In den 90ern war Kate Beckinsale noch weit davon entfernt, ein weltweit anerkannter Star zu sein. Die Rolle, die ihr den Durchbruch bescherte, war jedoch alles andere als ruhmreich. Allerdings ist es bezeichnend für ihre Karriere, dass sie immer wieder an fragwürdigen Filmen beteiligt war. Dabei ist nicht die Rede von Underworld, wo sie ihre bekannteste Paraderolle zum Besten gab.
Pearl Harbor war Kate Beckinsales internationaler Durchbruch – und wurde zum Spießrutenlauf
In einem Interview mit Empire von 2016 sprach Kate Beckinsale über ihre Karriere. Dabei klärte sie auf, dass sie selbst an Pearl Harbor völlig andere Erwartungen hatte. Der Film, der bei den Kritiken durchfiel, sollte ursprünglich ganz anders werden.
Mir wurde dieses fantastische, unglaublich berührende Drehbuch zugeschickt, eines dieser Drehbücher, bei denen man dreimal weint. Wir haben es dann aber doch nicht verfilmt. Es gab viele Überarbeitungen, was meiner Meinung nach schade war, denn das Drehbuch war wirklich, wirklich gut.
Die Änderungen am Drehbuch waren nicht zuletzt dem Regisseur des Films geschuldet. Heute weiß man, was man von einem Michael Bay-Film zu erwarten hat. Damals war dies für Beckinsale nicht so transparent.
Es hatte diese schöne Kulisse eines metaphorischen Unschuldsverlustes gegeben, aber daraus wurde etwas Bombastisches. Ich hatte keine Ahnung, wer Michael Bay war. Damals gab es noch keine IMDb, man vertraute einfach seinem Agenten, der einen vorwarnte, worauf man sich einließ.
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Ob man Kate Beckinsale als Schauspielerin nun mag oder nicht, sie hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Nach Pearl Harbor folgte mit Underworld ihre wohl bekannteste Rolle und machte sie zum Actionstar. Allerdings hatte sie auch öfters Pech mit der Auswahl ihrer Rollen, weswegen große Preise und Anerkennung für sie ausblieben.
