Das Etikett "Unverfilmbar" wird gerne mal bei besonders herausragenden literarischen Werken verwendet. So lange, bis bestimmte Regisseur:innen dann eben doch eine gelungene Adaption der Vorlage ablieferten, wie etwa Peter Jackson mit der Der Herr der Ringe-Trilogie oder Mary Harron mit American Psycho.
An Hyperion beißt man sich in Hollywood jedoch seit Jahrzehnten die Zähne aus, denn gleich mehrere Verfilmungsversuche scheiterten in einer frühen Phase der Entwicklung. Ist die Sci-Fi-Buchreihe von Autor Dan Simmons (The Terror) einfach zu komplex für eine adäquate Umsetzung? Der aktuelle Stand des Projekts scheint dies zu bestätigen.
Wird die Hyperion-Adaption jemals kommen? Die Hoffnung ruht auf Bradley Cooper
Wie Comic Book aufschlüsselt, gab es bereits in den frühen 2000er-Jahren erstes zaghaftes Interesse daran, die umfangreiche Space Opera Hyperion auf die Leinwand zu bringen. Doch sowohl Sci-Fi-Mastermind James Cameron als auch Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio verfolgten diese Idee schließlich nicht weiter.
Nachdem im Jahr 2009 der Versuch von Warner Bros. und Regisseur Scott Derrickson (Sinister) scheiterte, die ersten beiden Hyperion-Bände zu einem Film zusammenzufassen, landete das Projekt zwei Jahre später in den Händen von Hollywood-Star Bradley Cooper (A Star Is Born). Dieser schrieb prompt einen ersten Drehbuchentwurf und fasste den Stoff sogar für sein Regiedebüt ins Auge.
Daraus wurde bekanntlich nichts, dafür war Cooper aber noch als Co-Produzent an Bord, als der US-Sender Syfy 2015 eine groß angelegte Serien-Umsetzung der Romanreihe ankündigte. Doch auch dieser Plan misslang, bevor er überhaupt richtig ausgesprochen war.
Das bisher letzte Lebenszeichen der Hyperion-Adaption reicht ins Jahr 2021 zurück: Demnach habe sich nun wieder Warner des Projekts angenommen und Drehbuchautor Tom Spezialy (The Leftovers) mit einem Kinofilm-Skript beauftragt. Auch Cooper soll mit seiner Produktionsfirma Lea Pictures weiterhin seine Finger im Spiel haben.
Angeblich sind die Verantwortlichen immer noch auf der Suche nach einem bzw. einer geeigneten Regisseur:in. Die fast fünf Jahre Funkstille seit dieser letzten Wasserstandsmeldung lassen Fans der Vorlage jedoch zweifeln und einen erneuten frühen Fehlschlag vermuten.
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Es ist aber auch möglich, dass sich die Studios wirklich so lange Zeit nehmen, um die richtigen Schritte einleiten und die Hyperion-Verfilmung mit der gebührenden Sorgfalt angehen zu können. Schließlich ist Simmons Sci-Fi-Reihe ein ziemlich komplexes Gesamtwerk, für dessen Adaption die richtigen kreativen Köpfe gefunden werden müssen.
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Darum geht es im Sci-Fi-Meisterwerk Hyperion
Dan Simmons' Hyperion-Saga umfasst insgesamt vier Bände, die der Schriftsteller im Zeitraum von 1989 bis 1997 veröffentlichte. Die Reihe wird dem Sci-Fi-Subgenre der Space Opera zugeordnet und vereint inhaltliche Themen wie Religion, Philosophie, Ethik und Politik. Typische Science-Fiction-Elemente wie Künstliche Intelligenz, Zeitreisen und Weltraumkolonisierung spielen in der verschachtelten Handlung ebenfalls eine wichtige Rolle.
In Hyperion wurde die Erde von einem künstlich erzeugten Schwarzen Loch verschluckt. Die zuvor evakuierte Menschheit bevölkert nun über 200 verschiedene Planeten in der Galaxie, wo sich eine hegemonische Regierung gebildet hat, die von einer KI namens TechnoCore beraten wird.
Während ein alles Leben auslöschender Krieg droht, reisen sieben Pilger zu dem mächtigen Wesen Shrike, von dem sie auf Antworten auf die Mysterien des Universums hoffen. Doch nur einer von ihnen wird diese gefährliche Odyssee überleben.
Das klingt zumindest auf dem Papier nach imposantem Sci-Fi-Blockbuster-Kino. So bleibt vorerst die Hoffnung, dass Bradley Cooper und Co. irgendwann einen Weg finden, Hyperion doch noch auf die große Leinwand zu hieven.
