Das Leben ist schön
La Vita è bella (1997), IT Laufzeit 124 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 12.11.1998
56 Bewertungen
Skala 0 bis 10
15650 Bewertungen
118 Kommentare
Keine
von Roberto Benigni, mit Roberto Benigni und Nicoletta Braschi
In dem Drama Das Leben ist schön versucht ein Vater seinem Sohn im Konzentrationslager mit viel Liebe und Phantasie, die schreckliche Wahrheit zu versüßen.
Das Leben ist Schön (OT: La vita è bella) spielt am Rande des Zweiten Weltkriegs. Der lebensfrohe Kellner Guido (Roberto Benigni) verliebt sich eines Tages Hals über Kopf in die Lehrerin Dora (Nicoletta Braschi). Tatsächlich schafft er es, sie von seiner Liebe zu überzeugen und die beiden heiraten und bekommen einen gemeinsamen Sohn, Giosué (Giorgio Cantarini). Doch fünf Jahre nachdem Guido und Dora sich verliebt haben, werden sie auseinandergerissen. Guido und Giosué werden in ein Konzentrationslager transportiert, da Guido jüdische Vorfahren hat. Dora lässt sich freiwillig in das Lager bringen, doch wird sie ihre Familie dort wiedersehen? Guido versucht indessen, seinen Sohn vor der grausamen Realität zu bewahren und erklärt ihm, dass alle folgenden Ereignisse nur Teil eines großen Spiels sind. Dafür müssen sie sich an strengen Regeln halten, um am Ende den Hauptpreis zu gewinnen: einen großen Panzer.
Hintergrund & Infos zu Das Leben ist schön
Für seinen Film Das Leben ist schön wurde Roberto Benigni, der neben der Regie und dem Drehbuch auch die Hauptrolle verkörperte, durch die Erlebnisse seines Vaters inspiriert, der zwei Jahre in dem Konzentrationslager Bergen-Belsen verbracht hatte.
Mit Das Leben ist schön gelang Roberto Benigni ein internationaler Erfolg, der weltweit 229 Millionen Dollar einspielte. Damit galt er lange als der weltweit erfolgreichste italienische Film aller Zeiten. Bei den Academy Awards im Jahr 1999 wurde er sieben Mal nominiert und bekam die begehrte Trophäe in den Kategorien Bester fremdsprachiger Film und Beste Filmmusik. Außerdem ergatterte Roberto Benigni den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Die Szene, wie Roberto Benignig für die Entgegennahme des Preises über die Stuhlreihen kletterte, ist bis heute noch bekannt.
Roberto Benigni gewann zudem noch den Jewish Ecperience Award, was in Anbetracht des Themas als besonders wertvoll zu erachten ist. (LM)
Mehr Bilder (14) und Videos (5) zu Das Leben ist schön
Cast & Crew
- Genre
- Familiendrama, Kriegssatire, Politdrama, Psychodrama, Romantische Komödie, Schicksalsdrama, Slapstickkomödie, Tragikomödie, Drama, Komödie
- Zeit
- 1930er Jahre, 1940er Jahre, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Arezzo, Italien, Toskana
- Handlung
- Angst vor dem Tod, Buchhandlung, Clown, Deportation, Exekution, Fahrradfahren, Fahrradunfall, Faschismus, Gefangener, Geschichtenerzähler, Große Liebe, Holocaust, Jude, Judenverfolgung, KZ-Häftling, Kind, Konzentrationslager, Massenmord, Märchen, Nationalsozialismus, Nazi, Oscargewinner, Panzer, Phantasie, Preis, Rätsel, Scharade, Schutzstaffel (SS), Selbstaufopferung, Spiel, Sterben und Tod, Transvestitismus, Vater-Sohn-Beziehung, Verkleidung, Verlust des Vaters, Versteckspiel, Überlebenskampf
- Stimmung
- Berührend, Gutgelaunt, Traurig, Witzig
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Kritiken (3) — Film: Das Leben ist schön
Anj S: Mann beisst Film
Kommentar löschen„Das Leben ist schön“ erzählt eine wundervolle Geschichte, eben ein Märchen, das gar nicht erst vorgibt, eine realistische Abbildung der Wirklichkeit zu sein. Die Handlung ist fiktiv, die Hintergründe wahr und genauso wie das Märchen zum Schmunzeln und Träumen anregt, verleitet einen die Realität zum Nachdenken und In-sich-kehren. Der Film schafft es, trotz der Tragik, aus der er weitreichend schöpfen könnte, nicht melodramatisch oder schwerfällig zu werden und versetzt den Zuschauer auch nicht in völlige Depressivität.
Was diesen Film so besonders macht, lässt sich kaum mit Worten beschreiben. „Das Leben ist schön“ bildet eine gelungene Mischung aus feinfühligem Humor, einer märchenhaften Idee und einer liebevollen und detaillierten Umsetzung. Roberto Benignis Film glänzt vor Originalität und authentischer Fantasie!
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...
Kommentar löschenZum ersten mal an einem Stück und komplett gesehen. Und was soll man zu Benignis Film noch viel sagen. Wunderschön, herzergreifend und mit einem Filmmusikthema, das Morricone selbst nicht hätte besser machen können.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenIch habe den Film gesehen, nachdem ich die Oscar-Verleihung bei der
Roberto abgesahnt hat, im Fernsehen miterlebt habe. Roberto Benigni's angeborenes? "Overacting" dient dem Film dabei, den Rassenirrsinn und die Lagerschrecken ins Unwirkliche zu verfremden und damit "erträglich" zu machen. Man schwankt als Zuschauer zwischen "das Leben IST schön" und dem im Hals stecken bleiben eines wahren Gefühlsbündels aus 'Lachen, Weinen, Fassungslosigkeit, Ohnmacht'. Benigni schafft es, mehre unterschiedliche Gefühle im Zuschauer klingen zu lassen. Benigni hat natürlich einen anderen Ansatz, aber Filme wie Schindler's Liste, oder das Piano gehen gradliniger, tiefer unter die Haut. Aber troztdem Chapeau!
