An jedem verdammten Sonntag

Any Given Sunday (1999), US Laufzeit 162 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Kinostart 09.03.2000


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7.2
Kritiker
31 Bewertungen
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7.3
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3527 Bewertungen
69 Kommentare
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von Oliver Stone, mit Al Pacino und Cameron Diaz

Als Star-Quarterback Cap Rooney (Dennis Quaid) durch einen schweren Schlag spielunfähig wird, kommt ein junger, unbekannter Ersatzmann für ihn ins Team. Der Neuling zeigt eine beeindruckende Leistung, und so muß der gealterte Trainer Tony D’Amato (Al Pacino) seine Taktik neu abstimmen. Auch Christina Pagniacci (Cameron Diaz), die neue Besitzerin und Präsidentin des Teams, übt einigen Druck auf die Mannschaft aus, um sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten…

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails An jedem verdammten Sonntag
Genre
Psychodrama, Schicksalsdrama, Sportfilm, Drama, Football-Film
Zeit
1990er Jahre
Ort
Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
American Football, Footballmannschaft, Footballspieler, Footballstadion, Quarterback, Spieler, Sportwette, Starke Frau, Trainer, Training
Stimmung
Aufregend, Spannend
Verleiher
Warner Bros Film GmbH
Produktionsfirma
Warner Bros.

Kommentare (67) — Film: An jedem verdammten Sonntag


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Zuckerspinne

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Bewertung7.5Sehenswert

Ôbwohl mich Football nicht die Bohne interessiert, fand ich den Film gut.
Er unterhält und gewährt mal einen Einblick in diese "Welt".
Die Schauspieler sind grandios, allen voran Cameron Diaz. Sie ist echt überzeugend.
An jedem verdammten Sonntag möcht ich mir den Film zwar nicht ansehen, aber dennoch finde ich ihn sehr sehenswert!

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clarkkent

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Bewertung10.0Herausragend

Drama , coolnes und einer der besten monologe der gesamten Filmgeschichte ( inspiration speech) von pachino.
stone in überragender bestform

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sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein typischer Stone, hart aber gerecht. Verzeihung, aber im nachhinein fast eine Mischung aus Kriegs- und Gladiatorenfilm, der von Anfang an mit unglaublicher Wucht aus dem Bildschirm springt und den Zuschauer regelrecht überrennt. Dazu die hektisch geführten Dialoge, immer durch Hintergrundmusik- oder geräusche fast kaum zu hören. Man freut sich über jede Ruhepause, in der man mal kurz nach Luft schnappen kann. Aber selbst diese anfänglich ruhigen Passagen laufen schnell mal aus dem Ruder und enden oft genug in einem chaotischen Streit.

Der Zuschauer ist immer hart am Zentrum des Geschehens, man fühlt die Energie und Gewalt dieses "Sports", der eigentlich schon lange keiner mehr ist, wenn er denn jemals einer war. Man erlebt hautnah mit, was die Spieler selbst erleben, ein Chaos aus Leibern, Schreien, Beleidigungen, Schmerzen und Blut. Wir sehen die Spieler in den Pausen und nach dem Spiel, am Tropf hängend, mit Schmerzmitteln ruhiggestellt.

Oliver Stone, der selbst als Co-Moderator mitspielt, zeigt uns schonungslos die gesamte Bandbreite eines Sports, von der die meisten Zuschauer nichts wissen und wohl auch nicht wissen wollen. Die Machtkämpfe zwischen Präsident(in), Manager, Trainer, Arzt, die Machtkämpfe innerhalb der Mannschaft. Wir erleben ansatzweise die Techniken des "Rasenschachs", bei dem allerdings beide Kontrahenten gleichzeitig ihren Zug machen müssen und sich die Figuren nicht immer so verhalten, wie sie sollen.

Oliver Stone zeigt auf der einen Seite die dunklen Seiten des Football, bei dem jeder ein Einzelkämpfer zu sein scheint. Man kämpft um ein paar Yards für eine Prämie, um einen Stammplatz in der Mannschaft und um vieles mehr. Auf der anderen Seite steht der Teamgeist, ohne den eine Mannschaft letztendlich nicht viel gewinnen kann. Für diesen Teamgeist steht der alternde Coach D´Amato, der einen Haufen irrer Kokser und Hurenböcke dazu bringen muss, über sich selbst hinauszuwachsen.

