Wenn Es-Mastermind Stephen King nicht gerade Bestseller schreibt, scheint er seine Zeit vor allem für zwei Tätigkeiten zu nutzen: Bingen und Tweets verfassen. In der Vergangenheit hat der Horror-Meister hinter Shining und Friedhof der Kuscheltiere schon Serien wie From und Silo empfohlen. Dabei widmet er sich auch internationaler, ja sogar deutscher Kost, wie seine Empfehlung des Netflix-Meisterwerks Dark beweist.
"Eine großartige Serie": Stephen King liebt Dark – zu recht!
In den Tiefen der Pandemie (und als er womöglich Zeit fürs Streaming hatte) teilte Stephen King bei Twitter (heute X) seinen Geheimtipp bei Netflix. Übersetzt lautet sein Lob für die Serie von Baran bo Odar und Jantje Friese:
DARK (Netflix) ist düster und komplex ... und ... nun ja ... sehr deutsch. Eine großartige Serie.
Moviepilots Science-Fiction-Expertin Andrea Wöger ist ein großer Dark-Fan und beschrieb den rätselhaften Zauber der Serie, die 2017 startete, so:
Seit dem Finale von Lost 2010 haben Fans wie ich ein schwarzes Loch im Herzen, dem wir bereits Dutzende Serien gefüttert haben. Nichts konnte die Rätsellust befriedigen. [...] Dark war bisher die einzige Serie, die mich dahingehend wirklich zufriedenstellen konnte – viel zufriedener als Lost. Dark bringt kein einziges Gramm zu viel auf die Waage. Keine Geschichte und keine Figur franst aus oder wird unnötig breitgetreten. Jede einzelne Szene zahlt auf die übergreifende Geschichte ein, die in 3 Staffeln perfekt exerziert wird.
Diese Qualitäten spiegeln sich in der außerordentlich guten Moviepilot-Community-Wertung von 7,9 Punkten für die Serie – und im Fakt, dass die Redaktion sie zur zweitbesten Science-Fiction-Serie seit 2000 gekürt hat.
Am Anfang der Science-Fiction-Serie steht das Verschwinden zweier Kinder
Dark spielt in der fiktiven deutschen Kleinstadt Winden, wo im Jahr 2019 zwei Kinder verschwinden – und die Leiche eines Jungen aufgefunden wird, der seit den 1980er Jahren vermisst wird. Daraus entspinnt sich ein komplexes, sich über mehrere Jahrzehnte und Zeitebenen erstreckendes Geflecht von Geheimnissen und Twists, wie man sie nach der ersten Folge vermutlich nie erahnt hätte.
Zur Besetzung gehören Louis Hofmann, der danach auch die internationale Netflix-Produktion Alles Licht, das wir nicht sehen drehte, Oliver Masucci (späteres Fantastische Tierwesen-Castmitglied) und Jördis Triebel (Die Kaiserin).
Dass Stephen King von Dark überzeugt ist, überrascht nicht, immerhin hat er auch in seinem eigenen Werk ein Faible für Kleinstadt-Mystery und dunkle Familiengeheimnisse. Dass die Serie mit drei Staffeln, 26 Episoden und einer in sich abgeschlossenen Geschichte aufwartet, schadet ebenfalls nicht.