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Jediismus findet immer mehr religiöse Anhänger

Mattes Teschabai (Mattes Teschabai-Oglu), Veröffentlicht am 20.12.2011, 18:00

In Tschechien haben sich jüngst über 15.000 Leute offiziell zum Jediismus bekannt, als es im Rahmen einer Volksbefragung, um die Religionsangabe ging. Zuvor hatten in Großbritannien und Australien schon zahlreiche Jedi-Gläubige die Vorlage geleistet.

Die Jedis sind auf dem Vormarsch Die Jedis sind auf dem Vormarsch © Lucasfilm

Wenn das Ganze nicht zu einem zweiten von George Lucas aufgezogenen Scientology-Projekt ausartet, hört sich der Eroberungszug der Jedi-Ritter eigentlich ganz nett an. In Großbritannien hatten 2001 so viele Menschen Jediismus als Glauben angegeben, dass der cineastische Mischglaube sogar das numerische Kürzel 896 erhielt. In Australien folgten 70.000 dem britischen Vorbild. Die Statistiker, die die Volksbefragung auswerteten, waren überrascht. Jetzt geht die Missionierung auf das europäische Festland über: Tschechien zählt laut Spiegel Online nach einer nationalen Volksbefragung 15.070 Jediisten.

Natürlich ist schwer zu sagen, wer wirklich überzeugt ist, dass Jediismus seine Religion ist. Chris Brennan, der Chef von der australischen Star Wars-Gesellschaft Star Walk Inc. vermutete in Australien größtenteils Falschangaben. Fans gönnen sich einen herzigen Spaß und geben Jediismus als ihre Religion an. Protestler wollen die Regierung ärgern und die Statistiken verfälschen. Doch einige Überzeugte sind sicherlich dabei. Der friedliche Mix aus Buddhismus, Taoismus, Shintoismus und christlichen Werten liest sich wie eine zeitgemäß weltverbessernde Lebensführung. Die Jediisten scheinen wie postmodern-spirituelle Weisheitsdiebe, die sich aus vielen Religionen, das effektive Glücks- und Friedenspotential herausziehen und so die frohe Botschaft in alle Welt hinausposaunen.

Der Schritt, wirklich an die Macht zu glauben, scheint auf den ersten Moment absurd. Absurd ist es aber im Grunde nur, diese Jahrtausende-alten Konzepte mit Star Wars-Vokabeln zu benennen. Licht, Dunkel, Machtfluss, Energie, übernatürliche Fähigkeiten, Menschenkenntnis und -deutung – alles, was Star Wars so wunderbar spirituell macht, können wir in unzähligen Reclam-Bänden zu Taoismus oder Buddhismus nachlesen. Der Rest ist Lichtschwert-Romantik. Warum also etwas neu benennen, was es schon ziemlich lange gibt? Die Jediisten meinen, dass das Beste aus vielen religiösen Richtungen in den Star Wars Filmen am eindrücklichsten präsentiert wird. Wie dem auch sei: Das Glaubensbekenntnis der Jediisten klingt freundlich, ungefährlich und natürlich unendlich weise. So soll es sein. Doch am Ende des Tages stammen die Jedis aus einem erfolgreichen Science-Fiction-Film und irgendwie sind für die Meisten dann doch Mark Hamill und Alec Guinness die einzig wahren Jedi-Helden.


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Kommentare

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Mike_Neville

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Man muss dabei bedenken das sich George Lucas den Jediismus nicht ausgedacht hat sondern nur eine repräsentative Mischung aus Religionen und Glaubensrichtugnen ist die es schon seit Jahrtausenden gibt. Ich bin schon lange Jedi. Auch bei Facebook :)

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>MARVEL<

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<- JEDI!

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White_Tip

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praktizierender Nudist.

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Tytus

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Interessanter wäre wie viele Pastafarianismus angegeben haben :D

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IzzO

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Rastafari!!^^

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HulktopF

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jaaa und am ende gibbet noch das helle testament ud das dunkle, lol

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Jerem1ah

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Eure Exzellenz, ich beobachte das Treiben der Erdlinge mit Sorge, ich denke es wird Zeit ihnen zu zeigen, dass die Sith die einzig wahren Herrscher der Galaxis sind. Ich werde meinen Schüler losschicken, er soll an den Jedianhängern ein Exempel statuieren. Hochachtungsvoll Lord Jeremiah

