Olivia de Havilland - Kritik

Beteiligt an 45 Filmen (als Schauspieler/in) und 3 Serien
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  • BaltiCineManiac 01.07.2018, 15:40 Geändert 02.07.2018, 00:57

    Unglaublich, 102 Jahre! Letzter lebender weiblicher Star der goldenen Ära Hollywoods. Happy Birthday, alles erdenklich Gute und noch einiges an Lebenskraft oben drauf für ihr selbstausgesprochenes Ziel, 110 Jahre alt zu werden!

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    Dame Olivia de Havilland, mittlerweile durch die britische Krone geadelt, war vielleicht nie der ganz große und alle anderen Aktricen mit Boulevardgeschichten und Glamour in den Schatten stellende Star im angloamerikanischen Filmbusiness, was neben ihrer eher kurzen und lückenhaften Schaffensspanne unter anderem daran lag, dass sie sich mit dem Studiosystem sowie den Geflogenheiten der dadurch bestimmten Filmwirtschaft anlegte (sie klage sich z. B. aus einem Studiovertrag raus), sehr wohl aber - und nicht nur 2 Oscars sprechen hier eine klare Sprache - eine der versiertesten und besten Darstellerinnen in Good Old Hollywood, vielleicht schon ein wenig zu sehr vergessen in heutiger Zeit. Leider kennen viele die gebürtige Engländerin nur als die "gute Seele" Melanie Hamilton aus "Vom Winde verweht", wohl ihr Durchbruch in Bezug auf ihre Bekanntheit, oder aber als Gefährtin großer männlicher Stars wie Errol Flynn in Abenteuerfilmen wie "Robin Hood, König der Vagabunden" oder in "Herr des Wilden Westens". Aber erst nach den 1940er Kriegsjahren kam dann ihre große Zeit als für sich stehende Leading Lady. Filme wie "Mutterherz", "Der schwarze Spiegel", "Die Schlangengrube" und "Die Erbin" oder "Meine Cousine Rachel", nebst späten, in Erinnerung bleibenden "Karrierenachklapps" wie "Wiegenlied für eine Leiche" (im Diven-Duell mit der grandiosen Bette Davis) sind dem geneigten Filmfan im Zusammenhang mit ihrer Person und ihrer darstellerischen Kunst auch heute noch, lange nach ihrem Rückzug ins Privatleben in Paris, im Gedächtnis geblieben.

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    Umfangreiche Liste: Die 100-jährigen der Filmwelt
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    https://www.moviepilot.de/liste/ccmadbfd100jaonvaw-balticinemaniac

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    • Crispin 27.01.2018, 14:00 Geändert 27.01.2018, 21:10

      Warum hat eigentlich die (vielleicht) beste Schauspielerin aller Zeiten kein Bild?

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      • Sternenkind68 03.07.2017, 09:34 Geändert 03.07.2017, 09:37

        101 Jahre, was für ein biblisches Alter.
        Schon lange denke ich bei dieser verehrungswürdigen Lady nicht mehr nur an Melanie Wilkes in "Vom Winde verweht".
        Nachdem sie es geschafft hatte, nicht mehr nur mit Errol Flynn drehen zu müssen, konnte sie richtig zeigen, was in ihr steckt.
        Dadurch bekam sie zwei Oscars ( "Mutterherz" und "Die Erbin" ) und vor allem die Möglichkeit, ihre Wandelbarkeit zu zeigen.
        "Die Erbin" zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.
        Mit derartigen Kostümen kannte Olivia sich aus, sie schien in ihnen geboren worden zu sein.
        Wie sie als Mauerblümchen durch die Kulissen schwebte, kaum den Mund aufmacht und ihren Vater ( Ralph Richardson ) als absolute Autorität ansieht, bis ihr dann klar wird, dass es auch anders sein kann, das hat etwas.
        Unverständlich, dass sie für "Meine Cousine Rachel" nicht wenigstens eine Oscar-Nominierung erhalten hat. Hier weiß man nie, ob diese Rachel eine Giftmörderin ist.
        Aus ihren Gesichtszügen lässt sich das auch nicht ablesen.
        Meisterhaft.
        Und dann ihre Zwillings-Rolle in "Der schwarze Spiegel". Gruselig, eine gute und eine böse Schwester, die wahnsinnig ist. Fähig zu einem Mord...
        Und nicht zu vergessen "Wiegenlied für eine Leiche". Ihr Beitrag dazu, dass der Film unvergesslich ist, möchte ich als wesentlich bezeichnen.
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        Auch ich bin sehr dafür, die Datenbank dahingehend aufzupeppen, dass man diese verdienstvollen Stars mit Fotos würdigt. Ich selbst hatte das auch schon angeregt.
        Und ich glaube, es war Kängufant, der mir bedauernd mitteilen musste, dass es da lizenzrechtliche Probleme gäbe. Ich hatte mich damit abgefunden...