Einige doch sehr klischeebehaftete Szenen hat sich Stone meiner Meinung nach geleistet, aber es hält sich wie immer in Grenzen. Die Schauspieler sind durch die Bank gut besetzt, Al Pacino zeigt sich gewohnt charismatisch. Das Thema Gladiatorenkampf baut Stone nebenbei auch noch ein. Während eines Streits zwischen Coach und Quarterback läuft im TV "Ben Hur", und Charlton Heston hat einen kurzen Auftritt als Verbandskommissionär.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viele Jahre schon ist mir dieser Film immer wieder über den Weg gelaufen - immerhin hat dieser jetzt schon 15 Jahre auf dem Buckel. Doch man kennt das ja bei Filmen, die sich einer bestimmten Sportart widmen. Da ist die Neugierde nicht gerade unbegrenzt hoch, wenn dieser Sport nicht unbedingt ins Beuteschema passt. Nachdem ich das eine oder andere NFL-Playoff-Spiel in den letzten Jahren dann mal doch bewusst beobachtet, dabei einige neue Regeln kennengelernt und irgendwie schon Gefallen an diesem Rasenschach bekommen habe, war endlich doch mal die Zeit, "An jedem verdammten Sonntag" eine Chance zu geben. Doch, ja, es hat sich gelohnt. Das liegt vielleicht an meinem kleinen Faible für solche Sportfilme, aber auch ganz gewiss an der Feststellung, dass hier an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde.

Wie von Regisseur Oliver Stone wahrscheinlich beabsichtigt, ist dieser intensiv-emotionale Einblick in die American-Football-Szene kurzum gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Anhand eines Teams aus Miami wird in dezenter Überlänge allerlei Schicksalswege und Erfolg/Misserfolg-Optionen ins Visier genommen. Dabei zieht Stone formal so gut wie alle Register, was Bildsprache, Schnittfolge, die Auswahl an expliziten Szenen oder die Musikuntermalung angeht. Die Spielsequenzen sind dementsprechend furios. Eine langsame Sogwirkung entsteht für den Zuschauer, wenn der Weg durch die Endphase der Saison immer dramatischere Züge annimmt. Gleichzeitig bleibt ein trauriger, melancholischer Unterton ständig dabei, nachdem auch die Schattenseiten dieses Profisports eindeutig gekennzeichnet werden. Diese überschwängliche Vielfalt an unterschiedlichsten Eindrücken beeindruckt bisweilen sehr.

Narrativ geht es durchaus genretypisch zur Sache, was nicht schlecht sein muss. Eine Schlüsselfigur ist neben dem Chefcoach - wie sollte es auch anders sein - die des Quarterbacks. Sowohl Al Pacino als auch Jamie Foxx füllen diese Zweckgemeinschaft sehenswert mit Leben und Verve. Wie klischeehaft oder symptomatisch u.a. diese beiden Typen den Sport kennzeichnen, vermag ich als Nichtkenner der Szene nicht eindeutig zu beurteilen. Doch es funktioniert für einen Film sehr gut, genauso wie die Nebenhandlungen in Sachen wirtschaftlicher Zukunftsschreibung des Vereins oder die nicht zu unterschätzenden Gesundheitsrisiken des Sports.

Vielleicht hätte ich ja doch eher diesen Film beachten sollen, um das Gesehene noch völlig ohne Erfahrungen eines typischen American-Football-Spiels beurteilen zu können. Aber in erkennbarer Stone-Manier - was seine Vor- und Nachteile besitzt - wird dieses Thema mit einer solchen Kinowucht durchwälzt, dass man am Ende trotz allem doch mit grinsendem Gesicht den Abspann ansieht.

