Seine Melodien sind Ohrwurm- und Gänsehautgaranten, er formte den Klangteppich des Mainstream-Kinos fast im Alleingang: Keine Frage, Filmkomponist John Williams ist eine lebende Hollywood-Legende, die auch im stolzen Alter von 94 Jahren noch nicht an Ruhestand denkt.
Es verwundert daher eigentlich kaum, dass das musikalische Genie praktisch Dauergast bei der Oscarverleihung ist und dementsprechend den einen oder anderen Rekord hält. Kurioserweise ist dabei aber auch eine Negativ-Bestmarke inbegriffen.
Trotz 5 Auszeichnungen: Komponist John Williams ist "größter Oscar-Verlierer"
Als Williams 1968 erstmals eine Oscar-Nominierung für die beste Filmmusik erhielt (für das Drama Das Tal der Puppen), hätte er sich wohl selbst nie träumen lassen, dass dies für ihn in den folgenden Jahrzehnten zur absoluten Gewohnheit werden sollte. Seinen ersten Goldjungen durfte er bereits vier Jahre später für die Musical-Verfilmung Anatevka entgegennehmen.
Es war jedoch nur der Beginn einer von Williams musikalisch geprägten Ära Hollywoods, in der er gleich mehrere der populärsten und epischsten Themen aller Zeiten komponierte. Seine ebenfalls mit dem Oscar prämierten Arrangements zu Der weiße Hai, Krieg der Sterne und E.T. - Der Außerirdische brannten sich auf ewig in die Gehörgänge des Publikums.
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Unter anderem mit den Musiken zu Superman, Indiana Jones, Kevin - Allein zu Haus, Jurassic Park und Harry Potter schuf er weitere unvergessliche Melodien, die zur akustischen DNA des jeweiligen Franchise wurden und selbst Nicht-Filmfans bekannt sind. Sein fünfter und bislang letzter Oscar-Gewinn liegt allerdings schon ein Weilchen zurück: Diesen verbuchte Williams 1994 für seinen ergreifenden Score zum Holocaust-Drama Schindlers Liste.
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Mit seiner bisher letzten Nominierung (2024 für Indiana Jones und das Rad des Schicksals) wurde der damals 91-Jährige zur ältesten oscarnominierten Person überhaupt. Darüber hinaus kann kein lebender Mensch mehr Nominierungen als Williams vorweisen, was ironischerweise auch einen Negativrekord der Komponisten-Legende bedingt:
Bemerkenswerte 54 Mal (!) wurde der gebürtige New Yorker von der Academy für seine Filmmusik oder -songs nominiert – "nur" fünf Trophäen sprangen dabei heraus, 49 Mal ging er leer aus. Statistisch macht ihn das gewissermaßen zum "größten Oscar-Verlierer" der Geschichte. Ein Rekord, um den ihn wohl trotzdem viele beneiden.
John Williams' legendäre Partnerschaft mit Steven Spielberg
Williams' wahrscheinlich größter Fan ist übrigens selbst eine Hollywood-Ikone: Seit dieser für Steven Spielbergs 1974er-Film Sugarland Express die Musik schrieb, sind die beiden Legenden befreundet und arbeiten regelmäßig zusammen. Der Meisterregisseur weiß nämlich ganz genau, wie Williams' Harmonien seine Werke optimieren können, wie beispielsweise die oben erwähnten Kompositionen zu Der weiße Hai oder Jurassic Park beweisen.
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Rolling Stone zitiert im obigen Post Steven Spielberg, der auch für seinen aktuellen Film Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit erneut auf die Dienste seines langjährigen Wegbegleiters setzte:
John wurde gerade 94 und er ist immer noch so außergewöhnlich, wie er es mit 40 war.
Der Sci-Fi-Thriller stellt die mittlerweile 30. Kollaboration der beiden Koryphäen dar, für die sich Williams laut des Regisseurs wieder einmal selbst übertroffen habe.
