Vicco von Bülow - Kritik

Beteiligt an 15 Filmen (als Schauspieler/in, Regisseur/in, Drehbuchautor/in, ...) und 2 Serien
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  • "Eine Krawatte........"

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    • "Übrigens, wussten sie schon....

      dass alle deutschen Goldhamster aneinandergereiht von der Erde bis zum Mond reichen würden, ........wenn sie nur nicht so dumm wären?"

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      • Dass ich hier noch kein Fan war... Unverzeihlich!

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        • Kommentar Nummer 401 (Ich weiß… Mist.) wird eine Verbeugung vor einem Mann, der für mich die schwierige Kunst des Humors nicht nur spielend leicht meistert, sondern sie wie kein anderer prägt.

          Verehrter Herr von Bülow oder Loriot, wenn Sie mögen,

          ich habe Sie kennengelernt, als ich gerade einmal 10 Jahre alt war. Meine Eltern haben eine umfassende DVD-Box gekauft und wir haben uns ein paar Ihrer Sketche angeguckt. Zuerst sah ich Sie auf diesem wunderbaren grünen Sofa, einige Sekunden später als Herr Blömann, der darauf besteht, dass seine Lieblingsfarbe grau, aber nicht so grau, sondern ins bräunliche, sei. Eine Art braun-grau mit grün. Ein grünlich-blaues Braunrotgrau. Als Kind fand ich das witzig. Das detailreiche Ausmaß Ihres Humors war mir da noch gar nicht wirklich bewusst. Erst mit den Jahren und vielen, vielen Sichtungen Ihrer Arbeit fielen mir immer wieder kleine und größere Dinge auf, die mein Verständnis für Komik verändert haben, die mich zum Lachen brachten und durch die ich Sie in mein Herz schloss.
          Für mich sind Sie der einzige Mensch/ Komiker/ Filmemacher, der mit Charles Chaplin in einem Atemzug genannt werden darf. Und Charles Chaplin ist der einzige, der mit Ihnen in einem Atemzug genannt werden darf.

          Herr von Bülow, wenn ich über Ihre Arbeiten nachdenke, wenn mir Zitate in den Sinn kommen oder auch nur die Namen Ihrer ersponnenen Figuren, dann kommt es häufig vor, dass ich Tränen lache. Herr Hallmackenreuther. Herr Müller-Lüdenscheidt oder eben Herr und Frau Blömann. Ich weine vor lachen, wenn ich an den taubtrüben Ginst am Musenhain, dem trübtauben Hain am Musenginst denke. Oder an den Kosakenzipfel. An die kreuzweise verspannten Federmuffen. An die päpstliche Herrenboutique in Wuppertal. An die separaten Waschräume auf einem Campingplatz in Bozen, Sie fette Schnecke. An das Salamo-Bratfett mitmitohne. An den bedeutendsten lebendsten, also noch lebendigen, Vertreter moderner Lyrik. An die Armlehne, die bis hier hin ja wohl beansprucht werden darf. An den Opa, der jetzt seine Platte spielen will. An das Klavier, das Klavier. An den Herr, der zur Zeit kein Skat spielt. An das zweite Futur bei Sonnenaufgang. Und natürlich an meinen Lieblingssatz von Ihnen: „Männer sind… und Frauen auch! Überleg doch mal.“

          Ich war tief betroffen, als ich von Ihrem Tod erfahren habe. Ich bin es heute noch. Aber der erste Impuls der Trauer wird sekundenschnell verdrängt. Von einem wohlig-warmen Gefühl. Ich denke daran, wie glücklich Sie mich jedes Mal machen. Jede Sekunde, die ich Ihr Gesicht sehe, Ihre Stimme höre, Ihre Worte lese. Egal, wie schlecht ich mich auch fühlen mag, Ihre Arbeit holt mich aus jedem emotionalen Tief. Ich könnte Ihnen nicht dankbarer sein, ich könnte Sie nicht mehr verehren und respektieren.
          Und ich verzweifel grad daran, kein Wort zu finden, dass Ihnen gerecht wird. Lebendig oder nicht, Sie sind der bedeutendste, erste und einzige Vertreter des Welthumors.

