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Das bessere Leben
Elles (2011), DE/FR/PL Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 29.03.2012
6.0
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von Malgorzata Szumowska und Małgorzata Szumowska, mit Juliette Binoche und Anaïs Demoustier
Die erfolgreiche Journalistin Anna (Juliette Binoche) recherchiert für einen Artikel das Leben von Studentinnen, die ihr Geld als Escorts verdienen. Dabei findet sie in den klaren, ungeschminkten und jeder falschen Romantik entzauberten Lebensentwürfen ihrer Informantinnen ein verstörendes Echo auf ihre eigene Karriere, auf ihre eigenen Bedürfnisse und auf das satte, verwöhnte, abgesicherte Voll-Kasko-Leben ihrer Familie. Führen sie vielleicht doch Das bessere Leben?
Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu Das bessere Leben
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Das bessere Leben
- Genre
- Drama
- Zeit
- 2010er Jahre
- Ort
- Frankreich, Paris
- Handlung
- Callgirl, Ehe, Eheprobleme, Einkommen, Familie, Journalistin, Lebenserfahrung, Lebenskrise, Magazin, Prostituierte, Prostitution, Reporter, Sadist, Student, Studentenleben
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Spannend
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Kritiken (11) — Film: Das bessere Leben
CINEMAN.ch
Kommentar löschenMit 33 sceny z zycia sowie Dokumentar- und Kurzfilmarbeiten sorgte die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska verdientermaßen auch international für Aufsehen, doch ihr erster französischsprachiger Film enttäuscht. Juliette Binoche in der Hauptrolle ist zwar einmal mehr herausragend. Doch das intellektuelle Konstrukt dieser Gegenüberstellung verschiedener Lebensentwürfe und Frauenbilder steht auf wackligen Beinen und läuft letztlich ins Leere.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDie Hintergründe für diese Geschichte sind realer als man sie wahrhaben möchte. Nicht nur in Paris oder in der Ukraine, sondern auch in Deutschland jobben zunehmend mehr Studenten als Sexarbeiter. Glaubt man Umfragen, dann zwingt sie nicht nur bittere Armut dazu, vielmehr spielen auch eine Lust am Abenteuer, gar Spaß eine gewichtige Rolle. Auf Feministinnen, die mit Alice Schwarzers „Emma“ aufgewachsen sind und die Prostitution seit den Siebzigern bekämpfen, wirkt das freilich wie eine Ohrfeige. Wirft es nicht die Frauen kolossal zurück, wenn sich nun sogar Vertreterinnen der Bildungselite Männern unterwerfen? Oder unterschätzt man den Pragmatismus der jungen Frauen, die behaupten, sie suchten sich attraktive Freier aus? Wie auch immer: Die polnische Regisseurin Malgoska Szumowska stellt die Verfügbarkeit der Körper nur aus, hat aber keine Haltung dazu. Das ist die große Schwäche dieses Films, der einen ratlos stimmt.
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Claudia Lenssen: epd Film Claudia Lenssen: epd Film
Kommentar löschenMalgorzata Szumowska stellt die geldwerte Verfügbarkeit der Körper aus. Außer Wow! hat sie keine Haltung dazu.
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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln
Kommentar löschenSzumowska hat zwei Ansätze: Das Wesen der Prostitution abklopfen und zudem den Blick auf weibliche Bedürfnisse lenken. Dafür fängt sie Juliette Binoches außergewöhnliche Gabe ein wie es lange kein Regisseur vor ihr tat.
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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino
Kommentar löschenAus Das bessere Leben hätte eine unerträgliche Moralfabel werden können, ja fast müssen. Denn die Grundhaltung des Films ist dezidiert feministisch und kapitalismus-kritisch. Aber das Wunder geschieht, und es entsteht ein mitreißendes Drama, das genau beobachtet, ohne zu bewerten – und aus der sich klug entfaltenden Geschichte heraus dann doch klar Stellung bezieht.
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Silke Kettelhake: fluter Silke Kettelhake: fluter
Kommentar löschenDie regisseurin zeigt erotische Abenteuer, ein wie zwischen zwei Geschäftspartnern gleichberechtigtes Zusammenkommen. Dass [...] diese Situationen Ohnmacht auslösen könnten, dass Prostitution, auch wenn sie freiwillig gewählt ist, nicht immer leicht abläuft, blendet Szumowska aus.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDie nicht so neue Erkenntnis, dass sich alle Frauen irgendwie prostituieren, wird in Das bessere Leben mit vielen witzigen Momenten garniert, vor allem, wenn Binoches Anne an den Tücken des Haushalts scheitert.
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Hornblower Thu, 29 Mar 2012 12:45:50 -0000
Antwort löschenMir ist diese Erkenntnis zugegebener Maßen doch neu...
Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschenDas bessere Leben ist ein interessanter Film, weil er Prostitution nicht als Problem, sondern als Symptom einer Gesellschaft zeigt. Ein wirklich guter Film wäre er geworden, wenn er dieses Symptom nicht allzu eindeutig auf dem Seziertisch der Leinwand ausgebreitet hätte.
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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR
Kommentar löschenDas bessere Leben ist ein intelligenter Spielfilm, der sehr anschaulich und unterhaltsam von den großen Themen Liebe, Vertrauen, Träume und Freiheit erzählt.
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Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenDer Verzicht auf (küchen-)psychologische Grundierung und lineare Narration (inklusive erläuternder Dialoge) eröffnet eine collagenhafte Fülle an Miniaturen, Verweisen und Diskursen, die im Kern um eine Art Dialektik des Begehrens kreisen: Das bessere Leben hat seinen Preis.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenGesellschaftlich hat der Film ohne Zweifel Relevanz. Denn die vielseitigen Veränderungen, meist nur schleichend, verändern auch uns, ob wir es wollen oder nicht. Typisch der französische Originaltitel „Elles“, womit ganz einfach die Frauen an sich gemeint sind. Doch auch der deutsche Verleihtitel ist gut gewählt. Denn genau um die Frage, welches das „bessere Leben“ sei, geht es.
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Kommentare (2) — Film: Das bessere Leben
spanky Sun, 09 Dec 2012 18:16:37 -0000
Kommentar löschenDie Qualität des Films schwindet mit der Zunahme seiner Pissszenen. Wow, wie feministisch. Die stärkste Einstellung verschießt dann so viel Pulver, dass später das erhoffte Feuerwerk gar nicht erst gezündet werden kann. Und obwohl es eigentlich gar nicht um die Hauptfigur geht, wird krampfhaft versucht, deren Geschichte zu erzählen, wenngleich dafür überhaupt keine Ideen vorliegen. Frustration, Depression, Masturbation. Diese Dreifaltigkeit haben wir schon besser gesehen.
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AdeptusAstartes Sun, 27 May 2012 15:27:17 -0000
Kommentar löschenWer auf französische Filme steht, der ist hier vielleicht gut bedient. Ich fand den Film recht merkwürdig, und die Entwicklung der Protagonistin (die Journalistin) ist nicht unbedingt nachvollziehbar/realistisch.
Kein schlechter Film, aber nicht mein Geschmack.
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