"Was ist das für ein Geruch?": Mit einem frechen Spruch änderte ein Star Trek-Star die Arbeit hinter den Kulissen für immer

21.12.2025 - 15:11 Uhr
Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert
Paramount
Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert
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Bei vielen Serien ist es Gang und Gebe, Skripte vor dem Dreh zusammen zu lesen und zu proben. Bei Star Trek sorgte ein Vorfall jedoch dafür, dass die Tradition für immer abgeschafft wurde.

Zum Star Trek-Franchise gehören unzählige Serien und Filme, die seit dem Start von Raumschiff Enterprise in den Sechzigern zusammen eine große Vision der Zukunft spinnen. So optimistisch und zuversichtlich die Star Trek-Welt allerdings ist, so viele Streitereien gab es hinter den Kulissen der frühen Serien.

Vor allem die 2. Serie des Kanons, Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert ist geprägt von Zusammenstößen hinter der Kamera. Zum Beispiel führten Konflikte zwischen einer Star Trek-Darstellerin und dem Produzenten zum Rauswurf – und eine Star Trek-Episode ist sogar bis heute in Irland zensiert. Ein weiterer Streit sorgte dafür, dass die jahrzehntealte Tradition des Table-Reads bei Star Trek komplett abgeschafft wurde.

Warum gibt es bei Star Trek keine Skript-Proben mehr?

Sogenannte “Table-Reads” sind eine Tradition in vielen Serien-Produktionen. Dabei treffen sich alle Darsteller:innen einer Serie und lesen zusammen das Skript für die kommende Episode. Sie geben häufig Hinweise auf kommende Plottwists und Emotionen, wie zum Beispiel beim Game of Thrones-Finale.

Auch bei Star Trek gab es einst diese Tradition – doch Denise Crosby, die Tasha Yar-Darstellerin, die ebenfalls wegen Konflikten aus Star Trek ausschied, erzählte Trek Movie , dass die Tradition während ihrer zweijährigen Abwesenheit abgeschafft wurde. Das veranlasste die Journalistin Laurie Ulster, auf Spurensuche zu gehen: Und sie deckte neue Behind the Scenes-Erkenntnisse auf, die es in sich haben.

Ein fieser Spruch sorgte für Streit hinter den Star Trek-Kulissen

Auf Nachfrage erinnert sich Riker-Darsteller Jonathan Frakes tatsächlich an den Grund, warum die langen Proben, die oft auch mit Feedback und Anmerkungen verbunden waren, abgeschafft wurden: “irgendjemand” habe einen fiesen Kommentar gemacht:

… das ging furchtbar schief, als einer von uns etwas sagte wie: 'Was ist das für ein Geruch? Oh, es ist eine Szene!' Ich weiß nicht, welcher Schauspieler das war, aber das hat die Autoren so sehr beleidigt, dass sie sagten: 'Nie wieder.'

Data-Schauspieler Brent Spiner hingegen erinnert sich noch gut daran, wer der Schuldige war:

Und dann bekamen wir dieses Drehbuch, zu dem wir alle, naja, eine Menge Anmerkungen hatten, aber Jonathan war der Übeltäter. Er war es. Er nannte es 'das schlechteste Geschmiere, das ich je gesehen oder gelesen habe' oder so ähnlich ... Jonathan sagte, es sei ein Geschmiere ...

Kein Wunder also, dass Jonathan Frakes lieber vergisst, wer der Auslöser für den Zusammenstoß war.

Jonathan Frakes verärgerte die Star Trek-Autor:innen

Auf Nachfrage der Journalistin per E-Mail knickte Frakes dann auch sofort ein. Sein Geständnis per Mail wie folgt:

Das könnte ich gewesen sein😂
Ich wollte Sir Patrick die Schuld geben…heh.

Offenbar haben Frakes und der provokante Erste Offizier, den er verkörpert, einige Eigenschaften gemein. Die Autor:innen der Serie waren so verärgert über das schlechte Feedback (das übrigens nicht nur von Frakes, sondern auch von Brent Spiner und Gates McFadden kam), dass die Tradition für immer abgeschafft wurde. Welche der zahlreichen Episoden der Auslöser für den Konflikt war, können wir jedoch nur mutmaßen.

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