandwerk, richtiges Drama geht in der Unübersichtlichkeit verloren.

      • 0 .5

        Zu keinem Moment packt Zuhause ist es am schönsten den Zuschauer [...].

        • 6

          [...] Wahrlich nichts Neues oder Erfrischendes in Sachen Liebe und Familie.

          • 7 .5
            EchoOnline 02.08.2018, 09:31 Geändert 02.08.2018, 09:32

            Der italienische Regisseur Gabriele Muccino (Das Streben nach Glück) hat eine unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Tragikomödie über eine Großfamilie in Szene gesetzt.

            • 6 .5

              Lust, Liebe und Leidenschaft [...] sorgen für ambitioniertes, lebendiges Gefühlskino beim Treffen zur goldenen Hochzeit der Eltern.

              • 7

                Erst verwirrend, dann witzig und turbulent, später überraschend hässlich: „Zuhause ist es am Schönsten“ wirft uns in eine italienische Großfamilie und lässt uns mit dieser und ihren vielen Konflikten allein. Das ist zwar in der Ansammlung an Problemfällen übertrieben, aber doch sehr unterhaltsam und zugleich vergleichsweise mutig. Im Kontrast zu der idyllischen Insel, auf der man sich für eine Goldene Hochzeit trifft, erinnert die Tragikomödie daran, dass im Leben nicht alles am Ende toll sein wird – oder muss.

                • 5 .5

                  Der italienische Film ist in den deutschen Kinos ein bisschen rar geworden. Doch jetzt hat es wieder einmal ein Streifen aus dem Land der deutschen Urlaubssehnsucht geschafft. Allerdings keine leichte Kost, wie sonst, nein eine ausführliche Familiengeschichte kommt in die Lichtspielhäuser.
                  Der Anlass, dass sich die gesamte Familie auf der Insel Ischia trifft, ist die Goldene Hochzeit von Alba (Stefanie Sandrelli) und Pietro (Ivano Marescotti). Das Paar will alle seine Kinder, zwei Söhne und eine Tochter, und Enkel, Cousins und Cousinen an einem Tisch sehen und zusammen feiern. Die ganze italienische Großfamilie, wie schön.
                  Doch die Vorfreude des Hochzeitpaares auf ihre Familie wird auf eine harte Probe gestellt. Sie haben das Temperament ihrer Familie total unterschätzt. Sohn Carlo (Pierfrancesco Favino) leidet unter der Eifersucht seiner Frau Ginerva (Carolina Crescentini), die eine große Szene macht, da auch seine Ex (Valeria Solarino) zum Fest eingeladen ist.
                  Schwiegersohn Diego (Giampaolo Morelli) sollte längst in Paris sein, wo seine Geliebte auf ihn wartet. Aber seine arglose Frau Sara (Sabrina Impacciatore) weicht nicht von seiner Seite. Lieblingssohn Paolo (Stefano Accorsi), ein gescheiterter Schriftsteller, ist ganz heiß auf seine alte Jugendliebe und Cousine Isabella (Elena Cucci) und beginnt eine heiße Romanze.
                  Während Alba verzweifelt versucht die Idylle aufrecht zu halten, kann ihr Mann Pietro es kaum erwarten bis die verrückte Verwandtschaft die Insel wieder mit der Fähre verlässt. Doch ein aufziehender Sturm verhindert die Abreise und nun ist das Chaos perfekt. Alle Eifersüchteleien, Sehnsüchte und alten Geschichten kommen an die Oberfläche und verwandeln die Gesellschaft in ein Labyrinth der Leidenschaft.
                  Regisseur Gabriele Muccino zeigt ein radikales Familienporträt in paradiesischer Umgebung. Ein Film typisch italienisch, voller Liebe, Leidenschaft und Seitensprünge und bedient damit alle Klischees. Ein kleines Stück zu lang geraten, den es musste auch noch etliche Lieder eingebaut werden, die allerdings bei uns kaum jemand kennt.
                  Eine Mixtur aus Komödie, und große Emotionen.
                  105 Minuten – eine Familie am Rande eines Nervenzusammenbruchs.