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Was habe ich da gerade geguckt?!?

Fooly Cooly - Die What-The-F#%!-Analyse

Bild zu Fooly Cooly - Die What-The-F#%!-Analyse
© Madman Entertainment

Habt auch ihr Fooly Cooly gesehen und euch gefragt, was ihr da gerade eben geguckt habt?
- Dann geht es euch so, wie den meisten.
Roboter die aus Köpfen sprießen, Gitarren die als Schlag- und Schusswaffen dienen, Fake-Augenbrauen aus Meeresalgen und riesige Gebäude in Bügeleisenform sind nur ein paar von vielen... wirklich vielen! Skurillitäten dieser Serie. Aber was ist, wenn ich euch sage, dass alles Sinn macht? In diesem Artikel versuche ich euch die Serie und deren Hintergründe einmal genauer zu erläutern und stelle euch meine Interpretation vor.

ACHTUNG!!! Dieser Artikel enthält viele Spoiler! Ich empfehle es, die Serie vor dem Lesen zu gucken!



Fooly Cooly

Fooly Cooly, stilisiert als FLCL, (orig. Furi Kuri) ist eine 2000 (in Deutschland 2006) erschienene japanische OVA von Kazuya Tsurumaki, einem Mitarbeiter des Produktionsstudios Gainax, welches auch die Produktion der aus sechs Episoden bestehenden Serie übernommen hat.


Handlung

Der zwölf Jahre alte Naota Nandaba ist ein ganz normaler Schüler und lebt in der japanischen Vorstadt Mabase. Kurz vor der Pubertät stehend wünscht er sich nichts anderes, als endlich erwachsen zu werden und sein triviales Schülerdasein in der langweiligen Stadt hinter sich zu lassen. Lediglich das neue, kolossale Gebäude der Firma Medical Mechanica teilt seine Aufmerksamkeit. Als er dann von einer jungen Frau namens Haruko mit einer Vespa überfahren wird und sie ihm kurz darauf auch noch ihren Bass über den Schädel schlägt, überschlagen sich die Ereignisse und merkwürdige Dinge passieren. Roboter, komische Beulen und Katzenohren wachsen aus Naotas Kopf. Als sei das nicht genug, begleitet Haruko, die sich als Weltraumpolizistin ausgibt, fortan seinen Alltag und verbreitet dabei stets Chaos und Unordnung.

Es stellt sich heraus, dass sich beim Schlag mit dem Bass auf Naotas Kopf eine Art Portal geöffnet hat, mit dem Haruko den Weltraum Piraten und ihren ehemals Geliebten Atomsk, der von Medical Mechanica gefangen gehalten wird, befreien will. Amarao, Kommandant eines Geheimdienstes, versucht sie daran zu hindern und Naota davon zu überzeugen, dass sie gefährlich ist. Kurz bevor es Naota mittels Verschmelzung der Roboter aus seinem Kopf gelingt, Atomsk zu befreien, was allerdings die ganze Stadt zerstört hätte, entscheidet er sich um und verhindert dies. Daraufhin assimiliert er mit Atomsk, der nach einem kurzen Kampf mit Haruko, Naotas Körper und daraufhin den Planeten verlässt. Haruko will ihm hinterher und beschließt, nachdem sie Naota fragt, ob er mitkommen wolle, sich alleine auf die Suche zu machen, da dieser noch zu klein dafür sei.

Parallel verbringt Naota viel Zeit mit der siebzehnjährigen Mamimi. Sie ist die Ex-Freundin von Naotas älterem Bruder Tasuku, der mittlerweile als Baseballspieler in den USA lebt. Sie ist nie über die Trennung hinweggekommen und sucht daher ständig Naotas Nähe, der sie an seinen Bruder erinnert. Meistens von ihr genervt, versucht Naota trotzdem für sie da zu sein. Als er ihr jedoch vermittelt, dass er nicht sein Bruder sei und sie ihn nicht städnig für diesen halten soll, distanziert sie sich von ihm und verschwindet nach den Eriegnissen für immer aus der Stadt.



Stil

Die Frage, um welches Genre es sich bei dieser Serie handelt, kann man ebenso beantworten, wie die Frage, was man da gerade eigentlich gesehen hat - Man weiß es nicht so genau. In erster Linie kann man sie dem Coming-of-Age zuordnen, wenn auch nicht selten Elemente aus Action, Science-Fiction, Fantasy, Romance oder Comedy vorhanden sind, die im rasanten Wechsel stattfinden.

