Gore Verbinski - Kritik

Beteiligt an 13 Filmen (als Regisseur/in, Autor/in (Vorlage), Produzent/in, ...)
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  • angucker 16.10.2020, 09:59 Geändert 16.10.2020, 10:00

    Interessanter Regisseur im Mainstream: Unglaublich viel Gespür für Tempo und Rhythmus, sehr sicher in seiner Inszenierung und volles Vertrauen auf die Darsteller und den Stoff. Erst "Mexican" hat mir die Augen geöffnet, dass der Regisseur der genrebelebenden Flüche der Karibik ein excellenter Handwerker ist und jedenfalls für meinen Geschmack sehr ansprechende Filme abliefern kann. Da fehlt nur noch einmal der außergewöhnliche oder überdurchschnittliche Stoff, dann steigt er vielleicht noch in den Olymp auf.

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    • J.F.Lannister 26.09.2017, 00:04 Geändert 26.09.2017, 00:07

      Mit jedem weiteren Verbinski-Film, den ich mir ansehe, könnte ich mich mehr darüber beklagen, dass seine Werke regelmäßig bei den Kritikern und Zuschauern durchfallen! Für mich zählt Gore Verbinski eindeutig zu den unterbewertetsten (Mainstream-)Regisseuren der heutigen Zeit!

      Mäusejagd:
      Eine schwarze Komödie, die mir in meiner Kindheit so einige Schocks eingejagt hat und sich daher manche Szenen bis heute in mein Hirn gebrannt haben.

      Pirates of the Caribbean Trilogie:
      Ein großartiges Piratenabenteuer, das mich in meiner Jugend prägte und Johnny Depp zu meinem damaligen Lieblingsschauspieler werden ließ. Auch wenn Teil 3 aufgrund seiner krassen Überlänge etwas abfällt, mag ich alle Filme doch sehr gerne.

      Rango:
      Verbinski, Depp und Zimmer begeben sich ins Western-Genre zum Ersten und präsentieren uns eine charmante und lustige Westernkomödie mit den wahrscheinlich besten Animationen, die man in einem CGI-Animationsfilm finden wird.

      The Lone Ranger:
      Verbinski, Depp und Zimmer begeben sich ins Western-Genre zum Zweiten und nehmen diesmal auch ihre "Pirates of the Caribbean"-Drehbuchautoren Ted Elliot und Terry Rossio mit. Eine Westernhommage und hervorragendes Eskapismuskino mit meisterhafter Action, das sowohl zum Lachen als auch zum Weinen einlädt.

      A Cure for Wellness:
      Ein düsteres und spannendes Horrormärchen mit Dane DeHaan und Jason Isaacs, welches Tim Burton in den 80ern oder 90ern wahrscheinlich noch etwas knackiger und meisterhafter umgesetzt hätte. Benjamin Wallfisch bewegt sich mit seinem überragenden Soundtrack irgendwo zwischen Danny Elfman, John Williams und Hans Zimmer.

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      • Ich freue mich extrem auf A Cure for Wellness !

        • Gerade eben nochmal LONE RANGER gesichtet, der sich dieses Mal noch viel mehr wie das letzte Hurrah des amerikanischen Eskapismus-Kinos anfühlte - in seinem exzessiven Budget für die ganz große Unterhaltungs-Palette, seinem Panoptikum aus Verbeugungen vor allen Inkarnationen des Western-Genres und seiner Erzählstruktur, die sich durch ein niederschmetterndes, bitteres Tal der Tränen kämpfen muss, um zum Finale dann doch noch einmal die große befreiende Power des Kinos loszulassen.

          Allerdings auch mit einem Ansatz der Hoffnung, eben endlich aus jener Finsternis des modernen Blockbusterkinos zu entkommen und wieder herzlich-liebenswerten, gewitzt-freudigen Spaß zu haben. Die stärkste Szene, welche genau diese Mentalität am Konzentriertesten und Ergreifendsten in die Seele schlägt, befindet sich überraschenderweise im Abspann, welcher zuerst im Dunkeln durch ungestüme, brutal-ehrfürchtige Wellen des Scores reitet und sich dann wie aus dem Nichts in einer malerischen Aussicht auf die uralten Canyons wiederfindet, wo der ebenso uralte Tonto, der schon soviel in seinem Leben erlebt, gesehen und verloren hat, ein fester Bestandteil dieser Landschaft geworden ist, sodann bis zum Horizont voranschreitet.

          Findet er hier sein gewisses Schicksal, sprich sein Ende, oder doch seinen seligen Frieden, die entgegenkommende und umarmende Heimat, mit der er sein spannendes und aufregendes Leben geteilt hat und auf die wir alle auch seit Ewigkeiten hinblicken, bis zum jetzigen Moment: die Leinwand, das Kino, der ewig währende Zauber, eingefangen in einem uramerikanischen und ur-cineastischen Panorama, unterstrichen von den bittersüßesten, elegischsten und einfühlsamsten Tönen, die Hans Zimmer seit gefühlt 'True Romance' schrieb.

          Oh, wie mir die Tränen flossen. Ich wünschte, ich könnte den kompletten Abspann hier jetzt verlinken. Das Beste was ich da finden konnte, war dieses Video hier ohne das vorhergehende, finstere Schwarz davor - hoffe aber, man kann meine Gedanken da trotzdem irgendwo nachvollziehen. Ansonsten bleibt einem aber noch immer die Möglichkeit, den Film an sich anzuschauen, was ich dringend empfehle. Wer weiß, wie lange wir noch solche Filme - Ausgestoßene, Gefloppte, Ambitionierte, Kinoliebende - noch haben werden.

          http://www.youtube.com/watch?v=bcmHyQcEK2o

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          • http://www.boxofficemojo.com/img/d/despicableme2/DM27.jpg

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            • Beten wir das Lone Ranger ein erfolg wird und sie ihm mit viel budget die erlaubnis geben Bioshock doch noch zu inszenieren. AMEN

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              Jetzt im Kino!The Beach House