Cinderella
Cinderella (1950), US Laufzeit 74 Minuten, FSK 0, Fantasyfilm, Animationsfilm, Kinostart 21.12.1951
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1092 Bewertungen
17 Kommentare
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von Clyde Geronimi und Wilfred Jackson, mit Verna Felton
Cinderella lebt nach dem Tode ihres Vaters bei dessen zweiter Ehefrau und ihren gemeinen Töchtern. Da weder diese noch die Mutter es ertragen können, dass Cinderella nicht nur äußerlich schön, sondern auch ihr Wesen tugendhaft und liebenswert ist, lassen sie Cinderella als ihr Dienstmädchen schuften. Doch eines Tages ändert sich Cinderellas Leben, denn der König des Landes lädt zum Ball ein, um eine geeignete Frau für seinen Sohn zu finden. Mit Hilfe ihrer Freunde, zwei pfiffigen Mäusen und einigen Vögeln, sowie einer guten Fee gelangt Cinderella trotz des Verbotes der Stiefmutter zum Schloss, wo sie auf den Prinzen trifft. Doch der Zauber, der Cinderella in eine Prinzessin verwandelte, endet um Mitternacht. Sie muss fliehen, zurück bleibt nur ein gläserner Schuh.
Cinderella feierte seine Premiere im März 1950 und war somit der erste abendfüllende Disney-Spielfilm nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Noch im gleichen Jahr gewann Cinderella den Spezialpreis bei den Filmfestspielen in Venedig und wurde außerdem für einen Goldenen Löwen nominiert. Bei der OSCAR-Verleihung 1951 wurde der Zeichentrickfilm in drei Kategorien nominiert und erhielt bei der Berlinale den Goldenen Bären als bestes Musical.
Um die Produktionskosten niedrig zu halten, wurden fast 90% des Filmes mit realen Schauspielern dargestellt, von denen Fotos gemacht wurden, welche wiederum verkleinert und abgemalt wurden. Der Film kostete am Ende 2,9 Millionen Dollar und spielte allein in den USA über 30 Millionen ein, was letzten Endes auch den Disney Studios das Leben rettete, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Konkurs standen. Der Soundtrack zu Cinderella war der erste, den die neu gegründete Walt Disney Music Company veröffentlichte und der ebenfalls Gewinne einbrachte. Zuvor hatten die Filmstudios den Merchandise-Wert des Soundtracks nicht realisiert und die Rechte an der Musik meist an andere Musikunternehmen verkauft. (GP)
Cast & Crew
-
Clyde Geronimi
-
Wilfred Jackson
-
Hamilton Luske
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Verna Felton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fairy Godmother (voice)
Regie
Schauspieler
- Genre
- Märchenfilm, Klassischer Zeichentrick
- Handlung
- Fee, Fee, Maus, Prinz, Stiefmutter, Verlust des Vaters
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Cinderella
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Kommentare (17) — Film: Cinderella
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/02/05 22:01:00
Kommentar löschenBibidi Babidi Busch!
Bei der Bewertung solcher Filme stehe ich immer vor einem Dilemma: Soll ich objektiv bewerten? Mich an der Zielgruppe orientieren? Oder meinen Gefühlen und Erfahrungen freien Lauf lassen und mich auf mein Bauchgefühl verlassen?
Da ich es für unmöglich halte, alle Filme objektiv zu betrachten, entscheide ich mich meistens für die letztere Variante. Und das tue ich auch jetzt.
"Cinderella" ist ein Stück meiner Kindheit und hat mich - ob direkt oder undirekt - geprägt. So wie andere Kinderfilme auch. Und deshalb gibt es 7,5 Punkte.
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Danisachan 2011/10/12 13:02:59
Kommentar löschenGehört einfach zu meiner Kindheit. Allein dafür hätte der Film schon ein "Lieblingsfilm" von mir verdient, zugegebenermaßen kann sich Cinderella jedoch nicht mit jüngeren Klassikern wie "Mulan" messen.
Cinderella und Schneewittchen gelten zu Recht zu den "passiven" Disneyprinzessinnen, bedingt durch ihr schon frühes Erscheinungsdatum. Beide besitzen wenig dargestellten Charakter und träumen von einem Prinzen auf weißem Pferd, der ihnen glücklicherweise auch über den Weg stolpert.