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Kommentare (115) — Film: Das Leben ist schön
elmnope Tue, 21 May 2013 23:42:49 -0000
Kommentar löschenDas Leben ist schön versucht nicht, den Holocaust historisch oder gar realistisch zu erfassen, dieser Film nähert sich dem Unfassbaren mit den Mitteln einer Komödie- und vermag so einen äußerst reflektierten und ergreifenden Film zu schaffen.
Guidos Sohn hält Deportation und das KZ für ein Spiel- der Junge ist in gewisser Art und Weise immer noch frei; er ist kein Opfer sondern behält angesichts all der Grausamkeit eine (unschuldige) Würde.
Und um Würde geht es im Wesentlichen, denn diese können die Nazis den Figuren in diesem Film nicht nehmen. Sie repräsentieren die Menschlichkeit gegenüber einem System, das hier als wahnsinnig und absurd entlarvt wird.
Benignis Film funktioniert in diesem Sinne als Fabel über Grausamkeit und die Liebe, die dieser entgegensteht. Er dämonisiert oder dramatisiert nicht, er verzichtet (fast vollständig) auf die drastische Darstellung von Ermordung, Leid und Tod und dennoch sind diese- gerade durch das verzweifelte "Spiel" Guidos immer spürbar.
Das Ganze fühlt sich zeitweise wie eine Geschichte an, die trotz ernster Momente noch gut ausgehen kann. Doch gleichzeitig drängt sich um so bitterer das Bewusstsein auf: das hier ist im Kern keine Geschichte, sondern eine Wahrheit steckt darin, die so schrecklich ist, dass man sie eigentlich nie vollständig begreifen, sie emotional nicht erfassen kann.
Und Benigni sucht den Weg zu dieser Wahrheit über die Komik, doch er verliert sie nicht aus den Augen. Guido schafft es, seinen Sohn zu beschützen und zu retten, doch er selbst muss sterben. Denn gerade weil dies keine Geschichte ist, kann es kein Happy End geben. Hier kann es weder einen Retter geben, noch die realistische Hoffnung darauf, dass alles wieder gut wird.
Wenn der kleine Junge sich in der Schlussszene freut, er habe das Spiel gewonnen, ist doch genau das Gegenteil der Fall, wie auch das Kind irgendwann einsehen wird. Das Leben war schön und es ist zerstört worden.
Der Film konzentriert sich aber weniger auf die Taten, sondern vor allem auf die menschlichen Tragödien, ohne dabei belehrend wirken zu wollen.
Und trotzdem ist Benignis Film voller Hoffnung. Diese Hoffnung liegt in der Menschlichkeit, der Würde und der Liebe, die hier aufrecht erhalten werden- aufrecht erhalten werden müssen!
Sie sind das Einzige, was der Unmenschlichkeit entgegen gehalten werden kann. Diese Hoffnung schützt nicht, doch sie ist das, was bleibt. Und das ist es, was "Das Leben ist schön" so berührend, so schrecklich, so klug und ja, auch irgendwie wieder schön macht!
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alex023 Tue, 30 Apr 2013 11:09:39 -0000
Kommentar löschen»Nichts ist notwendiger als das Überflüssige«
Es ist ja nicht so, als wüsste man das nicht.
Es ist ja nicht so, als wäre das neu.
Es ist ja auch nicht so, als wäre das nicht bekannt.
Aber dennoch ist es immer ein Schlag ins Gesicht, wenn man so etwas vor sich gesetzt bekommt. Ich kann mir auch nach einer Milliarde Geschichtsstunden in meiner Schulzeit nicht erklären, wie so etwas möglich werden konnte. Doch, natürlich kann ich mir das erklären. Aber nein, ich kann es nicht!
»La vita è bella« ist der verhängnisvolle Titel von Roberto Benignis Drama aus dem Jahr 1997, und es ist wunderschön, eine zarte, leichte, seichte, sanfte Liebeskomödie in der ersten Stunde, das Leben ist einfach wunderbar, das Glück greifbar. Klar, hier und da tauchen ein paar Sachen auf, die stören könnten, aber das ist alles nur am Rande. Doch dann geht es los, die Horrorfahrt, der Schrecken, die Hölle auf Erden möchte man fast sagen. Und doch lässt sich der Mensch hier nicht unterkriegen. Seinem Sohn spielt Guido eine heile, unbehelligte Welt vor, nennt es ein großes Spiel um einen Hauptpreis. Und das ist so wundervoll in Szene gesetzt, man ist gerührt und fragt sich die ganze Zeit, warum das eigentlich sein muss. Bis man dann wieder beim Grund angelangt ist und einfach nur wütend wird.
In »La vita è bella« wird das Böse, wird das Unheil besiegt und es siegt das Leben, denn das Leben IST schön…zumindest für den kleinen Giosué. Guido besiegt die Nazis mit seinen ganz eigenen Waffen, denn gegen den unbändigen Willen und grenzenlose Liebe sind sie machtlos.