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Spike1990

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bei "Any given sunday" handelt es sich um ein intelligentes und energiegeladenes Sportdrama. Oliver Stone zeigt die beliebteste Sportart Amerikas mal von der anderen Seite. Im Mittelpunkt stehen die "Miami Sharks", ein Football-Team welches von Trainerfuchs Tony D’Amato (Al Pacino) trainiert wird. Der letzte Titelgewinn liegt aber schon viele Jahre zurück und dann verletzt sich auch noch die Vereinslegende Jack Rooney (Dennis Quaid), welcher auch der Star-Quaterback des Teams ist, schwer. Sein Nachfolger Willie Beamen (Jamie Foxx) wird nach einigen Anlaufschwierigkeiten zum Star. Es folgen lukrative Werbe-Deals und Auftritte in Hip-Hop Videos. Sein Gesicht ziert das Cover diverser Zeitschriften und die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen. In Folge seines Höhenflugs bricht das Team auseinander. Der Coach darf sich zusätzlich noch mit der ambitionierten Christina Pagniacci (Cameron Diaz), welche den Verein von ihrem verstorbenen Vater übernommen hat, auseinandersetzen. Fazit: Ein typischer Oliver Stone Film. Unbequem aber trotzdem sehr sehenswert. Der Hip-Hop Soundtrack wurde sehr gut zusammengestellt und untermalt das Filmgeschehen perfekt.

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YuckFu

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Bewertung2.5Ärgerlich

"Unter Sportfilmen einer der besten." Das habe ich hier oft gelesen und das mag ja auch sein, allerdings gilt der Ausspruch: Er ist gross auf seinem Gebiet, aber sein Gebiet ist klein.

Für sich betrachtet ist der Film schlecht - richtig schlecht. 2,5 Stunden braucht Stone hier um alle Klischees zu bedienen die es nur geben kann.
Diese Sinuskurve der Ereignisse, also das Abheben und die Bruchlandung der Beteiligten, die wie so oft natürlich im abschliessenden Aufrappeln und dem totalen Triumph mündet, ist so öde und vorhersehbar wie das Amen in der Kirche.

Cameron Diaz ist in diesem Film so deplatziert wie eine E-Gitarre in der Oper. John McGinley sieht so erbärmlich sch*** aus, dass es weh tut. Hoffentlich hat er dafür eine besonders hohe Gage bekommen. Was sollte das mit dem Auge? War das um McGinley nicht mehr sehen zu müssen? Dann aber bitte beide...
Wie kommt Pacino auf die absurde Idee eine Prostituierte daten zu wollen "nein, ich meinte eigentlich ohne diese Geldgeschichte"?
Und warum nur muss ich Foxx gefühlte dreissig Mal beim Reihern zusehen?

Sollen das die Mittel sein um eine langweilige und noch länger atmige Story aufzupeppen? So ein teilweise peinlicher Schwachsinn zieht den Film noch 3 Stufen weiter runter. Al Pacino reisst es dann eben auch nicht mehr raus, zumal er sich den schlechten Leistungen seiner Kollegen partiell auch noch anpasst. Einfach grauenhaft.

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MovieFreak1985

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Bewertung9.0Herausragend

Sportfilme gibt es viele, aber kaum einer ist so gut wie An jedem verdammten Sonntag! Jamie Foxx und Cameron Diaz in ihren, wie ich finde,besten Rollen ever. Die Story zeigt genial und sehr realistisch den Aufstieg vom Nobody zum Superstar mit all seinen positiven und negativen Begleiterscheinungen. Die Szenen aus dem Spiel selbst geben einem das Gefühl hautnah dabei zu sein. Für Sportfilm Fans sowieso ein Muss! Für alle anderen zumindest Pflicht ;-)

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marius.martinez.5

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Bewertung9.0Herausragend

Der beste Footballfilm, den ich bisher gesehen habe. Wie immer in seinen Filmen übt sich der Regisseur mal wieder sehr in Kritik an seinem Thema. Er zeigt vorallem die dunklen Seiten, die der Football mit sich bringt und zeigt ein gutes Bild hinter den Kulissen dieses ruhmreichen Sports. In Punkto Schauspieler hat der Film einige Hochkaräter aufzuweisen, wie Al Pacino, Dennis Quaid oder den demals nur aus der Werbung bekannten Jamie Fox. Im Groben und Ganzen zeigt der Film durchaus auch schockierende Szenen, in denen man sieht wie brutal es im Football wirklich zugegangen ist oder immernoch zugeht.