Trotz alledem - irgendetwas MUSS der Film haben, dass Cindererella noch heute die beliebteste Disneyprinzessin ist. Die Story ist einfach romantisch, und ich kann mich auch heute daran erinnern, dass ich die Geschichte von Aschenputtel immer am meisten geliebt habe. Hut ab, Cinderella! Du hast es verdient!
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agynessa 2011/08/09 13:49:18
Kommentar löschenImmer das gleiche, die Frauen müssen den ganzen Tag im Haushalt schuften und die Kerle können sich in den Etablissements eine Frau aussuchen. Da hat sich in den letzten 50 Jahren wirklich nix dran geändert!
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La Bardot 2011/07/22 23:08:38
Kommentar löschenEs erstaunt mich immer wieder, wie alt diese Filme sind. Cinderella zählt nicht zu meinen Favoriten.
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sweetForgiveness 2011/06/07 21:59:43
Kommentar löschenAlle Männer die denken, Schuhe könnten keine Leben verändern, sollten sich mal mit Cinderella unterhalten.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
pufaxx 2011/06/07 22:06:23
Antwort löschenLange schallt's im Walde noch: Salamander, lebe hoch!
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sweetForgiveness 2011/06/07 22:09:01
Antwort löschen....*denk*........., den check ich nicht :D *übern Boden rollen vor lachen*
pufaxx 2011/06/07 22:54:02
Antwort löschenTja ... Damals, vor ca. einhundert Jahren war für mich das einzig Interessante beim Schuhe-Einkaufen das kostenlose Lurchi-Comic-Heft.
LokisSon 2010/12/07 16:35:12
Kommentar löschenDisneys "Cinderella" übt sich gut darin Mädchen einzutrichtern, dass sie alleine nichts bewerkstelligen können und von einem Prinzen von ihrem Schicksal erlöst werden müssen. Diese Erlösung erfolgt dann auch nur auf einer rein ökonomischen Ebene, damit sich die Protagonistin endlich schöne, luxuriöse Kleider leisten kann.
Auch wenn man dies euphemistisch dem damaligen Zeitgeist in die Schuhe schiebt, bleibt nicht viel sehenswertes übrig. Wie schon in vorherigen Kommentaren angemerkt wurde, arbeitet sich der Großteil des Films am "Tom & Jerry"-Prinzip ab, leider aber nicht annähernd so charmant wie das Vorbild. Dass Cinderella dabei mehr zur Nebenrolle wird, ist auch daran ersichtlich, dass auf eine Ausleuchtung des Hintergrundes des Charakters vollkommen verzichtet wird. Wie kawummbaby schon beschrieben hat, ist Cinderella vielmehr in der Rolle eines unterdrückten Dienstmädchens in einem Hotel. Verwandtschaftsbeziehungen spielen keinerlei Rolle.
Bei einer derart unterentwickelten Protagonistin kann man sich vorstellen, wie zappenduster es erst bei den übrigen Charakteren aussieht. Vor allem Prince Charming ist absolut charakterlos und dient ausschließlich als Personifizierung des Phallussymbols am Horizont (Schloss), auf welches sich Cinderellas Sehnsucht konzentriert.
Fazit: Bitte unbedingt von Kindern fernhalten!
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten
doctorgonzo 2010/12/07 19:26:57
Antwort löschenSehr schön, meine Bewertung fiele sicher etwas gnädiger aus, aber treffend ist das hier allemal.
LokisSon 2010/12/07 19:36:41
Antwort löschenVielen Dank!
reveal 2011/03/07 02:09:28
Antwort löschenIch find den Film jetzt zwar auch nicht über alle Maßen berauschend, doch das hat er echt nicht verdient.
Wie viel mehr Verwandschaftsbeziehungen als die Stiefmutter und Drizella und Anastasia als nervbratzige Stiefschwestern willst du denn noch erläutert bekommen? In der Geschichte geht es ja nicht primär um den Prinzen als Mann, als Erretter der kleinen Cindy, sondern den Prinzen als Fluchtmöglichkeit aus der verkackten Umgebung.
