Frank Sinatra - Kritik

Beteiligt an 133 Filmen (als Schauspieler/in, Produzent/in, Regisseur/in, ...) und 33 Serien
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  • -Erzähl mir eine Geschichte von Frank Sinatra, Robbie Williams, Nicole Kidman, Currywurst und einem wundervollen Tag-

    Ein nettes Spiel, dass ich mit meiner Schwester vor einiger Zeit gespielt habe. Damals kam ein Kommentar zu der Realverfilmung von Die Schöne und das Biest dabei raus. Heute wird es eine Geschichte über einen Sänger, der bis heute eine Legende ist.

    Es war, so wie viele blöde Geschichten anfangen, ein ganz normaler Tag. Robin hatte um 11 Uhr Schluss auf der Arbeit, dann 30 Minuten Pause und musste dann weiter zur Schule. In der Pause ging er, wie gewohnt, zu seinem Lieblings-Currywurst-Stand, neben seinem liebsten Saturn und im besten Teil der Stadt. Gleich neben der Currywurst-Bude standen drei Leute, einer mit einem Cello, einer mit einer Gitarre und noch einer mit einem Saxophon. Sie spielten einen Song, den ich noch aus meiner Kindheit kenne, sogar aus meinem Jugendalter und das nach langer Zeit, zum genau richtigen Zeitpunkt wieder erklang. Something Stupid von Frank Sinatra. Ich kannte es unter dem Duett-Cover von Robbie Williams und Nicole Kidman wohl noch besser, kannte aber auch schon immer das Original. Wunderschön, ruhig und mit Geigen untermalt. Sogar ein leichtes Schlagzeug war mit von der Partie und die drei in der Stadt, neben meiner liebsten Currywurst-Bude spielten den Song, als würde er ihnen allein gehören. Ich machte die Augen zu, genoss meine Currywurst, mit der schmackhaften Soße, dachte über den Stress der vergangenen Wochen nach und dass ich jetzt eine Woche Urlaub habe. Alles verschwamm vor mir, alles wurde Schwarz und plötzlich stand ich nicht mehr alleine an diesem kleinen Stehtisch vor der Currywurst-Bude, sondern mit ein paar älteren Herren, die ich nur zu gut kannte. Links stand Frank Sinatra, neben ihm Robbie Williams, mittig Chester Bennington und rechts Peter Green und neben ihm Cat Stevens. Auch ich schlüpfte natürlich in eine andere Rolle, damit ich nicht anfangen muss zu stottern.

    Ich stehe also da und frage mich, was dieser kleine Tagtraum soll. Ich denke über den Stress der letzten Wochen nach und wie sehr er mich stärkt und härter macht. Vielleicht macht er mich „Erbarmungslos“, wie Clint Eastwood, aber wer weiß das schon. Die Herren stehen da und sagen nichts. Ich denke über die Hierarchie bei mir auf der Arbeit nach und darüber, wie ich diese eines Tages aufbrechen könnte. Peter Green öffnet den Mund und sagt „You would never break the chain“. Vielleicht hat er Recht, vielleicht auch nicht. Frank Sinatra entgegnet darauf „What a beautiful Life“. „Was ist nur los mit euch?“, fragt Robin. Frank ist heute wohl der redseligste von allen und spricht: „I planned each charted course. Each careful step along the byway. And more, much more than this. I did it my way“. Robin muss schlucken und erkennt seine Worte aus dem Song „My Way“ wieder. Früher, weit früher, schon als Kind, kamen Robin die Tränen bei diesem Song. Diese unvergleichliche Stimme, diese Ruhe. Eine unausgeglichene Seele, die jeden Kurs geplant, jeden Schritt sorgvoll vollzogen hat und das alles, auf ihre eigene Art und Weise. „Okay, schon klar“, sagt Robin. „Ich versteh. Ich plane zwar sehr viel auf meinem Weg, aber gehe die Dinge nicht auf meine eigene Weise an“. Er sinniert noch einen Moment darüber und lässt Frank’s Worte auf sich wirken und bewundert es, dass der Song „Something Stupid“, der vom Titel her überaus passend den letzten Wochen entsprach, ihn gerade heute an diesen Stehtisch geführt hat. Robin bestellt eine Runde Bier für alle. Das Sumpfwasser, das er so gerne mag und guckt in die Runde.

    Robbie Williams ergreift das Wort. Er sagt: „So when I'm lying in my bed. Thoughts running through my head. And I feel the love is dead. I'm loving angels instead“. „ Du meinst die guten Dinge, an denen man festhält, wenn alles andere um einen herum zusammenbricht und zerfällt? Er wippt mit dem Kopf nach unten und nach oben. Er sagt: „I practice every day to find some clever lines to say,
    to make the meaning come true“. Schon oft dachte Robin darüber nach, was hinter diesen Zeilen steckt und denen vieler anderer Lieder. Robin denkt gerade auch sehr genau darüber nach, was er hier tut und erzählt euch einfach eine Geschichte. Er zielt auf eine Aussage ab, möchte sie aber nicht klar benennen. Der Einfachheit halber geht es ihm hier Vordergründig um die Liebe zur Musik und den Worten, die unser Herz berühren. I practice every day to find some clever lines to say? Tue ich jeden Tag und gerade jetzt. Da muss ich wieder an Dinge denken. Dinge, die zu Dingen werden, die zu Dingen werden, die Dinge entstehen lassen, die dann wieder Dinge werden […]. Mein ganzes Leben, jedes Drecksloch in meiner Lebensgeschichte, jeder Schluck Wasser, jedes Bier, jede Zigarette und jedes Erlebnis führt mich hier her, zu diesem Ort, diesem Stehtisch, diesen Worten, diesem Kommentar. Es ist meine Bestimmung hier zu stehen und eine unwahre Geschichte zu erzählen, die vor Fantasie und Unfug nur so sprießt. Franks Worte gehen Robin dennoch nicht aus dem Kopf, machen ihm aber die Wege des Lebens klar. Man kann nicht jeden Schritt planen, das Leben nicht genießen, ohne sich auch mal aus seiner Haut rauszutrauen.