Ein verdammt großer und wichtiger Film, der den Zuschauer zum Lachen und Weinen bringt, aber größtenteils auch einfach wütend macht, weil das alles nicht hätte sein müssen, und zudem gehörig Respekt aufbringt für diesen Vater, für den es nur noch darum geht, sich nicht noch das letzte rauben zu lassen, nämlich die Lebensfreude. Es ist auch irgendwie ein Appell, eine Ode an alle, das Leben so zu leben, wie wir es wollen und es zu genießen, denn ein zweites haben wir nicht und alle die die Chance haben, können sich glücklich darüber schätzen.
[http://planetofpictures.blogspot.com/2013/04/ist-das-leben-denn-nicht-schon.html]
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Tautou Sat, 11 May 2013 18:43:24 -0000
Antwort löschenÜberzeugt. Vorgemerkt!
alex023 Sat, 11 May 2013 18:44:46 -0000
Antwort löschenGut so!
Tautou Sat, 11 May 2013 18:48:16 -0000
Antwort löschenGudrun!
alex023 Sat, 11 May 2013 18:49:56 -0000
Antwort löschenBrody?
Tautou Sat, 11 May 2013 18:53:05 -0000
Antwort löschenI'm coming home Dana. I promise.
alex023 Sat, 11 May 2013 18:58:46 -0000
Antwort löschenWalker!!
Tautou Sat, 11 May 2013 19:03:32 -0000
Antwort löschenTexas Ranger
alex023 Sat, 11 May 2013 19:08:29 -0000
Antwort löschenJohnny Depp ?!
Tautou Sat, 11 May 2013 19:14:20 -0000
Antwort löschenChuck Norris!
alex023 Sat, 11 May 2013 19:15:10 -0000
Antwort löschenHans Sarpei!
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Tautou Sat, 11 May 2013 19:21:29 -0000
Antwort löschenAmy Winehouse - Back to Black
alex023 Sun, 12 May 2013 17:49:26 -0000
Antwort löschenSeth Cohen!
centurio Sat, 30 Mar 2013 12:59:29 -0000
Kommentar löschenEin Meisterwerk , auf die Idee zu kommen , dem kleinen, die Hölle des KZs als eine Art spiel zu verkaufen ist schon mal grandios.Muß zugeben das mich selten ein Film so berührt hat. Zurecht so viele Oscars abgeräumt, sollte ein muß an jeder Schule sein der Film.
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Hfonda15 Sun, 10 Mar 2013 09:56:40 -0000
Kommentar löschenIch tat mich etwas schwer mir ,,Das Leben ist schön" anzusehen, da doch das Thema des Holocaust was hier behandelt wird den Titel doch schon sehr infrage stellt. Bei diesem Thema bevorzuge ich Filme wie Schindlers Liste bei denen man das Geschehene nach wie Vor zwar nicht verstehen kann aber sich trotzdem mit einem der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte auseinandersetzt und zwar auf eine realistische Art und Weise.
Die erste Stunde von diesem Streifen fängt dann auch recht belanglos an, von den Nazis wird noch nicht gesprochen und man sieht nur Guido der sein Leben fröhlich und unbeschwert genießt, bevor er als Jude von Naziregime unterdrückt werden wird.
Der Humor in dieser ersten Hälfte ist teilweise auch Recht albern und hätte mir persönlich auch nicht gefallen, wenn Roberto Bengini nicht so sympatisch spielen würde, dass der Film in der ersten Hälfte doch Spaß macht.
Die erste Hälfte hätte von mir dann eine Bewertung von ca. 6 Punkten aber wenn danach die Dramatik des Films durch die Unterdrückung der Nazis einsetzt wird dieser Streifen richtig stark! Es sind bewegende Szenen wenn Guido von SS Soldaten abgeführt wird und seinem Sohn eine heile Welt vorgauckelt, da sein Sohn glücklich sein soll und nicht mit ansehen soll zu welchen Taten Menschen fähig sein können!
Die ganze Idee des Films verdient schon Respekt und der Film überzeugt an den meisten Stellen auch, da die zweite Hälfte wirklich fantastisch inszeniert wurde aber ich selbst komme nicht ganz mit der Darstellung des Holocaust klar, es wirkt als hätten die Juden in diesem Film 2 Wochen im KZ verbracht bevor sie von amerikanischen Truppen gerettet worden und auch die grauenhaften Bilder dieser Verbrechen sieht der Zuschauer nicht, da trotz allem der Eindruck erhalten bleiben soll, Das Leben ist schön!
Sicherlich ein sehr guter Film der auch im Kopf bleibt, doch mich konnte er nicht komplett überzeugen, da mir der Film etwas zu optimistisch war angesichts des Themas aber wie man damit umgeht muss jeder selber entscheiden!
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cpt. chaos Sun, 10 Mar 2013 13:17:44 -0000
Antwort löschenSehr passend beschrieben; mir hat der erste Teil sogar noch schlechter gefallen, da alles etwas überzogen albern rüberkommt, was aber sicherlich so beabsichtigt war, um den Kontrast zum extrem starken zweiten Filmabschnitt deutlich zu machen - muss ich mir auch unbedingt nochmal ansehen!
Alienator Tue, 12 Mar 2013 21:02:20 -0000
Antwort löschenSiehe meine Kritik zu "Zug des Lebens". Der lohnt ebenfalls.