Da spielt nicht Cinderella, sondern der Prinz nur die Nebenrolle, denn dieser hängt zwar irgendwo am Ende des Weges für sie als gesetztes Ziel, spiegelt damit aber nur den Silberstreif am Horizont wieder, um sich gegen die eigene Stiefmutter aufzulehnen, siehe als Höhepunkt die Szene bevor es zum Ball geht und Cinderella ihr Recht einfordern will, ebenfalls zum Ball zu dürfen. Damit repräsentiert Cinderella kein wartendes Prinzesschen, sondern eine handelnde Figur, die ihr mieses Schicksal ändern will und eine Chance ergreift - zufällig in Form eines Prinzes. (Find ich persönlich etwas männerutilarisierend und unromantisch, aber seis drum.)
Wo du das mit dem luxuriösen Kleidern hernimmst kann ich mir zwar denken - da gabs zum Schluss ja einiges an Diademen und Glitzerkleidchen zu bewundern - doch würd ich das, weil es im starken Kontrast zum vorherigen Umfeld steht, eher als Bekräftigung der Befreiung von der vorherigen Dienstmädchenhaltung sehen.
LokisSon 2011/03/07 11:50:34
Antwort löschenEs ist ja nicht, dass diese unemanzipatorische und sexistische Grundhaltung des Films nur Cinderella und den Prinzen betrifft. Bei dem Cinderella umgebenden Tiervolk haben wir ja das Selbe. Auch die geistig verwirrte alte Frau ist nicht wirklich sehr schmeichelhaft. Genau dies ist der Kern meiner Kritik und Hauptverantwortlicher für die vernichtende Bewertung.
Ob der Prinz jetzt der Erretter ist oder nur eine mögliche Fluchtmöglichkeit, es bleibt dabei, dass die passive weibliche Protagonistin, nur vom Phallussymbol träumt und schlussendlich vom aktiven männlichen "Nebencharakter" befreit werden muss. Deshalb kann das für Cinderella auch nicht das Ende ihres Weges sein, weil sie keinen Weg bestreitet, sondern weiblich-passiv ist.
reveal 2011/03/07 12:21:06
Antwort löschenEs besteht doch ein bedeutender Unterschied darin, ob jemand eine Fluchtmöglichkeit erkennt, darauf hinarbeitet, also handelt und den ersten Schritt macht (erst innerhalb der Regeln der Stiefmutter, anschließend ausgebrochen aus dem Käfig) oder ob jemand einfach nur passiv rumhockt und wartet.
Da versteh ich nicht, was du von dem Film stattdessen erwartest. Sollte Cinderella nicht vom Ball türmen? (Denn erst danach befindet sie sich in der passiven Rolle.) Kann man meinen, nur würdest du dem Prinzen damit jegliche eigenständige Entscheidungskapazität absprechen müssen.
Sollte Cinderella eine andere Fluchtmöglichkeit als den Prinzen suchen? Kann man meinen, nur würde das eine generelle Kritik am Aschenputtel-Thema darstellen und nicht an dieser Umsetzung. In wiefern die Kritik an diesem Thema, welches schon vor 1634 in Umlauf war (nach Wikipedia das erste Mal aufgeschrieben) berechtigt ist, wag ich zu bezweifeln.
Es ist ein Märchen vom Ausbruch aus der Unterdrückung und dem sozialen Aufstieg. Die Denkweise der Figuren ist für die Zeit der Entstehung des Themas und der Ausgangsposition der Cinderella, meiner Ansicht nach vollkommen in Ordnung.
Man kann der Disneyadaption (die immerhin auch schon 1950 entstand) vorwerfen, dass sie keine modernere Adaption versucht hat und der Cinderella andere Möglichkeiten bot. Ein gerechtfertigter Vorwurf, mangelnder Innovation. Doch den ganzen andern Mist da zwanghaft vorwerfen zu wollen, finde ich konstruiert. Es ist einfach nur eine Umsetzung eines bereits vorhandenen Themas. Eines Themas, welches sich bereits großer Bekanntheit und Beliebtheit erfreute.
LokisSon 2011/03/07 12:37:28
Antwort löschenMit dem Zeitgeistargument kann ich wenig anfangen: "Die armen Deppen anno dazumal wussten es einfach nicht besser!"
Natürlich ist das keine originäre Disney-Story (wie ja kaum eine), aber wie gesagt spiegelt sich diese Geisteshaltung nicht nur im Ursprungsstoff wieder, sondern auch in dem ganzen unnützen Zeug, dass Disney drumherum gebastelt hat.