          Ergebenst,
          L.

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          • Für Fans und Interessierte: Die ARD bringt einen "großen Geburtstagsabend" (16. November), dazu ein Glas Wein (die Weine aus dem legendären "Vertreterbesuch" gibt es inzwischen wirklich: Die "Oberföhringer Vogelspinne", das "Hupfheimer Jungferngärtchen" und der "Klöbener Krötenpfuhl") und Platz genommen wird auf dem heimischen Sofa (auch das bekannte Sofa aus der Fernsehreihe ist als Nachbau käuflich zu erwerben). Und im Sinne Loriot's (der bekennender Mops-Narr war) spiele ich anschließend mit den Möpsen meiner Mitzuseherin. Aber die Hunde bleiben draußen.

            Herr Vicco von Bülow,
            ich bedaure zutiefst das Sie und Frau Hamann nicht mehr unter uns weilen. Trotz allem wünsche ich Ihnen alles Gute zu Ihrem 90. Geburtstag. Wo immer Sie ihn jetzt feiern mögen.
            Ein tiefer Bewunderer - auf ewig.

            "Heiterkeit ist ohne Ernst nicht zu begreifen." [Loriot]

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            • Iamthesword 12.11.2013, 13:39 Geändert 10.04.2018, 00:51

              Wir schreiben das Jahr 1959. Ein Film kommt in die Kinos: Bernhard Wickis Kriegsdrama "Die Brücke". Eine Szene zeigt eine Offiziersbesprechung. Die Lage ist beschissen - bald werden Kinder für den deutschen Durchhaltewahn verheizt werden. Plötzlich zeigt die Kamera einen Funker. Er ruft eine andere Dienststelle: "Hier ist Bienenkorb. Bienenkorb!"
              Damals konnte es noch niemand wissen, aber unabsichtlich (?) ist hier die erste Loriotszene der Welt entstanden. Denn der junge Schauspieler ist niemand anderer als Bernhard Viktor "Vicco" von Bülow bei dem Versuch, sich als ernsthafter Schauspieler zu etablieren. Doch zu unserer großen Freude sah er bald ein, dass dies wohl nicht von Erfolg gekrönt sein würde und widmete sich seinem anderen Talent: Männchen mit Knollennasen und Hunde zu zeichnen. Damit hatte er schon in den frühen 50ern begonnen, doch der "Stern" hatte ihm schon nach wenigen Folgen wegen Leserprotesten gekündigt. Danach wollte kein deutscher Verleger sie mehr veröffentlichen. So kamen seine Werke über die Hintertür nach Deutschland: Der Schweizer Daniel Keel (Diogenes) traute sich - und hatte Erfolg. Bis zu seinem Lebensende sollte "Loriot" (frz. für den Pirol, das Wappentier der von Bülows), wie sich der junge Satiriker nun nannte , nur bei ihm veröffentlichen und eine Auflage von über 5 Millionen Bänden erzielen.
              Ab 1967 wurde Loriot zusätzlich auch im Fernsehen tätig. Zunächst mit Cartoons, dann auch mit Realfilm-Sketchen. In seiner Serie "Loriot I-VI", die ab 1976 entstand, prägte er den loriottypischen Humor: Alltagsszenen, in denen meist nur ein Detail nicht ins Bild passt und die sie ins Absurde stürzen - die Nudel im Gesicht ist nur das berühmteste Beispiel. Loriot erwieß sich dabei als ungeheuer präziser und treffsicherer Beobachter und Kommentator des Zeitgeistes der Deutschen: Sei es der Hang zu verbrieften Titeln ("Das Jodeldiplom"), die ranzige Spießigkeit ("Jetzt seid doch mal ein bisschen gemütlich!") oder der stumpfe Konsum der 60er und 70er Jahre ("Der Familienbenutzer"), nichts war vor ihm sicher. Vor allem jedoch war es das Beziehungsleben, das ihn zu Höchstleistungen auflaufen ließ: Der Ehemann in "Das Jodeldiplom", der die emanzipatorische Argumentation seiner Frau als Fassade entlarvt, hinter der noch immer das Partiarchat lauert, das Ehepaar Blömann in der Paarberatung ("Doch, doch, sie schauen nacher in so einer Tabelle nach und da steht dann bei Grau: Herr Blömann schlägt seine Frau oder so was."), völlig unfähig Gefühle zu äußern und nur darauf bedacht, die Form zu waren oder natürlich Loriots Meisterwerk "Pappa ante Portas": Das Ehepaar Lohse (Loriot und seine kongeniale Partnerin Evelyn Hamann) hat sich im Alltag so eingerichtet, dass man komplett aneinander vorbei redet: "Du räumst immer alles weg, was mir gehört." - "Der Hund müsste mal raus." Immer nach Loriots Prämisse: "Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen." (Mich beschleicht immer das Gefühl, er gibt den Männern die Schuld dafür...).
              Ich könnte ewig so weiter machen, jeden einzelnen Sketch zitieren, seine politische Satire, seine Liebe zur Oper und der klassischen Musik ausführen und erklären, warum ein Leben ohne Möpse möglich, aber sinnlos ist. Doch ich will mich auf eins beschränken: Loriot war der größte Humorist, den dieses Land je hatte, ein Meister des feinsinnigen Witzes und der perfekten Satire. Heute wäre er 90 geworden und ich frage mich: Warum bist du schon von uns gegangen? und er antwortet: "Das ist mein erster Ruhestand. Ich übe noch."

