Ein knappes halbes Jahr nach dem großen Stranger Things-Finale erreicht die Serie einen weiteren Meilenstein: Am 15. Juli 2026 jährte sich der Netflix-Start der 1. Staffel zum zehnten Mal, was der Streamer unter anderem mit der Veröffentlichung einer brandneuen VHS Special Edition sowie einem Reunion-Video des Casts feierte, der darin auf die Serienanfänge zurückblickt.
Auch wir wollen diesen Anlass nehmen, um die Zeit bis ganz zum Anfang zurückzudrehen. Denn die allererste Szene, die jemals für Stranger Things gedreht wurde, war eine ganz besondere. Sie markierte den Beginn einer wundervollen Geschichte um ein übernatürliches Mysterium und das tiefe Band der Freundschaft. Doch mehr: Die erste Szene, die je gedreht wurde, ist gleichzeitig auch die erste richtige Szene der Serie.
Zurück zum Anfang: Der Stranger Things-Dreh begann mit der Szene in Mikes Keller
Wie Lucas-Darsteller Caleb McLaughlin in einem Interview in der Jennifer Hudson Show anlässlich der finalen 5. Staffel von Stranger Things verriet, wurde an seinem allerersten Drehtag die Szene in Mikes Keller gedreht, in der Mike (Finn Wolfhard), Dustin (Gaten Matarazzo) und Will (Noah Schnapp) gemeinsam eine Dungeons & Dragons-Kampagne spielen.
Die Szene bildet die erste richtige Szene in Stranger Things nach dem Prolog in Folge 1, in dem wir sehen, dass eine mysteriöse Gestalt aus dem Labor in Hawkins entkommen ist. In Mikes Keller lernen wir die Freundesgruppe kennen, die über zehn Jahre das Herzstück der Serie bilden sollte. Während des D&D-Spiels kristallisieren sich die verschiedenen Persönlichkeiten der Vier heraus und wir können mit jeder Figur direkt eine bestimmte Eigenschaft verbinden.
Gleichzeitig stellt die Szene die Weichen für das übernatürliche Abenteuer, in das die Freundesgruppe schon bald hineingezogen wird. Denn ihre Vorliebe für Fantasy-Geschichten soll sich schließlich ein bisschen zu genau in die Realität übertragen. Hier beginnt die große Reise von Stranger Things für unsere Held:innen, wie auch für uns als Zuschauende. Umso treffender, dass diese Szene auch tatsächlich als erstes gedreht wurde.
Caleb McLaughlin teilte dazu damals auch noch eine herzerwärmende Anekdote:
Alles, an was ich mich erinnere, ist, dass wir die ganze Zeit gelacht haben. Die Crew war total sauer, die Duffer-Brüder fanden es toll. Finn musste vor seiner Dialogzeile niesen und ist direkt danach zurück in seine Rolle gesprungen, und wir fanden, das war urkomisch. Wir konnten uns nicht zusammenreißen und haben den Tag ruiniert.
Ein Fan will sogar ein Behind-the-Scenes-Bild des ersten Drehtags von der 1. Staffel gefunden haben, welches ihr euch hier anschauen könnt. Ob dieses Bild tatsächlich am ersten Tag entstanden ist, wurde jedoch nicht von offizieller Seite bestätigt. Auffällig ist, dass Millie Bobby Brown ebenfalls auf dem Schnappschuss zu sehen ist, die in der Szene in Mikes Keller als Eleven bekanntlich nicht vorkommt. Möglich ist aber, dass an diesem Tag gleich mehrere Szenen gedreht wurden oder Brown trotzdem zum Set eingeladen wurde, um mit ihren Co-Stars warmzuwerden.
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Fast-Forward: Der Stranger Things-Dreh endete mit der Szene in Mikes Keller
Das Stranger Things-Finale hat letztlich den perfekten Bogen zu dieser ersten Szene im doppelten Sinne gespannt. Denn Folge 8 von Staffel 5 endete mit einer D&D-Kampagne in Mikes Keller, in welcher Mike, Dustin, Lucas, Will und Max (Sadie Sink) zusammensitzen und das Ende ihrer beschwerlichen Reise sowie ihrer Jugend besiegeln.
Auch diese Endszene war laut den Duffer-Brüdern tatsächlich die letzte Szene, die jemals für Stranger Things gedreht wurde. Damit spiegelte diese Szene das Ende der Produktion wie auch das Ende der Geschichte der Netflix-Serie, wie bereits die allererste Szene all die Jahre zuvor den doppelten Startschuss für das große Abenteuer gegeben hatte.
Ein Grund mehr, zum zehnjährigen Jubiläum noch einmal zu diesen beiden Szenen zurückzukehren und nostalgisch in Erinnerung zu schwelgen. Auch wenn die Serie auf den letzten Metern nicht immer alles richtig gemacht hat, muss man vor diesem perfekt durchdachten Schachzug doch unweigerlich den Hut ziehen.