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cruzha

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Bewertung6.5Ganz gut

Solider Sportlerfilm, bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt. Kommt auch nicht über die gängigen Klischees hinaus, transportiert aber das schlammige Knochenbrecher-Feeling des Footballs glaubwürdig und bleibt frei von Kitsch. Pacino markiert hier den grübelnden, alternden Zirkusdompteur, der lediglich bei einer Halbzeitansprache seine Einsilbigkeit ablegt (die ist dafür dann aber auch brillant). Dazu kommt ein toller Score. Ob man das jetzt unbedingt auf zweieinhalb Stunden auswalzen musste, sei mal dahingestellt. Und, Spoiler: Wie kann man beim Football ein Auge samt Sehnerv verlieren?

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Huby

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich würde gerne zwei Kritiken über den Film schreiben, eine durchweg positive und eine mit großen negativem Anteil, aber ich versuch mal eine Mischung zu finden.

Wenn ich so überlege, kommen mir sehr viele Dinge in den Kopf, die mir nicht gefallen haben, oder die ich gar überflüssig fand.
Der Gangster-Rap, dem ich nichts abfinden kann, lief gefühlte 100% des Filmes im Hintergrund. Nach dem Leben, welches anscheinend Football-Spieler führen, wenn es nach dem Film geht, sehne ich mich absolut nicht. Die ganzen Nebenstorys, die dem Film nicht gefehlt hätten, haben den Film unnötig in die Länge gezogen. Und noch viele andere Dinge.
Aber ich muss sagen, alles was ich jetzt aufgezählt habe, hat mich beim gucken nicht gestört.
Das einzige, was mir beim Schauen aufgefallen ist, war, dass ich Cameron Diaz ihre Rolle absolut nicht mag. Das liegt nicht nur daran, dass mir die schauspielerische Leistung nicht gefiel, sondern auch, dass ich mit der Rolle nichts anfangen konnte.

So, endlich kommen wir mal zu den positiven Dingen.
Muss man diesen fantastischen Cast aufzählen, oder ist es jedem selbst klar?
Dazu kommt der klasse Schnitt, der den Football Spielen Dynamik verleiht, ohne sie unübersichtlich erscheinen zu lassen, aber ich kann gut verstehen, wenn das jemand als negativen Aspekt aufzählt, ist halt Geschmackssache.

Der Persönlichkeitsumschwung von Beaman kam zwar unglaubwürdig plötzlich, aber bei so einer Halbzeitansprache im letzten Spiel.. Ich mein.. Hallo??? Wer hat sich die ausgedacht? Der sollte mal überlegen, in die Politik zu wechseln.

Ich konnte lange nicht für mich herausfinden, worum und um wem es in dem Film überhaupt geht. So richtig weiß ich das immernoch nicht. Es wirkt auf mich etwas wie eine Mischung aus einer Doku, über die Footballwelt neben der Seitenlinie, und einer Anhäufung von Biopics.

Aber trotzdem hat mich der Film durchgänging gefesselt, ohne der Langeweile auch nur eine Sekunde die Chance zu lassen aufzukommen. Ich glaube, das liegt an meiner Liebe zum Football und dadurch, dass es eben mal ein ganz anderer Footballlfilm ist.

Und trotz den vielen negativen Dingen die mir aufgefallen sind (ich hab hier nur ein paar aufgezählt) muss ich dem Film eine hohe Bewertung geben, eben weil mir das beim Schauen nicht aufgefallen ist und ich es im Nachhinein nicht wirklich schlimm finde.

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CyberExistenz

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Bewertung6.5Ganz gut

Recht kurzweiliges Football- Spektakel mit großartiger Star- Besetzung, einer interessanten Grundthemathik und berauschenden Bildern, die aber, zumindest teilweise, in nerviger Videoclip- Manier auf einen einprasseln und zusammen mit den recht unglaubwürdig geschriebenen Charakteren und dem nicht sehr gelungenen Ende den großen Wurf (hö, hö) verhindern.

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RoosterCogburn

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Bewertung10.0Herausragend

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen
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Liebe Anna,
Inzwischen bin ich in Miami angekommen. Der zweitgrößten Stadt Floridas im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Es geht bei meinem Besuch nicht um Flipper, den Schönheitschirurgen Troy/McNamara [Nip/Tuck] oder Crockett und Tubbs [Miami Vice].