Cinderellas "hinarbeiten" besteht auch hauptsächlich aus Träumereien. Wirklich aktiv sind ihre tierischen Freunde, aber natürlich auch brav nach Geschlechterrollen getrennt!
reveal 2011/03/07 13:27:23
Antwort löschenDa wollt ich nicht sagen, dass sie es nicht besser wussten, sondern dass es nun mal so war. 1634 war halt noch nicht viel mit Frauenrechten in der Gesellschaft. Da wäre jedes Thema, welches solche mit einbezogen hätte, ja noch ungreifbarer gewesen als das Prinzenmotiv.
Entweder versteh ich nicht ganz, was du mit dem unnützen Zeug meinst, oder auch das ist nicht von Disney eingeführt. Disneys Variante ist nicht die erste Version mit Tierchen. Dass Cinderella nur träumt und nicht aktiv ist, kann ich nicht sehen. Ohne ihre tierischen Freunde wäre es nur Träumerei, ja - weil sie die ihr gestellten Aufgaben alleine gar nicht bewältigen könnte, doch sie versucht es ja dennoch, also handelt sie innerhalb ihrer Möglichkeiten. Sobald sich neue Möglichkeiten auftun, nutzt sie auch diese.
Die Geschlechterrollen bei den tierischen Freunden halt ich auch für ein wenig aus der Luft gegriffen. Bei den Mäusen wollen die Mäuseriche anfangen zu nähen und helfen, werden zwar von den weiblichen Mäusen im Lied drauf hingewiesen 'leave it to the woman' (die Aussage geht also von den weiblichen Figuren aus und wird ihnen nicht auferlegt) und am Ende helfen die männlichen Mäuse doch beim Nähen (!). Bei den Vögeln kann ich nichtmal Geschlechter ausmachen. Die einen haben Jäckchen, die anderen nicht. Keine Ahnung, wer da jetzt was ist. Jedenfalls arbeiten alle zusammen, für ein gemeinsames Ziel. Sie ziehen szenenweise sogar wörtlich an einem Strang, wie anders soll man Gleichberechtigung denn noch verbildlichen?
KhaosKind 2011/03/07 16:15:12
Antwort löschenVerwandschaftsbeziehungen:
Das Kind hat auch einen Vater und eine Mutter. Zumindest biologisch. Die tauchen im Märchen auf, Disney blendet die vollkommen aus. Da gibts halt ein Mädchen, dass wie ein Dienstmädchen behandelt wird von Menschen, die rechtlich mit ihr verwandt sind aber nicht leiblich. Ergo spielen in dem Disney-Film überhaupt keine Verwandtschaftsbeziehungen eine Rolle.
Geschlechterrollen:
Der Film ist eine reine Reproduktion von Stereotypen. "Nähen können nur Frauen", wenn männliche Tiere da mitmachen wollen, dürfen sie nur helfen (wie der Mann, der seiner Frau im Haushalt hilft aber nicht selbst für Ordnung und Sauberkeit verantwortlich ist). Männer können dafür kämpfen und stark sein. Frauen können nur schön sein bzw. sich herausputzen, damit auch ein reicher starker Mann sie für sich entdeckt.
Das ist diskriminierend für beide Seiten.
Natürlich spielt die Story auch auf gesellschaftlichen Aufstieg ab. Aber vollkommen innerhalb der bestehenden Ordnung und der vorherrschenden Geschlechterstereotypen.
Macht es die Gesellschaft besser, dass Prinz und Cinderella sich verleben und mit den bestehenden Strukturen an sich dadurch besser klar kommen? Sie bleiben trotzdem drin. Obwohl der Prinz keine Frau wollte. Obwohl Cinderella eigentlich nur besser behandelt werden will - von denen, von denen sie abhängig ist.
Nein, er findet ein hübsches dummes Mädchen und heiratet, wird König und sie wechselt von einer Abhängigkeit in die andere.
Gleichberechtigt ist was anderes!
reveal 2011/03/07 17:07:12
Antwort löschenVerwandschaftsbeziehungen:
Verzeihung, doch der Film beginnt sogar mit der Erklärung der Hintergrundgeschichte: 'Here in a stately chateau there lived a widowed gentleman and his little daughter, Cinderella. Although he was a kind and devoted father, and gave his beloved child every luxury and comfort, still he felt she needed a mother's care. And so he married again, choosing for his second wife a woman of good family with two daughters just Cinderella's age, by name, Anastasia and Drisella. It was upon the untimely death of this good man, however, that the step-mother's true nature was revealed. [...]'
