Jahrelang mussten Filmfans zweimal ins DVD-Regal greifen, um das große Racheepos von Quentin Tarantino in seiner Gesamtheit zu erleben. Nun können wir uns endlich über die Veröffentlichung von Kill Bill: The Whole Bloody Affair freuen. Hier werden die beiden Teile (Volume 1 und Volume 2) in einem Werk zusammengeführt.
Am 16. April 2026 startet Kill Bill: The Whole Bloody Affair in den deutschen Kinos und zeigt uns das Epos so, wie es sich Tarantino immer vorgestellt hat. Besonders spannend: Geplant sind nicht nur reguläre Vorführung mit einer digitalen Kopie. Studiocanal bringt den Film auch in analoger Form auf 70mm nach Deutschland.
Wo kann man Kill Bill auf 70mm schauen?
Insgesamt sechs Kinos zeigen Kill Bill: The Whole Bloody Affair auf 70mm. Nachfolgend findet ihr die komplette Liste mit den Spieltagen, damit ihr euren Kinobesuch planen könnt. Bringt allerdings viel Zeit mit, denn euch erwarten 253 Minuten.
Alle Kinos, die Kill Bill auf 70mm in Deutschland zeigen:
- Karlsruhe, Schauburg (10. bis 12. April 2026)
- Berlin, Zoo Palast (16. bis 18. April 2026)
- Berlin, Delphi Filmpalast (17. bis 19. April 2026)
- Hamburg, Savoy (23. bis 26. April 2026)
- Hannover, Astor Grand Cinema (1. bis 3. Mai 2026)
- Essen, Lichtburg (15. und 17. Mai 2026)
Darüber hinaus könnt ihr den Film im Gartenbau-Kino in Wien am 10. und am 11. Mai 2026 auf 70mm schauen.
Dass Kill Bill: The Whole Bloody Affair nur in so wenigen Kinos auf 70mm läuft, dürfte in erster Linie daran liegen, dass sie meisten Spielstätten gar nicht mehr über die technologischen Möglichkeiten verfügen, um einen Film analog zu projizieren. Deswegen müsst ihr bei solchen Vorstellungen oft auch Aufpreise zahlen.
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Was genau bedeutet 70mm bei Kill Bill?
Wenn man heutzutage ins Kino geht, werden die meisten Filme digital von einer DCP (Digital Cinema Package) gezeigt. Bei Kill Bill: The Whole Bloody Affair wird es jedoch auch Vorführungen mit einer physischen Filmkopie geben. 70mm beschreibt die Breite des Filmstreifens – je breiter der Streifen, desto mehr Bildinformationen.
Im Kino gibt es in dieser Richtung drei gängige Formate: 16mm bringen ein sehr körniges Bild mit. 35mm waren früher der Standard bei Kinofilmen. 70mm warten mit einer extrem hohen Bildschärfe sowie intensiven Farben und Kontrasten auf, sodass man ein richtig immersives Bild hat, in dem man jedes Detail gut erkennen kann.
Kill Bill wurde ursprünglich mit 35mm-Kameras gedreht. Bei den neuen Kopien handelt es sich somit um Blow-ups, die den Film in einer optisch nochmal beeindruckenderen Version präsentieren. Durch Blockbuster wie Oppenheimer, Sinners und One Battle After Another wurde 70mm zuletzt mehr und mehr als Event für Filmfans etabliert.
Regisseure wie Christopher Nolan und Denis Villeneuve setzen sich sehr stark für 70mm-Projektionen ein – oft auch in Verbindung mit den Möglichkeiten von IMAX-Kinos. Dort werden dieses Jahr auch Die Odyssee und Dune: Part Three auf 70mm zu sehen sein. Eine IMAX-Auswertung von Kill Bill: The Whole Bloody Affair ist nicht geplant.
- Zum Weiterlesen: Unser Film-Check zu Kill Bill: The Whole Bloody Affair
Dafür darf sich Tarantino als einer der Wegbereiter des aktuell anhaltenden 70mm-Hypes behaupten. Schon 2015 brachte er seinen düsteren Western The Hateful Eight in Zuge einer Roadshow-Präsentation in bester Auflösung auf die Leinwand. Jetzt setzt er dem analogen Kino ein weiteres Denkmal mit einem seiner besten Filme.