TinaCocaine Sun, 03 Mar 2013 12:23:26 -0000
Kommentar löschenBis zu dem Zeitpunkt an dem das Kind auftritt, finde ich den Film eher albern und überhaupt nicht ansprechend, langweilig und er wirkt ein bisschen wie ein Kasperletheater. Ab dem Zeitpunkt wo " Giosuè" dann auftritt wird "Das Leben ist schön" aber zu einem wunderbaren Drama mit viel Witz und einer Menge Optimismus. Teilweise musste ich schmunzeln, teilweise war ich aber auch einfach nur bewegt. Besonders, dass man eben nicht sieht, wie Leute erschossen oder vergast werden und man trotzdem dieses schaudrige, nicht zu beschreibende Gefühl in sich entdeckt, finde ich bei "Das Leben ist schön" ansprechend. Gerade gegen Ende wird es dann nochmal richtig was für´s Herz, ich würde aber wohl eher z.B. zu "Schindlers Liste" oder "Der Junge im gestreiften Pyjama" greifen, wenn ich mir einen Spielfilm anschauen möchte, der den Holocaust als Thema aufgreift, da mir diese von der Machart her einfach besser gefallen.
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kobbi88 Sun, 24 Feb 2013 21:36:51 -0000
Kommentar löschenWie nah Lachen und Weinen beisammen liegen können, das zeigt dieser Film.
Die erste knappe Stunde ein herzlicher und lustiger Film mit einem wunderbaren Roberto Benigni, bei dessen Spielfreude man hervorragend lachen kann.
Die zweite Hälfte ist der Film zwar immer noch herzlich. Er ist auch immer noch lustig und Roberto Benigni ist immer noch wunderbar. Aber das Lachen ist mir im Halse stecken geblieben.
Ist das Leben wirklich schön? Nun, für Guido war es das lange. Er lebte wie es ihm gefiel, war frei, bekam eine bezaubernde Frau. Dabei war er ein Hallodri, aber vom Glück verfolgt. Für Guido war das Leben schön. Es hätte wohl nicht schöner sein können.
Doch das änderte sich, als der Jude in ein Konzentrationslager gesteckt wurde. Mit seiner Familie. In einem Konzentrationslager konnte sein Leben sicher nicht mehr schön sein. Aber wenn schon er nun kein schönes Leben mehr führen konnte, so wollte er seinem Sohn ein schönes Leben bereiten. Oder wenigstens ein schöneres. Er wollte ihn beschützen. Und hat es geschafft. Er konnte den Schrecken der KZ größtenteils von seinem Sohn fern halten.
Und er blieb sich selbst treu.
----SPOILER----
Die Nazis haben ihm seine Freiheit genommen, aber nicht seine Würde.
----SPOILER ENDE----
Und das schöne Leben konnte er an seinen Sohn weitergeben.
„Mama, wir haben gewonnen!“
Und das hat Guido auch.
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MaxN91 Sun, 24 Feb 2013 21:57:37 -0000
Antwort löschenSo ging es mir auch.
Schöner Kommentar, zu einem schönen Film.
Hfonda15 Mon, 25 Feb 2013 01:20:22 -0000
Antwort löschenHab die Dvd schon ne Weile bei mir rumliegen, bei ner 9 Punkte Bewertung wird der ganz schnell nachgeholt. Schöner Kommentar(hab nur die Spoiler übersprungen ;) )
kobbi88 Mon, 25 Feb 2013 04:30:06 -0000
Antwort löschenDanke euch zwei :)
Hfonda15 Fri, 08 Mar 2013 16:33:13 -0000
Antwort löschenAm Wochenende kommt noch meine Rezession zu dem Film hoffe mal, dass der mir gefällt nachdem ich Les Miserables und deinen geliebten Inception nicht so gut bewertet hab ;)
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kobbi88 Fri, 08 Mar 2013 17:44:27 -0000
Antwort löschenNa hoffentlich!! ;) Bin schon gespannt :)
Wobei ich zu Inception sagen muss: wenn er nicht zu meinen Lieblingsfilmen gehören würde, was ja ne verpflichtende 10 ist, hätte er wohl auch keine 10er-Wertung bekommen sondern so 8,5 bis 9. Etwa ;)
alex023 Thu, 04 Apr 2013 19:55:41 -0000
Antwort löschenAlso ich wäre ja persönlich gespannt auf eine "Rezession" zu einem Film....
emotionfreak Thu, 31 Jan 2013 18:44:48 -0000
Kommentar löschenIch tu mich eigentlich sehr schwer mit Filmen, die eine Mischung aus Komödie und allzu ernstem Drama sind, aber bei diesem aber tut das der Liebe keinen Abbruch. Zu Anfang eine lockere, aber dennoch romantische Liebesgeschichte, die einem zudem die lockere Lebensweise und die Schönheiten des Landes Italien näher bringen und eine teilweise schon fast alberne Komödie. Albern meine ich aber in dem Fall nicht negativ, ich konnte einige Male herzhaft lachen. Dann irgendwann kommt die Wende, es wird zu einem emotionalen, mitreißenden, gefühlvoll erzählten Drama. Wer also so etwas mag, sollte auch wenn der Anfang nicht gefiel, weiter schauen. Man muss allerdings auch in der Lage sein, über Unlogik und all zu weit hergeholtes hinweg zu sehen. Ich war hier sehr gut dazu in der Lage, denn der Film hat mich so begeistert, dass ich darauf gesch... habe. ACHTUNG AB JETZT SPOILER: Sehr interessant fand ich die Sache mit dem Doktor. Man denkt, er will helfen, aber dann die Ernüchterung.