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        • Von wegen vom Winde verweht!

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          Warum sollte man eigentlich im Alter nicht mehr aufbegehren, auch wenn man eher zurückgezogen in Paris lebt. Mit Prozessen kennt sich die gerade erst 2017 von Queen Elizabeth II. mit dem Titel Dame Commander of British Empire geadelte britische Schauspiellegende und der wohl letzte noch unter den Lebenden weilende prominente weibliche Filmstar aus der guten alten Hollywoodhochzeit der 1930er und 1940er Jahre bestens aus, war sie es doch, die mit ihrem gewonnenen Gerichtsverfahren gegen Warner Bros. 1944 zur Aufhebung von langläufigen Studioknebelverträgen für eine juristische Grundsatzentscheidung sorgte, die Hollywood veränderte.

          Nun ging gestern, einen Tag vor ihrem Geburtstag, durch die Presse, dass die hochbetagte Grande Dame sich den US-TV-Sender FX zur Brust genommen hat und spektakulär Klage einreichte, weil sie sich und ihre jüngere Schwester Joan Fontaine bzw. ihre beiderseitige Beziehung zueinander falsch in der TV-Serie "Feud" dargestellt sieht. MSN.com titelt mit meiner Lieblingsüberschrift diesbezüglich: Olivia de Havilland Turns 101 And Is Still Kicking Hollywood's Can!

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          Guter Artikel in der Los Angeles Times
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          http://www.latimes.com/entertainment/movies/la-et-mn-olivia-de-havilland-101-birthday-20170701-htmlstory.html

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          Eigentlich schade, dass neben diesem Umstand die Betrachtung der Person de Havilland samt ihres Wirkens anlässlich ihres Ehrentages heute dadurch im Allgemeinen etwas zu kurz kam in den - vor allem - deutschen Medien, gerade bei denen, die sich speziell mit Film auseinandersetzen. Vor 78 Jahren kam für die vom renommierten österreichischen Theaterregisseur Max Reinhardt 1935 für seinen US-Film "Ein Sommernachtstraum" entdeckte britische Aktrice der Durchbruch mit einer Nebenrolle in einem heute nahezu jedem Filminteressierten bekannten Südstaatenepos, dass in die Analen der Filmgeschichte eingehen sollte. Vielleicht bekennt sich ja auch noch jemand anderes als ich dazu, dass er/sie ihren Charakter im Klassiker "Vom Winde verweht" den empathischen Vorzug vor der launisch-anstrengenden Scarlett O'Hara gab.

          Als gutmütige Melanie Hamilton eroberte die später zweifache Oscarpreisträgerin die Herzen des Kinopublikums im Sturm und machte sich mit nachfolgenden Hauptrollen in Filmen wie "Das goldene Tor", "Der schwarze Spiegel", "Mutterherz", "Die Schlangengrube" und "Die Erbin" zur unvergesslichen Filmlegende, bevor sie den recht frühen Rückzug aus dem Rampenlicht antrat, nicht zu Müde 1965 als erste Frau überhaupt den Juryvorsitz der Internationalen Filmfestspiele von Cannes zu übernehmen, und um dann noch einmal 1986 im TV-Serien-Straßenfeger "Fackeln im Sturm" in den "Süden" zurückzukehren, dorthin, wo alles mehr oder weniger begann.

          Auf die an sie erst kürzlich gerichtete Frage eines Reporters, was sie denn nun noch in ihrem Leben vorhabe, antwortete sie: 110 Jahr alt werden! Meine gedrückten Daumen dafür haben Sie, geschätzte Dame Olivia de Havilland, und meine Verneigung vor ihrer Arbeit sowie so viel Lebenskraft noch allemal dazu. Alles erdenklich Gute zu 101 Jahren auf dieser Welt!

