Amadeus

Amadeus (1984), US Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Musikfilm, Kinostart 26.10.1984

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7.8
Kritiker
46 Bewertungen
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7.2
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5787 Bewertungen
50 Kommentare
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von Milos Forman, mit F. Murray Abraham und Christine Ebersole

Am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. wird man schon früh auf das Wunderking Mozart aufmerksam. Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt: Dem verhärmten Hofkomponisten Salieri ist das lebensfrohe Genie ein unerträglicher Dorn im Auge. Und während Mozart zur musikalischen Sensation des Jahrhunderts aufsteigt, reift in seinem verbitterten Konkurrenten ein mörderischer Plan.

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Kritiken (2) — Film: Amadeus

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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10.0Herausragend

Ein triumphales Meisterwerk in beinahe allen Aspekten der Filmkunst, ist es schlussendlich die pure Leidenschaft für sein Subjekt, die "Amadeus" zu einem unvergesslichen Erlebnis macht: Von Beginn an in der überwältigenden Ausdruckskraft von Mozarts Werk badend, ist dies wahrlich die ultimative Verbeugung vor dem wundervollen Zauber großartiger, ja wirklich göttlicher Musik. Eine Ehrerbietung, die sich in ihrer schieren Begeisterung so überschwänglich auf den Zuschauer überträgt, dass man selbst als der Klassik eher abgeneigter Musikfreund ein unkontrollierbares Verlangen nach Opern, Symphonien und Suiten verspürt. Gerechter kann man dem überragenden Komponisten der Musikgeschichte nicht werden.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.0Ausgezeichnet

"Come on now, be honest! You´d rather listen to your hairdresser than Hercules, Horatius or Orpheus. People so lofty, they sound as if they shit marble."

Gar keine Frage, Forman ist zu keinem Zeitpunkt etwas an einer historisch einwandfreien Biographie des österreichischen Wunderknaben gelegen; vielmehr inszeniert er ihn als den ersten Punkrocker der Musikgeschichte: Sein Mozart ist albern, vergnügungssüchtig und rebellisch - eine gewagte Interpretation, die sich ein anderes österreichisches Wunderkind - FALCO - zwei Jahre später in seiner Amadeus-Hommage zu Eigen machte.
Man muss diesen Ansatz in seiner Radikalität sicherlich nicht teilen, zumal er historisch gesehen so nicht haltbar ist; gleichwohl kann ein Musiker, der mit vollstem Einsatz so etwas visionäres wie "Die Zauberflöte" auf die Beine stellt, kein angepasster Möchtegern-Komponist gewesen sein.

Aber zurück zum Film -
Es gibt so Vieles was an "Amadeus" bemerkenswert ist:…


Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

gilberto da pienso

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Ein Film für alle Zeiten - in Sinn und Form. Betörend!


Musikpoet

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Super Kommentar... es geht für mich auch um die Qualen die ein Musiker Komponist erleidet , der Kampf im inneren immer sein bestes geben zu wollen.



Kommentare (47) — Film: Amadeus


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movie.max

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Bewertung9.5Herausragend

Film im Film war gestern - Oper in der Oper ist aktuell! Und 'Amadeus' ist eine Oper. Überzeichnet, laut und opulent.
Ein weiterer Beweis dafür, dass ein Fremdkörper, gesetzt in eine kranke Gesellschaft, stets ein gutes Fundament bildet. Nur ist 'Amadeus' nicht gut. Es ist ein Meisterwerk.

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Hartmut Wastian

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Bewertung6.0Ganz gut

An sich ein guter Film, allerdings nervt die Darstellung Mozarts als dummer, vulgärer Proll im Laufe des Films immer mehr. Zwar sind seine teils infantilen Witze und Gedichte historisch verbürgt, er war insgesamt aber doch "aus gutem Hause" und sicherlich nicht derart einfältig, albern und narzisstisch... so oder so, aus meiner Sicht eine Fehlbesetzung Mozarts und an dieser Denunzierung seiner Hauptfigur leidet der gesamte Film.