Es hat mich sehr berührt, wie der Vater seinem Sohn das Ganze als Spiel verkauft hat. Dann kam die wunderbare Szene mit der Durchsage an seine Frau und dann erst der Schluss, wo das Kind in den Panzer steigt und dann noch seine Mutter wiedersieht. Ich mußte fast heulen. Wieder mal ein Werk, das zeigt, zu welch wunderbaren Sachen, der Mensch in Bereichen, wie Musik und Film, fähig ist. Da denk ich mir doch, dass die Menschheit gar nicht so schlecht sein kann. Natürlich wird man durch den Film auch mit den schrecklichen Taten der Menschheit konfrontiert. Aus diesen aber wurde ein wundervoller Film gemacht. Dass aus diesen schrecklichen Sachen, die es in der Realität gab, ein solcher Film gemacht wird, ob das in Ordnung ist, darüber kann man natürlich streiten.
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Fedkek2 Wed, 30 Jan 2013 09:55:33 -0000
Kommentar löschenWie üblich wusste ich nichts über den Film den ich mir die nächsten zwei Stunden ansehen würde, nur das er 1999 mindestens einen Oscar bekommen hatte. Welch überraschende und traurige Wende er doch nimmt, hätte ich niemals gedacht aber Guido lässt nicht zu das wir trauern, im Gegenteil. Am Anfang war ich noch ein wenig skeptisch, vielleicht war es eine Prise zuviel kitsch aber auf eine originelle Weise die ich vorher noch nie so erlebt habe. Guido Orefice ist einer der lebenslustigsten Menschen auf der Welt und lässt sich durch nichts ebensolche nehmen, selbst nicht durch das Arbeitslager. Aufopfernd kümmert er sich um seinen Sohn und muntert ihn immer wieder auf trotz seiner schier hoffnungslosen Situation. Selbst gegen Ende ist er noch zu Späßen aufgelegt: "Wir treffen uns wieder dann gründen wir eine Firma und stellen Ambosse her". Leider endet der Film mit einem halben Happy End.
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Mr Beautyghost Tue, 22 Jan 2013 22:52:35 -0000
Kommentar löschenBittersüss und tragisch-komisch erzählt
Roberto Begnini eine wundervolle Liebesgeschichte,
von ihm mit seiner Frau (auch ihm richtigen Leben!), mit
seinem Sohn, mit seinem Leben.
Antifaschistisch, antihumorlos, antiengstirnig, im Grunde anti-anti, so verspielt und heiter, dass er als Schauplatz auch die Hölle selbst hätte nehmen können.
In Dreifach-Funktion als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent schafft er es, eine zauberhafte Geschichte aus einem Guss zu erzählen, die mich mit makelloser Leichtigkeit und viel Wortwitz unterhält und zum Nachdenken anregt. Im Gegensatz zu vielen anderen Hollywoodstreifen kann ich mir in diesem Film NIEMAND anders als ihn in der Hauptrolle vorstellen.
Robertos bisweilen an Klamauk grenzende Darstellung ist natürlich nicht jedermanns Sache und erinnert mich zu gerade zu Beginn des Films an Louis de Funès nervendes Potential. Aber schnell erkenne ich zwischen diesem augenscheinlich trotteligen Gehabe immer öfter seinen subtilen Humor, und seine natürliche Unbekümmertheit lässt mich im somit fast alles verzeihen. Wer allerdings in der ersten Hälfte nicht lachen konnte, dem empfehle ich abzuschalten, denn sonst funktioniert der Kontrast zu der zweiten nicht.
Als ich ihn mir vor kurzem nochmal anschaute, erinnerte ich mich an die Oskar-Verleihung ´99, in der er so ergriffen von der Ehrung über die Sitze kletterte (und fast auf Steven Spielberg fällt!), mit den Worten ringend , alles und jedem Danke sagen wollte. Begnini spielt hier nicht, er ist so. Buongiorno, geliebtes Leben!
Ich denke nicht, dass Begnini mit der schwierigen KZ-Thematik weder bagatellisieren noch polemisieren wollte, sondern ganz bewusst durch seine konträre Darstellung kritisiert, sehr sensibel agiert, ohne Fingerzeig, märchenhaft, ein bisschen wie im Stil des großen Charlie Chaplin. Nicht trotz sondern gerade weil er so unpolitisch ist, funktioniert Guidos Gegenteilwelt für seinen Sohn und mich, als Ausdruck wahrer Abwehr des Nazi-Regimes, konsequent bis zum Schluss. Dieses Thema hat genug Schwergewichte, hier mal etwas ganz anderes.
Roberto Begninis wahre Meisterschaft besteht für mich aber in der Kunst, alle großen Gefühle abzudecken, Trauer, Schwärmen, Melancholie und fabelhaftes Lachen, ohne dabei schwer im Magen zu liegen. Ein Film des größten Kinos, den jeder gesehen haben muss, der von sich behauptet, Filme zu mögen.
P.S.: Wenn ich mal einen Buchladen eröffnen sollte, werde ich ein Schild ins Fenster hängen müssen:
- "Für Spinnen und Westgoten verboten."
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mailyn.pelagiokerzenmacher Tue, 29 Jan 2013 00:50:41 -0000
Antwort löschenJa Mr Beautyghost, die Oskar Verleihung, musste mir das auch nochmal anschauen. Toll!
http://www.youtube.com/watch?v=8cTR6fk8frs
mailyn.pelagiokerzenmacher Mon, 07 Jan 2013 23:39:16 -0000
Kommentar löschenDanke Roberto für diesen Film! Genial!
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albaniax Mon, 07 Jan 2013 15:10:35 -0000
Kommentar löschenIch glaub ich weiß nun, welchen Film ich beim nächsten Daten laufen lasse :)
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Sabrina Schanze Wed, 16 Jan 2013 23:14:09 -0000
Antwort löschenviel zu traurig... würde ich von abraten... ich muss dabei nämlich immer heulen ;)
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albaniax Sat, 19 Jan 2013 18:32:24 -0000
Antwort löschenJa hab ihn doch noch vorher geguckt.