Dass die Beziehung zur alten Familie, insbesondere die Trauer um die leiblicher Mutter, in dem Film nicht auftaucht, wäre ein berechtigter Kritikpunkt an der Umsetzung der Buchvorlage. Doch da sich in dem Teil kaum der Kern des Aschenputtel-Themas befindet, sondern viel mehr in der Beziehung zu den neuen Familienmitgliedern und es nicht ungewöhnlich ist, unwesentliches beim Übergang zum Film zu kürzen, scheint mir das nicht erheblich. Der Film setzt später in der Geschichte an - wenn man die Zielgruppe bedenkt auch nachvollziehbar.
Geschlechterrollen:
Die männlichen Tiere haben geholfen indem sie GENÄHT HABEN. Solch ein paar Machotierchen, dass sie den Frauen erst frecher Weise Hilfe anbieten und dann auch noch tatsächlich mithelfen. So sonderlich kämpferisch und stark wirkt die dicke Maus, die andauernd hinfällt und hungrig vor sich hinguckt auf mich auch nicht.
Und nein, Frauen können sich nicht nur schön anziehn, aber wie bereits erwähnt ist die Geschichte in der Art von 1634 und da war noch nicht viel mit Abendschule, Selbstständigkeit o.ä. Mit anderen Worten, Cinderella hatte nicht viele Alternativen und hat innerhalb ihrer Möglichkeiten einen Ausweg gesucht und dafür gehandelt. Sie hätte natürlich auch den Schmuck der Stiefmutter klauen und in die Straßen ziehen können, doch wer hätte diesen Film seinen Kindern gezeigt? (Oder Disney Kindern lassen?)
'Natürlich spielt die Story auch auf gesellschaftlichen Aufstieg ab. Aber vollkommen innerhalb der bestehenden Ordnung und der vorherrschenden Geschlechterstereotypen.' Dass man dem Film mangelnde Innovation bzgl. des Aschenputtel-Themas vorwerfen kann, hab ich weiter oben schon angemerkt, von daher ja, das kann man so stehenlassen.
Natürlich wollte der Prinz eine Frau. Wenn man mal davon absieht, dass der Ball allein dafür abgehalten wurde, dass der Prinz eine Frau findet, hat er ja nach dem Ball von sich aus nach Cinderella gesucht, ist also selber aktiv geworden.
Das mit dem gleichberechtigt war vorhin auf die Mäuse bezogen (als Antwort zu LokisSon), nicht auf Cinderella und den Prinzen. Ja, Cinderella und der Prinz wirken in dem Film nicht gleichberechtigt. Das liegt in dem Film jedoch weniger am Y-Chromosom des Prinzen, als an der Tatsache, dass er ein Prinz ist. Die Stiefmutter und Cinderella sind nicht gleichberechtigt, wäre der Prinz eine Prinzessin, hätte er/sie immer noch mehr Rechte als Cinderella.
Der Teil, für den die Gleichberechtigung egtl. relevant wäre, um eine Aussage für die Geschlechterrollen zu treffen, wird in dem Film für Cinderella und den Prinzen auch gar nicht betrachtet, weil die eigentliche Beziehung überhaupt nicht gezeigt wird.
Wenn man den Anteil am Entstehen der Beziehung aufrechnen will, dann haben beide gleich viel dazu beigetragen - jeweils einen aktiven Part.
Nochmal die Frage, wie soll man Gleichberechtigung im Kontext des Aschenputtel-Themas denn sonst noch darstellen? Die Ballszene könnte man etwas weniger oberflächlich halten und statt der Musik ein Gespräch zwischen Prinz und Cinderella zum kennen Lernen einblenden, sei zugestanden. Nur wäre dass dann irgendwie weniger Ball-Stimmung und der Höhepunkt für das Lied würde fehlen.
Ich sag auch nicht, dass man es nicht reininterpretieren kann, nur dass es absolut nicht zwingend ist und ich kein Kind kenne, was mit solchen Augen einen Film ansieht. Man pickt sich das raus, was einem gefällt und nicht das was einem am Charakter mit dem gleichen Geschlecht gefällt.