              P.S.: Zu seinem Tod schaltete der Art Directors Club eine Todesanzeige: "Lieber Gott, viel Spaß!" Dem ist nichts hinzuzufügen...

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              • Vicco von Bülow... "der war Boxweltmeister im Halbschwergewicht! Aber dann hat ihn Eddie Ahlersmeier nach Punkten geschlagen. Das war 1952. Komisch, für sowas hab ich'n Gedächtnis..."

                Kaum ein Anderer hat die (deutsche) Comedy so sehr geprägt wie er.
                Kaum einem Anderen gelingt es so gut, das Witzige und Amüsante des Alltags hervorzuheben bzw. unserer Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und uns mit dem Resultat dennoch zum Schmunzeln zu bringen.
                Hier zu Hause ist er einfach zu diversen Anlässen Tradition!
                Nun sind exakt 90 Jahre seit seiner Geburt vergangen. Und auch sein Tod liegt schon mehr als zwei Jahre zurück. Seine dennoch ständige Präsenz in unserem Alltag möchte ich anhand eines Tagesablaufs mit meinen Gedanken schildern:

                Ein paar Minuten, nachdem der Helenenmarsch als Weckton erklingt, scheint die elende Hürde des Aufstehens überwunden zu sein, also auf in's Badezimmer! Ziel: u.a. Dusche! Zwei Dinge kann ich versichern. Nummer eins: keine Details; Numéro deux: "Die Ente bleibt draußen!"... Der ganze Rest, Frühstück, etc. und schon mache ich mich auf den Weg in die ach so wunderbare Schule. Der Weg ist glücklicherweise überhaupt nicht lang, also schnappe ich mir einfach mein Fahrrad und kann auf unnötige Abgase verzichten! Die Dinger sind aber auch nicht ohne, eben hätte ich beinahe einen Hund überfahren..! Ich weiß gar nicht, was das genau für einer war... vermutlich ein Schwanzhund... was das ist? Na, "Ein Schwanzhund ist ein Hund mit einem Schwanz!". Eigentlich ist das auch egal, denn nachdem ich meine Gedanken unwichtigen Dingen gewidmet habe, bin ich nun an der Höhle des Löwen angekommen. Was habe ich eigentlich in der ersten Stunde? Mathe... bei Herrn Müller-Lüdenscheidt... naja, das werde ich schon irgendwie überstehen... ein paar Stunden später habe ich den Schultag dann auch schon hinter mir und nun muss ich zu Hause erst mal meinen Kopf frei kriegen. Die Frage ist bloß: Womit? Ich schaue mich im großen Raum um und siehe da: "Ein Klavier, ein Klavier!" Ideal! Ich habe es zwar nicht von Berta Panislowski aus Massachusetts zugeschickt bekommen, aber das nimmt mir nicht die Freude am Musizieren. Nein, das nicht, aber meine Mutter schon... die ist nämlich wieder mal am Saugen. Wenn sie klug ist, kauft sie sich einen Heinzelmann, denn ihr wisst ja: "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur [bl..] saugen