Wie People berichtet, ist die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin Dolly Parton am 25. August 2026 nach einem "kurzen Kampf gegen Krebs" in Nashville, Tennessee verstorben. In den 1970er Jahren wurde sie zur Country-Legende, ehe sie als Schauspielerin die Film- und Serienwelt eroberte, ganz zu schweigen von ihrem Vermächtnis als Philanthropin, Unternehmerin und Ikone der Popkultur.
In einem Statement der Familie heißt es:
Unsere geliebte Dolly Parton hat ihr Leben und ihre Karriere damit verbracht, Freude, Lachen, Hoffnung und Aufrichtigkeit in alles zu bringen, womit sie in Berührung kam. Ihre unvergleichliche Großzügigkeit erreichte das Leben unzähliger Menschen, denen sie nie begegnen würde, und doch war sie immer da, um eine helfende Hand zu reichen.
Ob es nun die Hunderte Millionen Bücher waren, die über ihre unschätzbare Imagination Library gespendet wurden, oder die Finanzierung von Forschungsarbeiten, die zur Entwicklung eines lebensrettenden Impfstoffs beitrugen, der weltweit eingesetzt wird – Dollys bedingungslose Liebe zu allen Menschen war die treibende Kraft hinter ihrem bleibenden Wirken.
Nachdem sie sich tapfer einem kurzen Kampf gegen den Krebs gestellt hatte, verließ Dolly heute im Vanderbilt-Ingram Cancer Center, umgeben von ihren Liebsten, ihr irdisches Leben.
Dolly Parton hinterlässt ein unvergleichliches Vermächtnis
Über 100 Millionen verkaufte Alben, elf Grammys und ein Platz in der Rock and Roll Hall of Fame: Mit ihrem musikalischen Schaffen hinterlässt Dolly Rebecca Parton, geboren am 19. Januar 1946 in Pittman Center, Tennessee, ein unvergleichliches Vermächtnis, das nicht zuletzt durch unsterbliche Songs wie Jolene und I Will Always Love You – später gecovert von Whitney Houston – weiterleben wird.
Über 3000 Songs soll Parton im Lauf ihrer Karriere geschrieben haben, was sie zu einer der produktivsten Musikschaffenden überhaupt macht. Oft wurde sie dabei von ihren persönlichen Erfahrungen beeinflusst. So entstand I Will Always Love You ursprünglich als Abschieds- und Dankeslied für ihren langjährigen Duett-Partner und Mentor Porter Wagoner, ehe es zu einem Welthit und ultimativen Liebeslied wurde.
In Hollywood etablierte sie sich mit der Komödie Warum eigentlich... bringen wir den Chef nicht um? (1980) und war später in Filmen wie Das schönste Freudenhaus in Texas (1982), Der Senkrechtstarter (1984), Magnolien aus Stahl (1989) und Sag's offen, Shirlee (1992) zu sehen. Auch im Fernsehen war Dolly Parton in den unterschiedlichsten Formaten präsent, etwa als wiederkehrender Gaststar in Hannah Montana.
Mit Selbstironie und politischem Rückgrat zur Ikone
Abseits des Scheinwerferlichts widmete sich die Patentante von Miley Cyrus im Zuge ihres philanthropischen Wirkens der sogenannten Imagination Library, die bislang über 100 Millionen kostenlose Bücher an Kinder in aller Welt verteilt hat. Parton spendete zudem während der Corona-Pandemie Millionen für die Forschung des Moderna-Impfstoffs und betrieb den erfolgreichen Freizeitpark Dollywood in Tennessee.
Darüber hinaus war Dolly Parton für ihr glamouröses Auftreten bekannt, das sich durch blonde Perücken und glitzernde Outfits auszeichnete. Dieses Image in Verbindung mit ihrer schonungslosen Selbstironie und ihrem politischen Rückgrat ließ sie im Lauf der Zeit ebenfalls zur LGBTQ+-Ikone in der Popkulturgeschichte werden. Privat war sie von 1966 bis zu seinem Tod 2025 mit Carl Thomas Dean verheiratet.
