Nach Joker-Erfolg: DC plant weitere brutale Superheldenfilme

Joaquin Phoenix in Joker
© Warner Bros.
Joaquin Phoenix in Joker
Moviepilot Team
Surfer Rosa Hendrik Busch
folgen
du folgst
entfolgen
Redakteur bei Moviepilot. Glaubt, dass Netflix sich irgendwann noch durchsetzen wird und schreibt deshalb hauptsächlich über VOD und Streaming. Schöner als Sport sind nur Filme darüber.

Bei DC weht nach Joker ein neuer Wind. Er weht auch manchmal in verschiedene Richtungen, wenn unklar ist, ob der Joaquin Phoenix-Erfolg fortgesetzt wird oder eben doch nicht. Aber ein Ausnahme-Film wie Joker, der ohne große Action-Set-Pieces auskommt, mit einem R-Rating versehen wurde und trotzdem über eine Milliarde US-Dollar einspielt, öffnet natürlich Türen.

Wie Variety berichtet, lockert Joker bei DC und Warner die Krawatten und die Haltung gegenüber R-Rated-Filmen.

  • Was bedeutet das? Filme mit R-Rating dürfen in den USA nur von Zuschauern über 17 Jahren besucht werden. In Deutschland ist Joker von der FSK ab 16 freigeben. Filme mit Blockbuster-Ansprüchen, die ein möglichst großes weltweites Publikum erreichen wollen, versuchen in der Regel, ein R-Rating zu umgehen.

Mehr "erwachsene" DC-Filme im Joker-Stil sind möglich

So soll schon der nächste große DC-Film, Birds of Prey mit Margot Robbie, mit einem R-Rating in die Kinos kommen, erfuhr Variety von Insidern. Der Ton des Harley Quinn-Films unterscheide sich jedoch von Jokers düsterer Charakterstudie, soll humorvoller sein, sich bei alledem aber nicht für ein jüngeres Publikum eignen.

Auch James Gunn, so heißt es in dem Bericht, erhalte mehr Freiheiten bei seinem Versuch, The Suicide Squad zu verfilmen. Gerade hier erscheint ein R-Rating sinnvoll und richtig. Der Film dreht sich immerhin um ausgestoßene Comic-Schurken. Schon der erste Teil war in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben.

Variety zitiert zudem einen Analysten, der die Tendenz zum brutalen Blockbuster zusammenfasst. So handele es sich bei raueren Superheldenfilmen um eine vakante Nische und eine weitere Möglichkeit zur Abgrenzung vom MCU:

Es gibt einen großen Apettit auf Superhelden-Filme mit R-Rating, und wenn Marvel den Schritt dorthin nicht geht, öffnet sich für DC eine Zugang zu diesem Publikum.

Auch Wonder Woman? Welche DC-Filme betrifft die neue Leitlinie?

DC wird ab jetzt voraussichtlich dort, wo es angebracht ist und zum anvisierten Publikum passt, ein R-Rating nicht verhindern. Aquaman und Wonder Woman zum Beispiel sprechen eine ganz andere Zuschauergruppe an als Joker. Ihr Umgangston ist leichter als der der rauen Suicide Squad-Mitglieder, die mit ganz anderen Themen hantieren. Wonder Woman freut sich über Eiskugeln, Captain Boomerang geht das Herz auf, wenn sein Boomerang sauber eine Halsschlagader durchtrennt.

Aber traut DC der Joker-Formel auch bei Großprojekten wie The Batman, der wohl bekanntesten Marke? Etwas zwischen den Stühlen stehen genauso Projekte wie das Aquaman-Spin-off The Trench oder The Flash, der bereits genau diese Diskussion durchgemacht hat: Locker-leicht oder düster und brutal. Die Regisseure haben jetzt offenbar die freie Wahl.

Wollt ihr mehr DC-Filme im Joker-Stil?

Moviepilot Team
Surfer Rosa Hendrik Busch
folgen
du folgst
entfolgen
Redakteur bei Moviepilot. Glaubt, dass Netflix sich irgendwann noch durchsetzen wird und schreibt deshalb hauptsächlich über VOD und Streaming. Schöner als Sport sind nur Filme darüber.
Deine Meinung zum Artikel Nach Joker-Erfolg: DC plant weitere brutale Superheldenfilme
5802af02c95b4439b75a55a353c88faa