KhaosKind 2011/03/07 17:23:34
Antwort löschenDie "Zielgruppe" des Films kannte zu meiner Zeit eher die Buchvorlage als den Film. Das rechtfertigt also rein gar nicht, diese Stellen aus dem Film zu nehmen.
Angeheiratet sind keine realen Verwandtschaftsbeziehungen. Ein Ehepaar ist auch nicht miteinander verwandt.
Du wiederholst dich, wenn du dauernd darauf hinweist, wie alt die Geschichte und aus welchem gesellschaftspolitischem Kontext sie ist. Das hab ich schon beim ersten Mal gelesen und mitbekommen.
Die grundsätzliche Frage ist ja, ob solch ein Film HEUTE überhaupt noch zeigbar ist. Da ich nicht will, dass meine Kinder einmal Stereotype aus dem 17.Jhd vertreten, kann ich diese Frage beruhigt verneinen. Cinderella in der schrottigen Disney-Kastration gehört zu anderen veralteten Weltbildern ins Antiquariat, das auch gern die Form einer Müllverbrennungsanlage annehmen darf.
Oder kurz:
Rein gar nichts in der Aschenputtel-Thematik ist in auch nur irgendeiner Weise für eine gleichberechtigte Handlungsweise offen. Per Definition.
ad Prinz)
Der Prinz wollte den Ball nicht. Der Vater wollte Enkel und hat deswegen den Ball veranstaltet.
Dass der Prinz - hat er einmal seine "große Liebe" getroffen, auch an ihr hängt, zeugt nicht von einer aktiven Erfüllung seiner Wünsche. Wie bereits gesagt (und an der Stelle wiederhole ich mich) ist das sein Weg mit den vorgegebenen Strukturen besser klar zu kommen. Keine Kritik an oder Umwälzung von selbigen.
Die fette Maus ist auch hingefallen und hungrig. Wenn dir das als Ausgangspunkt von "aktiv handeln" reicht, dann bitte.
reveal 2011/03/07 18:30:05
Antwort löschenCinderella hat keine Alterseinschränkung und wenn zu deiner Zeit wirklich 5-Jährige z.B. Grimmbücher gelesen haben, dann Hut ab vor den 5-Jährigen, ein wenig Gänsehaut hab ich da allerdings vor den Eltern.
Das mit den Verwandschaftsbeziehungen sei dahingestellt, das ist für mich nur noch eine Wortdiskussion. Jedenfalls wurden die Verwandschaftsbeziehungen erläutert und die angeheiratete Familie, welche die Umgebung für den relevanten Teil des Themas bietet auch dargestellt.
Der Grund, dass ich den zeitlichen Kontext immer wiederhole, ist dass es für mich einen entscheidenden Unterschied macht, ob man ein altes Thema aufgreift, bei dem die Ausgangsposition und Handlungsmöglichkeiten für Cinderella nun mal in der Art eingeschränkt waren oder ob man eine Geschichte in der Moderne ansetzt und die Figur ungerechtfertigter Weise in diese Schranken zwängt. Aufgrund eben jenes Unterschiedes würde ich die durchschnittliche RomCom als frauenfeindlicher einstufen als Cinderella. Es ist begrüßenswert und schön, dass der modernen Frau andere Möglichkeiten offen stehen als der Cinderella des Themas. Doch wenn sowas wie Effie Briest als großer Roman gefeiert wird, weil Effie sich gegen ihre Schranken auflehnt, was nur in zeitlichem Kontext Sinn macht, dann kann man bei anderen Werken dieses Mittel nicht verweigern.
An dieser Stelle würde ich auch behaupten, dass derartige Interpretationen nur von Erwachsenen kommen - wenn man nach roten Autos ausschaut hält, dann findet man auch welche und Kinder suchen keine ungleichen Geschlechterrollen, es sei denn, sie kennen sie bereits.
'Disney-Kastration gehört zu anderen veralteten Weltbildern ins Antiquariat, das auch gern die Form einer Müllverbrennungsanlage annehmen darf.' - Ja und demnächst verbrennen wir dann alles wo Brüste vorkommen, weil es einem nicht passt und anschließend die Geschichtsbücher, weil da auch ein antikes Weltbild festgehalten wurde, dann egtl noch jeden anderen Film vor 1960 usw. usw. Tolles Hobby.