Die erste Hälfte war wie erwartet, aber die zweite Hälfte war harte Realität der Vergangenheit.
Sabrina Schanze Sat, 19 Jan 2013 20:17:43 -0000
Antwort löschenja... das ist nix für's erste date... viel viel viiiiel zu grausig und traurig...
midesp Wed, 19 Dec 2012 18:56:35 -0000
Kommentar löschenWenn man sich von einem Film sein Herz in viele kleine Einzelteile zerfetzen lassen will - Bitte sehr, hiermit ist man gut bedient.
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MaxN91 Sun, 18 Nov 2012 13:11:28 -0000
Kommentar löschen*Spoiler sind enthalten*
Wenn man über “Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni redet, springt einem ins Auge, dass der Film 1998 so gut wie jeden relevanten Filmpreis gewann und dabei unglaubliche 228Mio einspielte. Grund genug sich diesem Klassiker einmal zu widmen und selbst einmal zu erfahren, ob diese überwältigende Resonanz gerechtfertigt ist. Der Film beginnt mit einer One-Man-Show des Hauptdarstellers Benigni und dessen überschwinglichem Humor. Was folgt ist eine sehr spaßige Liebesgeschichte gepaart mit wunderschöner italienischer Leichtigkeit in der sonnigen Toskana. Hier ist der Titel des Films Programm , denn das Leben von Hauptfigur Guido könnte zu diesem Zeitpunkt nicht schöner sein. Als dieser nun aber mit seiner Familie auf dem Fahrrad in die Stadtmitte fährt merkt der Zuschauer, dass etwas nicht stimmt. Im zweiten Abschnitt kippt die Stimmung des Films komplett und beginnt mit der Deportation der jüdischen Familie. Ein waschechtes Drama entwickelt sich : Die Angst , die Ungewissheit und das Angesicht des Todes ist in jeder Einstellung zu spüren . Dennoch will und muss Guido seinem Sohn eine heile Welt vorspielen. Gerade weil die erste Hälfte des Films so lebensfroh und romantisch ist , wirkt die zweite umso heftiger nach. Der Alltag im KZ wird ungeschönt gezeichnet. Hier steckt die Genialität des Films und seines Hauptdarstellers – trotz des Todeshauchs im Nacken verliert Guido nie seinen Humor und versucht seinem Sohn die heile Welt zu erhalten. Dies hält so lang an bis Guido einen alten deutschen Freund im KZ trifft und von ihm nicht die erhoffte Hilfe bekommt. Genau dieser Moment ist der prägnanteste des ganzen Films , denn dem Zuschauer wird hier die Illusion einer Versöhnung und einer heilen Welt komplett genommen. “Das Leben ist schön“ ist ein absolut fantastischer Film, der meiner Meinung nach besonders gut mit der Thematik der Konzentrationslager umgeht und zum Nachdenken anregt. Absolut unverständlich wie die Karriere des wunderbaren Roberto Benigni nach diesem Meisterwerk des Italienischen Films so in der Versenkung verschwinden konnte.
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Cellmorbasg Mon, 12 Nov 2012 16:09:04 -0000
Kommentar löschen*großer Spoiler enthalten*
Der Film beginnt in einem romantisierten Bild von Italien. Aufgefangen wird der Kitsch von der Quirligkeit Roberto Benignis und seinen humoristischen Einlagen. In diese italienische Kleinstadtidylle platzt ein grünes Pferd, dunkles Zeichen einer herannahenden Epoche. Doch das Zeichen wird noch einmal umgedeutet und bringt die erste Stunde zu einem Happy-End.
Über kurz oder lang lassen sich Zeichen der Zeit jedoch nicht aufhalten, das Unglück nimmt seinen Lauf. Herz dieser zweiten Stunde bildet eine anrührende Vater-Sohn-Beziehung. Wirklichkeitsfremd ist der kleine Junge in eine Welt geraten die er nicht kennt und nicht erfassen kann. Diesen Zustand aufrechtzuerhalten und zu schützen was sein liebstes ist, wird die Aufgabe des Vaters. Eine Aufgabe die alles abverlangt und unter den gegebenen Umständen unmöglich scheint. Es gelingt, doch nur mit einem Opfer. Den nahenden Tod im Blick sträubt er sich ein letztes Mal gegen die Realität. Und nicht verloren hat er dabei, sondern gewonnen. Sein Kind verlässt als Sieger den Ort.
Der Hintergrund der zweiten Hälfte legt sich bitter-schwer auf's Gemüt und der Kontrast zwischen zwei Film-Hälften könnte nicht größer sein. Es ist die Tatsache diesen Kontrast eingefangen zuhaben, die diesen Film heraushebt. Ein normales Leben hier, der menschliche Abgrund dort. Wenn hier der Versuch unternommen wird, in diesem Abgrund die Menschlichkeit zu erhalten, dann ist Humor ein Mittel dazu. Es ist nicht nur ein Lachen, weil es nicht zum Weinen reicht, es ist eine bewusste Entscheidung zur Abwehr der Unmenschlichkeit. Es lässt dieses Leben nicht leichter ertragen, sondern erhält überhaupt einen Kern von Lebendigkeit. Liebe, Wärme, Mitgefühl. Nur so wird der Junge gerettet.
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r3sortiane Mon, 05 Nov 2012 12:38:26 -0000
Kommentar löschenKontroversen
============
Ein in seiner Wirkung für mich sehr kontroverser Film. Es gibt so einiges, das mir an dem Film gut gefiel aber es waren auch viele Punkte, die mich störten. Mir gefiel die Leidenschaft und Fröhlichkeit der Hauptperson.