Mindestens genauso bunt, wie die Genrevielfalt, sind Stil und Animationen, bedient sich FLCL mehrerer Zeichen- und Animationstechniken. So werden klassische Anime-Stile unter anderem mit stark detaillierten Shots, animierten Manga-Panels und Comic-Stilen westlicher Zeichentrickserien (wie z.B. 'South Park') vermischt. In einer Szene, die sogar kurz die Meta-Ebene durchbricht, schlägt selbst Naotas Vater vor "wieder ein ganz normaler Anime" zu sein, es sei "viel Arbeit und Mühe", "diese komischen Comic-Strips einzubauen" und während er erklärt, dass ein Kameramann mit der Kündigung gedroht habe und die Zuschauer es eh nur als "schlampig" empfinden würden, werden im Hintergrund besagte Strips der vorherigen Szene abgebaut. - Wow!

Aber auch das Design der Figuren und Settings ist hervorzuheben und ebenso außergewöhnlich und skurril, wie unverbraucht. Eine riesige, Poncho tragende Roboter-Hand im Revolverhelden-Look, die sich aus einer sich in Naotas Kopf befindenden und selbst abfeuernden Pistole transformiert hat, ist ein Gegner, der wohl so nur in Fooly Cooly zu sehen ist. Lassen wir das eben sacken...

Wer aber denkt, dass Tsurumakis Erstlingswerk hauptsächlich ein wildes und chaotisches Durcheinander ist, dass sich wie ein Drogenrausch in Animeform anfühlt, hat.... vollkommen Recht! Dennoch kommt es in diesem Wirrsal an Animationen ab und an zu kurzen, subtilen Momenten, die das überwiegend schnelle Pacing entschleunigen und gerade in diesem Kontrast sehr atmospärisch und ästhetisch sind. Wie z.B. das Glühen einer Zigarette bei einer Nahaufnahme. Hört sich unspektakulär an, sieht aber verdammt cool aus und lässt den Zuschauer für einen kurzen Moment abschalten.

Der typische late-'90s Look spiegelt die damals äußerst populäre und leicht anarchische MTV-Ära wieder und sorgt aus heutiger Sicht für Flashbacks. Musikalisch wird das ganze unntermalt von der japanischen Alternative-Rock-Band 'The Pillows'.



Analyse und Interpretation

Die Story von FLCL ist oberflächlich in etwa so aussagekräfig, wie der TV-Roboter Canti (er ist stumm). Das liegt daran, dass die eigentliche Geschichte ausschließlich in Metaphern erzählt wird; streng genommen ist die ganze Serie eine einzige Metapher: Es geht um das Erwachsenwerden. Dies wird hauptsächlich im übertragenen Sinne erzählt, dem Zuschauer jedoch direkt vermittelt, da Verwirrtheit und wechselnde Emotionen beim Anschauen das Befinden eines Pubertierenden widerspiegeln sollen. Der "what-the-fuck"-Gedanke wird hier also bewusst provoziert und ist ein zentraler Bestandteil des Konzeptes. Die Hauptthematik, das Erwachsenwerden, wird jedoch vorallem durch besagte Metaphern und Subtext behandelt und in den seltensten Fällen explizit. Der Gedanke, dass Fooly Cooly einfach nur weird und sinnlos ist, ist völlig normal, aber nicht korrekt, denn tatsächlich ist die Mini-Serie in sich schlüssig und extrem gut durchdacht. Dieses extrem durchdachte Konzept und dessen Thematik kommt allerdings erst dann zum Vorschein, wenn man die Hintergründe kennt.

Bis auf Naota und seine Mitschüler hat jeder Charakter eine bestimmte Bedeutung. Er steht für sich selbst, da er die Hauptfigur und zenetraler Mittelpunkt der Geschichte ist, was ihn am normalsten erscheinen lässt. Eri, Gaku und Masashi (Naotas Mitschüler) repräsentieren Gleichaltrige und deren Beziehung zueinder und weisen typische Verhaltensmuster und Charakteristiken auf. Aber auch verschiedene Gegenstände und Orte haben eine tiefere Bedeutung.