kann!" (Diese verdammten Werbeslogans bleiben einfach zu sehr hängen...). Ach, Mutti... Manchmal frage ich mich, wie sie wohl von mir erzählt. Vermutlich sagt sie Dinge wie: "Mein Sohn ist 17. Er sitzt und spricht!". Aber wie auch immer, das Geräusch des Staubsaugers geht mir auf die Nerven. Um also meine Ruhe zu haben, ziehe ich mich doch lieber in mein Zimmer zurück. Während ich ein wenig Trübsal blase und in die Ecke starre, bemerke ich: "Das Bild hängt schief." Aber bevor ich etwas dagegen unternehmen kann, ruft mich meine Mutter schon zum Essen herbei. Es gibt Nudeln. Meine Schwester beweist mal wieder ihre Unfähigkeit zu essen, sodass eine Nudel durch ihr gesamtes Gesicht wandert, woraufhin ich natürlich prompt anfange, zu lachen. Die nicht immer ganz angenehme Folge davon ist ein lästiger Schluckauf. "Krawehl, krawehl!"... Naja, halb so wild. Einfach das übliche Prozedere - Luft Anhalten, drei mal Schlucken, Glas Wasser und was auch immer - und der Schluckauf entfernt sich wieder. Anstelle von Wasser gönnt sich meine Mutter heute Abend aber mal ein Glas Wein. "Sogar 'original verkork[s]t'!", sagt sie. Na, das muss ja was heißen!
                Nach dem Essen erledige ich natürlich wie jeden Tag all meine schulischen Pflichten, bla bla, also kann ich später zum gediegenen Abschied des Tages mal schauen, was so in der Glotze läuft. Wie sich herausstellt: gar nichts... Da scheint etwas nicht zu funktionieren. "Die bauen die Geräte absichtlich so, dass sie schnell kaputt gehen." Dann gehe ich heute eben einfach mal früher schlafen, morgen früh werde ich mir dafür danken! Nein, das geht doch nicht. "Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann ich in's Bett zu gehen habe!" ...dann gehe ich halt nochmal runter, irgendwas wird der Kühlschrank schon noch hergeben...Huch, da habe ich ja vorhin fast den Christbaum übersehen. Schon wieder ein Jahr vorbei? Ganz schön geschmückt ist er ja, aber "Früher war mehr Lametta!"
                Der Kühlschrank ist jedenfalls leer, also kann ich aus Langeweile auch nichts mehr essen. Ach, bloß weil der Fernseher nicht funktioniert, hindert mich das doch nicht daran, eine DVD in den PC einzulegen, oder? Also was darf es heute sein? Aha! "Pappa Ante Portas", den schaue ich immer wieder gerne!...

                Wie man sieht, ist überall etwas von Loriot hängengeblieben. Obwohl einige Anspielungen oben für Manche vielleicht etwas banal wirken, kann ich nur sagen, dass ihm viele meiner Gedanken tatsächlich auf eine solch triviale Weise gelten. Und so öde, traurig oder ätzend manche Tage auch sein mögen, diese Begegnungen schenken mir dann letztendlich doch immer wieder ein Lächeln!