Ich mochte die schelmische Eroberung der Liebsten, die Fähigkeit, seine Mitmenschen (und den Zuschauer) zu begeistern und mitzureißen. Der kleine Sohn ist in seinen kurzen Hosen einfach unheimlich putzig. Viele der Albernheiten Guidos empfand ich als kreativ und einfallsreich. Auch fesselte mich das Lebensgefühl und die Lebensfreude des Films.
Mit der schrecklichen Wendung des Films wurde mir die Handlung leider deutlich zu wirklichkeitsfremd und illusorisch. Auch wenn ich weiß, dass es hier nicht einmal ansatzweise um eine historisch detailgetreue Darstellung gehen soll, so streubten sich mir doch immer wieder die Haare wenn ich sah, welche närrischen Freiheiten, Versteck- und Katz-und-Maus-Spiele der Film in diesem grausigen Kontext für durchführbar verkauft.
In den Momenten, wo es mir gelang, darüber hinwegzusehen, mich vom real-historischen Kontext zu lösen und mich auf die Vater-Sohn- bzw. Eltern-Kind-Beziehung und auf die liebevollen und unnachgiebig realitätsverleugnenden Absichten des Vaters bzw. auf die emotionale Grundidee des Films zu fokussieren, so vermochte "Das Leben ist schön" jedoch intensive Emotionen in mir zu wecken.
Mein Fazit
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Insgesamt, unter dem Vorwissen der unweigerlich folgenden Wendung zum Bösen, ein zunächst fast schon unangenehm heiterer, fröhlicher und energetisierender Film, der sich in der Folge zu einer unheimlich traurigen, zum Scheitern verurteilten und irgendwie auch makaberen spielerischen Inszenierung auswächst um, zwar emotional schön aber zugleich auch unangebracht versöhnlich zu enden. Für eine (noch) gelungenere Beschäftigung mit der Thematik empfehle ich den Film "Zug des Lebens" und das Buch oder den Film "Nackt unter Wöfen".
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ElMagico Mon, 05 Nov 2012 09:52:15 -0000
Kommentar löschenEin Film über den ich mir noch nie eine eindeutige Meinung bilden konnte und auch die Sichtung gestern brachte mich keinen Schritt weiter. Dummerweise ist es einer der Filme, bei denen man sich geradezu verpflichtet fühlt betroffen zu sein, allein schon ob seiner schweren Thematik.
Mich nervt "La vita è bella" aber über weite Teile. Schon alleine die Machart der komödiantischen Anteile des Films ist mir zu albern und vorallem die Figur des Guido könnte ich schon nach 10 Minuten zum Mond schiessen. Das ist mir viel zu sehr mit einer dicken Schicht Zucker überzogen, viel zu putzig, als das ich mich da irgendwie heimisch fühlen könnte. Vielleicht mag das ein gewollter Kontrast zum zweiten Teil des Films sein, vielleicht ist es Robert Benigni aber einfach nur gewohnt sich als Figur zu inszenieren, die man einfach gerne haben soll. Denn einen Kontrast zu erschaffen wäre ja auch völlig unnütz. Das alles war schlimm genug, egal in welchen Kontext man das setzt.
Das eigentlich Problem das ich mit "La vita è bella" habe ist aber, dass die Berge an Zucker, die Benigni über seinen Film streut, zwar im zweiten Teil weniger werden, es für mich aber definitiv noch zu sweet ist. Etwas in mir wehrt sich die ganze Zeit das einfach so zu akzeptieren. Ich weiss nicht ob man das was "La vita è bella" macht, darf oder tun sollte. Ob man es auf diese Weise tun sollte. Mir ist ja durchaus bewusst, was der Film sagen will und ich finde das ja sogar ok letztendlich. Und doch streubt es sich in mir. Es gibt kaum filmische Auseinandersetzungen mit den Geschehnissen in den KZ's. Ich find es dann einfach völlig unangebracht mit einer Komödie um die Ecke zu kommen, welche diese Schreckensbilder fürs grosse Publikum zusammenstreicht und die dann auch noch offensichtlich Betroffenheit erhaschen will. Ist schon wirklich soviel Zeit vergangen, dass man langsam einen angenehmen Weg sucht um mit diesem Grauen umzugehen? Warum nicht eine Tsunami-Komödie? Ein lustiges Filmchen über 9/11? Noch zu früh dafür?
Wie gesagt: Ich bin mir bewusst was der Film sagen will, ich bin aber gleichzeitig einfach auch schockiert, was er alles unter den Tisch kehrt um sein Ergebnis zu erzielen. Mir liegt das einfach zu schwer im Magen als das ich "La vita è bella" irgendwie toll finden könnte...hinzu kommt da aber eh, dass er fernab von seiner Thematik, auch rein inszenatorisch weit von einem Meisterwerk entfernt ist. Grundsolide gemacht, aber nicht grandios.
Um es kurz zu fassen: Das Leben ist schön - NEIN! Ist es eben nicht! Und es war nie soweit davon entfernt wie damals!
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mariega Mon, 05 Nov 2012 10:56:27 -0000
Antwort löschenGenau aus diesen Gründen habe ich den Film nie anschauen wollen denn ich ahnte das, was du hier wunderbar (wie immer) schilderst! Diese unmögliche populistische Art ein Thema anzugehen, das 100% "politisch korrekt" ist und das jeder sich verpflichtet (wie du es sagst) fühlt zu respektieren! "Wie kannst du nur! So ein feinfühliger Film!" habe ich anhören müssen. Ich wollte aber diese Version nicht sehen, mir ist die andere schon unerträglich genug! Genauso geht es mir mit "Ziemlich beste Freunde"! Danke, dass du das so schreibst wie ich es meine!