Die Charaktere:

Haruko ist die personifizierte Pubertät, kann aber auch als Hormone gedeutet werden. Sobald Naota entscheidet erwachsen zu werden - der Moment, in dem er die Bitter Lemon probieren möchte - wird er mit ihr konfrontiert. Daraufhin begleitet sie seinen Alltag, sowohl zu Hause, in der Freizeit als auch in der Schule. Überall, wo sie auftaucht, ensteht Chaos und Unordnung. Naota versucht ihr oft zu entkommen, aber es gelingt ihm nicht. Sie tut ihm immer wieder weh, verwirrt ihn und sorgt für Streitigkeiten zwischen Naota und seinem Vater. All dies sind typische Begleiterscheinungen und Auswirkungen der Pubertät. Außerdem ist sie sehr launisch und wechselhaft und wird sowohl von Naota, als auch außenstehenden Personen, als unangenhem empfunden, was weitere Eigenschaften der Pubertät sind. Sie fungiert aber auch als eine Art Wegweiserin, wenn es darum geht, Atomsk zu finden, der das Erwachsensein repräsentiert.

Mamimi, die für die Kindheit steht, ist ihr Gegenpart und wird nach und nach von ihr als täglicher Begleiter Naotas abgelöst. Mamimi ist Naotas Kindheit und die Vergangenheit. Naota ist genervt von ihr und findet ihre Anwesenheit oft peinlich. Er will erwachsen werden und seine kindischen Marotten abgewöhnen. Im laufe der zeit distanziert er sich immer mehr von ihr, versucht sie zwischendurch aber immer wieder zu beschützen, denn er hängt zum Teil noch an seiner Kindheit und versucht sie sich zu bewahren. Sie ist kindisch, verspielt und euphorisch, aber auch gleichgültig und planlos. Das sind Eigenschaften die typisch für Kinder sind. Ihre Leidenschaft ist das Fotografieren, was die Vergangenheit und Erinnerungen symbolisiert. Fotos sind Erinnerungen in materieller Form und immer ein Teil der Vergangenheit. Mamimi fotografiert oft den Moment ab, statt in ihm zu Leben. Das bedeutet, dass sie weniger ein Teil der Gegenwart ist und mehr ein Teil der Vergangenheit wird. Das wird vorallem bei ihrer Beziehung zu Tasuku deutlich, von dem sie nie gelernt hat, loszulassen. Sie lebt in der Vergangenheit und macht sich keine Gedanken um die Zukunft; diese hat für sie keinerlei Bedeutung. Als Naota den Bass von Haruko an sich nimmt, fotografiert sie ihn ein letztes Mal, verabschiedet sich von ihm und verlässt die Stadt, um Fotografin zu werden. Naota sieht sie nie wieder, was bedeutet, dass er endgültig vom Kind zum Jugendlichen geworden ist. Dass sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, ist eine Steigerung, die man als Engültigkeit der Vergangenheit interpretieren kann.

Tasuku ist Naotas Ideal. Er wird dargestellt, als Naotas großer Bruder und Vorbild, der jedoch weit entfernt lebt und dadurch keinen physischen Kontakt zu ihm hat. Das Ideal ist ein nicht greifbares Traumbild und meistens unrealistisch, sodass es weit weg von der Realität scheint. Da Tasuku der Vergangenheit angehört, steht er in einer besonderen Beziehung zu Mamimi. Sie liebt ihn abgöttisch und bezieht alles und jeden auf ihn, was ihn sinnbildlich zu Naotas kindlischer Wunschvorstellung macht. Er ist das, was Naota später einmal werden möchte. Dass er professioneller Baseballspieler ist, kann man als Naotas Traumberuf deuten. Ein Kind das später mal Profisportler werden möchte, ist nicht unüblich. Er dient ihm auch als Motivation, sodass er, vorallem in Verbindung mit Canti, starke Kräfte durch ihn entwickelt. Aber nicht nur für Naota gilt er als Ideal, auch seine Familie bewundert ihn und erwartet ähnliches von Naota, was er aber selten erfüllen kann. In diesem Zusammenhang ist er als Erwartung der Familie zu verstehen.