'Rein gar nichts in der Aschenputtel-Thematik ist in auch nur irgendeiner Weise für eine gleichberechtigte Handlungsweise offen. Per Definition.' Danke, damit ist die Kritik doch endlich von dem Disney-Film getrennt.
Dass der Ball nicht vom Prinzen sondern für den Prinzen veranstaltet wurde, hatte ich doch geschrieben. Der Punkt ist doch der, dass er nach dem Ball die Suche nach Aschenputtel veranstaltet - wo genau ist das nicht aktiv?
Dass keine Kritik oder Umwälzung der Gesellschaft stattfindet, zähl ich wieder zu mangelnde Innovation des Themas und da hab ich bereits zugestimmt. Der Film stellt das originale (bereits bekannte und beliebte - also einen Spiegel der Gesellschaft) Thema wieder und beschränkt sich dabei auf die Darstellung der Ausnutzung des vorhandenen Systems, die wenigen Möglichkeiten. Ja, die sind für Cinderella nicht gerade rosig. Doch das zu kritisieren, würde nicht heißen, den Film zu kritisieren, sondern die Welt anzuprangern, in die Cinderella gesetzt wurde. Das Anprangern ist vollkommen richtig, doch damit hat der Film nichts zu schaffen. Das wäre als würde man bei Spartacus, über das Unding der Sklaverei philosophieren. Berechtigt, doch tut das beim Film nichts zur Sache.
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LokisSon 2011/03/07 19:15:57
Antwort löschenWenn wir uns darauf einigen, dass unreflektiert patriarchale Gesellschaftsstrukturen, die dem Ursprungsstoff inhärent sind, wiedergekäut werden, dann kann ich damit gut leben. Wenn für dich das nicht so wichtig ist und du eher einen erhöhten Fokus auf den historischen Kontext hast, dann ist dieser Ansatz natürlich völlig legitim und für mich bis zu einem gewissen Grade nachvollziehbar. Für mich ist die Reproduktion von patrichalen Strukturen Grund genug den Film so zu bewerten, wie ich es getan habe, auch wenn dir das "konstruiert" oder überzogen erscheinen mag.
reveal 2011/03/08 04:53:32
Antwort löschenIn Bezug auf Cinderella und ihrem Prinzen ja, da liegt meiner Ansicht halt wirklich nicht der Fokus drauf. Man könnte die selbe Geschichte mit Cinderella und einer Prinzessin erzählen und es ginge nichts vom Kern verloren. Den Teil mit der Geschlechterverteilung empfind ich nur als faden Beigeschmack, der sich aus dem zeitlichen Kontext ergeben hat. Die benutzte Verteilung dürfte einfach die wahrscheinlichste gewesen sein, irgendwo muss die Beliebtheit zu der Zeit ja auch herkommen.
In Bezug auf die Tierchen, über welche du dich ja besonders aufgeregt hattest, kann ich den Vorwurf immer noch nicht nachvollziehen. Die Kleidszene wäre für mich eher ein positives Gegenbeispiel als eine Reproduktion von patriachalen Strukturen.
Ich versteh allerdings, wenn man Bedenken hat, den Film heute vorzuführen. Auch wenn ich das nicht auf den Film abwälzen würde. Das Thema betrachtet nicht alle Möglichkeiten, die Frauen heute zur Verfügung stehen und darauf hinzuweisen ist Aufgabe der Eltern. Hätte ich eine Tochter, gäbs den Film erst später, kurz danach Küss den Frosch und dann das Spiel, was haben sie gemeinsam und worin unterscheiden sie sich.
Das allerdings auch weniger wegen vorgeblich vorhandener sexistischer Elemente als viel mehr wegen der Ferne zur Realität. Ich seh keinen Unterschied zwischen dem Prinzen von Cinderella und z.B. dem Dschini von Aladdin. Märchen sollen nicht durch Realitätsnähe glänzen, sondern (unter anderem) durch das Möglichmachen von Wundern, Hoffnung aufzeigen. Dabei stellt Cinderella genauso wenig die Aussage, dass Mädchen sich Prinzen angeln sollen wie Aladdin nicht die Aussage trifft, dass Jungen, nach magischen Lampen suchen sollen.