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Begbie

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seh ich auch so..


DerRobag

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Vollkommen richtig! Hinzu kommt die Darstellung Salieri's als griesgramiger, untalentierter Neider. Eine stereotypische Figur geschaffen für die sensationsbegierige Masse.


NWO@Movie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film hat seine 8 Oscars* verdient. Ich bin ein absoluter Mozart Fan und dieser Film ist ein wahrer Genuss. Da kann man schöne Ratespiele machen. "Welches Stück ist das?"

Als Kind konnte ich ihn nicht vertragen. Wahrscheinlich weil Vokabular nicht gut entwickelt war.

*Bester Film, Hauptdarsteller, Ausstattung, Musik, Kostüme, Musik, Ton, Drehbuch.

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lachender_Mann

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Bewertung9.5Herausragend

Eine Ode an die Musik!
Die Leidenschaft die hier für eine der schönsten Künste, die Musik, von Regisseur und Darstellern eingebracht wurde packt einen regelrecht und verfrachtet einen in eine wunderschöne Mutation aus Lichtspielhaus und Oper.
Auch wenn ich vielleicht in Überschwang ausarte: Dieser Film ist nicht nur eine (ausgeschmückte) Huldigung für Mozarts Lebenswerk, sondern ein demütiger Kniefall vor der Musik an sich. Grazie Senóre!

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Nico Gecko

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bei der Sichtung des Filmes habe ich mich wie Antonio Salieri gefühlt, als er erstmals die Töne des noch jungen Mozarts hörte.
Wunderbare Kostüme gehen hier mit atemberaubender Musik eine harmonische Symbiose ein.
Dieses Werk hat mich wiedererwartend in seinen Bann gezogen.
Daumen hoch

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Murray

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Bewertung9.0Herausragend

Opulente Kostüme und Kulissen, das wunderschöne Spiel von Licht und Farbe, die Musik des Meisterkomponisten, Mozart mit Rockstar-Attitüde sowie die grandiose Leistung Abrahams und Hulces machen "Amadeus" zu einem geradezu ausuferndem Meisterwerk, einem audiovisuellem Hochgenuss wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe. Vor allem die Szenen in denen Salieri das Talent Mozarts erkennt und davon schwärmt sorgen aufgrund ihrer Inszenierung für pure Gänsehaut.

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Verlah

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Bewertung9.5Herausragend

Die Mozart-Thematik einmal anders. Das perfide Intrigenspiel bei Hofe, die Kostüme, die spannende Handlung und natürlich der über Jahre andauernde Konkurrenzkampf zwischen Mozart und Salieri mitsamt deren persönlichen Problemen (familiäre Konflikte, Geldnöte, Eifersucht und unerfüllte Liebe) sind ein Vergnügen für die Zuseher. Immer wieder sehenswert.

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musichris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein bemerkenswerter Musikfilm, der leider viele Menschen aufgrund der filmisch-dramaturgischen Darstellung in dem Glauben gelassen hat, Salieri wäre Mozarts Rivale und sogar sein Mörder gewesen. Dass Salieri selbst ein hervorragender Komponist und bedeutender Musikpädagoge war, ist nachträgliche Vermittlungssache! Dennoch wird man von Formans fulminantem, romantischem Geniebild des legendären Amadé (Mozart bevorzugte die französische Schreibweise seines Beinamen) regelrecht in den Bann gezogen. Die Punkte also lediglich für den Film (und Mozarts Musik), nicht für die musikhistorische Darstellung ;-).

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Agent Smith93

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Ich weiß nicht warum, aber mir gefällt deine Denkweise über die Musik. Ich bin auch ein riesengroßer Fan der klassischen Musik, und höre diese schon seit der ersten Klasse.


