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Schreibwettbewerb 2017

Mein liebster Kinomoment

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Es war im Sommer 2013, ich verbrachte meinen Urlaub auf einer Nordseeinsel, und wie fast immer, wollte Ich einem kleinen Kino ein Besuch abstatten, aber es gab kein Kino mehr...geknickt und frustriert lief ich zum Strand.

Ich mag Kino, ich liebe es auch unterwegs Kinos zu besuchen bzw. Kinos zu entdecken. Alte Kinos oder besondere Kinos haben mein Herz erobert, ob die Technik in diesen Lichtspielhäusern dann auf dem neusten Stand ist, spielt für mich keine große Rolle, auch knarzende Lautsprecher stören mich nicht wirklich. In meinem Sommerurlaub 2013 wollte ich ein kleines entzückendes Kino besuchen, dort gab es 2 Kinoräume, im Foyer eine Popcorn Maschine, eine kleine Eistheke und ein Kühlschrank für verschiedenste Getränke, an den Wänden hingen diverse Filmposter und die Angestellten waren Kinomenschen, zumindest hatte ich den Eindruck. Der Kinoraum hatte bequeme Sitze, und was ich immer irgendwie befremdlich bzw. skurril fand, war diese Tür am hinteren Ende des Raumes, dort war die Toilette..eine für alle, aber okay, es sind eben diese Kleinigkeiten die letztendlich interessante Kinos ausmachen. Voller Vorfreude wollte ich schauen welche Filme während meines Aufenthaltes gezeigt werden. Es gab eine Informationsbroschüre für Touristen an meinem Urlaubsziel, dort stand unter anderem immer das aktuelle Kinoprogramm drin, in diesem Jahr stand da aber, das dass Kino geschlossen wurde (es sollte später wieder neu gebaut werden, für meinen Urlaub machte das aber erstmal keinen Unterschied),...in meinem Kopf ratterte es kurz, dann kam mir die Erkenntnis... Waaas??? Kein Kino? Warum? Das warum war eine blöde Frage, es stand ja alles in der Broschüre, aber ich war etwas Beleidigt. Meine Laune war nicht mehr die allerbeste, also entschloss ich mich einen Spaziergang zum Strand zu machen, Sonne, Strand und Meer...was will man mehr...ein Kino auf dieser verdammten Insel....ach verdammt, ich musste auf andere Gedanken kommen, also überflog ich Plakatwände auf dem Weg zum Strand, na super, da hing ein Kinoprogramm von vor einigen Monaten. Ich lief weiter, kurz darauf erblickte ich das Meer und schon strahlte ich wieder über das ganze Gesicht. Der Bohlenweg sollte mich bis kurz vor die Wasserkante bringen, ab und an stand ein Schild rum, verschiedenste Events wurden dort angepriesen. Ich lief weiter, moment, da stand doch was, da stand doch KINO, ich lief zurück und schaute mir die Information genauer an, da stand „Strandkorb-Kino“ direkt am Strand. Uiuiiiuiuiii, Kino am Strand, fabelhaft, es gab während meinem Inselaufenthalt nur einen Termin, und es sollte Ziemlich beste Freunde gezeigt werden, klasse den kannte ich noch nicht, Tag, Uhrzeit und Ort notiert, juhu.

Kinoabend, endlich! Am Strand angekommen erblickte ich einige Strandkörbe, weiße Plastikstühle standen noch Heerenlos herum, Würstchen wurden gegrillt, und die ersten Bierflaschen ploppten, aber es war noch Hell, und als alter Autokinogänger weiß ich wie das ist mit dem Licht und dem Film, das dauert wohl noch, aber kein Problem, für Essen und Trinken war gesorgt. Umso dunkler es dann wurde umso mehr Menschen kamen an, da es wirklich in der Nähe des Meeres war, wurde es auch immer kühler, ich suchte mir einen Platz, einen Plastikstuhl...Plastikstuhl-Kino wäre wahrscheinlich auch nicht so gut angekommen, die Strandkörbe waren für Freunde des Betreibers reserviert, nicht sehr Touristenfreundlich, egal, davon lies ich mir den Abend nicht verderben. Endlich, es war dunkel genug, und der Beamer wurde angeschmissen,. Ich saß zu Anfang noch direkt im Sand, meine Hände spielten ganz unbewusst mit dem feinem Kniepsand, ich nahm etwas Sand und ließ ihn auf meine Schuhe rieseln bis diese fast verschwunden waren, völlig zufrieden folgte ich dem Film auf der Leinwand, und amüsierte mich über die besondere Freundschaft der Hauptdarsteller. Dann wechselte ich aus dem Sand doch lieber auf meinen wahnsinnig bequemen Stuhl und schloss meine Jacke bis unter das Kinn, denn es war empfindlich Kalt geworden, zumindest das Bier in meiner Hand wurde so nicht warm. Einige Möwen besuchten uns Zeitweise, sie machten ab und zu den Eindruck als würden sie auch einfach mal ein bisschen Film gucken, diese Vögel hatten definitiv ein Vorteil, sie konnten auf den Strandkörben sitzen, der wohl beste Platz des Abends, ich musste kurz an Werner - Beinhart! denken, und grinsen. Bis um Ende des Films war ich ganz schön durchgefroren, es machte mir aber nicht allzuviel aus, zumindest wusste ich jetzt warum einige einheimische mit Skihose an den Strand kamen, clever diese Nordfriesen.

***

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