In Oliver Stone's Sportlerdrama "Any Given Sunday" geht es um das Football-Team der Miami Sharks. Hier sind die großmäuligen Herren der Schöpfung unter sich: es wird geschrien, geflucht, Blut gekotzt, nur Pussy oder Schwuchtel darf man nicht sein. Aber hier geht es nicht nur darum die Schwanzlänge zu vergleichen. Stone fokussiert sich mit "Any Given Sunday" voll auf den Sport und zeigt seine Parabel des "American way of life". Und er präsentiert das Sportgeschäft von seiner dreckigsten Seite. Genau diese Kombination hält die Handlung am laufen. Bei mir funktioniert das. Der Sport wird zur verbissenen Glaubens- und Existenzfrage, wenn in der Mannschaftskabine vor Spielbeginn die Segnung der Spieler durch den Priester erfolgt

Die Kritik an die dunklen Seiten des Brachialsports gerät zwar in den Hintergrund und ist zum glorifizierenden Abgesang geworden. Doch wie man es auch wahrnimmt, in jeden Fall ein Heldenepos des neuzeitlichen Gladiatorenkampfes in vorzüglich inszenierten Bildern.

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Hartigan85

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Den finde ich auch klasse, der letzte richtig gute Film von Oliver Stone bisher.


Dady

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Das stimmt leider...


sunset

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mitreißend, kompromisslos und virtuos inszeniert. Danke Oliver Stone!

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Stracke

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kaum jemand kann sich so gut aufregen, wie Al Pacino. Und ich liebe es, wenn beim Showdown auch der eigene Puls hochgeht und nachher die Gänsehaut kommt. Und dieser Film hatte von beidem genug...

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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Oliver Stones Football-Inszenierung erinnert zuweilen an einen nicht enden wollenden Videoclip - kurze, rasante Schnitte und bunte Bilder prägen, unterlegt mit einem Soundtrack-Mix aus Hip-Hop und Heavy Metal, wobei insbesondere die Rapper-Fraktion musikalisch voll auf ihre Kosten kommen dürfte, das Geschehen. Schauspielerisch liefern Al Pacino, Jamie Foxx, Cameron Diaz, James Woods, Dennis Quaid, sowie unzählige Muskelberge auf zwei Beinen, überzeugend ab.

Eine höhere Bewertung meinerseits scheitert an dem fehlenden Football-Sachverstand und der etwas zu hektisch geratenen Erzählweise. Dass man als Europäer nicht so vermessen sein darf, auch noch einen Crash-Kurs zum amerikanischen Volkssport zu erhalten, war mir ohnehin schon klar. Dennoch hätte ich mir zumindest hier und da eine etwas tiefere Charakterzeichnung gewünscht. Nun denn, wer Sportfilme mag und sich zudem gerne von knallharter Action, kunterbunten Bildern und deftiger Musik berieseln lassen möchte, sitzt hier in der ersten Reihe! Insgesamt kein Meisterwerk, aber korrekte Unterhaltung ist in jedem Fall garantiert.

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TheDrPepperPower

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Jo, gerade gesehen und absolut meine Meinung. Die shaky cuts waren teilweise wirklich etwas nervig und die letzte halbe Stunde nach Pacinos Ansprache war mir absolut zu kitschig. Hatte nach dem Beginn der Geschichte eigentlich eher so ein Ende wie in "The Wrestler" erwartet, aber dann "wurde ja doch nochmal alles gut" in typischer Hollywood-Manier. Hintenraus wär da mehr drinnen gewesen, aber dann wäre der Film wohl nicht mehr so gut für die breite amerikanische und Football kompromisslos liebende Masse geeignet gewesen. Dennoch trotz der stattlichen Laufzeit fast immer unterhaltsam.


cpt. chaos

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@Dr.Pepper: Gewiss kein Meisterwerk, aber durchaus sehenswert!


Baumgart.Maximilian

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich ist dieser Film kompletter Schrott ,außer Al Pacino ist die schauspielerische Qualität echt ,..... naja.............! Besonders Cameron Diaz ist eine Katasrophe! Aber als
Sportler muss man ihn einfach lieben, ....:) :) :) :) .....

