Jannis Niewöhner - Kritik

Beteiligt an 44 Filmen (als Schauspieler/in) und 6 Serien
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  • Jannis Niewöhner sieht nicht nur verdammt gut aus, nein,er ist auch noch ein ganz hervorragender Schauspieler! Ich finde er kann einer der größten deutschen Schauspieler seiner Zeit werden! Er hat auch ein gutes Händchen für seine Filmprojekte,so glänzte er zuletzt ganz toll in "Der Überläufer".

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    • Bevor das Jahr noch weiter fortschreitet, will ich meine kleine Reihe hier weiterführen, wobei der 2019er-Beitrag ziemlich kurz ausfallen wird, denn während 2018 nicht so ereignisarm war wie erwartet, war es 2019 leider umgekehrt.

      An neuem Stoff von Jannis Niewöhner blieb nur der Kurzauftritt im "Fall Collini" – "nur" aber ausschließlich quantitativ, nicht qualitativ. Eine ganz neue Facette, bei der ich ehrlich gesagt vorab meine Zweifel hatte, ob er die aus sich rausholen kann. Ich Kleingläubige wurde eines besseren belehrt durch eine absolut gruselige und nachhaltig beeindruckende Darstellung von Eiseskälte und Grausamkeit. Noch tagelang hatte ich mit Schaudern das Bild vor Augen, wie er den Jungen festhält, und den Satz in den Ohren "Jetzt musst du stark sein".

      Ansonsten war es ein Jahr des Wartens. Warten auf "Narziss und Goldmund", der frustrierenderweise auch noch von Anfang Januar auf Mitte März 2020 verschoben wurde.

      Und Warten auf "Kids Run", für den trotz Ankündigung für 2019 einfach kein Kinostarttermin auftauchen wollte. Ich dachte mir schon, entweder, das Projekt ist irgendwo endgültig versackt, oder er wird zurückgehalten, weil irgendwas Großes kommt. Erfreulicherweise war es dann letzteres, wie sich mit der Bekanntgabe als Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale herausstellte. Nicht, dass ich davon direkt etwas hätte, aber ich hoffe, dass es dann später (was konkret heißt: Ende November 2020) zu mehr regulären Vorstellungen und dementsprechend weniger Klimmzügen meinerseits, um den Film sehen zu können, führen wird.

      Also dann, auf in den Endspurt des Wartemarathons, zumindest in Bezug auf den einen Film...

      • Gut ein Jahr später möchte hier hier sozusagen ein Update machen.

        Als ich dachte, 2018 würde leider eher ereignislos werden, habe ich mich zum Glück geirrt. Denn zunächst einmal schien sich das deutsche Fernsehen eine Art Werkschau von Jannis Niewöhner vorgenommen zu haben, wodurch ich eine Menge alter Sachen von ihm sehen konnte, inklusive seines ersten Auftritts im Tatort 2002 (amüsant!) und der ein oder anderen "Jugendsünde"...

        Während schauspielerisch seinerseits durchaus schon ansprechendes dabei war, soll hier über einige Gesamtwerke der gnädige Mantel des Schweigens gebreitet sein. ;-) Herausheben möchte ich von den frühen Filmen allerdings "Sommer". Der arrogante, am Ende bloßgestellte aber ungeläuterte Widersacher war in dem Alter mit Sicherheit in keiner Beziehung eine einfache Rolle, aber wirklich gut gelungen.

        Von den neueren Sachen eher enttäuschend war "The Girl King". Den Film insgesamt fand ich relativ schräg, aber auch Jannis Niewöhner bleibt hier ungewohnt blass. Was zum Teil auch damit zusammenhängt, dass die Selbst-Synchro irgendwie ziemlich danebengegangen ist und unüberzeugend rüberkommt.

