Deathpool - Kommentare

Alle Kommentare von Deathpool

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    über Bite

    Elma Begovic brauch ne Kotztüte.....

    "Bite" der weiße Pickel der ausgedrückt schleimig am Spiegel hinunterläuft und neues narbiges Gewebe schafft.
    Irgendwo zwischen zuviel Make Up macht dich hässlich und eklig belanglose Gruselshow ohne Innovation.
    Angst vor der Ehe, Untreue,Alptraum Schwiegermutter, gallenartige Substanz die dein Gesicht verätzt.
    Eine Parabel über das Messie-Syndrom für den Horror RTL Zuschauer.

    13
    • 5 .5

      https://www.youtube.com/watch?v=HhWm_uGwKAc

      Die Angst in den Augen der Babysitterin kurz bevor sie krachend auf die Straße aufschlägt.
      Ein unscheinbares Kinderspielzeug und die Mordlust im Angesicht der Klinge welche durch schwitzendes Fleisch schneidet.
      Der Killer im Spielzimmer fleischiger Vergänglichkeit, es ist die Unschuld eines Kindes gepaart mit der Leidenschaft zur Treibjagd.
      In den süßen Kulleraugen spiegelt sich der süßliche Blutmord, unter der Erde schreien dutzende verfaulte Körper nach ihrer Seele.
      Chucky spielt böse Streiche, verunglimpft seine Beute und jagt spöttisch kalt den blanken Stahl ins Herz.

      Das Franchise findet zurück zu den Anfängen, poliert dabei explizit den Boden der Sterilität mit allerhand Körperflüssigkeiten und bleibt der Vorlage zumindest sinngemäß treu.
      Für Fans war sicher "Curse of Chucky" ein voller Erfolg da eben eine altbekannte Figur endlich erwachsen werden durfte und auch gezeigt wurde.(Abspann)
      "Cult of Chucky" geht einen Schritt weiter aber leider wird die Figur in diesem Teil völlig zerissen und ihr Potenzial einfach weggesperrt.
      Die Macher haben aber auch hier etwas in der Hinterhand, wer den Abspann(mal wieder) absitzt wird zumindest leicht getröstet bzw. angefeuert auf den nächsten Teil.
      Ein netter Gag der nostalgisch an die früheren Serienteile erinnert.

      "Cult of Chucky" nervt mit seinem Charakter direkt aus der Klischee Horrorabteilung.
      Die Figuren mit ihren Alibi Diagnosen bekommen zuviel Raum, die Gespräche wirken leidlich spannend und die Geschichte plätschert so vor sich hin.
      Selbst die Twists sind ermüdende Standardware, zumal das Ganze unfreiwillig komisch wirkt jeh mehr Leichen auftauchen.
      Die Goreschraube poltert mächtig durch Hirnmasse, zermatscht betäubte Körper, tritt Gesichter zu hässlichen Gulasch und bringt den Spaß am Mord Chucky typisch zum Ausdruck.

      Der Witz rund um Jennifer Tilly macht natürlich nochmal besonders Freude und auch im Detail gibt es einiges zu entdecken.

      17
      • 4
        Deathpool 20.10.2017, 22:43 Geändert 20.10.2017, 23:13
        über Jungle

        https://www.youtube.com/watch?v=xC5n8f0fTeE

        Survival Feeling direkt aus der Vorhölle Hollywood nach einer wahren Geschichte welche hier radikal ausgeschlachtet wird.
        In den kritischen Untertönen zum kapitalistischen Weltgeschehen, in der Frage Mensch und Natur, noch am denkwürdigsten.
        Zwischen Big Mac Hobby Adipositas Bürger und veganer Hippie Tante liegt der schmale Grat Realität.
        Die Urangst in der kalten finsternen Nacht allein, in der größten Toilette auf der Welt, ohne Kenntnisse oder gar Hilfsmitteln zu Überleben.
        Da wird dem selbsternannten Jäger ganz blass im Gesicht wenn die heimische Theke einfach ihre fleischigen Pforten schließt.
        Schluss mit überfüllter Massenware bekannter Marken, dem leckeren Marmeladen Sandwich am Bett, der zur Gewohnheit mutierten Bequemlichkeit alles kaufen zu können.
        Die verwerfliche Dekoration zur Schaustellung der niedersten Instinkte um die Kaufkraft auch möglichst perfide anzuregen.
        Der leckere Schauteller den wohl niemand mehr essen wird.
        Könnte ähnlich wie die Mindesthaltbarkeit auf dem Klo enden.
        Trinken, Fressen, Scheißen der tägliche Kampf mit dem Aufstehen und dem gehorsamen Alltagstrott zum verhassten Montag.
        Da wünscht sich jeder ein Stück gelobtes Land ohne Fresstempel und schlanken Schönheiten die verkehrte Ideale auf Plakaten verkaufen.
        Freiheit ohne den Zwang jeh wieder in die Gesellschaft einzutreten, der genüssliche Lebenstraum in der zerstörten Schönheit einer eigentlich perfekten Welt.
        Überall lauert die Gefahr welche dich schneller der Erde näherbringt als es dir lieb ist.
        Denn ohne Einkaufswagen und mürrischen Dränglern, der Illusion du bist König neben gestressten Personal bleibt nur das nackte Überleben.
        Dieses Überleben kennen wohl nur die wenigstens und die meisten dürften wohl diesen Kampf nur verlieren.
        Die Komfortzone Schminkekasten, Bierbauch und Schnitzeljesus finden da keine Anwendung.
        Ein letztes Selfie bevor dich der Dschungel einfach verschluckt.

        "Jungle" schindet Eindruck mit seinen aufgeblasenen Bildern und wirkt am Ende nur wie die letzte reißerische Dokumentation.
        Es fehlt der wirkliche Überlebenskampf wenn die Tage einfach wie Wochen vergehen, dramatische oder gar eklige Momente einfach nur auf Hochglanz polierter Unsinn sind, die Story plötzlich Rückblenden einsetzt welche ausgesprochen leer wirken.
        Es ist die wahre Geschichte nach einer wahren Geschichte welche wahrhaft weit ausholt um irgendwie die Produktionskosten zu rechtfertigen.
        Da fehlt der Schmutz, die große Emotion ohne Pathos.

        Ein wenig auf den Spuren von "Am wilden Fluß" direkt in die Kloake Drehbuch Dschungelcamp.

