Letzte Woche berichteten wir darüber, dass bei Lucasfilm große Veränderungen anstehen. Nachdem es bereits im vergangenen Jahr Gerüchte über einen Wechsel in der Führungsetage gab, hat das Filmproduktionsstudio die Sache nun offiziell gemacht: Kathleen Kennedy tritt als Präsidentin von Lucasfilm zurück.
Neue Star Wars-Führung: Nach Kathleen Kennedy kommen Dave Filoni und Lynwen Brennan
Kennedy übernahm den Posten kurz nach dem Aufkauf von Lucasfilm durch Disney im Oktober 2012. Sie trat damit direkt in die Fußstapfen von Star Wars-Schöpfer George Lucas, der die Firma 1971 gegründet und schon zuvor eng mit Kennedy, einer der großen Hollywood-Produzentinnen, zusammengearbeitet hatte.
Die neue Lucasfilm-Spitze ist eine geteilte: Dave Filoni fungiert fortan als Präsident und Chief Creative Officer. Er ist damit für die kreative Ausrichtung des Unternehmens verantwortlich. Lynwen Brennan kümmert sich als Co-Präsidentin um die geschäftliche Seite. Das Modell erinnert an James Gunn und Peter Safran bei DC.
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Wie die neue Lucasfilm-Ära unter Filoni und Brennan genau aussieht, wissen wir noch nicht. Dafür hat Deadline ein großes Exit-Interview mit Kennedy veröffentlicht, in dem sie Updates zu mehreren Star Wars-Projekten gibt, die sich in Entwicklung befinden, allen voran die Trilogie von X-Men-Veteran Simon Kinberg.
Konkret sagt Kennedy:
[Simon Kinberg] arbeitet gerade [an der neuen Star Wars-Trilogie]. Er hat etwas geschrieben, das wir im August gelesen haben, und es war sehr gut, aber noch nicht ganz fertig. Wir haben die Geschichte ziemlich umgekrempelt und dann viel Zeit mit dem Treatment verbracht, das er vor etwa vier Wochen fertiggestellt hat. Es ist ein sehr detailliertes Treatment, etwa 70 Seiten lang. Wir erwarten, dass er uns im März etwas vorlegt.
Später im Interview fügt sie hinzu:
Dave und Lynwen unterstützen Simons Vorhaben voll und ganz, und das wäre dann eine neue Trilogie. Zeitlich gesehen würde das bis weit ins Jahr 2030 hineinreichen. Das ist also wirklich das nächste Projekt.
Kennedys letzter Akt bei Lucasfilm besteht somit darin, das Franchise wieder zurück ins Kino zu bringen, nachdem Star Wars in den vergangenen Jahren in erster Linie durch Serien bei Disney+ vertreten war. Neben der neuen Trilogie hat sie zwei weitere Filme in die Wege geleitet, die bereits mit Kinostarts versehen sind:
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The Mandalorian and Grogu von Jon Favreau startet am 21. Mai 2026
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Star Wars: Starfighter von Shawn Levy startet am 26. Mai 2027
So steht es um die Star Wars-Filme von James Mangold, Steven Soderbergh, Taika Waititi und Co.
Doch wie sieht es mit all den anderen Titeln aus, die im Lauf der Jahre die Runde gemacht haben? Dawn of the Jedi von James Mangold hat ein Drehbuch, liegt aber erstmal auf Eis, genauso wie The Hunt for Solo von Steven Soderbergh. Hoffnung gibt es dagegen für Donald Glovers Lando-Film und Taika Waititis Star Wars.
Auffällig ist, dass die Rey-Fortsetzung von Sharmeen Obaid-Chinoy keine Erwähnung findet, obwohl es zu dieser bisher die meisten Updates gab. Auch Filonis Mandoverse-Film fehlt in der Auflistung. Laut Hollywood Reporter wurde die Arbeit pausiert – Filoni darf also nun selbst über das Schicksal seines Star Wars-Films entscheiden.
- Zum Weiterlesen: Tom Cruise hat Szene bei neuem Star Wars-Film gedreht
Womit wir nicht mehr rechnen sollten, sind Star Wars-Filme und -Serien von David Fincher, Vince Gilligan und Alex Garland. Kennedy bestätigt im Deadline-Interview, dass sie zwar mit allen drei Kreativen Gespräche über potenzielle Projekte geführt hat. Schlussendlich ist keines davon in die nächste Phase gegangen.