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swissroland

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich hab dem Film echt mal 9 Pkt gegeben! Hab ich mich bestimmt verklickert, oder war besoffen!!
Der Film ist viel zu laut. Besser gesagt es ist ein knapp 3 Std langer Rap MTV Clip.
Der Film ist viel zu lange und darum langweilig. Die Ganze Story würdest auch in 45 min unterbringen.
Die Kameraführung ist ne Frechheit! Anscheinend hatte Stone ADHS! Bei Spielen praktisch jede Sekunde einen Schnitt und auch noch ruckartig. Zudem wurde so schlecht gedreht, das bei jeder Spielszene gesehen hast, dass das Ganze auf einem Nebenplatz spielt (Budget 55 mio )
Die Schauspieler fast alle mies und die Charaktere unglaubwürdig. J. Foxx in seiner schlechtesten Rolle. Fr. Diaz nervt nur rum. Der Quaid kann eh nix.
James Woods Charakter ist einfach beschissen und selbst mein Liebling Pacino kommt schlecht rüber. Wahrscheinlich sein schlechtester Film. Vor allem nimmt man ihm den Trainer nicht ab.

Wäre der unbekannte Seth Peters der Regisseur und ned der Oli und würden ned ne Handvoll Stars mitwirken, kein Mensch hätte sich für den Film interessiert.

Wäre ich ned ein riesen Fan des Spiels, würde die Bewertung noch tiefer ausfallen!

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lieber_tee

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Ich hab dem Film echt mal 9 Pkt gegeben! Hab ich mich bestimmt verklickert, oder war besoffen!!
:)))))))))))))))))))))))))))


Frankie Dunn

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Bewertung5.0Geht so

Any Given Sunday

Langweilig ist er nicht, soviel steht fest. Al Pacino stellt natürlich das Highlight dar, seine Rede den Grund, warum ich heiß auf Any Given Sunday war. Leider kann der Film den Erwartungen nicht standhalten. Jamie Foxx hat mir in anderen Rollen schon viel, viel besser gefallen, von Dennis Quaid bin ich selten begeistert und besonders Cameron Diaz nervt als eine unglaubwürdige Fehlbesetzung (wie so oft), die meinem persönlichen Geschmack nach nicht einmal das zu leisten vermag, wofür sie diese Rollen bekommt: Attraktiv aussehen.

Auf der Darstellerliste bleibt also Pacino allein als Pluspunkt; den Film komplett ohne Unterstützung zu tragen schafft er aber dennoch. Drehbuch und Story sind keine Highlights, die "Moral" der Geschicht und die Erkenntnisse über den Sport und das Leben generell sind aber zufriedenstellend. Regie und Kameraarbeit sind gelungen, aber auch nicht mehr als routiniert. Unterstützt wird Pacino vom hervorragenden Soundtrack, sodass insgesamt ein ordentlicher Film zustande gekommen ist, der einige punktuelle Highlights besitzt. Insbesondere die angesprochene Couch-Rede, die Inspiration und Motivation auch abseits des Sport bietet.

Zur Laufzeit (162 Minuten): Normalerweise kann ich langatmige Momente bei >120 Minuten Laufzeit problemlos verzeihen, solange genügend Substanz vorhanden ist und die Spannung am Ende wieder angezogen wird, sodass man mit einem zufriedenen Gefühl den Abspann genießen kann. Hier fehlt diese Substanz. Der Film hat über die komplette Laufzeit ordentliches Niveau gehabt und langweilige Momente haben sich keine eingeschlichen. Ordentliches Niveau, aber kein befriedigendes. Die Botschaften, die Highlights des Films hätte man auch in 90 Minuten (oder sogar 30) dem Zuschauer vermitteln können und dies wäre die bessere Entscheidung gewesen. Was bleibt, ist also kein episches 3-Stunden-Meisterwerk von Oliver Stone, sondern ein ordentliches Sportdrama. 6 Punkte dafür!

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Dr. Venkman

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Bewertung2.0Ärgerlich

Super langweilig, mit einem ausnahmsweise nervigen Pacino...schafft man ja kaum durchzugucken

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Mr. Pink

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Bewertung7.0Sehenswert

Durch Oliver Stones Kokain-Videoclip-Stil geht "Any given Sunday" rasant und mit viel Schwung vonstatten. Auch bei eher geringem Interesse für den Amerikanischen Nationalsport ist dieses starbesetzte Sportdrama daher unterhaltsam kurzweilig.

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