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        • 4
          Deathpool 13.10.2017, 23:40 Geändert 14.10.2017, 01:08

          https://www.youtube.com/watch?v=3nKxncEFwqE

          Jeder liebt die Dunkelheit, wenn der Tag in der Finsternis vergeht und der Erntemond sein Licht auf die ausgedörrten Felder wirft.
          Der Herbst lässt deine Seele sterben, wie ein Blatt welches sich vom Stamm der Geburt trennt.
          Im deinem Kopf kreisen die Gedanken, schwelgst am Fenster wenn der Regen auf das Blech fällt, dein Herz schlägt schneller beim wohligen dumpfen Klang.
          In den Pfützen spiegeln sich unsere Gesichter, verzerrt wie unsere Charaktere, anmutig wie der rote Himmel in der Dämmerung.
          Wie mein Messer, es tropft die Sterblichkeit von der Klinge, das kostbare Leben welches ich mir nahm.
          Das Böse schläft nie und eine alte Horror Regel besagt es ist niemals tot wenn du glaubst es wäre tot.
          Mittlerweile so ausgelutscht, schließlich stapeln sich darauf ganze Gräber unter denen tief begraben das Slasher Gerne liegt.

          "The Babysitter" der Kreuzschnitt durch die Schädeldecke mit spritzenden Lebenssaft in alle Richtungen und akuter AIDS Gefahr.
          Ein weiterer Beitrag Slasher Hommage aus dem Hause Netflix, leider stirbt die Produktion an infektiöser Ideenarmut.
          Lächerliche Gags, heiße Bodies, Blutfontänen und dämlche Handlungen entsprechen eigentlich genau dem Genre.
          "Halloween", "Freitag der 13", "Scream" und Co. es will einfach nicht zünden.
          Zu sehr klopft es dem Fan auf die Schulter, will unbedingt zeigen was es kann.
          Der Soundtrack macht Freude, der Rest ist generischer Standard.

          Einmal langsam sterben, ganz in Tradition alter Tage.

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            Deathpool 29.09.2017, 23:13 Geändert 09.10.2017, 23:20

            https://www.youtube.com/watch?v=nrvRM-NYSSE

            "Angst und Scheiße" die unumstößliche Wahrheit über den Krieg und sein kaltes grausames Wesen, in die Augen des Todes herabblicken, am Abgrund zur Hölle.
            Ein düster gefärbtes Schlachtfeld welches wie ein riesiger Friedhof die fleischigen Berge der Leichen in sich aufsaugt.
            Die Gräben färben sich blutrot, der Drill nach vorne ständig präsent im Ohr, wie ein Tinnitus der zum töten animiert.
            Einer nach dem anderen fällt im Speerfeuer, das Donnern der Artillerie verhallt in den angsterfüllten Augen einer blutjungen Generation.
            Die Propaganda Machinerie hat jeglichen freien Willen unterdrückt, das Gehirn mit Bombenfeuer und glorreichen Zitaten vernebelt.
            Der Weg zum Ruhm gepflastert mit verstümmelten Körpern die in Scharen das Himmelreich stürmen.
            Die Nacht ruft die Armee der Ratten zum Leichenschmaus, der starre Blick weicht blutigen ausgefressenen Augenhöhlen.
            Ein leerer Blick in die Ewigkeit für die hohe Obrigkeit.
            Die Kälte und der Hunger umarmen die Schwachen, reden ihnen Dinge in den Kopf, der Verstand spielt gruselige Schauermärchen.
            Infektionen breiten sich aus, zusammengepfercht auf schmalsten Raum, manchmal flüstert leise eine Stimme von der Heimat.
            In liebevoll geschriebenen Briefen, in kleinen Andenken wie dem Foto der Familie, in den tröstenden Worten vom Kamerad.
            Bis zum Morgengrauen wenn erneut das Feuer vom Himmel regnet und verbrannte Gesichter vor Schmerzen schreien.
            Die Obrigkeit schlachtet ihre Soldaten, wütet blind in der Hierarchie, damals wie heute ein Netzwerk für die Disziplin zum Massenmord.
            Um den freien Willen zu unterdrücken, den Mensch zu deklassieren, ihn aufzuteilen in verschiedene Ebenen der Gesellschaft.

            Kirk Douglas schämt sich zurecht für die Militärstruktur und Kubrick gibt mit starken Dialogen eine eindeutige Richtung vor.
            Ganz nah an den verdreckten Männern die für ihr Land alles geben bis zum Fleischwolf der sie einfach zerstückelt wieder auskotzt.
            Seine drückende Prämisse beschert Gänsehaut wenn der Schlag der Trommel unweigerlich das Ende einläutet.
            Der Mensch als erbarmungsloser Henker im Schlachtgemälde der Kriegsführung.
            Die Abrechnung, mit einem Ende welches nochmal eine ganz andere bittere Wahrheit aufkeimen lässt.
            In den Tränen der Soldaten spiegelt sich die eigene Unvernunft, das eigene Bewusstsein zur Unterdrückung.
            Die Taten enden nicht einfach mit dem Krieg, sie bleiben, sie gehen mit dir, in der Heimat werden sie dich aufsuchen.
            Ihre leuchtenden Augen, das Lächeln, der kurze Schmerz als sie zusammenbrechen.
            Im Niemandsland sterben.....

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              Deathpool 05.09.2017, 19:28 Geändert 05.09.2017, 20:23

              Extraterrestrischer Sondermüll mit galaktischer Schweifsternphantasie im Gewand Found Footage ohne Innovation.
              Spätestens das grottige CGI zerstört jegliche Atmosphäre in den schummrig angehauchten Wäldern, die wie ein düsterers Labyrinth einfach Menschen verschlucken.
              Vom offensichtlichen Vorbild "Blair Witch" bis zu zahlreichen Querverweisen die oftmals den Film weiter runterziehen als es ihm gut täte.
              Die Charaktere werden richtig nervig denn statt Panik und Angst herrscht hier überdrehtes Schauspiel.
              Die Poltergeistmottenkiste zieht sich durch den kompletten Anfang und jegliches Klischee fremde Lebensform wird durch die Milchstraße gezogen.
              Irgendwann verliert die Handlung den kompletten Bogen und absurde Kornkreistheorie trifft auf ein Ende welches man gesehen haben muss um es überhaupt zu glauben.Vielleicht wird er irgendwann mal ein verkanntes Trash Feuerwerk.