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                DANKE DAFÜR, LORIOT, UND ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!
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                PS: An Weihnachten sehen wir uns wieder, Herr Hoppenstedt, natürlich mit angemessener Musik:
                http://www.youtube.com/watch?v=eXa2nSuNxoE

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                • Loriots Enkel Leopold von Bülow-Quirk über den Mops seines verstorbenen Großvaters und warum Möpse einfach grandios sind...

                  "Opapis Mops Emil lebt heute noch bei meiner Großmutter.
                  Manchmal begleitet er sie auch auf Reisen, aber das wird für ihn immer beschwerlicher, er ist jetzt ja schon 13 Jahre alt.
                  Meine Großmutter hat einmal einen Spaziergang mit ihm gemacht, als ein anderer Hund auf ihn zukam, der mindestens viermal so groß war.
                  Emil hätte keine Chance gehabt.
                  Aber er wollte kämpfen.
                  Da hat meine Großmutter Emil gepackt und ihn zu seinem eigenen Schutz über den nächsten Gartenzaun geworfen.
                  Ich liebe Möpse.
                  Ich finde, sie haben etwas Zuversichtliches und Tapferes."

                  (-Quelle: Der Spiegel-)

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                  • 2 Jahre sind es jetzt schon... Ruhe in Frieden alter Meister :)

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                    • "Holeri-didudl-jöh"
                      "Entschuldigung wie schreibt man didudl?"
                      "Wie man's spricht di-dudl. - Diridi di dudl dö ... Diridi di dudl dö."
                      "Dudel?"
                      "DL. Dudl. - Holera di dadel do ..."

                      http://youtu.be/zNRSp9M3b0g

                      "Da hab ich was eigenes. Da hab ich was in der Hand."

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                      • Herzlichen Glückwunsch...
                        Aber warum ist seine Filmographie Seite leer??

                        • Alles gute zum Geburtstag du größter der (deutschen) komisch Großen !
                          Schrecklich vermisst bist du, schrecklich vermisst wirst du für immer sein...

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                          • "Wer glaubt, Humor bestehe darin, sich über andere lustig zu machen, hat Humor nicht verstanden.
                            Um komisch zu sein, muss man sich vor allem selbst zur Disposition stellen."
                            -Loriot-

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                            • Er war und ist der Beste.
                              Lachen ist garantiert bei einem Abend mit "Wir bauen uns ein Atomkraftwerk", Solamo-Bratfett, Pneumathischer Plastologie, Film-Spektrum, "dem für den Münzeinwurf bestimmten Münzeinwurf", der neuen HS2 mit Strahlkrümmung, Kalbshaxe Florida, Sitzgruppe und Auslegeware, Vic Dorn und Halmackenreuter, Herrn Lose und seinem Schreibmaschinenpapier und und und...

                              (Man könnte es so ganz nebenbei schon als eine Beleidigung empfinden, dass sich seine DVDs den Fernsehbildschirm mit den ganzen Comedy-Nieten teilen müssen, wenn man mal wieder aus Versehen bei RTL & CO. reinzappt.)

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                              • Die Menschen in Loriots Welt heißen Giesebrecht, Hallmackenreuther, Meier-Grabenhorst und Mengelberg. Dadurch, dass wohl kaum jemand wie Loriot jemals so wunderbar die Lächerlichkeit deutscher Nachnamen erkannt und weitergegeben hat, erkennt man gut, was das Tolle an diesen Filmen ist. Eigentlich passiert hier gar nichts Außergewöhnliches. Es ist eben gerade deswegen komisch, weil es gewöhnlich ist und weil wir die Situationen, Dialoge und Namen so gut kennen. Nur wären wir ohne Loriot nie auf die Idee gekommen, über sie zu lachen. Und das macht ihn zum großen deutschen Humormenschen. Nicht unbedingt, weil er der lustigste Deutsche ist, sondern weil er dieses Land und seine Menschen so gut kennt und so gut verstanden hat, dass er die ganze Bevölkerung zum Thema in seinen Sketchen und Filmen macht und das natürlich ohne sich selbst dabei auszuklammern. Loriot war zum einen nur ein Mensch unter vielen, aber zum anderen derjenige, der auf die Idee kam, das ganze Leben durch eine Komikbrille zu sehen. In gewisser Weise leben wir alle unseren eigenen Loriotfilm. Wir müssen nur ein bisschen genauer hinschauen.

