Eine der berühmtesten Filmszenen aller Zeiten war improvisiert: Das Kätzchen in Der Pate war ein Streuner am Set und wurde zwei Sekunden vor der Aufnahme in Marlon Brandos Schoß gelegt

19.07.2026 - 12:12 Uhr
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Der Pate
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Der Pate strotzt nur so vor ikonischen Momenten. In einer der meistzitierten hat eine zufällige Katze mitgewirkt, die aus dem Bild nicht mehr wegzudenken ist.

Es ist wohl eine der berühmtesten Filmszenen aller Zeiten. Don Corleone (Marlon Brando) sitzt in Der Pate in einem halbdunklen Zimmer und empfängt zum Hochzeitstag seiner Tochter Bittsteller. Während er mit einem Gast über dessen Bitte spricht, streichelt er eine graue Katze, die auf seinem Schoß liegt. Dieses Detail wurde spontan in den Film eingebaut – die Katze war ein Streuner.

Die Katze auf Marlon Brandos Schoß war ein spontaner Einfall von Francis Ford Coppola

Während des Drehs von Der Pate hatte sich die streundene Katze aufs Set geschlichen. Laut dem Far Out Magazine  ging die Geschichte um, dass diese Katze in den Studios bereits bekannt war. Nun sind Streuner nicht unbedingt dafür bekannt, besonders zutraulich zu sein, ganz im Gegensatz zu dem Kätzchen, das am Set herumgeschlichen ist. Daher wird vermutet, dass die Katze eigentlich jemandem gehörte.

Regisseur Francis Ford Coppola erkannte in dem unerwarteten Besuch eine Gelegenheit, die er sofort nutzte. Über die Katze soll er gesagt haben:

Die Katze in Marlons Händen war nicht geplant. Ich habe die Katze im Studio rumschleichen sehen, habe sie genommen und ihm ohne ein Wort in die Hand gedrückt.

Der Effekt auf die Szene ist nicht von der Hand zu weisen. Hier könnt ihr die Eröffnungsszene mit Kätzchen noch einmal sehen:

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In der Szene ist das Machtverhältnis zwischen Don Corleone und Bonasera (Salvatore Corsitto) deutlich spürbar. Der Mafiaboss ist ruhig, mächtig und stark. Er fühlt sich von dem Bittsteller nicht respektiert. Die Katze dagegen ist verspielt und Corleone spielt während des Gesprächs auch mit ihr.

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Das fügt der Figur gleich eine weitere Ebene hinzu. Die Szene wie auch der Charakter werden durch diese nebenbei stattfindende Spielerei wesentlich komplexer. Auch Corleone verhält sich ein wenig wie eine Katze, die mit ihrem Opfer spielt. Immerhin demonstriert er Bonasera gegenüber seine Macht, nur um sich dann einen Gefallen zu sichern, sobald er dem Bittsteller seinen Wunsch erfüllt.

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