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              • 9
                Deathpool 02.09.2017, 00:03 Geändert 14.09.2017, 22:31

                https://www.youtube.com/watch?v=5UcTUtD0HIg

                Der Schmerz bricht über dich herein, du kannst deine Tränen nicht mehr unterdrücken.
                Der laute Schrei der Verzweiflung und die kalte Stille mitten in den finsteren Gewölben der Angst.
                In den dunklen Ecken wo niemand hinschauen möchte und wer es dennoch wagt wird seinen Blick nie wieder abwenden.
                Weit geöffnet die Augen, starr vor Angst, der schwarze Abgrund zerfetzt den Verstand.
                Brennstoff Öl, die alten Holzdielen, das Flüstern sanfter Stimmen wenn alles schläft.
                "It Comes at Night" zelebriert die Kunst der Phantasie und hat einen düsteren Score an Bord der die ganze Szenerie in ein morbides Horrorkostüm quetscht.
                Wo andere ständig den nächsten Jump-Scare suchen drückt "It Comes at Night" diesen einfach durch, ohne auch nur annähernd einfach darauf aufzubauen.
                Er erinnert ganz klassisch an alte Tage und hat ein großes Vorbild, jenes zu nennen wäre aber äußerst unfair.
                "It Comes at Night" sollte man möglichst frei von Informationen sichten(übrigens sehr gut bei fast allen Filmen)
                Denn dieser bizarre Trip wird am Ende richtig hässlich worin auch die Kunst des Horrors besteht.
                Denn erst wenn man anfängt die Charaktere zu mögen, das Gesamtbild stimmig ineinander fließt und die Bilder hängen bleiben, ja erst dann darf man dem Zuschauer alles abverlangen.
                Wer es gerne ruhig subtil mag wird hier ganz sicher sein Heil finden.

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                  über Liebe

                  https://www.youtube.com/watch?v=yzxjxNKuJ0Q
                  (Best Hack & Slay and Soundtrack)

                  Vergessen meine Liebe
                  Erloschen

                  Gläsern waren ihre Augen
                  Ihr Mund versiegelt
                  Weit getragen ins Reich des Vergessens
                  Schmerzvoller Augenblick
                  Wie ein Fremdkörper ohne Emotion

                  All die Schönheit verblasst, unser Leben vereinsamt
                  Anne der letzte Kuss,der Apoplex geleitet dich in tiefste Dunkelheit
                  Wenn der Körper kaum mehr aufrecht steht
                  Halte ich deine Hand und schenke dir Freiheit
                  Als Zeichen der Liebe, als Ehemann
                  Die Krankkheit wird uns niemals trennen

                  Wenn Anne geschwächt und dennoch voller Lebensmut das familäre Fotoalbum betrachtet bricht sich all der Schmerz in pure Dankbarkeit.
                  Wenn die Kamera regungslos die knarzzenden Schritte und den stürmischen Regen einfängt pulsiert nur die Soundkulisse, während Anne langsam in den Schlaf sinkt.
                  Die Umwelt scheint abgeschirmt,erregt Aufmerksamkeit durch Gesprächsfetzen,Paris lebt und dringt immer wieder in die Wohnung ein.
                  Gezeichnet vom Tod, der Hirnschlag übernimmt langsam grausam die Vernichtung.
                  Der Körper die tiefste Wunde welche jemals geschaffen wurde,niemand denkt an Krankheit bis sie langsam ins Blut schleicht.
                  Wenn Sterben zur Qual wird weil man sich selbst schämt.
                  Selbst alltägliche Dinge wie Essen und Trinken werden zur Hürde, geschweige denn von der Intimität wenn wir einen Ort der Erleichterung aufsuchen.
                  Wenn Ausbildungen an jeglicher Kompetenz scheitern denn die Jugend begreift die Natur nicht.
                  Biologische Masse stirbt immer ab.
                  Wir sind faulendes Fleisch, egal wie gesund wir leben oder zumindest daran glauben.
                  Kein Gott wird sich erbarmen wenn Blut erbricht, wenn dein Geist langsam vernebelt.

                  Nie war ein Film näher dem Tod als in jenem Augenblick wenn er eben diesem ein Gesicht gibt.
                  Haneke schmückt die Hände faltig gebunden an den Körper, Stille kehrt in den Raum.
                  Gleichzeitig die aufgewühlte Leidenschaft der Lebensretter, mit Mundschutz bewaffnet, stürmen sie in siechendes Gut der Sterblichkeit.
                  Regungslos jeglicher Wärme beraubt öffnet sich ein Fenster, die Kälte durchdringt jeden wenn er Leichen spürt.
                  Diese Konsequenz wird heftig gebrochen wenn Haneke im nächsten Moment das Feuer des Lebens beschwört.
                  Freudige Erwartung, unruhige Gemüter,Blicke streifen an den Kulissen vorbei, Hände berühren sich,eine Sprache wird unverständlich.
                  Wenn viele Menschen angeregt kommunizieren versteht man letzlich nur sehr wenig.
                  Als Nebenfigur, als Beobachter kann man nur erahnen welch Gesprächsstoff sich da findet.
                  Dieses Gefühl kurz vor der Explosion an Emotion fügt sich unbewusst dem Ereignis welches stumpf den Vorhang verschleiert und im nächsten Moment kraftvoll das Klavier imponiert.
                  Die Gesichter der Geburt, dieses kurze Lächeln als Reaktion auf ein Ereignis welches sie emotional berührt.

                  Ein kurzes Gefühl der Freiheit bis wir bald in der Wohnung eingesperrt werden, eben wie Anne.

                  Die Abrechnung erfolgt wenn Haneke kurz dem Beruf der Pflege den Spiegel vorhält, wenn er gezielt die eigene Natürlichkeit bewusst macht.
                  Mit allen Konsequenzen schießt er ins Gesicht des Zentralnervensystems und zerpflückt genüsslich Arroganz.
                  Die rechte Körperhälfte wird zur Qual niemand kann diese Einschränkung erklären oder gar spüren.
                  Ohne Körpergefühl an sich selbst, beherrscht nur blinde Intelligenz den Reiz an der Wissenschaft.
                  Wenn Anne ihr Buch aufschlägt oder die Brille aufsetzt kämpft sie innerlich gegen den Terror.
                  Sie will nicht mehr leben obwohl all die Liebe zum Leben unerbittlich brennt.
                  Muskeln verkürzen sich, Beweglichkeit sinkt rapide, gebunden an den Stuhl.

                  Die Liebe kann eine Träne trocknen wie sie auch auslöschen kann.
                  Erschreckende Erkenntnis denn jetzt nähern wir uns dem wahren Gehalt einer Aussage.
                  Bitter süß schließt Haneke den Kreis zwischen Leben und Tod.

                  In seiner letzten Konsequenz zerbricht kurz die wohlige Gemeinschaft,ein Akt der Gewalt rutscht aus,Demut und Versagen.
                  Wenn man jemanden den man liebt Schmerz und Kummer bereitet.
                  Versteckt hinter einer Fassade um die Familie zu schützen.
                  Will man seinen Kindern wirklich jenes zumuten, wenn die Mutter all ihren Glanz verloren?
                  Mutig dieses Thema aufzudecken, mit der gehörigen Sensibilität gewährt Haneke den richtigen Schritt.
                  Der Schlüsser der Verdrängung wird abgelegt und die wichtige Phase des Trauerns steht allen offen.

