Der grandiose Snyder-Cut verwandelt Justice League in eine neue Erfahrung

Zack Snyder's Justice League - Trailer 3 (English) HD
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18.03.2021 - 10:00 UhrVor 7 Monaten aktualisiert
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Der Snyder-Cut ist endlich da und kann auch in Deutschland gestreamt werden. Wir erklären euch kurz und knapp, wie die neue Justice League-Version im Vergleich zur alten wirkt.

Nach Jahren des Hoffens und Wartens ist es soweit: Der legendäre Snyder-Cut ist endlich da! Durch den unermüdlichen Einsatz der DC-Fans durfte Zack Snyder seine persönliche Vision von Justice League doch noch ohne Kompromisse realisieren. Ich habe mir die langersehnte neue Version schon angeschaut und erkläre euch, wie sich der Snyder-Cut im Vergleich zur bekannten Fassung anfühlt.

Im Snyder-Cut bleibt die grundlegende Justice League-Handlung gleich

Die neue Version des Blockbusters verdoppelt die Laufzeit der Kinofassung und bietet epische 4 Stunden DC-Unterhaltung - im IMAX-Bildformat mit schwarzen Balken an den Seiten. Es stimmt, dass sich der Snyder-Cut stark von der Justice League-Fassung aus dem Jahr 2017 unterscheidet. Eine grundsätzlich andere Geschichte wird aber nicht erzählt.

Schaut hier noch den neusten Trailer zum Snyder-Cut!

Zack Snyder’s Justice League - Trailer 4 (English) HD
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Wer die Justice League-Kinofassung von 2017 kennt, wird hier immer wieder bekannte Szenen sehen. Der Ablauf der Handlung ist sehr ähnlich geblieben, was das Vorgehen von Steppenwolf, die Rekrutierung der Held*innen, den Plan für Supermans Wiederbelebung und den großen Endkampf angeht. Nach dem folgt noch ein brandneuer, 20-minütiger Epilog.

Auch wenn vorher angekündigt wurde, dass 80 Prozent noch nie gesehenes Material und 20 Prozent bekannte Szenen aus der Kinofassung sein sollen, würde ich das Verhältnis zwischen neuen und bekannten Szenen im Snyder-Cut mehr bei 65 zu 35 einordnen.

Wer die Kinofassung von Justice League noch gar nicht gesehen hat, kann sich diese übrigens sparen. Als Vorwissen für den Snyder-Cut empfehle ich nur Man of Steel und Batman v Superman: Dawn of Justice.

Stimmige Details und epische Abweichungen machen den Snyder-Cut zum größten DC-Geschenk

Bekannte Elemente des alten Justice League erstrahlen hier in ganz neuem Licht. Bösewicht Steppenwolf hat ein leicht verändertes Design und eine ausführlichere Motivation bekommen - und wird direkt zum stärkeren Antagonisten als die vergessenswerte 2017er-Version. Noch eindrucksvoller ist der neue Oberbösewicht Darkseid, der hier in wenigen Szenen extrem viel Eindruck hinterlässt.

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Im Vergleich zur PG-13-Version von Justice League kommt der Snyder-Cut außerdem mit einem höheren R-Rating daher - und das macht sich bei der gewaltigen, generell noch wuchtiger inszenierten Action oft bemerkbar.

Gerade eine fantastische neue Massenschlachtszene erinnert an Zack Snyders 300, wenn sich der Regisseur nicht mit abgetrennten Körperteilen und spritzenden Blutfontänen (natürlich in Ultra-Zeitlupe) zurückhält. Doch auch bekannte Actionszenen verlaufen erst ähnlich, unterscheiden sich im Detail aber dann mit einer deutlich derberen Gangart.

Am meisten profitieren im Snyder-Cut neben anderen Änderungen wie neu eingesetzten Songs oder dem neuen Score aber einzelne Hauptfiguren, die teilweise mit vielen neuen Szenen mehr Persönlichkeit bekommen. Wer die Kinofassung kennt, wird Cyborg nicht wiedererkennen. In der neuen Version wird der Held mit tragischer Familiengeschichte zum emotionalen Zentrum des Films.

Zack Snyder's Justice League

Ähnlich verhält es sich auch mit Flash. Der ist immer noch für die witzigsten Momente des Films verantwortlich und trotzdem so viel mehr als der reine Gag-Lieferant am Rande. Apropos Gags: Der Snyder-Cut ist immer noch lustiger als Man of Steel und Batman v Superman zusammen, doch ein Großteil des unpassenden Humors der Kinofassung ist komplett verschwunden.

Selbst mit 4 Stunden Laufzeit wirkt der Snyder-Cut immer noch überladen und bis oben hin vollgestopft. Durch die besseren Details und epischen Abschweifungen hat Zack Snyder seine persönliche Vision aber in epischster Pracht realisieren dürfen. Allen DC-Fans hat er damit das größte Geschenk überhaupt gemacht.

Zack Snyder’s Justice League: Podcast über die vierstündige DC-Dröhnung

Leinwandliebe-Moderator Sebastian hat seinen Kumpel Yves von Moviepilot und seinen lieben FILMSTARTS-Kollegen Julius zusammengetrommelt, um ausführlich zu diskutieren, ob der lang erwartete und sehr lang gewordene Snyder-Cut die ganze Aufregung nun wert ist oder nicht.

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Leinwandliebe ist der wöchentliche Kino- und Film-Podcast unserer Kollegen und Kolleginnen von FILMSTARTS.

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Werdet ihr euch den Snyder-Cut anschauen?

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