Canti, der als Roboter Naotas Kopf entsprang, ist ein Teil der Veränderungen und steht hauptsächlich für die Entwicklung (im positiven Sinnne). Er spiegelt die neu gewonnene Erfahrung und Kraft Naotas wider und hilft ihm dabei Probleme zu lösen. Mit Naota und anderen Robotern, die für die Probleme und Hindernisse der Pubertät und Kindheit stehen, bildet er eine Kerneinheit zur Befreiung Atomsk. Die Entwicklung eines Kindes setzt sich aus seinen Erfahrungen und Fähigkeiten zusammen, aber auch aus den Problemen, die es mit diesen zu bekämpfen gilt. In Verbindung bilden sie die Reife, die der wichtigste Bestandteil des Erwachsenseins ist. Canti steht oft in Verbindung mit Tasuku. Er ist die einzige Schnittstelle Naotas zu Tasuku, weshalb Mamimi ihn vergöttert. Ohne Entwicklung kann Naota sein Ideal nie erreichen. Umgekehrt ist Tasuku der Antrieb, der Cantis Kraft steigert. Ambitionen verändern die Entwicklung positiv und geben oft einen kleinen Schub. Auch Naotas Vater steht in einem positiven Verhältnis zu Canti, der für ihn teilweise als Haushaltshilfe arbeitet. Denn die Pubertät beeinflusst das Familienleben auch positiv. Die erworbene Selbststänidgkeit und das sich entwicklende Pflichtbewusstsein bereichert den Familienalltag.

Amarao verkörpert Naotas Verhalten und zeigt, was mit ihm passiert, wenn er nicht erwachsen wird. Naota ist ein Kind und versucht krampfhaft erwachsen zu sein. Das ist weniger reif, als zu akzeptieren, dass er es noch nicht ist. Amarao ist zwar ein Erwachsener, verhält sich aber nicht wie einer. Die Augenbrauen, die Reife und Männlichkeit darstellen sollen, sind Fake. Wie auch Naota, mag er keine scharfen Speisen. Beim Verhöhr serviert er ihm einen Kaffee, ein Getränk für Erwachsene und bitter, süßt diesen aber maßlos. Seine Reife ist nur Fassade. Er ist der Gegenspieler von Haruko und Atomsk und versucht dessen Befreiung zu verhindern. Solange sich Naota so verhält, wird er nie Reife erlangen.

Atomsk ist die Reife und das Erwachsensein. Er ist von Medical Mechanica eingesperrt und soll mit Harukos Hilfe befreit werden (Pubertät). Naota weiß nichts von seiner Existenz, denn er hat keine Ahnung was Reife bedeutet. Amarao gibt vor, ihn zu kennen, tut dies aber nur scheinbar und ist überrascht von seiner Gestalt, als er ihn sieht; denn er gibt nur vor reif zu sein. Als Naota eingesteht, dass er eigentlich noch ein Kind ist und Haruko braucht, ist er reifer, denn je und assimiliert mit Atomsk, worauf er sogar kurzzeitig über ihr steht. Atomsk verschwindet daraufhin, was bedeutet, dass Naoto zwar kein Kind mehr, aber auch nicht erwachsen ist.

Kamon, Naotas Vater, ist das Klischee eines Erwachsenen. Er verhält sich merkwürdig, ist pervers und liebt scharfes Essen. Alles Dinge, die Naota nicht versteht und für die er noch kein Interesse entwickelt hat. Zeitweise wird er durch einen Roboter ersetzt, den Naota, ohne dies zu wissen, bei einem Streit versehentlich erschlägt bzw. kaputt macht. Das ist eine Metapher für das Eltern-Kind-Verhältnis. Naota streitet sich zunehmend mit seinem Vater und hat das Gefühl er verhalte sich falsch, kalt und könne ihn nicht verstehen. In einem Gefühlsausbruch verletzt er seinen Vater ungewollt.


Die Symbolik:

Die Roboter sind, sowie Canti, die Beule und die Katzenohren, Veränderungen in Naotas Leben. Symbolisiert Canti die positiven und die Beule und die Katzenohren äußerliche Veränderungen, verkörpern die anderen Roboter die negativen Veränderungen und Probleme. Diese haben unterschiedliche Quellen und entstehen durch Naota selbst, Freunden und Mitschülern oder äußerliche Einflüsse. Sie sind Bestandteil der Entwicklung (siehe Canti).

