Mit Vaiana ist 2016 eine der aktuell erfolgreichsten Filmreihen von Disney an den Start gegangen, die nach zwei Animationsfilmen nun auch den ersten Realfilm hervorbringt. Als großes Fantasy-Abenteuer startet das Live-Action-Remake am 9. Juli 2026 in den deutschen Kinos und bringt unter anderem Dwayne Johnson als Maui zurück, während uns Catherine Laga'aia als neue Vaiana vorgestellt wird.
Alle, die den Film mit ihren Kindern schauen wollen, müssen eine Sache jedoch beachten: Der Realfilm hat eine höhere FSK als das Original. Wir klären euch über die Altersfreigabe auf.
Disney-Abenteuer im Kino: Vaiana-Realfilm ist erst ab 6 Jahren freigegeben
Der originale Vaiana-Animationsfilm sowie die Fortsetzung Vaiana 2 von 2024 wurden beide von der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) ab 0 Jahren freigegeben. Das heißt, dass die Filme selbst von den kleinsten Disney-Fans im eigenen Ermessen der Eltern geschaut werden konnten. Die FSK begründete ihre Entscheidung 2016 folgendermaßen:
Der Film enthält mehrere Spannungsmomente, die kleine Kinder kurzzeitig erschrecken oder ängstigen können. Wenngleich diese Szenen für die jüngsten Zuschauer eine emotionale Herausforderung darstellen können, ist von einer Überforderung nicht auszugehen:
Die Spannungsmomente werden stets durch zahlreiche ruhige, humorvolle und entlastende Szenen ausgeglichen. Auch die vielen positiven Figuren und das rundum glückliche, fröhliche Ende tragen zur Entlastung bei. Dadurch steht eine Beeinträchtigung bei keiner Altersgruppe zu befürchten.
Für den Realfilm sollen nun andere Regeln gelten. Denn das Fantasy-Abenteuer wurde von der FSK mit einer Altersfreigabe ab 6 Jahren versehen. Eine umfangreiche Begründung wurde von der Freiwilligen Selbstkontrolle nicht veröffentlicht, der Film wurde lediglich mit dem Zusatzhinweis "Bedrohung" versehen. Dieser findet auf der Website folgende Erklärung:
Im Film werden Charaktere körperlich oder psychisch bedroht oder unter Druck gesetzt.
Die Freigabe ab 6 Jahren wird von der FSK im Allgemeinen wie folgt definiert:
Ab 6 Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit spannende und bedrohliche Momente in Filmen zu verarbeiten. Sie tauchen dabei immer noch stark in die Filmhandlung ein und fühlen mit den Identifikationsfiguren mit. Die Unterscheidung von fiktionalen Geschichten von der eigenen Lebensrealität entwickelt sich in dieser Altersgruppe und ermöglicht eine distanziertere Wahrnehmung.
Dennoch sollten Spannungs- und Bedrohungsmomente in Filmen ab 6 Jahren eher kurz gestaltet sein und positiv aufgelöst werden. Negative Verhaltensmuster sollten abgelehnt werden.
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Höhere FSK für Vaiana liegt wahrscheinlich am Realfilm-Faktor
Regisseur Thomas Kail erklärte bereits im Moviepilot-Interview, dass wir im Realfilm einige gänzlich neue Szenen erwarten dürfen, die es in dieser Form noch nicht im Original von 2016 gegeben hat. Es ist einerseits möglich, dass diese Neuerungen dazu beitragen, dass das Fantasy-Abenteuer etwas "furchteinflößender" auf Kinder unter 6 Jahren wirkt, als noch die Szenen des Originalfilms.
Die höhere Altersfreigabe kann andererseits womöglich durch die Tatsache begründet werden, dass es sich bei dem neuen Vaiana-Film um einen Realfilm statt um einen Animationsfilm handelt. Zu sehen, wie eine animierte Figur bedroht oder verletzt wird, ist immer noch etwas anderes, als dies bei einem realen Menschen im Kino zu erleben. Die Inszenierung als Live-Action-Remake dürfte für das ganz junge Publikum also im Allgemeinen etwas aufregender wirken als das Animations-Original.
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Ähnliches ließ sich übrigens bereits bei den Disney-Klassikern Der König der Löwen, Arielle – Die Meerjungfrau, Das Dschungelbuch und Aladdin beobachten. Hier waren die Zeichentrickfilme ebenfalls stets ab 0 Jahren freigegeben, die Live-Action-Remakes erhielten von der FSK hingegen alle eine offizielle Freigabe ab 6 Jahren.