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          Liste mit allen 100-jährigen aus dem Filmbiz!!!
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          http://www.moviepilot.de/liste/ccmadbfd100jaonvaw-balticinemaniac

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          • Sie wird häufig vergessen, wenn von den "Großen" aus den goldenen Jahren die Rede ist. Vermutlich deshalb, weil sie in ihren erfolgreichsten und bekanntesten Werken immer im Schatten von mindestens einem Co-Star (meistens Errol Flynn) stand. So auch in meinem Lieblingsfilm mit ihr, "Günstling einer Königin", wobei sich auch Kassenmagnet Flynn hier hinter der fulminanten Bette Davis einreihen musste. de Havilland ist wohl das Paradebeispiel, wenn es darum geht, Hollywoods risikoscheue Strategie des Typecastings zu thematisieren. Das sie viel mehr kann als die gutherzige Damsel in Distress (die sie allerdings so überzeugend wie keine andere draufhatte), hat sie dann in einigen späteren Rollen zeigen dürfen, zur Kinoikone hat es dann bei ihr aber leider nicht ganz gereicht.

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            • Wahnsinn! Olivia de Havilland wird heute 100 Jahre alt!! Herzlichen Glückwunsch!!!

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              • Lauren_Bacall 16.06.2015, 17:19 Geändert 16.06.2015, 19:08

                Achtzigjähriges Leinwanddebüt, wer kann das schon erleben?
                Olivia de Havilland natürlich! Am 15.06.1935 war sie erstmals mit "Alibi Ike" in den (amerikanischen) Kinos zu sehen. Heute ist die älteste Oscarpreisträgerin zu Unrecht stark in Vergessenheit geraten. Sie spielt zwar seit fast 30 Jahren nicht mehr in Filmen mit, hat jedoch in Kinoklassikern wie "Vom Winde verweht" oder "Robin Hood, König der Vagabunden" mitgewirkt. Aber auch in den 40er Jahren war de Havilland noch gut im Geschäft. So in ihren Oscarfilmen "Mutterherz" bzw. "Die Erbin". Ab den 1950er Jahren nahm ihr beruflicher Erfolg stark ab. Nur 1964 bekam sie durch Robert Aldrichs "Wiegenlied für eine Leiche" nochmals größere Aufmerksamkeit. Aber so ganz ist de Havilland dann doch nicht vergessen; erst dieses Jahr wurde sie während den Filmfestspielen von Cannes zusammen mit Jane Fonda ausgezeichnet. In zwei Wochen wird de Havilland 99 Jahre alt werden; alles Gute von mir schon mal hierfür!

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                • Großartige Leistung in "Vom Winde verweht". Sie spielt die sensible Melanie Hamilton so überzeugend, dass man meinen könnte, sie spielt nicht, sonder ist so. Sieht man dann aber andere Filme mit ihr, weiß man, dass sie auch ganz andere Rolle verkörpern kann. Eben eine gute Schauspielerin.

                  • Eine Tolle Darstellerin. Sie auf ihre Rollen mit Errol Flynn zu reduzieren, wäre ihr nicht gerecht, obwohl es wunderbare Filme sind, ganz toll! Sie auf "Vom Winde verweht" zu reduzieren, würde ihr ebenso wenig gerecht werden, obwohl es einer der größten Filme aller Zeiten ist (groß in jeglicher Hinsicht). Sie gewann später ja schließlich noch zwei Oscars, nachdem sie sich aus ihrem Studiovertrag geklagt hat, was damals ein sehr mutiger Schritt war. Nur schade, dass sie sich so früh wieder ins Privatleben zurückgezogen hat.

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                    • Olivia de Havilland ist die letzte, noch lebende Darstellerin aus dem Jahrhundertfilm "Vom Winde verweht". Zudem hat sie in Klassikern wie "Robin Hood" oder "Wiegenlied für eine Leiche" mitgewirkt. In 1,5 Monaten wird sie 95. Ihre Schwester Joan Fontaine (Rebecca) ist ein Jahr jünger.

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