An der Seite von John Wayne (Der Marshal, Rio Bravo) wurde der Schauspieler Montgomery Clift (Die Gezeichneten, Ein Platz an der Sonne) durch Red River über Nacht zum Star. Der Weg dahin war aber kein leichter, denn Wayne konnte ihn nicht ausstehen.
Vor der Kamera spielten sie Vater und Sohn, doch im wahren Leben trennten sie Welten
Wie Far Out Magazine berichtete, verliefen die Dreharbeiten des Western Red River von 1946 angespannt. Der Grund dafür: Schauspieler John Wayne mochte Montgomery Clift nicht. Eine Erfahrung, die auch Clint Eastwood, Marlon Brando, Gene Hackman und Jane Fonda machten.
Wayne spielte den texanischen Rancher Thomas, während Clift die Rolle von dessen Adoptivsohn Matthew übernahm. Der Western setzt sich mit dem ersten Cattle Drive (also dem Transport von Vieh über weite Strecken) zwischen Texas und Kansas auseinander.
Bei der damals etablierten Hollywood-Größe Wayne und dem aufstrebenden Jungdarsteller Clift handelte es sich um entgegengesetzte Pole. Das Ende vom Lied war, dass Wayne seinen Kollegen als "arroganten kleinen Bastard" beschimpfte.
John Wayne verkörperte jenes Hollywood, das – nach damaligen Maßstäben – ein bestimmtes maskulines Auftreten von seinen Darstellern forderte. Clift hingegen kam aus jener neueren Welle von Schauspieler:innen, die vermehrt auf emotionale Verletzlichkeit setzten. Wayne war überzeugter Republikaner, Clift wiederum war progressiver eingestellt.
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Und so ging es bei Clift weiter
Auch Clift hegte dem berühmten Schauspieler gegenüber wenig Sympathien. Dies ging so weit, dass er mit Rio Bravo einen weiteren Film an der Seite von John Wayne ausschlug. Seine Rolle wurde von Dean Martin (The Big Lebowski, L.A. Confidential) gespielt. Clift meinte dazu:
Sie versuchten, mich in ihren Kreis aufzunehmen, aber ich konnte mich nicht auf sie einlassen. Diese Macho-Attitüde stieß mich ab, weil sie so gekünstelt und unnötig wirkte.
Trotz seines Zwists mit Wayne sollte Clift, einer der ersten Method Actors, sich in Hollywood behaupten und erhielt vier Oscar-Nominierungen für Die Gezeichneten, Ein Platz an der Sonne, Verdammt in alle Ewigkeit und Urteil von Nürnberg.
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Bedauerlicherweise endete Clifts Leben mit 45 Jahren: Er verstarb an den Folgen eines Herzinfarkts. Mit nur 17 Filmen hinterließ er aber ein Vermächtnis, das bis heute nicht vergessen ist.