Die Gitarren sind ein Symbol des Reifezustandes. Harukos Rickenbacker 4001 steht für die Jugend und ist die ultimative Waffe, um sich durch die Pubertät zu schlagen. Sie öffnet N.O.-Portale, ist eine Schlag- und feuerkraftstarke Schusswaffe und kann als Flugobjekt benutzt werden. Es handelt sich dabei um eine lefthanded Bassgitarre. 'Links' kann man als Anderssein und Rebellion interpretieren, der Bass verkörpert die Tiefe und damit die Reife und Männlichkeit. Speziell bei Männern kann man hierbei einen Vergleich zur Stimme ziehen. Am Ende vermacht Haruko sie Naota, ein Zeichen dafür, dass er mittlerweile in der Jugend angekommen ist. Er hatte vorher eine Gibson Flying V, eine Leadgitarre in weiß. Die Farbe verkörpert die Unschuld. Die Töne sind, im Vergleich zu einem Bass, hoch und hell. Beides symbolisiert Die Kindheit. Der Leadgitarre kann man die Position der Hauptrolle zuordnen, was zur Rolle des Protagonisten passt. Das Modell konnte sich erst später durchsetzen und hatte Anfangs wenig Erfolg, eine Parallele zu Naotas Entwicklung aufgrund seines Verhaltens. Atomsk Bass ist eine Gibson EB-0, die es ausschließlich in rot gibt. Da rot für Macht und Stärke steht, ist sie quasi der Inbegriff der Reife. Amaraos Bass?, Lead?, was auch immer, ist eine verkümmerte Miniaturversion einer Gitarre, die sein Unausgereiftsein verkörpert.

Die Frima Medical Mechanica repräsentiert die Pubertät in temporaler Form. Mit dem Errichten des Bügeleisen ähnelnden Kolosses, begann alles - Die Pubertät fing an. "Als er gebaut wurde, waren die Erwachsenen in heller Aufruhr." Eine Beschreibung die ziemlich zutreffend ist. Der Nebel, den das Gebäude regelmäßig ausströmt, verhindert eine weite Sicht und zwingt die Bewohner in der Stadt zu bleiben. Das bezieht sich auf die Unumgänglichkeit der Pubertät und den Verlust der Weitsicht, die ein Synonym für Ruhe und Bedachtsamkeit ist und damit Chaos und Rebellion gegenübersteht. Das Bügeleisen soll die Wogen glätten und damit wieder Ordnung einkehren lassen und steht ebenfalls dem Chaos und der Unordnung gegenüber.

Essen und Getränke haben auch verschiedene Bedeutungen. Süß steht für kindlich, bitter, sauer und scharf für erwachsen. Naota isst und trinkt nur Süßes, wohingehend Eri bittere Getränke trinkt. Sie ist etwas weiter als er. Später versucht Naota, durch Mamimi beeinflusst, bitteres zu trinken, was ihm nicht schmeckt, steigt aber auf Süßgetränke mit Fruchtfleisch um, was eine leichte Entwicklung ist. Naotas Vater liebt scharfes Essen, wohingegen Amarao kein scharfes Essen mag und vermeintlich bittere Getränke übertrieben süßt.

Wenn Naota sich mit Canti vereint, entsteht ein Symbol auf Cantis Bildschirm, was ein Mix der beiden Schriftzeichen '大人' ist, was 'erwachsen' bedeutet. Kurz vor der Verschmelzung mit Atomsk, bildet er ein Symbol, aus den beiden Buchstaben '小人', was 'Kind' bedeutet. Das untermalt die These, dass Naota durch seine Erkenntnis, noch nicht erwachsen zu sein, reifer geworden ist.



Zusammenfassung

Da ich die vorgegebene Artikellänge bei weitem überstiegen habe, fasse ich mich kurz.
FLCL ist ein schrilles und lustiges Abenteuer, das sein Handwerk versteht. Kennt man allerdings die Zusammenhänge, entwickelt die Serie ihr volles Potential. Ich hoffe ich konnte auch euch ein wenig Begeisterung schenken und einige Fragen mit dieser Analyse beantworten.


Total verrückte Sachen gibt es gar nicht. In unserem Alltag passieren immer nur normale Dinge.

Vielen Dank fürs Lesen!


Quellen: Fooly Cooly wiki ; Gaigaia ; Guitars, Drinks, and Eyebrows - FLCL Symbols With Deeper Meanings ; Wikipedia

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