18 Jahre alter Film stürmt völlig unerwartet Netflix-Charts: Viele haben vergessen, dass er existiert

04.11.2025 - 09:09 UhrVor 9 Monaten aktualisiert
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Georgias GesetzUniversal/Netflix
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Trotz namhafter Neuveröffentlichungen hat es ein älterer Film in die Netflix-Charts geschafft, den die meisten Abonnent:innen des Streamers vermutlich gar nicht auf dem Schirm haben.

Wenn es aktuell um Filme bei Netflix geht, kommen schnell der nervenaufreibende Polit-Thriller A House of Dynamite oder der in wenigen Tagen starteten Sci-Fi-Horror Frankenstein zur Sprache. In Deutschland dreht sich außerdem gerade alles um die emotionale Doku Babo – Die Haftbefehl-Story. Doch das war noch nicht alles.

Ein Blick in die Netflix-Charts offenbart einen Titel, den dort vermutlich niemand erwartet hat: Georgias Gesetz. Die US-amerikanische Mischung aus Drama und Komödie stammt bereits aus 2007 und gehört nicht unbedingt zu den bekanntesten Vertretern des Jahrgangs. Seit zwei Tagen aber schon mischt sie den Streamer auf.

Aufstieg in den Netflix-Charts: Georgias Gesetz auf Platz 4

Georgias Gesetz dreht sich um die 17-jährige Rachel Wilcox (Lindsay Lohan), die mit ihrer Mutter Lilly (Felicity Huffman) und ihrem Stiefvater Arnold (Cary Elwes) in San Francisco lebt. Nach der Highschool wird die rebellische Teenagerin über den Sommer zu ihrer Großmutter Georgia (Jane Fonda) nach Idaho geschickt.

In der Kleinstadt Hull lernt Rachel das Leben von einer völlig neuen Seite kennen – nicht zuletzt muss sie sich jetzt an die Regeln ihrer strenggläubigen Großmutter halten. Georgia sorgt dafür, dass Rachel bei dem Tierarzt Simon (Dermot Mulroney) eine Stelle kriegt und stellt ihr den jungen Mormonen Harlan (Garrett Hedlund) vor.

Was anfängt wie ein leichtfüßiger Familienfilm mit Elementen einer Screwball-Komödie, die vom Kontrast zwischen Stadt und Land lebt, verwandelt sich zunehmend in eine düsterere Geschichte, die sich mit den verborgenen Abgründen der Figuren beschäftigt. Es gibt einen Grund, warum sich Rachel nicht an die Gesellschaft anpassen will.

Im Kino ein Flop, bei Netflix ein Chart-Stürmer

Der von Pretty Woman-Regisseur Garry Marshall inszenierte Film war im Kino kein großer Erfolg. Bei einem Budget von 20 Millionen US-Dollar spielte er nur 25 Millionen ein. Das sieht auf den ersten Blick nach einem Gewinn aus. In Anbetracht zusätzlicher Kosten, die für das Marketing draufgingen, und dem mit den Kinos geteilten Einspiel, konnte der Film für Universal jedoch keine schwarzen Zahlen schreiben.

Bei Netflix wird er dafür gerade von vielen Menschen neu entdeckt. Seit drei Tagen befindet sich Georgias Gesetz in der Top 10 der aktuell beliebtesten Filme bei dem Streaming-Dienst. Eingestiegen ist er am Sonntag auf Platz 7. Am Montag kletterte er auf Platz 6. Und heute, am Dienstag, steht er bereits auf Platz 4. Für einen fast vergessenen Film aus dem Jahr 2007 ist das durchaus beachtlich.

Die aktuelle Film-Top-10 bei Netflix (Stand 4. November 2025)

Interessant ist auch, dass sich Georgias Gesetz gegen ein frisch gestartetes Netflix-Original wie Ballad of a Small Player durchsetzen kann. Der neue Film von Edward Berger, der zuletzt mit Im Westen nichts Neues und Konklave für Aufsehen gesorgt hat, vermochte es trotz Hollywood-Star Colin Farrell in der Hauptrolle bislang nicht, so richtig in der Top 10 durchzubrechen, sondern rangiert die meiste Zeit im Mittelfeld.

Wenn Ballad of a Small Player keine Gefahr für Georgias Gesetz darstellt, dürfen wir gespannt sein, ob es Georgias Gesetz noch weiter nach oben schafft. An Babo – Die Haftbefehl-Story und A House of Dynamite vorbeizukommen, dürfte allerdings schwierig werden. Nicht zuletzt handelt es sich hier um zwei der meistdiskutierten Netflix-Filme des Jahres. Und Frankenstein steht ebenfalls in den Startlöchern.

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