                  So jagte ich einer Taube im eigenen Heim hinterher
                  Dreist flog sie durchs Fenster
                  Frech unduldsam marschierte sie umher
                  Ich beschloss sie einzufangen
                  Bedeckte sie warm und nahm sie auf

                  Ein stiller Moment, ich spürte ihre Angst
                  Unter der Decke könnte sie ersticken
                  In meinen Händen
                  Welch Leben und Tod schenken

                  So gab ich sie auf
                  Stolz flog sie in die Welt hinaus

                  In tiefster Liebe zu meiner Frau

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                    https://www.youtube.com/watch?v=WyCuSc7XZJU
                    (Geheimtipp der Woche)

                    McDonald’s der Marketing Super Gau mit dem faden Beigeschmack Massenindustrie und globaler Einsparung.
                    Perfektionierte Zeiteinsparung, die Revolution Mittagstisch gepaart mit dem fleischigen Zungenschnalzer Hamburger.
                    Ein kleiner Traum wird Wirklichkeit und frisst selbstständig seine Erfinder.
                    Abgefertigt wie schmieriges Frittenfett, über den frisch polierten Boden gezerrt und hart aufgeschlagen an der dicken Konsumschlampe.
                    Herzliche Liebe wird durch den Fleischwolf gedreht, innere Werte weichen dem Fortschritt.
                    Das Franchise Fast Food erobert die Welt und passt sich perfekt an die eigenen harten Regeln an.
                    Heute wahrscheinlich nicht mehr kontrollierbar, ständig verschlimmbessert aber dennoch erfolgreich.
                    Zück dein Smartphone, spiel Candy Raupkopierer und friss deinen vegetarischen Abfall.
                    Michael Keaton lebt den Traum wie er ihn auch selbst zerstört.
                    Aus der Impuls kindliches Sommercamp, hinein in die Franchise Fabrik falscher Werte.

                    "The Founder" die bitterböse Heiligkeit im Bürokratiefeuer der Big Mac Ära.

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                      Deathpool 21.08.2017, 13:17 Geändert 21.08.2017, 16:08

                      In einer abgewrackten Lagerhalle zwischen Staub, Blut und dem herrlich markanten Duft von Bartöl treibt der Kugelschlag in weiches Gewebe.
                      Minimalisiert auf den Boden gedrückt, ohne Platz zur freien Handlung, bis zum Schock der dich aus dem Leben reißt.
                      Die Stille bricht zusammen, Querschläger reißen ihre Anmut nieder, Deckungsfeuer zelebriert als grausam leichtfüßiger Spaziergang.
                      Die Situation schürt die Kehlen immer enger, bis das Sterben einer wüsten Vernichtung gleicht.

                      "Free Fire" für Fans von "Jagged Alliance", für den kurzen Hauch "Reservoir Dogs"

                      Klassisches Duell mit herrlich schrägen Sprüchen, während auf kurze Distanz jeder Schuss tödlich enden könnte.

                      Ben Wheatley komprimiert die Angst,kein ruhiges Zielen, teilweise nur blindes Feuer auf den verhassten Feind.
                      Die Soundkulisse zittert, die Wunden bluten, der Soundtrack ein vergnügliches Stück Lebensfreude inmitten brachialer schmutziger Gewalt.

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                        Deathpool 10.08.2017, 00:09 Geändert 10.08.2017, 00:16

                        https://www.youtube.com/watch?v=JDG2m5hN1vo

                        Der intergalaktische Superwerbespot mit Waschbärfresse und Wonder Pratt.
                        Da dürfte wohl jedem Science-Fiction Nerd die Fleischwurst anschwellen.
                        Wenn Baby Groot im Speerfeuer des Gefechts das Schlachtfeld zur Tanzfläche degradiert bebt der ganze Kinosaal, bzw. das Blut des Zuschauers.
                        Die emotionale Wucht gegossen aus Zuckersüß und dem charmanten Beat.
                        Die Laser bersten auf undurchdringliche Haut während "Guardians of the Galaxy Vol. 2" seinen Trumpf ausspielt, die Musik.
                        Die Vermischung Comic Bilderflut mit Klassikern der Musikkunst, frei und wild durch alle Dekaden.
                        Da rutscht die Story ganz schnell auf beliebiges Kino der alt eingewöhnten Rezeptur.
                        Highlight ist hier nicht die Hauptstory sondern der (leider) kurze Fokus auf die Hintergründe der Antagonisten.
                        Diese Momente, in den träumerisch malerischen Welten, sind grandiose Lückenfüller um den eigentlich dünnen Ansatz Geschichte ganz auszufüllen.
                        Immer begleitet vom passenden Song, deswegen auch so knallig kurzweilig.
                        Denn am Ende können der Witz, die Charaktere,die lockere Action und farbenfrohe Bildgewalt nicht die generische Story verschleiern.
                        Ziemlich schade aber eben auch unheimlich spaßig, gespickt mit zahlreichen Anspielungen und nem gehörigen Star Bonus.

                        Edit: Mary Poppins^^

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                          https://www.youtube.com/watch?v=ip4TjsJ3Xt4

                          Dann erstrahlte sein finsteres Antlitz im nuklearen Höllenfeuer der Vernichtung.
                          Die dritte Endzeit als göttlicher Segen der Gewalt, die Zivilisten verenden qualvoll in der Asche und den Trümmern ihrer Großstädte.
                          Es ist nicht die befürchtete Großmacht des Feindes, sondern die politischen Fehlentscheidungen ganzer Generationen.
                          Kein verhasstes Feindbild, durch die Medien geschürte Propaganda, sondern die direkte Auswirkung menschlichen Versagens.
                          Die verstrahlte Totgeburt gefüttert durch radioaktiven Abfall welcher den Wahnsinn der Menschheit zur Realität bündelt.

                          "Shin Godzilla" folgt dem Erbe des Drachen und zeigt ihn als pure Angst.
                          Es ist nicht nur die Aufbereitung vom Trauma Zweiter Weltkrieg sondern auch die Zukunftsangst einer weit fortgeschrittenen technisierten Welt.
                          Der unerschütterliche Glaube an Gottheiten, die dem Menschen die kleine Existenz als Sinnbild zur Ausrottung erscheinen lassen.
                          Die kurzen Bildebenen von unschuldigen Bürgern die ihr Leben aushauchen weil die Regierung am Ende keine Macht besitzt.
                          Die Waffenindustrie als protziger Versager der Neuzeit, wo Millionen im Massengrab der eigenen Armee versinken.

                          Sperrig anmutig, in Formation geschaltet, ergießt sich der Feuerregen über die Evolution und dem Ursprung Natur.
                          Sie blutet ihre Nachkommen in die zerstörte Welt, die letzte Hoffnung auf Gerechtigkeit.
                          Was einst vom Mensch genommen muss neu erbaut werden, als Gott der Gewalt lüstert ihre Rache im brennenden Inferno der Menschheit.
                          Die Menschen als Abbild Gottes erschaffen einen Gott, in all seiner Grausamkeit menschlicher Abstammung.
                          Die Rasse Gottheit verängstigt in den grellen Farben von Technik und Mediengewalt.
                          Es gibt nur einen Ausweg, den Schritt nach vorne ohne an andere zu denken.
                          Ein trauriges Zeugnis,, passend für die heutige Zeit.

