Dieter Hallervorden - Kritik

Beteiligt an 53 Filmen (als Schauspieler/in, Drehbuchautor/in, Regisseur/in, ...) und 16 Serien
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  • Petr 29.01.2018, 17:20 Geändert 29.01.2018, 17:33

    Vielelicht hat Hallervorden den dummen Tölpel Diddi garnicht gespielt, sondern ist tatsächlich der einfache Idiot, der in den 70ern und 80ern soviele zum Lachen brachte.

    Also Diddi, mach dummen Nonsens in albernen Sketchen oder größeren filmischen Nonsens mit dem Proleten-Till, aber überfordere dich, also den Diddi, nicht mit Aufgaben, in denen Dummheit nicht mehr lustig, sondern ärgerlich ist.

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    • BaltiCineManiac 17.09.2015, 23:25 Geändert 17.09.2015, 23:55

      Wäre definitiv einen Aufreger-der-Woche-Artikel wert, habe nur leider keine Zeit, diesen vernünftig auszuarbeiten und zu schreiben:

      Nachdem sich schon Günther Grass und Peter Scholl-Latour im hohen Alter aus Senilität, Aufmerksamkeitsdefiziten, Geltungsdrang oder was auch immer bei der Neuen Rechten anbiederten und - im Fall des Zweitgenannten - sogar an deren Konferenzen teilnahmen, was jeglichen Respekt vor ihren Personen, ihrem Intellekt und ihren zurückliegenden Leistungen dahinschmelzen ließ, ist nun also Dieter Hallervorden an der Reihe mit dem braunen Pack den (laut eigener Statements ungewollten) Schulterschluss zu suchen. Denn der Lieblingskomiker des grunzenden Stammtischdeutschen, der in der Vergangenheit mehrfach durch stark kritisierte rassistische Blackface-Theater-Inszenierungen auffiel (zuletzt 2012), beschenkt sich zum 80. Geburtstag selbst mit einem volksdeutschen Sing-Sang-Video, in dem er so ziemlich jeden Punkt brauner Verschwörungstheorien verwirrter Trutherschwachmaten abklappert, munter antisemitische Codes zum fröhlich verdeckten Judenhetzen benutzt und auch noch lustig auf die Bücherverbrennung (diesmal ein entartetes Druckerzeugniss der "Lügen"presse) im Dritten Reich anspielt. Herr Hallervorden will nichts von Followern und Beklatschern aus der rechten Ecke und dem postlinken Querfrontumfeld wissen, distanziert sich von denen und bezeichnet das Lied als Satire. Doch beim Schauen ist leider von diesem satirischen Aspekt nicht viel zu merken und man fragt sich zurecht, ob es tatsächlich vom Publikum in derartiger Weise verstanden wird. Die Reaktionen sprechen vom Gegenteil, denn nicht nur die fragwürdige Truther-Querfront-Band Die Bandbreite gab ihm Props dafür, sondern auch der staatlich von Russland aus gelenkte Lügenpropagandasender RT Deutsch (der allerdings kurioserweise gerne anderen eine Wahrheitsferne zuspricht) samt seines einschlägig bekannten Guckklientels aus Mahnwachen-Wahnwichteln, Antiamerikanisten, GEZ-Phobikern und Verschwörungsideologen beklatschen den deutschen Promi dafür, dass er endlich erleuchtet wurde. Hier kommt dann wieder einmal die Frage nach der Verantwortung auf, die ein in der Öffentlichkeit stehender Prominenter mit Tausenden, vielleicht Millionen an Fans im Zuge seines Tuns und seiner Aussagen hat und was ihn überhaupt dazu treibt, eben diese zu treffen. Wo wir wieder beim Anfang wären: Senilität, Aufmerksamkeitsdefizit, Geltungsdrang?