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                                • Loriots wegen bin ich auf den Mops gekommen. Danke dafür!

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                                  • Irgendwo hat er mit Evelyn wieder eine passende Sitzgelegenheit gefunden. Ich hoffe die beiden freuen sich darüber, das so viele Erdenbürger weiterhin an sie denken.

                                    [ein ewiger Fan]

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                                    • ich habe in meinem urlaub von seinem tot erfahren, da es dort keine nudelsuppe gab habe ich eine bohnensuppe gegessen.

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                                      • Ruhe in Frieden Loriot!
                                        Wir werden niemals deinen hintergründigen Humor vergessen, denn dieser zeitloser Humor wird auch noch in 100 Jahren in aller munde sein. Der Himmel kann sich jetzt glücklich schätzen dich zu haben, denn da oben kommt bestimmt keiner mehr aus dem Lachen mehr heraus.
                                        Leb wohl!

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                                        • Bin seltsamerweise am heutigen Tag tief traurig, obwohl man ja früher oder später mit dem Ableben des einzigartigen und unerreichbaren Loriot rechnen müsste. Kein anderer hat mich so zum lachen und gleichzeitig nachdenken bringen können wir er und da stehe ich ganz sicher nicht allein...Also, danke und ruhe sanft....

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                                          • Mit Loriot ist ein ganz Großer der deutschen Komiker abgetreten. Bemerkenswert, wie die meisten seiner Sketche noch heute hoch aktuell sind.
                                            http://www.youtube.com/watch?v=Sgn0dWnfFx4&feature=player_embedded
                                            R.I.P.

                                            • Einer der ganz großen Humoristen. Im Prinzip war er der Nachfolger des großartigen Heinz Erhardt, der es ebenso verstand, Humor und Geist miteinander zu vereinbaren. Seine Filme und Sketche werden die Zeit überdauern. Wir werden dich nie vergessen. R.I.P.

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                                              • Die vielen Einträge bezeugen es: Es ist der beste Vertreter deutschen Humors, den wir hatten. Das beste Rezept gegen die Traurigkeit, die mich jetzt befällt, sind seine eigenen Meisterwerke und dieser Verlust eines wahren Künstlers hat auch etwas Gutes, wenn seine Schmuckstücke geistreichen und feinsinnigen Humors nun wieder mehr Beachtung finden! Damit können wir ihm die beste Ehre erweisen.
                                                In diesem Sinne: Männer sind, und Frauen auch. Überleg dir das mal!... Frauen haben auch ihr Gutes.

                                                Vielleicht lacht er sich schon mit Evelyn da oben kaputt...

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                                                • Ein großes und bestimmt nicht sinnloses Leben, auch ohne Mops.
                                                  Mach's gut.

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                                                  • Nilpferd in Burgunder
                                                    Beschreibung Rezept:

                                                    Etwas für festliche Tage, vorausgesetzt, das Nilpferd fühlt sich in Burgunder wohl.

                                                    Nilpferd waschen und trocknen,
                                                    in passendem Schmortopf mit

                                                    2000 Litern Burgunder,
                                                    6 bis 8 Zwiebeln,
                                                    2 kleinen Mohrrüben und
                                                    einigen Nelken
                                                    8 bis 14 Tage
                                                    kochen.

                                                    Danach herausnehmen, abtropfen und mit Petersilie servieren.

                                                    Aus dem Sud kann unter Zugabe einer halben Giraffe und einem Schweineohr noch ein wunderbares Sößchen gemacht werden.

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                                                    Ab 29. Oktober im Kino!Zombie - Dawn of the Dead