                          "Shin Godzilla" ist ganz nah an der Vorlage,mit bissigen Witz sowohl politisch als auch filmisch.
                          Die Katastrophe mal trashig im Trommelfeuer der Armee, nachdenklich in der Zerstörung und absolut grauenvoll in den Bildern des Krieges.

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                            https://www.youtube.com/watch?v=ZjZhwCM88pA

                            Das wichtigste zuerst, die Band Children of Bodom steuert hier (leider) keinen Soundtrack bei.
                            "Lake Bodom" macht Bock auf Slasher Gekröse in Reinkultur und bedient sich einem Mordfall der bis heute nicht aufgeklärt wurde.
                            Die Presse hat diesen Fall bis aufs letzte Blut ausgequetscht und jedes kleinste Indiz gab Anlass zur Spekulation.
                            Diesen Umstand macht sich der Film sogar ziemlich geschickt zum Eigenbedarf nutzbar.
                            Denn die Mundpropaganda, das Flötenspiel der Idioten, spielt hier eine dezent kleine Rolle.
                            Genau wie eben(Überraschung) der See Bodom.
                            In dunklen nebligen Gewässern schwimmen die Leichen gerne mal unter der Oberfläche.
                            Die Bilder sind hier wirklich schön schaurig und der Score dürfte wohl so manchen an den Klassiker "Se7en" erinnern, zumindest in gewissen Szenen.
                            Überhaupt ist "Lake Bodom" eine Kopie einer Kopie die schon längst verwest ihren Ursprung sucht.
                            Nervöse Jump Scares, der ewig gleiche Ablauf, eine simple Geschichte zum Totschlag und nervender Soundtrack( der auch noch dreist kopiert wirkt).
                            Präsentiert als Inspirationsquelle Massenmord, das unbekannte Sperma auf dem Kopfkissenbezug.
                            Gebt euch lieber ne Ladung finnischen Metal.

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                            • George A. Romero war nie auf Twitter aber er war immer in den Herzen seiner Fans.
                              Einer meiner Lieblingsregisseure verlässt den Spielplatz der Lebenden und bettet sich zur ewigen Ruhe.
                              Ein großartiger, bodenständiger Mann mit allerhand Visionen und Herzblut.
                              Er konnte nicht immer wie er gerne wollte aber er tat es trotzdem.
                              In den nächsten Wochen werde ich mich nochmal ausgiebig mit seinen Filmen beschäftigen, um diesen Urgestein der Horrorkunst ein wenig gerecht zu werden.

                              Sein Lebenswerk ist beachtlich und wird für immer in der Geschichte eine Rolle spielen.
                              Danke George

                              "Goodbye George A Romero. We laughed through 50 years and 9 films. I will miss him. There is a light that has gone out and can't be replaced."

                              Tom Savini

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                                über Elle

                                https://www.youtube.com/watch?v=8Ky02Lt0vqg

                                Als ich dir vergeben wollte
                                Gab sich auf dein Körper
                                Kein Abschied
                                Nur die bittere Vergangenheit

                                Verhoeven zelebriert die "Home Invasion", dringt ganz tief in die Privatsphäre vor und hinterlässt einen Scherbenhaufen innerer Dämonen.
                                Vom klassischen Krimi, bis hin zum verruchten Thriller,die prickelnde Lust, gefangen in der heißen Wollust nach Zärtlichkeit und inniger Liebe.
                                Schattenspiele im Schlafzimmer, unterdrückte Phantasie bis zum kranken Spiel Unterdrückung bzw. Unterwerfung.
                                "Elle" ist die eitrige Entzündung welche unnnachgiebig pocht, tief im Herzen, die Schlagader der Eifersucht.
                                Obsession, der Sex als Stilmittel zur Perversion einer Gesellschaft.
                                Inmitten derer sich eine Gewaltphantasie langsam zum realen Schrecken entwickelt.
                                Der schmale Grat zwischen Pressefreiheit und Verleugnung, wenn die Geschichten der Familie schaden.
                                Die Leichen unserer Liebsten, der brennende Egoismus in uns selbst.
                                "Elle" lenkt geschickt den hässlichen Blick auf andere, dieses eklige Gefühl der Selbstzufriedenheit.
                                Die kleine schmale Welt als Horiziont, gebrandmarkt im inneren Kreislauf der eigenen Selbstaufgabe.
                                Wenn wir zweifeln, versagen, kritisiert werden oder gar verletzt.
                                Über allem schwebt die Sexualität, unsere Befriedigung die sich langsam qualvoll aufstaut und in friedlich vereinter Fleischlichkeit explodiert.
                                Viel zu selten wird die Masturbation der Frau angesprochen, meist geht es nur um die Männer und ihre Playboy Wichsvorlage.
                                Verhoeven macht daraus eine stalkerische Verführung, inklusive Fernglasblick nach dem Objekt der Begierde.
                                Die Abkehr von normaler Rollenverteilung, die widersprüchliche Verhaltensweise im Angesicht der Schändung.
                                Die absolute Kälte als Mensch, das Trauma der paranoiden Wirklichkeit.
                                Wenn der Hass jegliches Gefühl einfach zerbersten lässt, wenn die unerfüllte Sehnsucht zur Krankheit wächst.
                                Kindheit verbrannt in den Trümmern der Familie, niemals war die Prägung stärker als im Elternhaus.
                                Wir sind krank und die Medizin ist infizierter Wahnsinn.

                                Verhoeven der Meister hat mal wieder seinen Zeitgeist bewiesen und seine Handschrift der Provokation.

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                                  Deathpool 11.07.2017, 23:50 Geändert 12.07.2017, 08:41

                                  Wenn Tom Cruise und Annabelle Wallis aussehen als hätten sie gerade einen Orgasmus vorgetäuscht und der Bildschirm im CGI Effektgewitter untergeht, ja dann weiß man das Popcorn hat sich mal wieder gelohnt.
                                  Denn das Make Up scheint die wahren Emotionen klassisch zu verdecken, schließllich sind die Darsteller nur Statisten wenn igrendwo die Scheiße explodiert.
                                  Man könnte damit eine ganze Reality Show füllen und zeigen wie Schauspiel im Einklang mit der Neuzeit einfach erbärmlich lächerlich wirkt.
                                  Es ist gerade deshalb schade weil "Die Mumie" in ihren besten Momenten quasi die Quintessenz der Totenbeschwörung ist.
                                  Die Opfer ausgelaugt für neues Leben während das blutige Fleisch langsam zur Genesung Knochen und Sehne zusammenfügt.
                                  Die kurze Leichenschändung mit Untoten die blind der Befehlsgewalt einer Nekropole folgen.
                                  Götter und Unsterblichkeit sowie der Gedanke nach dem Tod, mit einer Story vernetzt welche Schema Hirntot Kino bestens bedient.
                                  Klassisches Abenteuer zum abgewöhnen, das Dark Universe zeigt nur kurz die Möglichkeiten von Qualität.
                                  In seinen düsteren Bildern, der Totengott verfault seine Jünger und schenkt Sterblichkeit an ihre Liebsten.

