Countdown to Zero

Countdown to Zero (2010),
Laufzeit 89 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm

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von Lucy Walker,

Eine mögliche atomare Eskalation schwebte ständig über dem Bewusstsein der Menschen im Kalten Krieg. Nach 1990 verschwand die atomare Bedrohung.. scheinbar. Die Dokumentationen führt uns vor Augen, wie Staatschefs und Terroristen auch in der dritten Dekade nach Ende des Kalten Krieges noch mit den A-Waffen spielen.


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Kritiken (1) — Film: Countdown to Zero

GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.5Sehenswert

Was "Countdown to Zero" letztlich aber für alle spannend macht, sind seine hochkarätigen Interviewpartner. Da plaudern Michail Gorbatschow beispielsweise über das atomare Wettrüsten und Jimmy Carter und sein damaliger Berater Zbigniew Brzezinski über beinahe-Katastrophen. Wenn man irgendetwas aus den Interviews mitnimmt, dann die traurige Tatsache, dass sich über die Jahrzehnte – egal unter welchen Staatschefs – nicht wirklich etwas getan hat, im Gegenteil. Tony Blair resümiert schließlich über die Gefahr von Atomwaffen in den Händen von Terroristen, und seien es nur schmutzige Bomben. Sowieso: Es macht keinen Unterschied, ob es das reine Material ist, das in die Hände von Terroristen gelangt oder eine ganze Bombe – wer hoch angereichertes Uran oder Plutonium hat, für den ist es ein Leichtes, es in eine Waffe umzuwandeln. Und genau hier wird der Film dann auch am bedrückendsten, nämlich wenn er zeigt, wie leicht man in den ehemaligen Ostblockstaaten an nukleares Material gelangen kann. Doch "Countdown to Zero" ist nicht nur an diese Staaten ein Appel, sondern an die gesamte Menschheit. Denn wenn nicht alle zusammen an einem Strang ziehen, dann wird die Uhr weiter vor-, aber nicht zurückgestellt. Und das ist dann unser aller Untergang.

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truelo

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr interessanter Film, in dem die Geschichte der Atombombe von der Entwicklung Oppenheimers bis zum heutigen Stand im Iran geschildert wird. Der Film wirbt unverkennlich für eine Atomwaffen-freie Welt und die Gründe dafür sind mehr als einleuchtend. Die Betrachtung der Situation ist zwar geprägt vom westlichen Weltbild, jedoch werden viele verschiedene Sichtweisen gezeigt, unter anderem auch die des Iran und Nordkoreas. Der Film zeigt eindrucksvoll aber leider manchmal auch etwas oberflächlich verschiedene Vorkommnisse und Unfälle in der Vergangenheit, wobei es zu gefährlichen Situationen kam, bei denen Atombomben und deren fahrlässiger Umgang damit zu Beinahekatastrophen führte. Viele namhafte Größen aus Politik und Wissenschaft bereichern diese Doku mit ihren Kommentaren, politische Entscheidungen werden beleuchtet, und die aktuelle Entwicklung in Bezug auf Terroristen und deren Möglichkeiten, eine Atombombe herzustellen, wird ausführlich dargestellt. Das Ende des Films zeigt, dass es sich um mehr als eine reine Doku handelt. Es steht reichlich weiteres Material zur Verfügung auf der Film-eigenen Website, wo man einen größeren Eindruck der Initiative bekommen kann. Durch den eben genannten Hintergrund kann ich den Film nicht wirklich für sich allein betrachten, was in diesem Fall aber auch nicht weiter schlimm ist. Anschauen ist jedenfalls nicht verkehrt.

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