ElMagico Mon, 05 Nov 2012 11:01:20 -0000
Antwort löschen"Ich wollte aber diese Version nicht sehen, mir ist die andere schon unerträglich genug!" Das ist schon ein hervorragender Kommentar in nur einem Satz!
mariega Mon, 05 Nov 2012 11:08:37 -0000
Antwort löschenWir verstehen uns ;)!
LynchFan1706 Mon, 05 Nov 2012 11:13:02 -0000
Antwort löschenGuter, wichtiger Kommentar! Ich kann auch nur zustimmen. Benigni und diese süße Sosse über allem machen den Film schwer verdaulich. Gut gemeint sicher, aber der Film hat mich eher abgestoßen als berührt.
Ripley1 Mon, 05 Nov 2012 11:43:54 -0000
Antwort löschenDie Kritik ist ja nicht neu. Aber wer will sagen, welcher der richtige Zugang zur Holocaust-Thematik ist? Ein Augenöffner war für mich der "Roman eines Schicksallosen" vom Imre Kertesz, der als Buchenwald-Überlebender vom "Glück des Konzentrationslagers" schreibt. Das klingt im ersten Moment unverständlich oder provokant, aber beim zweiten Blick erkennt, dass hier jemand die Opferrolle verweigert und eine eigene Deutung seiner Biografie behauptet.
Ich sehe hier eine Parallele zu Benignis Film: Die Hauptfigur leistet Widerstand und geht ungebrochen in den Tod. Ob man das als kitschig oder unangemessen empfinden soll, möchte ich dahingestellt lassen. Auf jeden Fall ist es ein eigenständiger und ernsthafter Versuch, eine Holocaust-Geschichte zu erzählen, ohne zum x-ten Mal die Schrecken und die Grausamkeit nachzustellen, aber auch ohne sie zu verschweigen.
mariega Mon, 05 Nov 2012 13:00:37 -0000
Antwort löschenDu hast recht aber gerade diese scheinbare Leichtigkeit, die eine persönliche Art des Widerstands ist, das ist klar, da sie als Kontrastmittel zu dem Grauen wirkt, verschärft umso mehr die Schrecken und die Grausamkeit. Und wie ich es vorher gesagt habe, da die kalte Realität mir schon unerträglich genug ist, brauche ich diese "Steigerung" (wenn es überhaupt möglich ist!) nicht! Es ist (für mich!) zu viel und unnötig! (Ich weiß nicht, ob ich das auf deutsch so richtig vermitteln kann?)
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FumerTue Mon, 05 Nov 2012 15:17:07 -0000
Antwort löschenDer Infinitiv des Tages: "darfen" :P ;)
ElMagico Tue, 06 Nov 2012 11:14:34 -0000
Antwort löschenIch darfen das! :)
@Ripley1: Das Buch klingt auch viel mehr danach, dass ich da nen Zugang und so etwas wie ein inneres Ok bekomme. Bei Benigni bin ich mir eben auch nie wirklich sicher, was er denn nun wirklich sagen will...ich spüre nur welche Emotionen er offensiv erzeugen will. Aber das er z.B. verdeutlichen will, dass das eigene Ich solch einem Angriff auch jegliches Menschsein wiederstehen kann/soll/muss...das sehe ich nicht deutlich und kann es für mich auch nur schwer hineininterpretieren. Wer dies darin findet...schön, dass ist völlig gut mit mir. Ich kann es halt einfach nicht. Mich hielt der Film auf etwas wie einen Diskussions-Abstand, da ich ständig mit ihm innerlich diskutierte...und natürlich ging das auch von mir aus. Hinzu kommt halt: Ich mag diese Art Komödie nicht...und würde es hier um etwas völlig harmloses gehen: Mir gefällt diese Weise des Lustigseins einfach nicht.
Prinzipiell halt ein schweres Thema...das jeder anders verarbeitet. Hauptsache man stellt sich dem überhaupt ab und an.
Ener Mon, 22 Oct 2012 16:16:46 -0000
Kommentar löschenEin diesmal ganz und gar nicht dunkler Film, der in einem doch so dunklen Kapitel der jungen Geschichte spielt. Eine wundervolle und zugleich wahnsinnig tragische Erzählung. Gelungen anders, um nicht zu sagen herausragend. Beim zweiten Ansehen viel besser. Macht viele erspielte Punkte.
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ell Tue, 04 Sep 2012 20:19:06 -0000
Kommentar löschenSehenswert, aber super aufwühlend.
Lustig und traurig zugleich und das schaffen nicht viele Filme!!
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lethal_candy Sun, 05 Aug 2012 21:55:52 -0000
Kommentar löschenEin wunderbarer, gefühlvoller Film, der zeigt, dass man auch mit einer völlig anderen Herangehensweise an dieses Thema ein Werk mit Tiefgang schaffen kann. Mich hat dieser Film weit mehr berührt, als so manche pathetische Abhandlung dieses Themas.
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Brascon Sun, 29 Jul 2012 09:43:07 -0000
Kommentar löschenKonnte ich leider nichts mit anfangen. Abgeschaltet, nachdem ich ihm eine Dreiviertelstunde gegeben habe. Es war weder lustig, noch war es schön mit anzusehen.
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J4KOB Sat, 20 Oct 2012 19:03:52 -0000
Antwort löschenzu früh
bulle2k1 Tue, 05 Mar 2013 22:54:16 -0000
Antwort löschenJa auf jeden Fall zu früh!