Agent Smith93

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich zähle zu den wenigen Menschen, die auch Heutzutage noch Klassische Musik über alles lieben. Nach Johann Sebastian Bach ist Wolfgang Amadeus Mozart der wohl größte Komponist seiner Zeit. Weil mich "Wolferl" und seine Werke schon immer interessiert haben, entschied ich mich diesen Film für Blu-Ray zu kaufen. Ich war sehr gespannt darauf wie mich dieser Film wohl unterhalten würde. Immerhin versprechen 8 Oscars ein grandioses Meisterwerk. Nach dem Anschauen wusste ich zuerst nicht so recht was ich sagen soll. Irgendwie war dieser Film schon nicht schlecht, aber warum er mehr Oscars als der Herr der Ringe die Gefährten und sein Nachfolger zusammen bekommen hat , ist und bleibt mir ein ewiges Rätsel. Das es der Film mit der Realität nicht ganz so ernst nimmt, ist im Grunde verständlich. Würde man nämlich alles so wie es wirklich damals zugegangen ist verfilmen, würde logischerweise viel Spannung verloren gehen. Das dieser Film schon ziemlich alt ist, merkt man ihm übrigens kaum an, denn er ist ziemlich professionell gemacht. Murray Abraham als Mozarts Rivale Antonio Salieri ist wie ich finde der beste Darsteller in diesem Film. Er verkörpert seine Rolle wirklich beeindruckend, und bekam auch wohlverdienter weise dadurch einen Oscar. Auch Tom Hulce macht seine Sache als Mozart nicht schlecht, beginnt aber hin und wieder ein wenig zu nerven. Ob Mozart zudem wirklich so ein komischer Vogel wie im Film war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Es gibt zwar Berichte, dass er sich teilweise sehr unflätig benommen hat und gerne Fäkalwörter benutzte, doch ob er es soweit wie im Film trieb bleibt ein Geheimnis. Insgesamt ist Amadeus ein unterhaltsamer Streifen der versucht die Geschichte von Mozarts frühzeitigem Ableben spannend und mysteriös zu erzählen. Hin und wieder schleichen sich leider einige Längen ein, und machen den Film dadurch etwas zäh. Ansonsten gibt es hier eher wenig Kritikpunkte die man unbedingt erwähnen müsste. Insgesamt ein guter Klassiker der aber nicht 100prozentig überzeugen kann.

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musichris

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Übrigens: Erkennst du die Person auf meinem Profilbild...? ;-)


musichris

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Mir geht gerade auf, dass du möglicherweise gar nicht meinen Kommentar gemeint haben könntest, sondern den Hauptkommentar... Sorry.


cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Zunächst einmal muss ich meinen Hut vor dieser inzwischen fast dreißig Jahre alten Produktion ziehen, der man ihr Alter nicht ansieht. Sicherlich ist die inhaltlich nicht ganz korrekte lebensgeschichtliche Verfilmung vom legendären Amadeus Mozart grandios in Szene gesetzt und mit beachtlichen acht Oscars entsprechend gewürdigt, dennoch sagt mir die Thematik, trotz einer unbestritten guten Erzählstruktur, eiwandfreien Kostümen und Ausstattung, sowie maskenbildnerisch und schauspielerisch tadellosen Arbeit – vielleicht mal abgesehen von der irren Lache, die ich als regelrecht grauenvoll und schmerzhaft empfand – nicht uneingeschränkt zu.
Jedem Liebhaber klassischer Musik, wobei dies gewiss keine Grundvoraussetzung hierfür sein muss, sei jedoch "Amadeus" wärmstens ans Herz gelegt!

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aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin kein großer Freund von Ausstattungsfilmen und die meisten Oscar-Abräumer sagen mir auch nicht zu, aber Amadeus ist durchaus unterhaltsam. Die Schauspieler sind hervorragend.

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tapedogg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Verkörperung von Mozart ist daneben gegangen, ich versteh nicht warum man diesen Schauspieler ausgesucht hat. Murray spielt seine Rolle hervorragend.

