Mit Kill Boksoon hat Sung-hyun Byun (The Merciless, The Kingmaker) uns einen spannenden, Blutspritzenden Thriller geschenkt, der sich in einem unterhaltsamen Mix aus schwarzem Humor, Action und Tiefgang mit Identität auseinandersetzt.
Darum geht’s in Kill Boksoon:
Gil Bok-Soon (Do-yeon Jeon) führt ein aufregendes Doppelleben: Einerseits hat sie als amtierende Profikillerin der Killer-Agentur MK einen blutigen Terminkalender zu bewältigen. Andererseits kümmert sie sich liebevoll um ihre jugendliche Tochter Gil Jae-joung (Si-a Kim), die niemals etwas von ihrer wahren Identität erfahren darf.
Als sich Bok-soon final mit einem Auftrag konfrontiert sieht, den sie nicht auszuführen bereit ist, zeigen sich ihre Auftraggeber wenig begeistert. Kurz darauf ist es Boksoon, die um ihr Leben fürchten muss. Doch sie trägt nicht umsonst den Spitznamen Kill Boksoon und stellt sich ihren Angreifer:innen furchtlos entgegen.
Mit Kill Boksoon zeigt Netflix eine düstere Anti-Heldin mit einer einzigartigen Fähigkeit, die sie unbesiegbar macht
Kill Boksoon kreiert von der ersten Szene an eine besondere Atmosphäre. Wir sehen einen Yakuza, der sich spärlich bekleidet in einer nächtlichen Gasse wiederfindet. Neben ihm sitzt eine Unbekannte, die lässig Smalltalk mit ihm hält – bevor sie das Schwert zückt.
Es bleibt kein Zweifel, wie Bok-Soon zu ihrem Spitznamen Kill Boksoon gelangt ist. Die Profikillerin bringt neben tödlichen Accessoires genau die richtige Mischung aus Humor, Gelassenheit und Kampferfahrung mit. Dies bedeutet ein schnelles Ende für ihre Gegner:innen und jede Menge Spaß für uns Zuschauer:innen.
Außerdem verfügt Bok-Soon über eine geniale Fähigkeit: Sie studiert ihr Gegenüber präzise und spielt innerlich verschiedene Möglichkeiten durch, wie eine Situation ablaufen könnte. Konkret bedeutet dies, dass das Publikum oft nicht nur eine, sondern gleich drei schwungvolle Kampf-Choreographien bekommt.
Trotz Actionspektakel erzählt Kill Boksoon auf Netflix eine berührende Geschichte über Identität
Der Actionthriller liefert nicht nur einen runden Plot mit einer packenden Inszenierung, sondern überrascht mit Wärme und Tiefgang. Bok-Soon ist bei all ihrer Coolness eine nahbare Antiheldin mit sichtbaren Schwächen, deren Lebensmittelpunkt ihre jugendliche Tochter Gil Jae-young darstellt.
Ihr Leben als Auftragsmörderin hat sich nicht zufällig ergeben, sondern ist das Ergebnis einer schwierigen Vergangenheit. Dabei versucht Kill Boksoon nie, das Handeln seiner Protagonistin zu entschuldigen. Vielmehr will der Thriller, dass wir den Menschen hinter der Fassade begreifen. Identität ist ein großes Thema. Und eben auch die Frage, wie viel man davon seiner Umgebung wirklich ehrlich zeigen kann oder will.
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Die Entscheidung, einen Auftrag abzubrechen, stellt Bok-Soon vor eine bittere Wahrheit: Ihr bisheriges (Doppel-)Leben ist vorüber. Doch was kommt danach? Eine Frage, die sich auch Jae-young stellt, wenn auch aus vollkommen anderen Gründen.
Wie sowohl die Auftragsmörderin als auch ihre Tochter ihre Selbstfindung navigieren, erzählt Kill Bok-Soon in 137 Minuten, von denen keine einzige verschenkt ist. Der Thriller feierte seine Premiere auf Netflix am 31. März 2023 und ist im Abo enthalten.