        Aber dann stand ja zum Glück noch "Jonathan" auf dem Programm, bei dem die TV-Ausstrahlung meiner DVD-Sichtung zuvorkam. Trotz ein paar Fehlern auf der formalen Ebene sorgten die wunderbaren Bilder, die sensible Musik und die Darstellerleistungen für ein lange nachhallendes Filmerlebnis. Und Jannis Niewöhner hat sich mit dem authentischen Wechselspiel von stillem, verzweifeltem Klarkommen mit all den schweren und großen Emotionen und gelegentlichen, aber umso eindrücklicheren Gefühlsausbrüchen den Bayrischen Filmpreis definitiv verdient.

        Das einzige Kinoerlebnis mit den "Asphaltgorillas" war natürlich etwas ganz anderes, aber auch wieder hocherfreulich. Des eher schwächeren Eindrucks aus "High Society" ungeachtet beweist Jannis Niewöhner hier, dass er nicht nur ernst und dramatisch kann. Bemerkenswert insbesondere, dass er eine hochgradig schleudergefährdete Figur wie Franky nicht aus der Kurve fliegen lässt. Lediglich einige, interessanterweise eher "ruhigere" Momente sind ihm nicht so gelungen.

        Und schließlich konnte ich dann, Prime-Probemonat sei Dank, auch noch "Beat" sehen. Es ist ja schon unfair, spricht aber für seine große Klasse, dass ich die ersten Folgen, für seine Verhältnisse quasi als "normal" empfunden habe. Um dann mit der zunehmenden Ausprägung der emotionalen Ausnahmezustände ab Folge 6, beginnend mit dem "Kindergeburtstag", doch wieder mal völlig fassungslos vor dem Bildschirm zu sitzen...

        Was mich über die ganze Zeitspanne am meisten fasziniert: Der nicht-verbale Aspekt seines Spiels. Die großen Gesten natürlich, offensichtlich, aber mehr noch die kleinen - und das Kleine im Großen. Wie er immer wieder Nuancen in der Körperhaltung, kleinste Bewegungen etwa von Fingern und winzige Veränderungen in der Mimik absolut authentisch auf den Punkt bringt, ist vielleicht seine größte Stärke. Ich frage mich wirklich, ob das vollkommen selbstverständlich und natürlich ohne große Überlegungen aus ihm rauskommt und falls nicht, wie er das übt und trainiert (hat).

        Wofür man so alles eine Schauspielausbildung nicht braucht - oder sollte ich sagen, zum Glück nicht hatte, denn wer weiß, was da wohlmeinend-versehentlich zerstört worden wäre?

        Soweit zum Jahr 2018. Für 2019 freue ich mich schon sehr auf "Kids Run", das ein ähnliches Herzzerreißungspotenzial zu haben verspricht wie "4 Könige" und "Jonathan".

        Leider bis Anfang 2020 warten muss ich, metaphorisch fingernägelkauend, auf "Narziss und Goldmund". Das Buch hat mich bereits komplett zerlegt und es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, was der Film, mit dieser Besetzung, mit mir machen wird. Jannis Niewöhner als Goldmund ist für mich quasi zwingend, in beide Richtungen: Ich mir kann mir niemand anderen als Goldmund vorstellen und halte die Rolle für perfekt für ihn.

        Ich bleibe dran, mit einem erfreuten und erfüllten Filmherzen, und vielleicht gibt's ja in einem Jahr ein erneutes Update. :-)

        • Es ist an der Zeit, dass hier mal noch etwas anderes steht als 8 Jahre alte Teenie-Schwärmereien - wobei ich die nicht abwerten will; das ist ein wunderbarer Teil des Lebens. ;-)

          Ich will auch gar nicht abstreiten, dass ich bei Jannis Niewöhner auch sehr gerne einfach hingucke, aber attraktive Schauspieler gibt's viele, ohne dass die je in der Lage wären, mir so durch und durch zu gehen. Somit ist das nicht der entscheidende Punkt, warum er für mich die Entdeckung des Jahres 2017 ist. Sondern er hat mich schwer beeindruckt mit seinem sensiblen, authentischen und natürlichen Spiel.