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Georg Z.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Musikgeschichte à la Milos Forman, Mozart à la Milos Forman. Ein Kostümfest, das seinesgleichen sucht, ein seltsamer Zweikampf, unfassbar in Szene gesetzt. Dass "Amadeus" ein rein subjektives Werk, ist egal, spielen Fakten hier doch ohnehin keine Rolle. Das ist keine Geschichtsinterpretation, sondern Geschichtsverfälschung, aber so imposant wie nur irgend möglich. Mozart ist ein Kind und schüttelt die himmlischen Melodien (die Musik Gottes, wie Salieri des Öfteren betont) nur so aus dem Ärmel, während ebenjener Erzähler, der "patron saint of mediocrity", all seine Kraft in nur ein Werk investieren muss - stimmt nicht, was soll's. Es entsteht ein Fest, das nichts mit schulischer Annäherung an den titelgebenden Musiker zu tun hat, seine Werke aber dennoch in den höchsten Tönen feiert, sie mit unglaublichem Bühnenspiel zelebriert. Es berichtet der neidische Salieri, und dessen Sichtweise bekommt man aufgedrängt, jedoch hat dies auf das Genie Mozarts keinen mindernden Einfluss, nein, im Gegenteil: Der Widerspruch zwischen Hass und Liebe wird dadurch erst ins Spiel gebracht, das ganze Faszinosum rund um die Person Mozart weiter angetrieben. Es gipfelt schließlich in Bühnenausschnitten schier unfassbarer Größe, ob zum Amusement der elitären Gemeinschaft rund um Kaiser Joseph II. oder zur Belustigung des einfachen Volkes, ob in Todesphantasien mit Bezug zum kürzlichen Tod des Vaters oder in vergnügten Dreckswitzen - wenn es in "Amadeus" in die Opernhäuser geht, gibt es kein Halten mehr. Überlang, oft bemüht und historisch komplett verachtenswert: ein überwältigendes Werk.

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wolfgang „Wolferl“ Amadeus Mozart gegen Antonio Salieri.

Der Film gleicht Mozarts Musik, er ist wie ein bunt gedeckter Tisch mit Erdbeereis, Trüffeln, Wachteln, süßem Honig etc. – und nichts davon macht dick. Man vergleiche nur seine feingliedrigen Kompositionen mit der Schwerfälligkeit eines Wagnerwerkes. Wagner ist der deutsche Saumagen, Mozart gebratene Dodoleber, und gleich dem exotischen Flügeltier ist auch Mozart kaum fähig sein Leben, in Verbund mit anderen Menschen, zu meistern. Leute seines Schlages sind vom Aussterben bedroht!
Und nichts ist passender als dass der Regisseur dieses Werkes, der Welt auch „Einer Flog über das Kuckucksnest“ geschenkt hat. Free your Mind, auf das wir alle einmal infantil durchs Zimmer hüpfen und unsere Altvorderen dabei blöd angaffen. Vielleicht erwischt uns dabei auch noch die große Inspiration, genauso wie bei Herrn Mozart - falls nicht (was wahrscheinlich ist) können wir ihn immer noch hören und sehen!

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Chrusuchopf

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Bewertung9.5Herausragend

Als kleiner Junge hatte ich einen langen Schulweg, der unter anderem durch einen Wald führte. Um mir die Zeit zu vertreiben, kreierte ich in meinem Kopf die vielfältigsten Geschichten. Ich sei ein herausragender Fussballer, der die Nation zum Weltmeistertitel schiesst, oder ein überaus begabter Astronaut, den die ganze Welt kennt. Mit den Jahren sind diese naiven und romantischen Kinderträume verschwunden. Man lernt sich einzuschätzen, man erkennt immer deutlicher die eigenen Stärken und Schwächen, indem man sich permanent mit Anderen vergleicht. Ja man hat vielleicht in manchen Bereichen sogar das Gefühl überdurchschnittlich begabt zu sein. Bis man auf ein Genie trifft. Bis Mozart den Raum betritt und das mühevoll erstellte Willkommensstück spontan und mühelos nach einmaligem Hören wiedergibt und zugleich verbessert. Erst dann wird einem -und im Film Salieri - bewusst, wie mittelmässig man doch ist. Und irgendwo tief im Unterbewusstsein spürt man, dass dieses infantile Verlangen nach Genialität doch nicht ganz verschwunden ist.
Der Film versteht es einem bewusst zu machen, welche Wirkung die Musik auf Menschen haben kann und zeigt das Grauen des Menschen vor der grossen, unbekannten Mittelmässigkeit. Und mir wird beim Lesen von Sigmunds Kommentar gerade bewusst, wie mittelmässig meine Schreibkünste doch sind…