      Ausführlicher Artikel hier:
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      http://www.vice.com/de/read/dieter-hallervorden-und-seine-hymne-fuer-verschwoerungstheoretiker?utm_source=vicefb
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      Was man Herr Hallervorden definitiv nicht vorwerfen kann, ist wohl Fremdenhass, denn er möchte alle Einnahmen der Flüchtlingshilfe spenden. Das Ganze hat allerdings ob oben genannter verklausulierter Inhalte einen faden Beigeschmack, würde doch auf seinem imaginären Schild stehen: Refugees welcome, but fuck the Jews! Wirklich witzig wäre es allerdings trotzdem, wenn der ganze braune Mob, der auf den Song abgeht, damit tatsächlich eben die unterstützt, die jetzt gerade den geballten Hass des besorgten deutschen Bürger(tum)s zu spüren bekommen. War das vielleicht die eigentliche Intension?

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      • tja ALLES ALLES gute zum 80ten...didi ich ♥ dich und bin dankbar für so so derbe viele lustige momente!

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        • Während eines Seminars zur Ausbildung zum Drehbuchautor sollte ich einmal ein Expose für eine Komödie schreiben. Der Kommentar den mein Dozent drunterschrieb lautete:"Das errinnert mich an die alten Sketche und Filme von Dieter Hallervorden, und da so was die Leute schon immer zum Lachen brachte, hat es auf jeden Fall seine Existenzberechtigung." Der Humor seiner Werke ist häufig flach, aber tierisch witzig, ich steh drauf. Wobei es auch durchaus Sachen von ihm gibt, die intelliegent sind. Er ist außerdem auch einer der wenigen,, die es schaffen, Slapstick als Stand up Comedyan zu machen, und da gehört auch was dazu. Ich liebe seine Sketche, ebenso, wie seine Filme. Ganz besonders "Der Schnüffler", eine herrliche Komödie, bei der besonders die Mimik von Hallervorden zur Unterhaltung beiträgt. Aber man darf auch nicht vergessen, dass er auch ernste Rollen gespielt hat, zuletzt überzeugte er da in "Sein letztes Rennen."Aber den meisten wird er wohl als großartiger Comedyan in Errinnerung bleiben. In diesem Sinne: Palim Palim.

          • schon als kind habe ich tränen gelacht....er ist einfach zum lieben

            • Didi Hallervorden hat den Preis für das Lebenswerk bei der Goldenen Kamera 2013 sowas von verdient. Er ist einfach so sypmathisch & lustig!
              Hoffentlich macht er noch viele Filme & bleibt so lustig und nett.

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              • Dieter Hallervorden ist der beste Komiker und Kaberettist, den Deutschland hat und jemals haben wird. Er ist vermutlich der Letzte aus dem alten Schlag der deutschen Komik. Mit "Nonstop Nonsens" und der "Didi-Show" hat er seinen Weg in die Ruhmeshalle der unvergessenen Komödianten gepflastert. Seine Filme wie "Didi- und die Racher der Enterbten" bringen einen stets zu Schmunzeln. Aber auch spätere Werke von ihm wie "Hallervordens Spottlight" zeigen, wieviel Potential noch in diesem Mann steckt. Trotz seines inzwischen hohen Alters ist er stets Präsent sowohl im TV, also auch im Kino ( Gastrolle bei 1 1/2 Ritter). Dieter Hallervorden ist kult und ist damals wie heute unvergessen und brilliant.

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                • Dieter Hallervorden ist Didi - Und Didi ist einfach der durchgeknallteste Typ, den ich als Kind der 1980er in jungen Jahren im TV zu Gesicht bekam. Nicht jeder seiner Filme kann heute als großes Kino bezeichnet werden. Kult sind viele seiner skurrilen Streifen aber dennoch. Insbesondere auch Didi - Der Doppelgänger. Ohne Dieter Hhallervorden wäre unser Sprachgebrauch heute auch um einige Sprüche ärmer. Vermissen würde ich bspw. "Ich brauche mehr Details" & "Schreibenses auf. Ich beschäftige mich später damit"

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                  Ab 29. Oktober im Kino!Zombie - Dawn of the Dead