                                  Bis Tom und Annabelle wieder stylisch aufgehübscht vor einer imaginären Bedrohung fliehen und dabei aussehen als hätten sie gerade den Anfängerkurs Schauspiel abgeschlossen.

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                                    Deathpool 10.07.2017, 00:13 Geändert 30.07.2017, 00:11

                                    https://www.youtube.com/watch?v=GiXCote6N6s

                                    Der Vampir Killer, abgehetzt, müde auf den Knochen, vernarbt durch blutige Kämpfe gegen das uralte Böse.
                                    Ein Humpen für die dürstige Kehle welche verschrien im Dunkel der Nacht ihr Dasein fristet.
                                    Die Tage gezählt als Reisender ohne Heimat und stolzer Angehöriger der Familie Belmont.
                                    Als der Blutmond die Kirche der wahren Dämonen verdeckt und unschuldige Seelen im Feuer des Scheiterhaufens ihr Schicksal fanden.
                                    Ausgelöscht durch dunkle Inquisition im Zeichen Gottes, in goldverzierten Tempeln sitzend, gebaut durch Sklaverei die in Armut versinkt.
                                    Die Heerscharen der Dunkelheit lechzen nach Fleisch und ergötzen sich an den Knochen der menschlichen Rasse.
                                    Wenn ihr Fürst ruft, ziehen sie mordend über das heilige geweihte Land, die Unschuldigen werden sterben durch die Fehler der Mächtigen.
                                    Denn niemand wollte aufstehen als die Schreie der ihren durch die Nacht hallten, in den steinigen Fassaden verstummten und schließlich als Asche in verbrannten Trümmern endeten.
                                    Die Priester narben sich an der Wollust Reichtum, die Verdammten sterben unter schwarzer Magie welche ihnen zur Last gelegt.
                                    Der Fortschritt bedeutet Tod und wird immer seine Opfer fordern.
                                    In den leeren Kästen heiliger Institutionen wird niemals ein Gott erscheinen aber das Böse wird dankbar die Hand der Gläubigen streicheln.
                                    Gerufen durch gesegneten Massenmord treiben sie ihr Unwesen, fressen Säuglinge, töten Ehemänner, zerfleischen das Leben.

                                    "Castlevania" stöbert tief in den dunklen alten Zeiten und beschwört düstere Bilder aus der NES Generation.
                                    Ein Klassiker bekommt neues Leben eingehaucht und bietet noch viel Potenzial nach oben.
                                    Sind es doch die Charaktere und die Geschichte dahinter welche sich noch beweisen muss.
                                    4 Folgen für Fans, 4 Folgen als Kreuzzug gegen das Böse, ganz nah an der Vorlage.

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                                      Deathpool 02.07.2017, 00:00 Geändert 02.07.2017, 21:05

                                      https://www.youtube.com/watch?v=4F0LKs4sYFo

                                      Die Super Amazonenprinzessin von der Trauminsel, wo gerne jeder Mann mal in See stechen würde nur um dort einsam zu stranden.
                                      Da schwebt so der klassische Männertraum in der karibischen Sommernacht vorbei und Wonder(bra) Woman darf endlich ihre Geschichte erzählen.
                                      Zugegeben eine recht geradlinige mit dem starken Beigeschmack Liebe unter der Fahne dunkler Kapitel menschlicher Geschichte.

                                      "Ich verspreche Ihnen, dieser Krieg wird der letzte sein"
                                      In den Gräben die Angst, verbrannte Erde, Propagandamaschinerie und schwere Aufrüstung in der Waffenindustrie.
                                      Man sammelt sich für einen grausamen Krieg, die Front getränkt durch chemische Massenvernichtung. Es gab kein vor oder zurück, das Feuer der Artillerie zermürbte jeden kampfwilligen Geist.
                                      Hungerstod, Seuchen und Krankheiten wenn die Ratten an den Toten nagten, keine heroische Tat würde jemals diesen Alptraum beenden.

                                      Patty Jenkins zwängt ihre Superheldin in ein Korsett der beliebigen Standardware mit der Zuckerguss Formel "Kino der Neuzeit" in Reinkultur.
                                      Es gibt keine sonderlichen Höhepunkte oder gar revolutionäre Storyergüsse.
                                      Die gleichen Gags, die gleichen Stereotypen, die gleiche alte Geschichte vom Guten gegen das Böse.
                                      Durchaus getränkt mit Dialogen strebend nach Frieden und dem Stellenwert Nächstenliebe.
                                      Ein Schlag gegen gesichtslose Befehlsgewalt sowie feigen Anschlägen unter der Flagge des Krieges.
                                      Kurze Gesellschaftskritik trifft auf bombastisches Feuerwerk und traut sich nie wirklich empfindlich anzugreifen.
                                      Scheinbar hat die Kombination Regisseurin und weibliche Hauptrolle bei einigen den Verstand zu sehr benetzt.
                                      Wenn man bedenkt was da hineininterpretiert wurde oder sogar vielseitig gelobt, wird "Wonder Woman" diesen Verheißungen leider keinesfalls gerecht.

                                      Dennoch eine ordentliche Comicverfilmung mit einer Heldin die stolz Schwert und Schild erhebt um der Gerechtigkeit genüge zu tun.
                                      In den besten Momenten zweifelt "Wonder Woman" an den Menschen.
                                      Das Sinnbild vom Krieg im Herzen der Menschheit, diese Frau predigt Liebe und bleibt genau deshalb so verletzlich wie auch stark.