Dass Kinder nach dem Sehen von den Filmen trotzdem rumschwirren und sich Prinzen und magische Lampen herbeiwünschen ist genauso wenig verwerflich wie erstaunlich. Selbst Erwachsene hoffen ja bei Schwierigkeiten noch auf Wunder (Ich erspar mir eine detaillierte Anmerkung zur Religion.) und über eine magische Lampe würde ich mich auch nicht beschweren. Ich zähl nur nicht drauf.
mrsdaee 2010/10/26 21:59:36
Kommentar löschenEin herrlicher Disneyfilm, wie eigentlich sowieso alle Disneyfilme :) Ich persönlich fand ja immer das lied der Mäuse am besten, als sie Cinderellas rosa Kleid genäht haben *.*
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Filmkenner77 2010/10/05 18:53:28
Kommentar löschenCinderalla war der erste große Zeichentrickfilm der Disneystudios nach dem 2. Weltkrieg. Handwerklich gut, zählt der Film aber defintiv nicht zu besten Werken der Studios. Zu behäbig schreitet die Handlung voran und mindert dadurch ein wenig das Sehvergnügen.
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Pherano 2010/09/02 05:41:42
Kommentar löschenDa blieb ich doch lieber beim Buch...^^
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Chewbacca 2010/08/08 10:59:20
Kommentar löschenDie Disney Version von Aschenputtel beginnt schon durch einen seltsamen Einstieg des Erzählers und weiß auch sonst nicht voll und ganz zu überzeugen. Resümiert man die Handlung gehen 60 der 74 Minuten für die Nebencharaktere drauf und der eigentliche Plot ist in 5 Sätzen erzählt. Eigentlich schade, denn gezeichnet wurde damals sehr schön und die Figuren sind auch liebevoll und nett, erzählen aber einfach zu viel nebenher der Haupthandlung.
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kawummbaby 2010/04/15 23:30:25
Kommentar löschenOh wie schlecht. Da konnten einige Amerikaner wohl nichts mit dem Märchen anfangen und haben sich für die an sich nicht schlechte alte französische Version von Perrault entschieden, damit sie ein paar Tiere zum Animieren haben. Die erste Hälfte des Films ist denn auch eine Art Tom und Jerry, in der es nur um Katzen und Mäuse geht.
Auch vermisse ich die ganzen inneren Aspekte. Es wirkt wie eine amerikanische "wie werde ich reich?"- Geschichte. Aschenputtel ist hier Zimmermädchen in einem Hotel, scheint nicht wirklich einer toten Mutter hinterherzutrauern, sich aber riesig über teure Kleider und Paläste zu freuen.
Lieber nicht anschauen.
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ruf mich an 2010/01/22 18:08:07
Kommentar löschenFür Kinder sicherlich schön. Alle anderen sollten sich über die vermittelten Wertvorstellungen wundern.
Und warum sieht der König aus wie Bismarck?
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wobble111 2010/01/22 15:05:02
Kommentar löschenZeichnungen top, aber mich stört es, dass es so viel um die Mäuse und den Kater geht. Cinderella ist teilweise fast ne Nebenfigur!
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Madyi 2009/12/28 11:39:15
Kommentar löschenAls Kind war es mein absoluter Lieblingsfilm :)
die Musik war immer sooo schön ♥
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schuby 2009/09/30 21:40:58
Kommentar löschenwundervoller film, wer wünscht sich nicht auch manchmal aus dem altagstrot zu entkommen und einfach mit jemanden zutanzen mit dem man nicht tanzen darf bis diese blase platzt und alles auffliegt..., ach halt zu weit, ich liebe diesen film. fertig!
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AgentGuhl86 2009/03/22 18:30:46
Kommentar löschenWie sehr die Disneyfilme von ihren kleinen, quirligen Nebencharakteren leben, zeigt die Geschichte von "Cinderella". Man hat zwischenzeitlich fast das Gefühl, als hätten die Mäusefreunde von Cinderella die Hauptrolle und die Liebesgeschichte zwischen Prinz und der viel arbeitenden Stieftochter sei lediglich nebensächlich. Das nur so nebenbei. Ansonsten ist der Film ein großartiges Disneymärchen mit sehr schöner Atmosphäre!
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Kubrick_obscura 2009/02/25 13:12:36
Kommentar löschenUnvergessliche Songs...
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