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Sigmund

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Also ich finde, gemessen an Deinem Alter schreibst Du verdammt gut. Trotzdem danke für das schöne Kompliment! ;)


Anton Chigurh

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe den Film (Amadeus - Director's Cut) heute zum ersten mal gesehen und muss sagen der war super.
Es ist ein großartiger Film, durch überragende schauspielerische Leistungen, durch eine interessante Umsetzung von Mozarts Lebensgeschichte, und durch wundervolle, im Film stets präsente und teilweise auch dominierende Musik Mozarts.
Ahahahahahahaha!!!!!!!!

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Amadeus" ist Formans großartige Liebeserklärung an die Musik. Wenn wir
Tom Hulce als Mozart mit Leib und Seele dirigieren sehen oder Abraham
als Salieri von der Stimme Gottes spricht, so wird uns doch kraftvoll
deutlich gemacht, dass Musik schon mehr als bloße Noten ist. Es ist ein
einzigartiges Gefühl, was auf jeden, der es hört, übergeht. Jeder spürt
das, was einerseits am grandiosen Schauspiel aller Beteiligten und
andererseits an der gefühlvollen Inszenierung Formans liegt, denn er
verzichtet auf historische Korrektheit, was dem Film aber keinesfalls
schadet. Aus der Sicht Salieris können wir auf einzigartige Weise Mozarts
ganzes Talent bestaunen, aber auch zum großen Teil seine Schwächen
und seinen Niedergang betrauern.
Dann seine Beerdigung, es regnet, er ist allein. Verarmt und verlassen
wird er ohne großes Bedauern in ein Massengrab geworfen, während wir
den leisen Tönen des Requiems lauschen, seines Requiems. Ein höchst
emotionaler Moment eines zutiefst ergreifenden Films.
Bravo, Milos Forman!

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Sigmund

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Bewertung9.0Herausragend

Ich glaube es gibt keinen Film, der die Sehnsucht des Menschen, genial oder wenigstens herausragend zu sein, so eindringlich offenbart wie AMADEUS.
Sich dem Wunderkind durch die Augen des vergleichsweise mediokren Salieri anzunähern, dem im Laufe seiner persönlichen Begegnungen mit Mozart keine Demütigung erspart bleibt, ist eine kontrastreiche Spiegelperspektive, in die sich angesichts eines solchen Übertalents wahrscheinlich so ziemlich jeder schmerzlich hineinversetzen kann.
Forman erzählt dermaßen leinwandwirksam und burlesk von Mozarts singulärer Gabe, dass man – wie so oft im ganz großen Kino – selbst angesteckt wird von der süßen Illusion, vielleicht einen ähnlichen Zauber irgendwo in sich zu tragen. Wie aber leider genauso oft im großen Kino geht es dem tschechischen Meisterregisseur hier weit mehr um die Faszination und Strahlkraft als um eine wahrhaftige Geschichte zum Thema Genie – und dessen hohen Preis, auszehrenden Fleiß und triefenden Schweiß.
Dennoch fiel es mir selten so leicht wie hier, Mythen und Klischees vorbehaltlos zu goutieren. Forman's, Abraham's und Hulce's Kunst der erzählerischen Verführung ist nämlich so vollendet und süß wie eine Mozartkugel.