          Und davon gab es 2017 ja wirklich viel zu sehen. :-)

          "Der Junge hat in der Edelsteintrilogie ein paar Mal was aufblitzen lassen, bin gespannt, was davon in so einem Film rauskommt" - das dachte ich, als ich mir im Sommer "4 Könige" auf arte angeschaut habe. Und dann knallt er dieses Ding hin! Auch und insbesondere in den "berüchtigten" letzten 10 Minuten. Sowas kann so leicht schiefgehen, unglaubwürdig oder peinlich wirken, aber das war auf den Punkt. Ich bediene mich mal fremder Worte: "It blew me away. I'm still out there." *

          Dann folgte im Kino "Jugend ohne Gott", das auch alles andere als geeignet war, mich wieder "reinzuholen". Wieder hat er mich damit beeindruckt und "erwischt", wie er insbesondere leiden, brodeln, ausbrechen und seinen Körper einsetzen kann. Mein "Anspieltipp" ist die Szene mit der Tagebuchklau-Entdeckung.

          "High Society" war dann schon eher zum Abkühlen geeignet. ;-) War insgesamt nicht mein Film und Jannis Niewöhner war OK, aber nach den beiden Übernummern von zuvor halt auch nicht mehr. Die Zeit wird zeigen, ob es dieser Film/diese Rolle war, er an seiner komischen Seite einfach noch arbeiten muss oder ihm das generell weniger liegt. Letzteres fände ich aber auch nicht weiter schlimm - umgekehrt wäre ärgerlicher...

          Und dann folgte ja Anfang Oktober sozusagen die Niewöhner-Festspiel-Woche im Fernsehen: Sonntag bis Dienstag drei Folgen "Maximilian", mittwochs "So auf Erden" und donnerstags dann noch eine alte Bella Block-Folge mit ihm. Man fragt sich, ob das ein schräger Zufall war oder Absicht seitens der ARD/ZDF-Programmplaner.

          Auf "Maximilian" war ich besonders gespannt, weil ich zum einen solche Stoffe liebe und mir zum anderen nicht sicher war, wie er in so ein "echtes" historisches Setting hineinpassen würde. Aber es hat gut funktioniert, auch wenn ich in dem Dreiteiler andere Darsteller hervorheben würde.

          Die Rolle in "So auf Erden" schien wiederum wie für ihn gemacht und dementsprechend großartig war die Darstellung zwischen explizitem Leiden, aufgekratzter Rausch-Fröhlichkeit und nachdenklichen Momenten.

          Ja, und nach diesem großartigen Überfluss-Jahr 2017 gilt es 2018, deutlich kleinere Brötchen zu backen, was neues Material betrifft. Abzüglich Streaming gibt's "Gorillas". Punkt. Gut, dass ich mir die "Jonathan"-DVD noch aufgehoben habe, von der ich mir auch wieder sehr viel erwarte.

          Und es gibt ja (hoffentlich) noch viele weitere Jahre. Ich bin gespannt und freue mich drauf! :-)

          * Morten Harket über den a-ha-Song "Locust", 1993

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          • Ich finde Jannis sooo mega cool! Er sieht echt WAHNSINNIG gut aus. Er ist sooo ein Wahnsinn!!! Und DAZU kann er auch noch so mega gut schauspielern

            • jannis ist mein lieblings-schauspieler,
              weil er sich in seine rollen super reindenkt.
              jimi blue zB kann das nicht.. bei dem merkt man immer das es eben jimi ist und nicht jemand der versucht eine rolle rüberzubringen.
              außerdem sieht jannis ja auch nich schlecht aus :)
              naja ich mag ihn einfach !!

              • Jannis inspiriert mich wircklich er ist ein toller Schauspieler und ich finde Jeden Film wo er mitgepielt hat schön wie er sich in seine Rollen intigriert das ist einfach warnsin!!!!! Mach so weiter und bleib so wie du bist Jannis!!!!

                Ab 9. Juli im Kino!Gretel und Hänsel