Star Trek-Star George Takei erfand Notlüge über Selbstzerstörung: So rettete er eine Folge vor einem Logikfehler

06.03.2026 - 11:30 Uhr
George Takei in Raumschiff EnterpriseParamount
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Star Trek ist von und für Sci-Fi-Fans gemacht. Um die Kontinuität der Originalserie zu wahren, ging Sulu-Darsteller George Takei sogar so weit, einen Regisseur anzulügen.

Obwohl sich zu Beginn niemand für Star Trek interessierte, begründete Raumschiff Enterprise vor knapp 60 Jahren eines der größten Sci-Fi-Franchises der Welt. Die Crew um Captain Kirk (William Shatner) ist heute absolut ikonisch. Und zu der kultigen Originalbesetzung gehörte natürlich auch der Pilot Mr. Sulu (George Takei).

Obwohl Sulu weder im Vorspann genannt wurde, noch in vielen Episoden als Hauptcharakter auftritt, gehört er für viele Fans fest zur Stammbesetzung der Enterprise-Brücke. Schauspieler George Takei machte in den Jahren danach mit Zankereien mit seinem Star Trek-Captain William Shatner Schlagzeilen – aber am Set setzte er sich offenbar stark für die Kontinuität der Serie ein.

George Takei erfand eine eigene Star Trek-Logik

Wie Slashfilm  berichtet, teilte George Takei im Buch Star Trek: The Oral History: The Original Cast eine Anekdote, laut derer er am Set mit dem Regisseur einer der Original-Episoden in einen Streit geriet. Der Regisseur, an dessen Namen Takei sich nicht erinnern könne, habe von ihm verlangt, für eine Aufnahme einen bestimmten Knopf auf seinem Pilotenpult zu drücken, um in den Warp-Modus zu schalten.

Das stieß bei Takei auf Widerstand: Er habe sich im Laufe der Serie nämlich ein eigenes System ausgedacht, das die unterschiedlichen Knöpfe und Schalter mit bestimmten Funktionen belegt. So konnte er sicherstellen, bei bestimmten Anweisungen immer dieselben Knöpfe zu bedienen – was den Regieanweisungen in dieser Episode in die Quere kam. Takei erinnert sich:

Es gab einen Regisseur, der wollte, dass ich einen Knopf oben auf dem Bedienfeld drücke, nur wegen des Kameraeffekts, aber dort befinden sich weder Warp 1, 2, 3 oder 4 noch die Impulsantriebskraft. Wir gerieten in eine sehr intensive Diskussion darüber. Er sagte immer wieder: 'Das ist Science-Fiction, ich brauche das nur für eine Aufnahme.'

Mit dieser Notlüge verhinderte George Takei einen Star Trek-Fehler

Takei weigerte sich, seine Logik aufzugeben und erfand kurzerhand eine drastische Notlüge:

Um ihn davon abzubringen, sagte ich ihm, dass dies der Knopf sei, den wir letzte Woche benutzt hätten, um die Motoren implodieren zu lassen. Es gibt bestimmte Konventionen und man kann sie einfach nicht brechen.

Eine Selbstzerstörung vortäuschen, um seinen Gegner auszutricksen? Eine Star Trek-würdige Taktik, die mit den Jahren offenbar auf ihre Hauptdarsteller abgefärbt hat. George Takei hatte Erfolg – und seine Pultlogik hielt stand.

Interne Raumschifftechnik in Star Trek

Tatsächlich gibt es, abgesehen von George Takeis eigener Schaltpultlogik keine offizielle Anleitung oder Beschriftung auf den blinkenden Konsolen der USS Enterprise (via Slashfilm ). Ähnlich wie die Beschriftung der Star Trek-Raumschiffe oder die berühmten GNDN-Aufdrucke (Goes nowhere, does nothing, dt.: Führt nirgendwohin, tut nichts) auf den nutzlosen Set-Rohren sind es die Schaffenden der Serie selbst, die spontan Bedeutungen für die vielen kleinen Details erfinden.

Das erklärt auch, wieso sich die Star Trek-Welt trotz ihrer teils in die Jahre gekommenen Effekte so unfassbar greifbar und authentisch anfühlt: Ihre Bewohner:innen haben alles gegeben, um sie so logisch wie möglich zu gestalten. Wenn ihr noch einmal eintauchen wollt, findet ihr alle Episoden der Originalserie Raumschiff Enterprise bei Paramount+ im Streaming-Abo.

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