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kinokumpel

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Habe "Amadeus" mal zu Schulzeiten im Musikunterricht gesehen und jetzt gerade wieder. Welch ein grandioser Film. Und wie Du schreibst, es ist besonders diese kontrastreiche Perspektive des Durchschnittskomponisten, die ihn so spannend und erfahrbar machen - auch wenn die Geschichte wenig mit dem realen Verhältnis zwischen Salieri und Mozart zu tun hat. Das Schwanken zwischen Bewunderung und der Bitterkeit, ein Wunderkind in der eigenen Leidenschaft vor die Nase gesetzt zu bekommen, wird wunderbar transportiert, Abraham und Hulce spielen das so fantastisch. Allein Mozarts irres Lachen, das für Salieri schon eine einzige Provokation ist! Und man bekommt zudem richtig Lust auf Mozarts Musik, finde ich. Was ich also nun wortreich gesagt haben wollte: Stimme Dir 100 Prozent zu. :-)


Sigmund

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Freut mich :)


zenows

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der Filme, die mich als Kind überaus beeindruckt haben...

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doctorgonzo

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Und warum?


quellecair

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, es gibt wirklich etliche davon: Filme, die primär nicht das grosse Massenpublikum ansprechen, im Laufe der Zeit praktisch in Vergessenheit geraten, um dann später einmal Kultstatus zu erlangen oder als Klassiker zu gelten. „Amadeus“ gehört da vorbehaltlos auch dazu. Auch wenn der Film seinerzeit 8 Oscars (inkl. bester Film) und diverse andere Preise abräumte und vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert wurde, bleibt Mozart, Klassik, Opern, Barock und das ganze Drumherum eine Hemmschwelle, welche der moderne Filmkonsument nur in seltenen Fällen überwindet. Eigentlich schade...

...Denn „Amadeus“ ist weder eine gradlinig erzählte Biographie des Wolfgang Amadeus Mozart, noch ein üppig-pathetisch und kitschiges Hollywoodmachwerk. Regisseur Milos Formans Idee war es, wichtige Konturen aus dem Leben Mozarts in eine dramatische Geschichte zu packen, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Dabei berief man sich auf ein Theaterstück von Peter Schaffer, der dann auch gleich die Drehbuchversion zum Film verfasste.
Der Filmtitel „Amadeus“ könnte sich durchaus als etwas irreführend erweisen, da die Geschichte aus der Sicht des alten und kranken Hofkomponisten Antonio Salieri erzählt wird, der nach einem Selbstmordversuch in der Anstalt von einem Priester aufgesucht wird, um ihm die Beichte abzunehmen. Salieri, der bereits in Jugendtagen sein Leben Gott geweiht hatte und sich sehnlichst wünschte, mit Musik Gott ehren zu können, sieht sich plötzlich mit einem Rivalen konfrontiert: Mozart, ein kindlicher und taktloser, aber hochtalentierter Mann macht am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. auf sich aufmerksam. Dabei gerät Salieri in schwere innere Konflikte und heckt sich heimlich einen mörderischen Plan aus.

Auch wenn „Amadeus“ sicherlich zuerst die Freunde der Klassik und der Barockkostüme begeistert, hat Milos Forman jenseits irgendeiner Interessengruppe handwerklich ganze Arbeit geleistet; sein Film packt, reisst mit und hallt nach. Womöglich ist für einige die Erzählstruktur auf knapp 3 Stunden verteilt streckenweise gewöhnungsbedürftig und der Ausgang der Geschichte etwas abrupt, doch erst dann entfaltet der Film seine eigentliche Wirkung: Die Tragik von Salieri (brillant gespielt von F. Murray Abrahams) und das Schicksal Mozarts (Tom Hulce) fügen sich nach und nach wie Puzzleteile zusammen.
Bleibt zu erwähnen, dass der Film historisch bzw. biographisch nicht zwingend korrekt ist. Trotzdem ist er von der Atmosphäre, den Motiven und der Wirkung her ein höchst empfehlenswertes Erlebnis.

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