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Michi Ebner

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Ob meine Götter nun aus dem Star Wars Universum oder der Bibel stammen - (Science)-Fiction sind sie so oder so.
Und Jediismus hat wohl auch noch keinen Anlass für Gewalttaten geliefert, also ist er anderen Religionen sicher vorzuziehen ;)

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Titaneus

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Die Tatsache, dass es wirklich eine Jedi Macht gibt ist genauso vielversprechend, wie der Glaube an die Existenz eines Gottes, dessen Sohn oder die Wahrheit hinter den Ergüssen eines Macho-Propheten. Daher kann man mit irgend einem exotischen Glauben gar nicht mehr übertreiben, als mit jenem, tausende von Jahren alten Unfug, der heute aus bequemen Gründen als konform gilt.

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L-viz

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Na, du gibst ja schnell auf.
Ich meinte nicht, dass die Bibel manipuliert wurde. Nur mal als Beispiel die Hexenverfolgung, die wird wörtlich legitimiert: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." (2. Mose, 22,17)
Was die vorzüglichen Lehren Jesu angeht, die sind bei näherer Betrachtung auch nicht so menschenrechtskonform. Er droht jedem mit Höllenqualen, der sich ihm nicht bedingungslos unterwirft.
Zum letzten Punkt: Wer etwas behauptet, ist in der Beweispflicht, nicht umgekehrt. Was ohne Beweis behauptet wird, kann auch ohne Gegenbeweis abgelehnt werden. Wenn ich behaupte, dass du mir 100 € schuldest, reicht es auch nicht zu sagen, beweis du mir, dass es nicht stimmt.


Titaneus

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Genau diese pseudo-Transparenz ist es, die man gerne dem Unfug beistellen darf. Wenn man keine Argumente hat, die man ohnehin aufgrund von hoffen oder glauben, nie wirklich hatte, reißt man aus und kommt mit der üblichen Beweis-Forderung (immerhin, damals schlug man einfach Köpfe ab).
Der Beweis für die nicht Existenz Gottes ist die Religion in ihrer relativen Notwendigkeit selber, das zu begreifen müsste man sich aber über den gewohnten religiösen Stillstand hinweg setzten, da jedoch der Blick auf neue Gefilde meist das Ende der Einschränkung ist, steht eben die Angst davor, die Angst vor einem leeren Platz, den man als konditionierter Christ zB. nur schwer neu besetzten kann, dabei muss man es gar nicht.
Freilich sind einige Grundsätze oder Moralvorstellungen so gesehen nicht verwerflich. Der Grund ist aber nicht die reine Menschlichkeit oder Selbstverständlichkeit, es ist etwas niedergeschriebenes, was getan werden soll/muss und im Kern mit dem Vermerk "oder sonst" von höchster stelle! Als Atheist oder sagen wir einfach als Mensch, brauche ich keinen "Führer" oder dessen Propheten, die mir sagen: jenes ist moralisch in Ordnung, das andere nicht, weil: Gott, und wenn nicht dann: Schmerzen.
Religion könnte eine freie Philosophie sein, ein Denkanstoß, dazu müsste man aber erst die Motive Angst, Missionierung und Kontrolle subtrahieren und das absolutistische System lösen. Als ganzes, bisheriges Kontrollsystem, Leitfaden bzw. Fertigrezept betrachtet, kann ich nur bei "Unfug" bleiben, was nicht bedeutet, das ich es nicht toleriere.


ProjectChaos

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Glaube auch schon lange an die Mediclorianer in mir.

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tobi12000

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kein wunder welche religion hat schon sowas cooles, wie lichtschwerter und machtblitze:)

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HulktopF

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made my day xD


Teknik

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Ich konvertiere morgen! Die Macht sei mit euch!

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Dox

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In Australien ist auch der Geschlechtsverkehr mit Kängurus erlaubt, sofern man betrunken ist...
Aber das mit dem Jediismus nimmt wirklich seltsame Züge an. In Neuseeland gilt es auch schon offiziell als Religion.

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marty-f

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Man darf alles, nur nicht übertreiben

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Canis Majoris

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Da bleibe ich doch lieber beim guten alten Atheismus...

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Mr.Film

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So. Auf Facebook erstmal von "Atheist" auf "Jediismus" gewechselt.

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phoenix409

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Done.


Roach

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Sowas wie die Macht, nämlich das Chin, gibt es irgendwo im fernen Osten ja auch schon. Hat der Lucas sich alles von denen abgeguckt.

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