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                                        über Okja

                                        Es ist die innige und fürsorgliche Liebe zum Lebewesen im Zeitalter der Werbung und globaler Ernährung.
                                        "Okja" füttert den Zuschauer mit einer bitteren Tatsache, die Industrie bist Du.
                                        Der fleischige Wahn an der Theke des Vertrauens und das Vergnügen Tiere in Gefangenschaft zu beobachten.
                                        Symbolisiert durch scheinheilige Massenvernetzung im digitalen Nirvana der Hirnverbrennung.
                                        Überall werden wir von Werbung verfolgt, bezahlt, ausspioniert oder gar belästigt.
                                        Ungefragt schaltet sie sich ein und wird für ertragreiche Beträge wieder verkauft.
                                        Wer glaubt er sei dagegen immun ist ein Idiot, die Verführung ist nicht das eigentliche Ziel, denn gekauft wird immer.
                                        Es ist das perfide System dahinter welches gezielt die Ausgaben verrichtet um eben den Kreislauf Geld am Leben zu erhalten.
                                        In "Okja" ist es eben das Tier als Maskottchen zum Henker geführt während der Mensch sich als rosa Schwein verkleidet der Gesellschaft beugt.
                                        Schließlich unterstützt durch willige Investoren und Marketing Abteilungen die ganze Herrscharen verfügbarer Mittel real werden lassen.
                                        Symphatische Figuren werden erfunden, der Natur entnommen oder einfach eingekauft auf dem Markt der Promis.
                                        Es ist aber nicht nur die Scheinheiligkeit der Konzerne sondern eben auch unser Verbrauch.
                                        Über die Jahre erziehen wir unsere Kinder zur Big Mac Ära und lachen über Gemüse Fetischisten.
                                        Skandale werden aufgebauscht aber durch den Hunger gestillt und vergessen.

                                        Wenn Mija mit ihrem Okja durch die üppige Landschaft zieht verweilt kurz der Frieden.
                                        Bis zu den düsteren Bildern im Spiegelbild einer Generation, wo Fleisch einfach nur Arbeit bedeutet. Wo der Mensch auswählen kann, denn der Überfluss wird nur eingegrenzt durch Armut damit die Industrie weiter existieren kann.

                                        "Okja" ist quasi das riesige Buffet als Antwort auf den Hunger der Welt, niemand muss mehr verhungern denn wir haben jetzt Riesenschweine die im Ökosystem gedeihen.
                                        Wie im echten Leben wo mit Bio, fettarmen oder gar besonders entwickelten Lebensmitteln auf die bewusste Ernährung umgestellt wird.
                                        Marketing Deluxe wenn man endlich mal gesund essen kann, die Werbung verrichtet auch hier beste Ergebnisse.
                                        Der Rest ab in die Tonne.

                                        "Okja" ist ein sentimentaler überspitzter Witz der irgendwann in der Speisenröhre einfach hängen bleibt.

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                                          Deathpool 28.06.2017, 13:36 Geändert 28.06.2017, 19:24

                                          https://www.youtube.com/watch?v=zaEeRkorNsI

                                          Dein fahles Antlitz im kalten Licht der erdrückenden Bürokomplexe.
                                          Wie viele Stunden hast du gearbeitet und wie viel davon gelebt?
                                          Spürst du dieses leichte Stechen in der Brust, den kalten Schweiß auf der Stirn?
                                          Ein Schluck Wasser zur Genesung, für den gemarterten Körper der täglich seine Überstunden in den koronaren Verzweigungen ablegt.
                                          Für die elitäre Gesellschaft, damit man den Champagner köpfen kann, am besten unterdrückt man Armut mit Betäubung.
                                          Spür noch einmal den letzten Schlag im Uhrwerk Mensch, die Geiselung an materielle Werte, im System der kapitalistischen Götter.
                                          Blass fällt das Fleisch von den Knochen, es nagt an deinem Leben und du gibst dich ganz dem Glanz des Zerfalls hin.
                                          Verstopfte Arterie, sie beendet was du angefangen hast.
                                          Alleine Sterben für Vorgesetzte ohne ersichtliche Kompetenz, für die Geschwüre einer Gesellschaft, für die emotionslose Masse die einfach weitergeht.
                                          Es endet als schwarzer Schleier der dich umhüllt für das Blutgerüst der Autorität.

                                          "A Cure for Wellness" der stimmig paranoide Alptraum im Wohlfühlmodus Sanatorium.
                                          Die Geräuschkulisse flüstert leise Schauermärchen in die beengten sterilen Räume einer ausgedürrten Belegschaft.
                                          Klassischer Grusel inmitten der Kulisse Schweizer Alpen, verschrobenes Personal bittet zur Genesung.
                                          "A Cure for Wellness" bietet ein absolut verstörendes Szenenbild, welches ganz gezielt an alte Meisterwerke anknüpft bzw. wohlig schaurige Erinnerungen weckt.
                                          Der Horror im Horror verpackt als Martyrium welches wehmütig die Sterblichkeit versüßt.
                                          Dieser ruhige Stil ohne Effekthascherei oder gar verschenkten Jump Scares wuchert tief in den Eingeweiden vom Genre.

                                          "A Cure for Wellness" die Entspannung von überflüssger Standardware, scheint nur irgendwie nicht anzukommen.

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                                            https://www.youtube.com/watch?v=sZLTMC-BMCI

                                            Die Full Metal Bitch macht Tom Cruise ganz hart im Schritt und für sie läuft er in den Tod.
                                            Er wird überrollt, stirbt qualvoll am Seuchenblut und überschätzt seine Qualität als Romantiker.
                                            Der Engel von Verdun wird keine Gnade zeigen und Tom ständig das Gehirn durch die Schädeldecke pusten.
                                            Emily Blunt als heiße Schnitte mit nem riesigen Schwert der Vergeltung, sie schnetzelt alles nieder.
                                            Ihr Gesicht der Perfektion ziert stolz die Truppenbewegung, für einen Krieg der am Strand der Normandie heftig seinen bitteren Ausklang findet.
                                            Die Menschheit wird ausgelöscht obwohl der Krieg schon fast gewonnen wurde.
                                            Unzählige Transporter verglühen im Speerfeuer des Feindes und segeln vom Feuer geschürt gen Boden.
                                            Ganze Massen sterben wenn die Brut aus dem Boden bricht, extrem schnell vernichten sie die Rasse Mensch.

                                            Dieser Kampf ist verloren und nur Tom weiß wie man ihn aufhalten kann.
                                            Denn er weiß wie man sich als Murmeltier der Zeit fühlt.
                                            Geschmackvoll rollt er sich unter Räder, bricht sich das Rückrat und rettet Kameraden um selbst zerquetscht zu werden.
                                            Ein echter Gentleman eben, da kann sich manch protzige Eiweißtüte gerne ne Scheibe von abschneiden.
                                            Tom weiß eben zu unterhalten, genau wie Doug Liman das richtige Gespür für den Tod hat.
                                            Effektvoll kracht die Crew in den Boden, die Schlacht tobt unbarmherzig und der Feind kontrolliert alles.
                                            Kurze Romantik Schüsse ins Herz bevor man elendig krepiert und zuckend seine Traumfrau spürt.

                                            Science-Fiction in Reinkultur welche unglaublich charmant den Stoff aufbereitet und fanatisch alles ausräuchert.

                                            "Edge of Tomorrow" feiert sich selbst und das Genre.