    Chester ergreift das Wort. „I used to be my own protection, but not now.
    Cause my path has lost direction, somehow“. Ich verstehe sofort. Ich kenne den Song und alle anderen von Linkin Park und verstehe, was er von mir will. Ich bin alleine, schon immer, auch wenn ich mehr Leute um mich rum haben könnte, wäre ich offener und würde mehr aus mir raus kommen. Ich vermisse Chester noch immer unendlich. Diesen Verlust werden auch die Jahre nicht heilen. Genauso wenig, wie sie ihn geheilt haben….

    Plötzlich möchte auch Cat Stevens etwas loswerden: „It's not time to make a change. Just relax, take it easy. You're still young, that's your fault. There's so much you have to know. Find a girl, settle down. If you want you can marry. Look at me, I am old, but I'm happy“. Robin ist von Cat’s Worten so gepackt, dass er sich fragt, warum Menschen überhaupt normal miteinander reden. Warum überlegen sie sich ihre Worte nicht so haargenau, wie Cat, Frank, Chester und viele andere Sänger? Das Leben ist kein Musical, aber wenn alle sagen würden, was sie meinen, was sie wirklich sagen möchten, aufhören würden sich zu verstecken, zu verletzen und Schande über sich selbst zu bringen, dann wäre die Erde ein viel schönerer Ort. Auch Cat möchte mir sagen, dass ich das Leben viel zu Grau male, zu oft nachdenke, spontan sein sollte. Alle zusammen verabschieden sich, ohne mich eines Blickes zu würdigen und die Stadt wird langsam wieder hell, Robin sieht wieder die Umrisse der Menschen, seiner Currywurst, die jetzt kalt geworden ist und seine Serviette, die es sich auf dem nackten, dreckigen Boden gemütlich gemacht hat.

    Robin geht los, denn er muss ja noch zur Schule. Im Vorbeigehen spricht er den drei Musikern ein herzliches Danke aus und hinterlässt etwas Geld in ihrer Schüssel, die noch nicht sehr voll war. Der Geschmack der Menschen ist eben schlechter geworden.
    Ich möchte Frank, Robbie, Chester, Peter und Cat danken. Und vor allem Frank Sinatra, der bis heute eine Legende der Musikgeschichte für mich ist. Seine Melodie hat heute eine Kerze in meinem Hirn angezündet, die zu einer wundervollen Idee gereift ist. Und wenn Musik sowas schafft, dann kann auch ich alles schaffen. Und ihr auch.

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    • amazon prime music...das album macht echt laune DANKE!

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      • Ich wünsche euch allen ein frohes und streßfreies Weihnachten :D

        https://www.youtube.com/watch?v=9ViW-F1BUvY

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        • Sammy from Belfast goes to Las Vegas for his holidays, and goes to see Frank Sinatra at the Golden Thingummy. Halfway through the night he's standing in the toilet when who should come in but the man himself.
          'Excuse me, Mr Sinatra,' says Sammy, 'but I wonder if you wouldn't mind doing me a favour.'
          'Sure,' says Frank. 'What is it?'
          'Well,' says Sammy, 'I've met this beautiful blonde and I'm trying to chat her up. It would impress her a lot if you come down through the dinner tables at the end of your show and say "Hi Sammy" as you're passing our table.'
          'No problem,' says Frank, zipping himself up.
          So Sammy goes back to his table and Frank goes back up on stage, and after he's finished three encores of 'My Way' he strolls down through the tables, welcoming the gratuitous accolades of the gathered throng. And as he's passing Sammy's table he gives a big cheery smile and says: 'Hi there Sammy, my old buddy.'
          'Piss off, Frank,' says Sammy. 'Can't you see I'm with someone?'

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          • Hoffentlich lässt er heute zur Feier des Tages auch im Himmel die Sektkorken knallen.
            Alles Gute zum 96. Frankie Boy!

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            • Unvergessen der Mann - und das hier erstmal:
              http://www.youtube.com/watch?v=6E2hYDIFDIU

              • Sinatra - der Entertainer schlecht hin.
                Keiner war besser als er und es wird auch nie jemand besser werden!

                Ein Leben, dass nur nach einer Verfilmung schreit! Ein Leben zwischen Gängstern, Hoolywood, Frauen, Geld, Alkohol und Musik.

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                • Ich bin kein Atheist mehr sondern Sinatrist, denn er ist mein Gott. So eine Stimme kann nichtmal ein Engel haben also kann er nur Gott sein.

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