Mark Rylance - Kritik

Beteiligt an 17 Filmen (als Schauspieler/in) und 2 Serien
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  • Sternenkind68 13.06.2017, 10:01 Geändert 13.06.2017, 10:08

    Kennt Ihr das auch ?
    Ihr seid vom einen Typen oder einer Frau in Film oder TV so begeistert, dass Ihr Euch schlau macht, was es da vorher schon so gab.
    Und dann die blamable Erkenntnis:
    Den kenne ich doch eigentlich schon...

    So ist mir das mit Sir Mark Rylance passiert.
    Ihr habt richtig gelesen:
    Der Typ aus "Bridge Of Spies" darf seit diesem Jahr ( 2017 ) das Prädikat "Sir" vor seinen Namen setzen, denn er wurde zum "Knight Bachelor" geschlagen.
    Ich kannte ihn aus "Intimacy", dem Skandalfilm von 2001, den hatte ich damals sogar im Kino gesehen.
    Ebenfalls zu sehen war er in "Anonymous" von Roland Emmerich, einer fiktiven Geschichte um William Shakespeare ( habe ich auf DVD ).
    In "Die Schwester der Königin" war er Thomas Boleyn und somit Vater beider weiblicher Hauptfiguren ( auch auf DVD ).
    Die Fernsehproduktion "Wölfe" war mir allerdings zu zäh.
    Und nun dieser zauberhafte "BFG- Big Friendly Giant" in bester HD-Qualität.
    Hier kann Rylance vor allem mit seiner Mimik punkten.
    Schlitzohrig und auch traurig guckt er hier drein, ich war von seinem Spiel gefesselt.
    Dass reale Schauspieler durch CGI dann zu Animationsfiguren verfremdet werden, gibt es schon länger. War da nicht mal was mit Tom Hanks ?

    Klarer Fall, dass ich an Rylance dran bleibe, oder nicht ?

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    • Nichts gegen Mark Rylance persönlich, aber ich wundere mich immer mehr über die Auswahlkriterien der OSCAR-Jury. War seine schauspielerische Leistung in "Bride of Spies" so überragend, dass er sich gegen andere hervorragende Konkurrenten (Sylvester Stallone in "Creed" - grandios, Mark Ruffalo in "Spotlight" - überragend, Christian Bale in "The Big Short" - grossartig) durchsetzen konnte? Ich sage: NEIN. Ein einziger Gesichtsausdruck ist keinen OSCAR wert, für mich eine der grössten Fehlentscheidungen der letzten Jahre.
      Wie auch immer, seine Filmographie spricht für auch nicht gerade für den 56 jährigen Briten - absolutes Mittelmaß.
      Ich hoffe, er kann durch den OSCAR-Gewinn nun wirklich zeigen, was in ihm steckt - Am Theater war er ja wirklich erfolgreich. Ob "BFG - Big Friendly Giant" aber dafür die richtige Wahl ist - da bin ich eher skeptisch.