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                                              Deathpool 18.06.2017, 00:30 Geändert 18.06.2017, 00:33

                                              Battle Royal für Call Center Agents die im "seriösen" Unternehmen Scheiße verkaufen und unterbezahlt vor dem Chef niederknien.
                                              Die kapitalistische Made gefangen im System und ausgebeutet für Geld welches niemals auf dem eigenen Konto landen wird.
                                              Die Bürokratie der Scheinheiligkeit, der Massenmord im Herdentum schöner Ideale.
                                              "Das Belko Experiment" ist pures Genre Kino in der Blutlache einer ausgeweideten Story.
                                              Klischee Charaktere im Zwiespalt mit der Feueraxt, da wird hemmungslos rumgerotzt bis die sterilen Wände blutverseucht wegschimmeln.
                                              Dahinter der perfide Witz Experiment als Glockenschlag zum bereitwilligen Töten.
                                              Wenn kleine Bürofotzen sich schlachten und der eigentliche Twist einfach im Nirgendwo verpufft.
                                              "Cube" war ein starker Beitrag, "Battle Royal" die Zerstörung Generation, "Das Belko Experiment" ist leider nur der Tropfen auf kalte erstarrte Leichen.

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                                                https://www.youtube.com/watch?v=gWhaBH0d7zY

                                                Ein verschwitzter Road Trip der im Staub der Straße tiefste Sehnsucht atmet.
                                                Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, geführt durch den milden Sommerwind der dich in den Schlaf treibt.
                                                Die Trunkenheit im heißen Klima, wenn das kühle Bier deine Kehle runterrinnt und die Sonne im letzten Duell am Horizont verschwindet.
                                                "Hell or High Water" ist zugleich Hommage wie auch Untergang, denn das eigentliche Duell wird niemals ausgetragen.
                                                Der Ruhestand nagt an den Seelen die sich leichtgläubig und voller Habgier an anderen bereichern.
                                                Mit der Waffe wird genommen was den Armen gehört, die Reichen bezahlt mit dem Geld aus ihren Taschen.
                                                Geboren in Armut, treibt dich die Verzweiflung und das Überleben in den Wahnsinn Mord.
                                                Im öligen Glanz einer ganzen Generation die erst unterdrückt als Sklaven gehalten.
                                                Die sich später selbst beraubt und letzlich die nachfolgende Generation aussaugt.
                                                Die bittere Lüge am Kunden der Bank, durch Werbung und die Allmacht Geld gelockt.Das Versprechen nach Reichtum schluckt unzählige Opfer.

                                                Unglaublich staubig in den verlorenen Städten einer Großmacht.
                                                Die Waffe als Gift für den Körper, der Schock wenn du verblutest, die Sekunden im Angesicht des Todes.
                                                Die Bäume wiegen friedlich in der Abendluft, du trinkst dein Bier, denkst nach über dein Leben.
                                                Als deine Familie wichtiger wurde als alles was du jemals geliebt.

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                                                  Deathpool 03.06.2017, 00:08 Geändert 03.06.2017, 00:53
                                                  über Life

                                                  "Life" ist purer Science Fiction Horror der gekonnt die Stille des Weltalls und den vermeintlichen Frieden darin einfängt.
                                                  Neben klaustrophobischer Fahrstuhl Panik und grenzenloser Leichtigkeit bahnt sich die Natur einen Weg um Sauerstoff zu schmecken.
                                                  Für Hobby Nörgler die gerne auf (vermeintliche)Filmfehler mastubieren ein gefundenes Fressen.
                                                  Da geben sich auch die Genre Nullnummern gerne die Ehre um letzlich angeekelt der Liebsten auf den Schoß zu kotzen.
                                                  Diese vor Männlichkeit strotzende glattrasierte Popcorn verschlingende Fleischware der Güteklasse "Hirnschimmel"
                                                  Oh fuck ich dachte jenes wäre ne Romanze, wo ist der Schweiger wenn man ihn braucht.
                                                  Im Vulvakrieg ist jedes Mittel recht wenn man sein Sperma unbedingt mal wieder nicht in die Hände reiben will.
                                                  Wahrscheinlich ist das Genre "Pornhub" besser bekannt.

                                                  Edit: Ähnlich wie bei "Passengers" absolut grausig musikalischer Ausklang.
                                                  Für "Ich schlürfe meine Spucke aus der Cola Abspann Sitzer" ein wahres
                                                  Fest der Sinne. Man fühlt sich als hätte man gerade den Saal gewechselt.
                                                  Teleportation confirmed

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                                                    Deathpool 28.05.2017, 00:02 Geändert 28.05.2017, 00:05

                                                    https://www.youtube.com/watch?v=PK72spOjW1o

                                                    Feines Tribut im spielfreudigen Metalgewand, von der (alten) Leidenschaft Metallica bis zum Thrash Massaker Slayer und der düsteren Liebe nach echter Handwerkskunst.
                                                    Da wo die Farbe noch innige Liebe erfährt und tief schwarze Cover den reichlich bedeckten Tisch von Opa verzieren.
                                                    Da schwelgt die Nostalgie zu höllischen Ausgeburten die auf dem Stuhl der Selbstgerechten göttliche Verbrennung erfahren, als Schalter umgelegt geführt durch menschliche Hand.
                                                    All die verblassten T- Shirts, schweißdurchtränkt in der Hitze einer Sommernacht als die Bühne dein Leben war.
                                                    Wenn "Devil's Candy" seinen Score mit brachialen Metalklängen vermischt ebnet er den wahren Horror und zeigt abscheulich melancholische Bilder.
                                                    Es war schon immer ein besonderes Erlebnis die Metalcover der Lieblingsplatten zu betrachten. Dieses Gefühl wenn das knarzende Geräusch der Schallplatte mit dem Cover zu einem ganzen verschmilzt.Wenn Texte, Symbolik, Farbe und Gedanken im bekiffften Blutrausch deine Synapsen vergewaltigen.
                                                    "Devil's Candy " verbindet gezielt alte Klischees aus der Szene während das ultimative Böse in Form von verbrannten Fleisch seinen Weg zu Asche formt.
                                                    Der unsichtbare Gott im Herzen der Menschen welcher Mord und Totschlag bringt, die Geisel der Menschheit will niemals sterben.
                                                    Der berühmte Satansgruß wird Wirklichkeit, nistet sich in von Gier verschlungene Herzen und frisst die Unschuld im Dunkel der Nacht.
                                                    Zerstückelt als Ausrede für die Krankheit einer Gesellschaft unter dem Deckmantel satanischer Übernahme und dämonischer Urkraft die alles verschlingt.

                                                    "Devil's Candy" wischt subtil den Boden mit fanatischen Fanritualen und atmet einfach nur die Musik.
                                                    Zerstörung von Gott und den Menschen, die Fabelfigur des Bösen ist nur ein Märchen.
                                                    Dunkelheit im Herzen vergräbt Kinderleichen, wilder Moshpit fegt über den Friedhof der Verbrannten und Stummen.

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