Avatar 4 und 5 in Gefahr: James Cameron will andere Geschichten im "letzten Akt" seiner Karriere erzählen

05.08.2026 - 16:05 UhrVor 7 Tagen aktualisiert
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Avatar: Fire and AshDisney
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Über ein halbes Jahr nach dem Kinostart von Avatar: Fire and Ash ist die Zukunft der Sci-Fi-Reihe ungewiss. Nun spricht James Cameron über eine große Karriereentscheidung, die er treffen muss.

Seit den 2000er Jahren hat er die meiste Zeit seines Schaffens auf Pandora verbracht. Jetzt wird es aber Zeit, über den letzten Akt seiner Karriere nachzudenken, wie James Cameron in einem neuen Interview verrät. Bislang sah es so aus, als würde er Avatar 4 und Avatar 5 drehen. Das scheint aber gar nicht mehr sicher.

Vor einem Jahr noch redete Cameron mit großer Zuversicht über die Fortsetzungen seiner Sci-Fi-Reihe, die mehrere Box-Office-Rekorde gebrochen hat. Inzwischen klingt es so, als würde er stark mit dem Gedanken spielen, das Na'vi-Zepter weiterzureichen und sich anderen Projekten zu widmen, die einen bestimmten Zweck erfüllen.

Warum James Cameron plötzlich mit Avatar 4 und 5 zögert

Nachdem Cameron im Zuge der Governor General's Literary Awards  ausgezeichnet wurde, hat er in einem knapp 20-minütigen Interview über seinen Werdegang gesprochen, ehe es am Ende um die Frage ging, was wir als Nächstes von dem Regisseur erwarten dürfen, der uns zeitlose Klassiker wie Titanic und Aliens geschenkt hat.

Cameron sagt:

Das ist für mich derzeit die entscheidende Frage. Das Avatar-Universum begleitet mich mittlerweile seit 21 Jahren, da wir 2005 damit begonnen haben. Es ging gewissermaßen immer weiter. An diesem Punkt betrachte ich nun die Gesamtsituation und frage mich: 'Welche anderen Geschichten möchte ich erzählen? Wie viele davon muss ich selbst inszenieren, und bei wie vielen reicht es aus, sie gemeinsam mit anderen Filmemachern zu schreiben und/oder zu produzieren?'

Es wäre nicht das erste Mal, dass Cameron ein Projekt, an dem er lange Zeit gearbeitet hat, in andere Hände übergibt. Schon Alita: Battle Angel, den er Anfang der 2000er Jahre entwickelte, vermachte er eine Dekade später seinem Regiekollegen Robert Rodriguez, der den Film 2019 als knalligen Sci-Fi-Action-Kracher ins Kino brachte.

Cameron beschäftigt momentan vor allem eine Frage:

Das Kriterium – das habe ich mir in den letzten zwei Wochen buchstäblich selbst ausgearbeitet – begann mit der Frage: 'Was bringt den größten Nutzen?' Das habe ich oben in Druckbuchstaben notiert. Und dann habe ich mir all die Projekte angesehen, die mir am meisten am Herzen liegen, und mich gefragt: 'Wie wird das unsere Situation verbessern? Wie wird das die Welt für unsere Kinder besser machen?'

Hier spricht ein Filmemacher, der deutlich mehr als das reine Hollywood-Geschäft sieht und sich auch in der Vergangenheit vielseitig für den Planeten eingesetzt hat. Bei den Governor General's Literary Awards wird er neben seiner Tätigkeit als Regisseur auch als Aktivist, Philanthrop und Dokumentarfilmer vorgestellt.

Camerons finale Entscheidung steht noch aus:

Ich habe noch keine Entscheidungen getroffen. Ich befinde mich immer noch in dieser Übergangsphase, in der ich sozusagen den letzten Akt plane. Und ich weiß nicht, ob dieser letzte Akt ein Jahr oder 20 Jahre dauern wird.

Welche Filme James Cameron statt Avatar drehen könnte

Hinsichtlich der Avatar-Fortsetzungen ließ Cameron zuletzt verlauten, dass er einen Weg finden müsse, die Filme schneller und günstiger zu produzieren. Zudem arbeitet er an Adaptionen von Charles R. Pellegrinos Ghosts of Hiroshima und Joe Abercrombies The Devils. Ob er tatsächlich bei einem dieser Filme Regie führen wird, ist unklar.

Mit 71 Jahren ist es aber definitiv verständlich, dass Cameron einen Schritt zurücktritt und sich überlegt, was er als Filmemacher noch erreichen und erzählen will. Box-Office-Rekorde interessieren ihn nicht mehr. Stattdessen will er ein Vermächtnis schaffen, das etwas Gutes bewirkt – was auch immer das konkret sein mag.

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